Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Das Traurige ist, dass Leute im Niedriglohnsektor von Bürgergeldempfängern mittlerweile ausgelacht/belächelt werden, weil man ja ehrlich arbeiten geht, statt ebenfalls Bürgergeld zu beziehen.
Das betrifft mich nicht, ich verdiene deutlich mehr als ein Bürgergeldempfänger. Aber wenn ich sowas schon höre, und das habe ich bereits öfter, platzt mir wirklich der Kragen.
 
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Erkekjetter schrieb:
Einfach Dividenden/Aktien etc nach dem persönlichen Steuersatz besteuern wie jede andere Einkommensart auch.
Mein Reden. Aber das würden unsere Politiker/innen in Berlin halt niemals tun. Sie schlachten nicht die Kuh, von der sie selber so gut leben. Ich meine, die
finanziellen Belohnungen, die unsere Politiker/innen erhalten, wenn sie die Politik für die Reichen günstig gestalten. Diese Art der "legalen" Korruption lässt sich leider erst beenden, wenn man Parteispenden und bezahlte Nebentätigkeiten für die Politiker/innen ganz verbietet.
 
Dann schau dir doch mal z. B. die History von ehemaligen SPD-Ministern inkl. Kanzler an, und was sie heute so machen.
 
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UNd weiter? Ich mein ich bin alles andere als ein Fan unseres SPD Gerds. Das ändert doch aber nicht im geringsten etwas an meinen Aussage? Aktriv verhindert wird hier eine Anpassung von den genannten Parteien. Von mir aus kannst du ja die SPD dazu zählen, dadurch ändert sich doch nichts...

Ich kann dieses verschwörungstheoretische GEschwafel einfach nicht mehr ertragen. Einfahc mal an Fakten halten und nicht permanent irgendwas unterstellen, weil man völlig paranoid der Politikwelt mißtraut weil natürlich auch dort Menschen sitzen, die sich menschlich verhalten bis hin zu verhalten, was fragwürdig ist.

Angesichts der Tatsache, dass des Deutschen liebstes Hobby "Steuervermeidung" aller Schwarzarbeit und Schwarzahlen ist, sind solche Vorwürfe halt immer die blanke Doppelmoral.
 
Nur zur Erinnerung: Wer die Gleichbehandlung von Kapitalerträgen mit dem Arbeitseinkommen fordert, wird vorallem jene treffen die aus ihrem bereits versteuerten Einkommen eher bescheidene Investitionen tätigen wie beispielsweise irgendwelche Sparfonds oder sogar das oldschool Sparbuch, da dann eine volle Doppelbesteuerung eintritt - Kapitalgesellschaften bleiben davon unberührt.

Die Kritik bezüglich der Ungleichbehandlung von Kapitalerträgen und Arbeitseinkommen kann ich nachvollziehen, jedoch wird mit einer progressiven Versteuerung der Kapitalerträge das Gegenteil von dem erzeugt was man eigentlich möchte (Umverteilung von "oben" nach "unten").

Möchte man an die wirklich dicken Fische ran, also vorallem die Kapitalgesellschaften, muss man die Finanzströme besteuern, das jedoch wird natürlich durch massive Lobbyarbeit stark erschwert, gerüchteweise sind sogar manche "Staatsführer" sehr tief im Lobbydschungel der Finanzwirtschaft verstrickt, wer das sein könnte habe ich aber vergessen, eigentlich weiss ich auch nicht mehr was ich vorhin schrieb.
 
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The_waron schrieb:
jene treffen die aus ihrem bereits versteuerten Einkommen eher bescheidene Investitionen tätigen
Die in aller Regel einen individuellen Steuersatz unter 25% haben.... Die könnten sich natürlich die Steuer zurückholen, die meisten wissen es aber nicht oder der Aufwand lohnt nicht. Die, die einen höheren Steuersatz haben als 25%, müssen aber die eingesparte Steuer nicht nachzahlen. Sie sind also auf jeden Fall bevorteilt. Auch das Argument der Vereinfachung gilt dann nur für jene, die mehr als 25% individuellen Steuersatz haben. Denn diejenigen, die einen kleineren haben, müssen entweder auf die zuviel gezahlte Steuer verzichten oder haben eben doch den Aufwand, dass ganze bei der Steuer anzugeben und nachzuweisen.

Es ist und bleibt, egal wie man es dreht und wendet, eine reichenfreundliche (Steuersatz größer 25%) Steuer.

