Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Genaugenommen gibt es bei diesen beiden Beispielen:

1. Akademiker Eltern in München auf Schule X (willkürliche Stadt)
2. Akedemiker Eltern in München ebenfalls auf Schule X

auch KEINE Chancengleichheit, da die zwei betrachteten Kinder identisch in ihrer Veranlagung und Handlungsentscheidungen sein müssten.


Das ist nur ein Begriff der einfach wohl gerne mal in den Raum geworfen wird - ohne wirklichen Nutzen. Es existiert schlicht nicht und ist ein theoretischer Begriff.
Genauso wie "alle Menschen sind gleich"...blabla ohne Wert.

Man sollte es Chancenangleichung nennen oder Nachteilsverminderung (weil Elimination nicht möglich ist).

Welche Maßnahmen dabei am erfolgsversprechendsten sind, da sollen sich andere den Kopf drüber zerschlagen^^

Aber sein wir mal ehrlich, selbst bei Akedemikereltern ist doch spätestens in der Mittelstufe bei bspw. Mathematik Schluss, wenn diese nicht dieses Wissen nicht täglich beruflich Anwenden müssen. Die hatten das mal vor Äonen in der Schule/Studium - das wars aber. Reinfuchsen können sie sich vielleicht "einfacher", aber ob das alles so gemacht wird - ich bezweifle es.

MfG, R++
 
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Mal als Zwischenfrage, wieviel und wie oft haben denn die Teilnehmenden hier Kontakt zu Kids und Jugendlichen und oder Lehrenden?

Meinem Eindruck nach ist „die Jugend“ schon okay und nicht viel anders als „früher“ – angesichts der Rahmenbedingungen mit verschiedenen parallelen Krisen schlagen sich die allermeisten die ich kenne ganz gut. Die Jüngeren bekommen vom Schlamassel natürlich nicht soviel mit.
Jedenfalls haben auch jüngere Erwachsene bei denen ich ein ungutes Gefühl hatte die Kurve bekommen und stehen nach einigen auf und abs gut im Leben.

Kurz, den allgemeinen Pessimismus hier im Thread kann ich nicht teilen.
 
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Was du beschreibst @R++ ist auch nicht Chancen- sondern Ergebnisgleichheit. Sowas zu fordern ist einfach Unsinn.

Chancengleichheit würde zunächst nur bedeuten, dass alle gleich gute Startchancen haben. Aber auch das ist nicht gegeben, weil Schule eben erst im 5 Lebensjahr los geht und einige Kinder in der Zeit davor schon einen satten Vorsprung aufbauen können.

Dagegen ist aber leider auch kein Kraut gewachsen, denn Menschen sind nunmal nicht gleich und wenn du zwei Menschen exakt die gleichen Angebote machst, ihnen exakt die gleiche Förderung zukommen lässt und beide exakt gleich stark forderst, wird das Ergebnis am ende nicht identisch sein.
Förderung muss immer individuell gestaltet werden ... und das geht in einer Schuile nicht, die wegen Unterbesetzung schon mit der "Orientierung am Mittelkopf" Probleme hat und die sogar eigentlich hochbegbte und intelligente Kinder zu Schulversagern machen kann.

Bleibt die Frage nach der Finanzierung. 30 Kinder auf eine Lehrkraft sind zu viel, das wissen wir schon eine ganze Weile. Es müssten doppelt so viele Lehrer sein (mindestens) ... aber wie werden die Gehälter dieser zusätzlichen Lehrer finanziert. Steuergelder.
Wer hat Lust auf eine höhere Steuerbelastung, nur damit ein paar weniger Kinder durchs Raster fallen?
Wahrscheinlich keiner.
 
DerOlf schrieb:
Wer hat Lust auf eine höhere Steuerbelastung, nur damit ein paar weniger Kinder durchs Raster fallen?
Das ist letztlich „nur“ eine Frage der Umverteilung von Geldmitteln. Anpacken wird das glühende Eisen Bildungssystem in D niemand freiwillig – und – die politischen Mehrheiten fehlen schlicht. Ist ja ein „linkes“ Thema.
 
