Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Kassenwart schrieb:
Und jetzt komm mir nicht mit was im Programm steht wird eh nie umgesetzt. Wie soll man auch etwas durchsetzen ohne absolute Mehrheit ?
Du beantwortest es dir ja schon selbst. Ein Parteiprogramm ist ein Stück Papier. "Alle Angaben ohne Gewähr" müsste als Warnung dran stehen. Nun frage ich dich, wenn du die letzten 30 Jahre vor deinem geistigen Auge vorbeiziehen lässt, welche Auswirkungen es hatte, dass CDU, SPD, Grünen und FDP auf der Regierungsbank saßen. Macht das realpolitisch irgendeinen Unterschied für die Bevölkerung? Wir reden über Realitäten. Andere über Parteiprogramme. Finde den Fehler.
 
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getexact schrieb:
Finde den Fehler.
Finde den Fehler zu Behaupten alle Parteien machen die gleiche Wirtschaftspolitik. Vielleicht hoffe ich auch einfach nur darauf das mal eine Partei alleine über 50% bekommt.

Und Parteiprogramme sollten in der Tat von jedem gelesen werden, statt nach der Bildzeitung zu wählen oder nach bauchi Gefühl.
 
getexact schrieb:
Mich würden ja mal Beispiele interessieren, die dann "massiv" sind.
Also alleine die Diskussion bezüglich Heizungsgesetz zwischen Grüne und FDP sollte doch Beispiel genug sein.
Oder auch Tempolimit auf Deutschen Autobahnen. Nur weil es jetzt keines gibt, heißt dass nicht, dass die Grünen und glaub auch die SPD damit zufrieden sind. Was du als meinst sind Kompromisse, welche bei einer Koalition getroffen werden müssen, bei Themen wo sich Parteien uneins sind.
Cannabis Legalisierung ging wohl auch nur mit dieser Koalition. Mit einer CDU geführten Regierung hätte ich nicht darauf gewettet, ob dies kommen würde.

Dann kann man auch noch auf Landesebene schauen, wenn es um das Schulsystem geht...

Jetzt nur mal ein paar Punkte die mir Spontan einfielen.
 
Kassenwart schrieb:
Und Parteiprogramme sollten in der Tat von jedem gelesen werden, statt nach der Bildzeitung zu wählen oder nach bauchi Gefühl.
Ich sage dir: weder sollte man das eine, noch das andere tun, weil beides Verschwendung von Lebenszeit ist. Dann doch lieber ein gutes Buch lesen.
Kassenwart schrieb:
Finde den Fehler zu Behaupten alle Parteien machen die gleiche Wirtschaftspolitik.
In der Theorie nicht, aber am Ende bleibt es dabei, dass sich alle Parteien der Wirtschaft unterwerfen müssen und Kompromisse eingehen müssen. 50% und mehr wird es wahrscheinlich niemals geben.
 
@Kassenwart
Auf dem Papier mögen sich die Parteien unterscheiden, aber in der Realpolitik machen sie seit Jahrzehnten alle dasselbe. Politik für eine kleine, besserverdienende, falsch, top verdienende Klientel.
 
Sagen wir mal so, ohne SPD/Grüne/Linke hätten wir auch heute keinen Mindestlohn.

Gegenfrage, was sollen denn diese Unterschiede sein?
Discovery_1 schrieb:
Die Linke strebt den demokratischen Sozialismus als finale Wirtschaftsform
Nur ist das keine Wirtschaftsform... Oo

Es gibt 3 Wirtschaftsformen: Freie Marktwirtschaft, soziale Marktwirtschaft und Planwirtschaft...
 
China ist 100% Kapitalismus. Und sie zeigen damit der Welt, wie gut Diktatur mit Kapitalismus funktioniert.
 
Falls du mit der Frage mich meinst: nein.
 
Ich frage mich wie hier manche entscheiden was sie wählen. Wenn man Parteiprogramme für Überflüssig hält und eh der Meinung ist alle Parteien machen nur Politik für Besserverdiener. Was wählt man den dann ?

Ich habe hier mal gelesen: Das kleinere Übel

Wie erkenne ich den was das kleinere Übel sein soll wenn mich Parteiprogramme schon nicht interessieren ? Schlagzeilen in der Bild ? Twitter ?
 
Kassenwart schrieb:
Was wählt man den dann ?
Blau, wie die Statistiken grade sagen.
Ich habe immer richtung Links gewählt, aber zu diesem Zeitpunkt habe ich keine ahnung was ich Wählen würde.

AFD? Naja muss nicht sein, bisschen angst vor Diktatur und Faschismus bleibt erhalten.

Linke? Zuviel Antifaschistische Gewalt der Wähler und in meinen Augen mehr Intollerant als alles andere, aber am meisten nach Tolleranz schreihend

Grün? Um Gottes willen ich sehe ja was da grade passiert.

Was übrig bleibt sind eben die Parteien die uns seit 40 Jahren lenken, SPD und CDU.
Es wird sich also nichts ändern, egal wo man sein Kreuz macht.
 