Und wie kommst du auf das Thema Kapitalgesellschaften im Vergleich? Hier ging es um das Thema Einkommenssteuer...

@Exit666 sag mal findest du die Erbschaftssteuer ungerecht?
 
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Erkekjetter schrieb:
Die Leute haben damals also emhr gezahlt. Deine Aussage von angeblich so hohen Steuern auf Arbeitsleistung ist damit nichts anderes als gelogen. Würde man auf strukturen von früher zurück kehren, würden wir alle deutlich mehr zahlen an Lohnsteuern... Insbesondere diejenigen mit Durchschnittseinkommen und drunter!
Das ist so aber auch nicht richtig - in absoluten Werten stimmt das, inflationsbereinigt sieht das aber schon anders aus (Abbildung 3 - Preisbereinigte Einkommensteuertarife):

1693903501912.png


Gerade die breite Masse im Bereich ~17.000 - 50.000 fährt man mit dem heutigen Tarif recht schlecht. Vom heutigen System profitieren sehr geringe (< 15.000) und recht hohe ( > 80.000) Einkommen.
 
Erkekjetter schrieb:
Ich kann dieses verschwörungstheoretische GEschwafel einfach nicht mehr ertragen. Einfahc mal an Fakten halten und nicht permanent irgendwas unterstellen

Verschwörungstheorie? Zeige mir doch mal bitte einen Bereich aus der Politik, wo sich durch die ganzen politischen Maßnahmen der letzten Jahrzehnte für die Mehrheit der Menschen auch nur irgendwas verbessert hat. Nein, CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne zerstören mit ihrer neoliberalen Ideologie unser Land nicht nur finanziell (wie gerade alle besonders gut erleben können), sondern spalten damit zusätzlich unser Land immer mehr. Oder, was meinst du, warum z. B. die AfD immer stärker wird? Was ich persönlich schrecklich finde. Rund 40 Prozent der Deutschen können sich mittlerweile gar nicht mehr mit den etablierten Parteien identifizieren. Eine Zahl, die die Alarmglocken laut auftönen lassen müsste, und zwar täglich. Gleichzeitig sinkt die Akzeptanz zu unserer Demokratie kontinuierlich. Verschwörungstheorie, Pfeiff.
 
Erkekjetter schrieb:
Und wie kommst du auf das Thema Kapitalgesellschaften im Vergleich? Hier ging es um das Thema Einkommenssteuer...
Dazu kann ich nichts sagen, ich habe hier Erinnerungslücken.

Revan1710 schrieb:
Das ist so aber auch nicht richtig - in absoluten Werten stimmt das, inflationsbereinigt sieht das aber schon anders aus (Abbildung 3 - Preisbereinigte Einkommensteuertarife):
Richtig, in Relation ist die Steuerlast für die breite Masse gestiegen, Abbildung 7 in der betreffenden Quelle zeigt dies recht deutlich durch die kontinuierliche Spreizung zwischen Lohnsteuer und Lohnsumme. Das ist eben der Nachteil an einem progressiven Steuersystem welches sich nicht automatisch an die Lohnentwicklung angleicht - die Politik hat hier auch nur geringes Interesse, da die Lohnsteuer die wichtigste Einnahmequelle des Staates ist.
 
Ich sehe nur einen einmzigen Tarif, der für einen kurzen Moment besser da steht. Der von 1965... Dieser ist von knapp über über dem Freibetrag bis 60k leicht besser, stellt dafür aber die ganz geringen Einkommen deutlich schlechter.

Alle anderen sind für den Mittelstand mehr oder weniger gleich inflationssbereinigt. Was eben auch der Aussage widerspricht, wir würden heute soviel Steuern auf Arbeitsleistung zahlen. Stimmt nicht. Die mittleren Einkommen haben micht ganz leichten Schwankungen immer das selbe gezahlt. Die unteren zahlen heute im Schnitt weniger und die Reichen zahlen so wenig wie NIE zuvor, mit Abstand.

Keine der genannten Gruppen zahlt heute mehr als früher....

Discovery_1 schrieb:
Zeige mir doch mal bitte einen Bereich aus der Politik, wo sich durch die ganzen politischen Maßnahmen der letzten Jahrzehnte für die Mehrheit der Menschen auch nur irgendwas verbessert hat.
Der Wohlstand ist also in DE nicht auch gestiegen die letzten Jahrzehnte? Wir leben heute schlechter als 1980? Hör doch bitte auf.... Bei aller Kritik, die man an die Politik stellen kann, dein pauschales Geschwafel ist einfach dünn und hat mit der Relait wenig zu tun.