SE. schrieb:
Ist ja ein „linkes“ Thema.
So sieht es aus. Aber wenn die Linke fordert, von den oberen 1% der Reichen etwas zusätzlich einzufordern, geht der Aufschrei los. Da hat die BILD-Zeitung
in Laufe der Zeit wirklich gute Arbeit gemacht. Geld ist genug da. Man muss nur den Mut haben, es dort abzuholen, wo es in Überschuss vorhanden ist. Und
das tut die Politik halt nicht. Unsere Politiker schlachten nicht die Kuh, die sie für ihre eigenen finanziellen Vorteile selber melken. Übrigens, ein weltweites
Problem im Kapitalismus - die (legale) Korruption. So nenne ich das immer.
 
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SE. schrieb:
Das ist letztlich „nur“ eine Frage der Umverteilung von Geldmitteln.
OK ... wo auch immer du Geld hernehmen willst, ich nehme das mal einfach so hin.
Nur so viel ... auch die Streichung einer steuerlichen Erleichterung wird als Erhölhung der Steuerlast empfunden werden. Auch die Streichung einer Subvention hat diese subjektive Wirkung.
Es wird ja sogar gejammert, wenn sich nichts ändert ... dann wird gejammert, weil es keine Erleichterungen regnet (subjektiv benötigt werden die offensichtlich immer).
Naja ... wahrscheinlich sollte man das Gejammer einfach ausblenden ... das wird in DE ja eh nicht leiser.
 
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SE. schrieb:
Mal als Zwischenfrage, wieviel und wie oft haben denn die Teilnehmenden hier Kontakt zu Kids und Jugendlichen und oder Lehrenden?
Mein Sohn ist bisher nur in der Grundschule, aber abseits davon, dass ihm die Hausaufgaben auf den Zeiger gehen (völlig zu Recht), kann ich nur Positives berichten. Sein Klassenlehrer ist hochmotiviert, rund 20 Kinder in der Klasse halte ich auch für ok und echte Probleme sind bisher nie aufgetreten.

Von anderen Begegnungen mit der Jugend kann ich auch nur Positives berichten. Die sind heute sehr viel mehr an Politik und Gesellschaft interessiert, als wir es damals je gewesen wären. Was haben wir damals schon großartig gemacht? Nach der Schule (so wir denn da waren) im Einkaufszentrum rumgegammelt, uns mit Alkohol zulaufen lassen oder weiß der Geier. Später war ich dann tatsächlich mal bei den Jusos. Aber bei den Treffen dort ist auch nie viel rumgekommen, ehrlich gesagt. Heute gehen die Kids auf die Straße und demonstrieren für ihre Zukunft. Das hab ich in der "guten alten Zeit" nicht erlebt.

Also, wenn du mich ganz persönlich fragst, ist die Jugend auf einem ganz hervorragenden Weg und weitaus besser als ihr Ruf. Allerdings ist das auch nix Neues. Der Generationenkonflikt ist so alt wie die Menschheit selbst. Was wir alten Säcke uns aber immer wieder vergegenwärtigen müssen, ist ein Satz, den irgendein schlauer Mensch mal gesagt hat: "Wir haben diese Welt nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen."

Im Klartext: Die Jugend sollte eigentlich Priorität haben.
 
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OdinHades schrieb:
Im Klartext: Die Jugend sollte eigentlich Priorität haben.
Dafür sind sie nicht genug ... und die meisten dürfen nichtmal wählen.

Ich bin in meiner Jugend auch viel für meine Zukunft auf der Strasse gewesen. Gebracht hat es allerdings extrem wenig. Aber es hat sich einfach "besser" (wirksamer) angefühlt, als alle vier Jahre ein Paar Kreuze zu machen. Der Effekt ist aber in etwa der gleiche ... sehr nahe bei Null.

