Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Expats sind von vorneherein darauf ausgelegt, dass sie nur eine begrenzte eher kurze Zeit irgendwohin gehen und von vorneherein wissen, dass sie zurückkehren. Per Definition sind das keine Auswanderer!

Bohnenhans schrieb:
das soll akzeptabel sein?
WIe ists denn im Vergleich zu anderen Ländern? Und wie sieht es Bundesweit aus? Zumal das dann immer noch ein kleiner Teil aller Schüler ist. denn die große Mehrheit in DE sind und bleiben Gymnasiasten...

https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/bildung-lesen-iglustudie-100.html

So schlecht, wie du es darstellst, ists im inernationalen Vergleich dann eben nicht.
 
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Das Gras ist eben immer grüner auf der anderen Seite. Denke das merkt man dann relativ schnell wenn man auswandert, dass eben doch nicht alles so unglaublich katastrophal läuft wie zuvor gedacht.

Meckern ist deutsch und auch okay, wenn es dann auch in Form von konstruktiver Kritik geäußert wird. Dann kann man sich auch mal hinsetzen und am bestehenen System arbeiten und versuchen es zu verbessern.
 
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Fest steht: wir haben genug eigene Probleme im Land, die gelöst werden müssen und die man anpacken muss. Da hilfts dann wenig in andere Staaten zu schauen. Wieviele ich kenne, die nach München gezogen sind, weil sie da ein Jobangebot bekommen haben, mit der Hoffnung auf ein besseres und schöneres Leben, als im Ruhrpott. Was fällt dann auf? Die 500€ mehr netto werden alleine und doppelt einkassiert durch viel höhere Mietpreise. Vom Eigentum erst gar nicht zu sprechen. Selbst 1000€ mehr netto im Monat würden aufgefressen werden.
 
Erkekjetter schrieb:
Böser Trugschluss.
Naja ich gehe doch davon aus, dass unsere Berufspolitiker das Beste mit Bestem Wissen und Gewissen tun und sich daher auch mal rechts und links anschauen können, wie es besser geht, aber die Probleme, die wir haben sind nun mal andere, als in anderen Ländern und müssen daher auch meisten individuell gelöst werden.

Allein, dass es besser geht, aber nichts besser wird, bedeutet ja, dass unsere Politiker eben anscheinend nicht geeignet sind unser Land zu regieren.
 
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getexact schrieb:
Fest steht: wir haben genug eigene Probleme im Land, die gelöst werden müssen und die man anpacken muss.
Das ist ja das Problem, aus dem viele die ich kenne, incl. mir, darüber nachdenken, auszuwandern: Weil unsere Politik scheinbar kein Interesse daran hat, die Probleme zu lösen. Wenn man sich anschaut, was laut Umfragen die subjektiv größten Probleme der Bevölkerung sind, und dann schaut, was die Politik auf diese Probleme bezogen unternimmt, fällt auf, dass da nichts passiert.

getexact schrieb:
Naja ich gehe doch davon aus, dass unsere Berufspolitiker das Beste mit Bestem Wissen und Gewissen tun
Das habe ich auch mal gedacht, mittlerweile muss ich aber zunehmend Böswilligkeit unterstellen.
Bestes Beispiel aktuell ist das Problem mit Kinderpornografie.
Als das damals beschlossen wurde, gab es von allen Seiten, vor allem von Juristen, große Kritik. Genau das, was jetzt passiert, wurde bemängelt. Trotzdem wurde es genau so beschlossen.
Im Best-Case haben die einfach jegliche Kritik ausgeblendet, weil sie ja viel klüger sind als alle anderen zusammen. Im Worst-Case war es Absicht. Egal was es war, es ist nicht tragbar.

getexact schrieb:
Allein, dass es besser geht, aber nichts besser wird, bedeutet ja, dass unsere Politiker eben anscheinend nicht geeignet sind unser Land zu regieren.
Genau das ist scheinbar der Fall.
 