The_waron schrieb:
Dazu kann ich nichts sagen, ich habe hier Erinnerungslücken.
Man muss schon sagen, du bist ziemlich trendy.
 
Erkekjetter schrieb:
Man muss schon sagen, du bist ziemlich trendy.
Das verwundert mich nicht, da sich mein Wissen primär aus öffentlichen Quellen speist.

Discovery_1 schrieb:
Ja? Für wen? Also ich und so viele andere Menschen auch dürften davon nichts mitbekommen haben.
Naja, das ist immer eine Frage der Perspektive, im Mittel und Median sind die Einkommen und der verfügbare Wohlstand gestiegen, das untere Quartil hat von der Einkommensentwicklung wenig bis gar nicht profitiert, muss jedoch die höheren Preise durch die reguläre Preisentwicklung mittragen > Das ist das was man üblich als die "Schere zwischen arm und reich" sehr ungenau betitelt.
 
The_waron schrieb:
as untere Quartil hat von der Einkommensentwicklung wenig bis gar nicht profitiert, muss jedoch die höheren Preise durch die reguläre Preisentwicklung mittragen > Das ist das was man üblich als die "Schere zwischen arm und reich" sehr ungenau betitelt.
Und das ist das, was die Spaltung unserer Gesellschaft aktuell immer schneller voranschreiten lässt. Edit: Nutznießer leider AfD, nicht die Linke.:(
 
The_waron schrieb:
Naja, das ist immer eine Frage der Perspektive
Auch der zeitlichen. Was sind jahrzehnte? 1? Dann stimmt die Aussage nicht wirklich. 2? Durch die Dellen der Wirtschaftskrise würde es in diesem Zeitrahemn stimmen. Darüber hinaus? Ist der Wohlstand nachweislich durch so ziemlich alle Schichten gestiegen.
Ebenso persepektivisch? Wie misst man Wohlstand? Nur am Einkommen/Vermögen der Haushalte? Oder vll auch an sowas wie Mindestlohn, medizinsicher Versorgung etc.

Unter all dem ist natürlich klar, das zu jedem Zeitraum individuelle Personen auch verarmen, aus diversten Gründen. Man wird keinen Zeitrahmen finden, wo wirklich ausnahmslos jeder wohlhabender geworden ist.

Aber was gibt man sich wieder Mühe, man argumentiert ohnehin gegen gefühlte Wahrheiten ohne die Bereitschaft, dass diese reflektiert und ggf. überdacht werden. Politiker sind durchweg und per se böse, korrupt und handeln nur im eigeninteresse. Warum lebt man eigentlich in einem Land, in dem man das der Politik unterstellt?
 
Erkekjetter schrieb:
Ich sehe nur einen einmzigen Tarif, der für einen kurzen Moment besser da steht. Der von 1965... Dieser ist von knapp über über dem Freibetrag bis 60k leicht besser, stellt dafür aber die ganz geringen Einkommen deutlich schlechter.
Ab 30.000 ist der heutige Tarif schlechter als alle anderen und wird dann erst zur Spitzensteuersatz-Grenze wieder besser. Das sind vielleicht nur ein paar Prozentpunkte, die man in diesem Bereich mehr bezahlen muss als frühe - das wiegt allerdings umso schwerer, wenn man das in Relation setzt zu den sehr deutlichen Vorteilen hoher Einkommen.
 
Discovery_1 schrieb:
Oder, was meinst du, warum z. B. die AfD immer stärker wird?
Populismus, gesellschaftsfähiger Rassismus, Bauernfängerei. Siehe auch Hubsi Bullshit, das finde ich fast noch erschreckender als die Werte der NSDAP 2.0. Der Dreck wird Salonfähig gemacht und dann kann man natürlich groß von "denen da oben" sprechen.
 
Erkekjetter schrieb:
Der Wohlstand ist also in DE nicht auch gestiegen die letzten Jahrzehnte?


Früher hat es gelangt wenn eine Person im Haushalt gearbeitet hat und mann konnte trotzdem in den Urlaub fliegen besass ein Auto usw. Dass schaffen viele Haushalte heute nicht mehr obwohl beide Partner arbeiten.
 
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