Ich habe anfangs auf Lehramt studiert, inklusive der vorgesehenen Praktika, und danach Nachhilfe- bzw. Instrumentalunterricht gegeben. Natürlich hat mich auch immer interessiert, wie die Kids ihre Schule wahrnehmen. Es war oft die Rede davon, dass Individualförderung aus Zeitgründen nicht stattfindet, weil man ja fast grundsätzlich einen "Stoffstau" aufzuholen hat (vor allem in Mathe) und deswegen halt zu am Mittelkopf (den es nicht gibt) orientierten Unterrichtsmethoden greift. Lehrer, die auf Nachfragen reagieren, wie auf persönliche Angriffe, sind auch nicht hilfreich.
Die schlechten Betreuungsschlüssel sind nicht das einzige Problem ... es gibt zu den meisten Kindern auch noch Eltern, die ihre Kinder oft ganz anders einschätzen, als es eine Lehrkraft tut. Wie die Kinder sich in Abwesenheit der Eltern benehmen, wissen diese aber auch nicht besser, als der Chef weiß, was seine Angestellten von seiner Arbeit halten.

Allerdings hat die Schule ja auch neben der Bildungsfunktion noch eine andere Funktion ... das Aussieben. Ohne Druck findet man nicht heraus, wer auch unter Druck Leistung bringt ... aber nur der kommt auch im höheren Bildungsweg klar ... der Druck nimmt nämlich nicht ab und so manchem Kind tut man einfach keinen Gefallen, wenn man es in ein Gymnasium stopft, und ihm dann 5 mal die Woche Nachhilfe geben lässt, damit es auch mitkommt. Aber sag so "Gymnasium-ist-das-Beste"-Eltern mal, dass ihr Kind auf einer Gesamtschule vielleicht besser aufgehoben wäre, oder dass es vielleicht nicht gerade das renomierteste Gymi am Ort sein muss ... einige reagieren darauf, als hätte man eine Förderschulempfehlung ausgesprochen.
 
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Wenns um Kinderarmut und alle dazugehörigen Probleme geht hat unser Finanzminister Lindner von der FDP da ne klare Meinung. Und die lautet verkürzt: "Die Ausländer sind schuld." Könnte genausogut von der AfD kommen.
Und den Rest kann man auch so interpretieren: Wenn die armen Ausländer mit ihren vielen Kindern nicht hier wären dann hätten wir die ganzen Probleme nicht. Denn zuvor hat er ja gesagt dass es den Deutschen im Prinzip gut geht. Lässt sich wieder runterbrechen auf "Die Ausländer sind schuld." bzw. auf "Ohne die ganzen Ausländer hätten wir all die Probleme nicht."

Und dann wird auchnoch der Stereotyp von der ausländischen Familie mit vielen Kindern bedient und keiner davon geht natürlich arbeiten. Rassismus bzw. Ausländerfeindlichkeit vom feinsten.

Und das vom Chef einer Partei die sich liberal schimpft und ürsprünglich mal für Freiheit und Bürgerrechte stand. Die FDP ist mittlerweile dermaßen verkommen, es widert mich nurnoch an.

Übrigens Fun-Fact: Von allen Parteien in Deutschland war die FDP am öftesten in der Regierung. Der FDP ist es nämlich völlig egal mit wem sie es macht. Ob Sozialdemokraten, Konservative, Grüne, egal, hauptsache Regierung. Die FDP hat Deutschland ihren Stempel härter aufgedrückt als jede andere Partei. Man könnte auch sagen: Die Probleme die wir haben, dafür ist größtenteils die FDP verantwortlich. Und falls die AfD mal bei 35% landet und die FDP bei 15%, dann wird die FDP auch kein Problem damit haben mit den rechten zu regieren.
 
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DerOlf schrieb:
Bei der Kindergrundsicherung geht es nicht um einen besseren Schulabschluss, sondern um die Bekämpfung der Kinderarmut.