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Die erste Pisa-Studie war für die Schweiz ein Weckruf. Das Land, das sich eines der teuersten Bildungssysteme der Welt leistet, war wie selbstverständlich davon ausgegangen, die besten Schulen der Welt zu haben. Doch bei der Erhebung im Jahr 2000 erzielte es nur mittelmässige Resultate. In der Mathematik und bei den Naturwissenschaften schnitten die Schweizer Schülerinnen und Schüler zwar gut ab. Doch beim Lesen haperte es. Ein Fünftel verstand selbst einfache Texte kaum.
Die Politik reagierte mit einer breit angelegten Leseoffensive. Der Aufwand schien tatsächlich zu fruchten, rund zehn Jahre nach deren Start erreichte die Schweiz in der Lesekompetenz einen neuen Höchstwert. Doch der Trend hielt nicht lange an. Im Gegenteil: Bei der letzten Erhebung im Jahr 2018 war das Resultat sogar noch schlechter als beim ersten Test achtzehn Jahre zuvor.
Laut Andrea Erzinger, Leiterin des Pisa-Projekts in der Schweiz, sind diese Schülerinnen und Schüler beim Lesen nicht kompetent genug, um «Herausforderungen im Alltag oder Berufsleben bewältigen zu können».
Statt die drängenden Probleme anzugehen, wurde in den letzten Jahren häufig auf Nebenschauplätzen gekämpft. Bestes Beispiel war eine Reihe von kantonalen Volksinitiativen der Schweizerischen Volkspartei, die das Hochdeutsch aus den Kindergärten verbannen und dafür den Dialekt als einzige zulässige Unterrichtssprache einführen wollte. Mehrere Kantone, darunter auch Zürich, nahmen die Vorlagen an.

Ob die Initiativen der Sprachförderung zuträglich sind, sei dahingestellt. Der Vorstoss kann aber als Zeichen der widersprüchlichen Schweizer Sprachsituation gelesen werden: Einerseits ist man stolz auf seine Dialekte, andererseits aber leidet das Land gleichzeitig unter einem Minderwertigkeitskomplex gegenüber dem nördlichen Nachbarn. Vor allem, wenn dieser bei den Pisa-Tests ständig besser abschneidet.

Es ist halt einfach nicht sinnvoll selektierte Studien herauszusuchen, wie schlecht Deutschland und wie gut die Schweiz ist.

Trotz solchen besorgniserregenden Warnungen sorgten die Resultate nicht für einen neuerlichen Weckruf. Das lag einerseits daran, dass die Lesekompetenz nicht nur in der Schweiz schwächer wurde, sondern in vielen anderen OECD-Ländern auch.
Quelle: https://www.nzz.ch/international/sp...rachigen-raum-ein-laendervergleich-ld.1663137

Vielleicht sollte man mit dem Finger nicht nur auf Andere zeigen.

Diese Probleme sind viel komplexer und nicht nur exklusiv auf ein bestimmtes Land bezogen.
 
getexact schrieb:
aber nichts besser wird, bedeutet ja, dass unsere Politiker eben anscheinend nicht geeignet sind unser Land zu regieren.
Es wird ja besser. Der aktuellen Regierung wurde da grade erst ein gutes Zeugnis ausgestellt. Halt von jemanden ohne ideologischen zorn wie bei dir.
 
Erkekjetter schrieb:
Halt von jemanden ohne ideologischen zorn wie bei dir.
Schön, was du alles so in Aussagen reininterpretierst. Ich habe keinen Zorn. Sitze gemütlich am Schreibtisch und verfasse kaffee schlürfend einen Beitrag und amüsiere mich über Menschen wie dich. Da ist kein Zorn. Da ist Lebenserfahrung und gelebte Realitäten in denen man lebt. Mir gehts wirtschaftlich gut. Meiner Familie gehts gut. Wir fahren 2 Autos. leben in einer Großstadt, besitzen Eigentum. Dennoch gehe ich ja nicht blind durchs Leben und sehe eben die Probleme und Herausforderungen, die man als Familie bewältigen muss. Man bekommt eben mit, wie es in Krankenhäusern läuft, wie es um die Kinderbetruung bestellt ist, man fährt tagtäglicher über Schlaglöcher auf den Straßen, man merkt, dass der wöchentliche Einkauf 20% teurer wurde.

Man weiß aus dem Umfeld von strukturellen Probleme, die einem im Alltag begegnen und spürt das mehr als deutlich, dass vieles nicht mehr stimmt und gut läuft.

Und dann kommen Leute wie du daher und schwatzen einem Studien an die Backe, dass ja vieles "besser" wird. Das ist dann immer sehr grotesk, weil die Lebenswirklichkeit einfach eine andere ist.

Aber dafür müsste man Eine Familie haben, am Leben teilnehmen und es mit offenen Augen betrachten.

Ich habe bei manchen das Gefühl, dass deren Leben darin besteht im Zimmer zu sitzen, seinen Rechner hoch und runterzufahren und hin und wieder mal aus dem Fenster zu schauen. Das wars dann.
 
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Objektive Quellen zeichnen dennoch ein anderes Bild als du es darstellst, nämlich keinesfalls so negativ. Also entweder stimmt was mit deiner Wahrnehmung nicht oder deine anekdotische Evidenz ist sehr fehlerhaft.