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Kassenwart schrieb:
Ich habe hier mal gelesen: Das kleinere Übel
Das wählt man am Ende immer, da es keine Partei gibt die die eigenen Ansprüche, Vorstellungen etc. 100pro bedient.
Das kleinere Übel ist aber immer besser als das große Übel, also eine Partei, die deinen Vorstellungen so ziemlich entgegen steht. An irgendwelchen Wählertrends oder Umfragen sollte man sich dabei aber auf keinen Fall orientieren. Sonst ist man auch nur der Lemming!
Kassenwart schrieb:
Wie erkenne ich den was das kleinere Übel sein soll wenn mich Parteiprogramme schon nicht interessieren ?
Siehe oben!
Etwas Mühe darf man sich aber schon machen und sich informieren. Müssen ja keine langatmigen Parteiprogramme sein, die in der Tagespolitik eh schnell auf der Strecke bleiben können.
Auch die Politik fliegt einem nicht als gebratene Taube oder triefende Bild-Schlagzeile in den Mund.

Schlagzeilen in der Bild ? Twitter ?
Wie wäre es denn mit einer richtigen, seriösen Tageszeitung bzw. deren Online Ausgabe?
 
Zuletzt bearbeitet:
Kassenwart schrieb:
Ich frage mich wie hier manche entscheiden was sie wählen. Wenn man Parteiprogramme für Überflüssig hält und eh der Meinung ist alle Parteien machen nur Politik für Besserverdiener. Was wählt man den dann ?
Auch wenn es etwas verpönt ist, so auf der Zielgeraden ist der Wahl-O-Mat (und in letzter Zeit ähnliche Programme) für mich eine wichtige Entscheidungshilfe. Und wenn man die Begründungen der Parteien für deren Antworten liest, erfährt man auch etwas aus ihrem Wahlprogramm. Aber da schaue ich dann schon, dass ich eine der Parteien wähle, wo ich mir sicher bin, dass sie wenigstens in den Bundes- bzw. Landtag kommen. Nur bei der vorletzten Wahl, habe ich mal eine der kleinen Parteien gewählt, da mir damals wirklich keine Partei zusagte. Auf jeden Fall, dass ich mich noch bewusst daran erinnern könnte.
 
KitKat::new() schrieb:
Was passiert denn gerade?
Dein ernst?
Was wird denn hier seit fast 10000 Kommentaren besprochen?

Seit Grün mit bestimmt sind die Atommeiler still gelegt und es wird teuer Strom in Frankreich gekauft das aus Tadaaa Atommeilern gewonnen wird.
Soll ich jetzt mit Gas, Lebensmitteln oder das eingreifen in einem Krieg weitermachen?

Wie immer, wer wie die Marde im Speck lebt merkt nichts.
 
Ich wähle die Partei Die Partei, die einzige Partei der extremen Mitte. Ansonsten kann ich auch die APPD empfehlen. Ist bei mir beim Wahlomat immer ganz oben mit dabei. =P
 
Cyberdunk schrieb:
Was wird denn hier seit fast 10000 Kommentaren besprochen?
Wäre mir jetzt ehrlich gesagt scheißegal, da erstens nicht repräsentativ und zweitens bilde ich mir lieber meine eigene Meinung.
Die Grünen haben sich mit der Ukraine Krise alles in allem ziemlich gut präsentiert, da sie die einzige Partei waren, die mit Moskau nie was am Hut hatten. In der folgenden Energiekrise hat Habeck vieles richtig gemacht und ist auch oft über seinen eigene Schatten gesprungen und hat z.B. bei den Scheichs gekatzbuckelt um unsere Energieversorgung zu sichern. Mit dem Heizungsgesetz haben sie dann aber eklatante Fehler gemacht, die sie sicher noch bereuen werden.
Nur, es ist immer noch eine Koalition! Das heißt, die Verantwortung tragen am Ende alle, nicht nur eine Partei alleine. Kann man schön an den schlechten Zahlen der FDP ablesen. Sie profitieren überhaupt nicht von dem Koalitionsstreit z.B. um das Heizungsgesetz.

Nukleare Energie ist das fundamentale Kernthema der Grünen seit ihrer Gründung. Von ihnen zu erwarten, dass sie auf den Abschied verzichten, der i.Ü. von Merkel beschlossen wurde ohne Beteiligung der Grünen, ist ungefähr so, wie von der AfD zu erwarten, dass sie mehr Asylanten ins Land holt. Will heißen, das machen ihre Stammwähler nicht mit.
Die Franzosen stecken mit ihren AKWs ja auch ständig in der Kacke und haben sehr viel von uns bezogen. Gleicht sich irgendwie aus.
 
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@mo schrieb:
Die Grünen haben sich mit der Ukraine Krise alles in allem ziemlich gut präsentiert
Ja? Naja ich weiss nicht.
Waffen zu liefern ist für mich immer der falsche weg, auch Ukrainer töten Menschen.
@mo schrieb:
von Merkel beschlossen wurde
Und von wem kam der Druck aus der Atom Energie auszusteigen?, sicher nicht von der SPD und CDU, warum die eigene Lobby zerstören?
Grünen Politik ist Reichenpolitik im Deckmantel der Menschenrechte, schäbiger geht es eigentlich nicht.

Es hat schon einen Grund warum vorwiegend besser verdiener die Grünen Wählen, der Rest der Gesellschafft kann sich so ein denken gar nicht leisten.
 
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