Wenn du den jetzigen "verlorenden" Kindern die Chance auf eine bessere Bildung gibst, bekämpfst du die Kinderarmut! Nämlich die der nächsten Generation der Kinder. Was wir heute haben ist ja eine Schleife in der die Kinder gefangen sind - Stichwort Bildungsdurchlässigkeit. Heute einfach den Eltern mehr Geld zu geben hilft den Kindern einfach nicht - sie werden ein schlechten Abschluss machen und ihre Kinder dann wieder ein schlechten Abschluss. Dies können wir doch schon seit Jahrzehnten so beobachten.

DerOlf schrieb:
Dass wir mehr Lehrkräfte brauchen, ist keine Frage.

Gut, warum wird darum aber nicht heftig diskutiert? Warum wird Herr Lindner angegriffen wenn er genau dies fordert?

DerOlf schrieb:
Die Frage beim Lehrkräftemangel ist aber, wie man die Lehrer dazu kriegt, Lehrer zu bleiben, obwohl sich viele Kids einfach nicht benehmen können und die Eltern oft eher als "Endgegner" empfunden werden.

Mit einer besseren Quote Lehrer zu Kinder gibst du den Lehren die Möglichkeit auch in Rahmen ihrer Arbeitszeit sowohl die Kinder auf den besseren Weg zu führen, als auch die Elterngespräche gut zu überstehen. Auch sehe ich nicht, dass die jetzigen Kinder so viel anders sein sollen, als Kinder früher. Es gab immer ein Generationenkonflikt zwischen Jung und Alt.

DerOlf schrieb:
Woher sollen die Kids denn Respekt lernen, wenn Expertise von den Eltern nicht ernst genommen wird und sie dem Lehrer/Erzieher bei jeder Gelegenheit den Job erklären wollen.

Da kann ich dir nur zustimmen. Lehrer haben einen schlechten Ruf in Deutschland. Hier herrscht immer das Neid Argument der 12 Wochen Ferien vor aber selber den Job machen möchte dann doch Keiner.



D0m1n4t0r schrieb:
Wenns um Kinderarmut und alle dazugehörigen Probleme geht hat Lindner da ne klare Meinung. Und lautet verkürzt: "Die Ausländer sind schuld." Könnte genausogut von der AfD kommen.

Schön dass du schreibst "verkürzt". Lindner sagt, dass die Kinderarmut gut bekämpft werden konnte, von Familien die lange in Deutschland leben. Weiterhin sagt er aus, dass die Kinderarmut aber so hoch ist, liegt an der Migration und den Kindern die da mitgekommen sind. An keiner Stelle gibt er "Ausländern die Schuld". Statt mehr Geld möchte er mehr Sprachförderung.

Wir kann man nur so leichtsinnig wieder irgendwelche Sachen posten und die Leute in die Hände der AfD treiben?
 
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D0m1n4t0r schrieb:
Wenns um Kinderarmut und alle dazugehörigen Probleme geht hat Lindner da ne klare Meinung. Und lautet verkürzt: "Die Ausländer sind schuld." Könnte genausogut von der AfD kommen.
Du hast die Schlagwörter "Rechts" und "Nazi" vergessen...

Wie man aus dem Video erkennen kann, hat Lindner dies natürlich nicht gesagt, sondern lediglich den Fakt dargestellt das sich in der Entwicklung bezüglich der Kinderarmut eine massive Schere aufgetan hat, nämlich zwischen Deutschen ohne Migrationshintergrund und welchen mit Migrationshintergrund sowie Ausländern und das stimmt faktisch.

Wer nun wieder die alte Leier "Die Ausländer!!1111 er hat gesagt!" hervor bringt und natürlich das übliche AFD Framing muss sich den Vorwurf gefallen lassen das dieser keinerlei Änderung an dieser Entwicklung will, sondern das die Armut unter Nicht-Deutschen Kindern weiter zu nehmen soll. Denn eines ist klar: Wenn bloß die Höhe der Transferleistungen diese Schere schließen würde, müsste dies längst passiert sein, denn sie sind so hoch wie noch nie in der bundesdeutschen Geschichte.
 
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D0m1n4t0r schrieb:
Die Probleme die wir haben, dafür ist größtenteils die FDP verantwortlich. Und falls die AfD mal bei 35% landet und die FDP bei 15%, dann wird die FDP auch kein Problem damit haben mit den rechten zu regieren.
Das Parteien miteinander koalieren um eine Mehheit zu bilden...verrückt...
D0m1n4t0r schrieb:
Lässt sich wieder runterbrechen auf "Die Ausländer sind schuld." bzw. auf "Ohne die ganzen Ausländer hätten wir all die Probleme nicht."
Nein, das brichst du so herunter.
D0m1n4t0r schrieb:
Und dann wird auchnoch der Stereotyp von der ausländischen Familie mit vielen Kindern bedient und keiner davon geht natürlich arbeiten. Rassismus bzw. Ausländerfeindlichkeit vom feinsten.
Oh je...Dein Ernst?

Schau dir das Video noch mal an. Und versuche dabei deine Filterbrille abzusetzen.
 
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_killy_ schrieb:
Hier herrscht immer das Neid Argument der 12 Wochen Ferien vor aber selber den Job machen möchte dann doch Keiner.
Ein äusserst dummes Argument. Die Kids haben 12 Wochen Ferien ... der Lehrkörper hat genau wie jeder Andere Angestellte ein Recht auf 30 bezahlte Urlaubstage ... also etwas mehr als 4 Wochen.
Die restlichen 8 Wochen sind für die Lehrkraft nicht "Freizeit" sondern die Zeit, in der Klassenarbeiten korrigiert und Berichtsaufgaben nachgeholt werden.
Die meisten Lehrer mit Korrekturfächern haben auch nicht mit der Schulglocke frei, sondern sitzen bis in den Abend hinein an Vor- und Nachbereitungen. "Lehrer haben vormittags Recht und nachmittags frei" ist also genau so blödsinnig.
Die wenigen Schulangestellten, die tatsächlich 12 Wochen frei haben, bekommen in der Zeit auch kein Geld ... entweder werden sie bedarfsgerecht gekündigt und neu eingestellt, oder das Gehalt für 40 Wochen wird eben auf 52 Wochen aufgeteilt.

Die meisten, die diese Neid-Argumente bringen, haben einfach nur keine Ahnung vom Lehrerberuf. Nur eines ... unter deutschen Lehrkräften ist ein Burnout weiter verbreitet, als ein boreout unter deutschen Verwaltungswirten oder ein Bandscheibenvorfall bei Buchhaltern. Und das liegt nicht daran, dass das alles Weicheier sind ... das liegt an der Belastung im Beruf.
 
Der Lindner ist natürlich nicht blöd. Der kann nicht direkt sagen "Die Ausländer sind schuld". Die Kernbotschaft muss rhetorisch gut verpackt werden so dass man sich hinterher hinstellen und sagen kann "so war das gar nicht gemeint". Es geht darum die hässliche Ausländerfeindlichkeit verbal schön und gesellschaftlich akzeptabel sprachlich zu verpacken. Es muss nur gut klingen, was wirklich dahintersteckt interessiert dann nicht mehr.
 
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Genau, Lindler verpackt seine vermeintliche Ausländerfeindlichkeit die allein durch die Nennung einer für Ausländer negativen Entwicklung quasi hervor sticht mit solch geschickter Rhetorik...

Wie hart kann man sich in einer Bubble gedanklich eigentlich abschotten?
 
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Genau, es ist auch garnicht offensichtlich wie sich Union und FDP gerade bei den entsprechenden Wählerschichten in Stellung bringen. lol
 
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The_waron schrieb:
Genau, Lindler verpackt seine vermeintliche Ausländerfeindlichkeit die allein durch die Nennung einer für Ausländer negativen Entwicklung quasi hervor sticht mit solch geschickter Rhetorik...
Er engt das Problem Kinderarmut auf den Migrationshintergrund der Eltern ein ... das ist mMn eine verkürzte Darstellung, mit der auch am rechten Rand gefischt werden soll.
Als Rassistisch würde ich ihn deswegen nicht betrachten, aber er bedient damit (ob gewollt oder nicht) definitiv rassistische Resentiments bei potenziellen FDP-Wählern.

Dass sowas einem Politprofi wie dem Lindner aus versehen passiert, glaube ich einfach nicht.

Wenn es einen signifikanten Zusammenhang zwischen Migrationshintergruind der Eltrern und der Armut des Kindes gibt, dann zeigt das strukturellen Rassismus auf ... aber ich wette, so etwas darf es in Deutschland auch nicht geben, weil wir geben uns ja so viel Mühe.

Überkompliziert formulierte Anträge überfordern bisweilen sogar biodeutsche Akademiker ... das zu vereinfachen, wird wirklich was bringen ... ich glaube nur nicht, dass unsere Bürokratie dazu in der Lage ist, irgendwas zu vereinfachen, mit dessen Regelung sie betraut ist.
Ausserdem wäre doch die Hölle los, wenn die bestehenden Möglichkeiten wirklich genutzt würden ... dafür gibts doch garnicht genug Personal. Es werden so wenig Anträge gestellt, WEIL die so kompliziert sind ... der Effekt von "Sie müssen erst den Nippel durch die Lasche ziehen ..." es schreckt ab ... und genau darum geht es aus Sicht der Bürokratie wohl auch.
 
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Hallo

D0m1n4t0r schrieb:
Es geht darum die hässliche Ausländerfeindlichkeit verbal schön und gesellschaftlich akzeptabel sprachlich zu verpacken.
Du wirst damit leben müssen das sehr viele Menschen/Wähler in Deutschland mit der aktuellen Flüchtlings-/Migrationspolitik nicht einverstanden sind.
Viele verstehen nicht das nicht nur echte Flüchtlinge (die vor Gefahren wie z.B. Krieg fliehen) aufgenommen werden, sondern auch Wirtschaftsflüchtlinge.
Viele verstehen nicht wieso Flüchtlinge dauerhaft bleiben dürfen, ursprünglich ging es darum denen temporären (zeitlich begrenzten) Schutz zu bieten.
Ein Anrecht auf ein wirtschaftlich besseres Leben in Deutschland gibt es nicht, sollen wir alle aufnehmen denen es wirtschaftlich schlechter als uns geht ?

Wir brauchen Fachkräfte und nicht noch mehr arbeitslose Hilfsarbeiter von denen wir schon viel zu viele haben.
Es gibt einen Unterschied zwischen Migranten die zumindest rudimentär Deutsch können und die Kenntnisse/Fähigkeiten haben die der Arbeitsmarkt gebrauchen kann und Flüchtlingen die kein Deutsch können und die der Arbeitsmarkt nicht gebrauchen kann weil sie keine Kenntnisse/Fähigkeiten haben die von Nutzen sind.

Corto schrieb:
Genau, es ist auch garnicht offensichtlich wie sich Union und FDP gerade bei den entsprechenden Wählerschichten in Stellung bringen.
Diese Wählerschichten gibt es nun mal und die werden auch nicht verschwinden, selbst wenn die AfD verboten wird.
Was für eine Rolle spielt es ob diese Wählerschichten von der AfD oder irgend einer anderen Partei bedient werden ?

Grüße Tomi
 
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Also widersprichst du the_waron und stimmst mir zu das Lindner da mit rechts kuschelt?

Da spricht gar nichts gegen wenn man Leute mag die opportunistisch jeden Trend bedienen wollen.
Ergänzung ()

DerOlf schrieb:
Wenn es einen signifikanten Zusammenhang zwischen Migrationshintergruind der Eltrern und der Armut des Kindes gibt, dann zeigt das strukturellen Rassismus auf ... aber ich wette, so etwas darf es in Deutschland auch nicht geben, weil wir geben uns ja so viel Mühe.

Ganz so einfach ist das nicht, es spielt schon auch die Kultur eine Rolle.
Familien die jede Kritik am kleinen Prinz als majestätsbeleidigung auffassen oder Bildung für Mädchen als unwichtig sehen sind teils auch ein Problem.
Da muss man bei beidem ansetzen
 
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