Denn all das was du mir absprechen willst, tue ich und habe ich und auch ich komme, wie unschwer zu erkennen, zu anderen Ansichten als du.

Es lief noch NIE alles und und noch nie hat alles gestimmt. Klar gibt es Dinge, die aktuell weniger gut laufen. Andere laufen dafür besser als früher. Keinesfalls geht es objektiv einfahc nur ales bergab. Das ist und bleibt dummes Gequake. Und wenn man nach Menschen wie dir geht, hat die Regierung seit 40-50 Jahren nur Mist gebaut und selbstverständlich könnte man alles besser und weiß alles besser als die Regeriung. Das sind die deutschen mal so richtig konsequent. Blöd sind immer andere, Im Fussball und in der Politik weiß er alles besser, kann er alles besser und hätte alles anders gemacht. Natürlich bewertet er das immer im Nachgang mit allen dann bekanntem Wissen und stets nie mit dem Wissen, das zur Verfügung stand, als das Problem angegangen werden musste...
 
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Discovery_1 schrieb:
Diesen Satz unterschreibe ich zu hundert Prozent. Ich hoffe, dass der Wähler hoffentlich in Zukunft bei seinen Kreuzchen etwas weiser handeln wird.
Fragt sich nur welche Fraktion das in diesen Krisenzeiten besser handeln würde... mir fällt da ehrlich gesagt niemand ein.
getexact schrieb:
dass ja vieles "besser" wird. Das ist dann immer sehr grotesk, weil die Lebenswirklichkeit einfach eine andere ist.
Was aber kein Deutsches sondern aktuell ein eurpaweites, bzw. weltweites Problem ist. Es ist wenig hilfreich Leute für Probleme anzuprangern für die sie nicht die Verantwortung tragen.
 
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Erkekjetter schrieb:
Es lief noch NIE alles und und noch nie hat alles gestimmt. Klar gibt es Dinge, die aktuell weniger gut laufen. Andere laufen dafür besser als früher. Keinesfalls geht es objektiv einfahc nur ales bergab. Das ist und bleibt dummes Gequake.
Und genau das habe ich nie behauptet, aber wir reden ja hier über Probleme. Nicht über das was gut läuft. Das ist ja der Sinn an so einem Forum. Hier meldet sich niemand, der einfach mal mitteilen will, wie schön sein Leben ist und wie toll doch sein iPhone jeden Tag funktioniert. Hier melden sich Menschen mit Problemen und hier wird über Themen diskutiert, die die Menschen bewegen und aufregen oder stören oder besser sein könnten.
 
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Ohh, wie ich doch recht hatte, mit der Spaltung der Gesellschaft. Viele Menschen, denen es finanziell gut geht, reden sich die Welt schön. Mag ja für sie persönlich auch so sein. Nur hat das für viele andere Menschen eben mit der Realität nichts zu tun. Besonders für diejenigen, bei denen der angebliche Anstieg des Wohlstands schon seit Jahrzehnten völlig vorbeigeht. Der Einzug der AfD in den Bundestag ist anscheinend vielen immer noch nicht aufgefallen, zudem, dass diese Partei immer stärker wird. Es bleibt mir nur ein Rätsel, warum so viele enttäuschte Wähler gerade Trost bei der AfD suchen, der schlimmsten neoliberalen Partei überhaupt. Und dass so viele ehemalige Wähler der Linken dabei sind, stimmt mich immer noch sehr traurig.
 
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Discovery_1 schrieb:
Es bleibt mir nur ein Rätsel, warum so viele enttäuschte Wähler gerade Trost bei der AfD suchen, der schlimmsten neoliberalen Partei überhaupt. Und dass so viele ehemalige Wähler der Linken dabei sind, stimmt mich immer noch sehr traurig.
Vor allem wenn man bedenkt das gerade die typischen oder potentiellen Wähler der afd am allermeisten unter einer afd Politik leiden würden wünscht man sich doch die Pappnasen würden sich einmal das Wahlprogramm durchlesen.
Ich sehe offen gesagt zwischen Teilen der Linken und der AFD mittlerweile mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Wenn ich mir eine Wagenknecht ansehe dann ist die gute Frau eindeutig in der falschen Partei gelandet. Ich hoffe sehr das sie ihre eigene Partei gründet da ich davon ausgehe das sie der afd Stimmen nehmen wird.
 
Buttkiss schrieb:
Ich sehe offen gesagt zwischen Teilen der Linken und der AFD mittlerweile mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede.
Ist das wirklich so ?

Wenn ich aktuell den Wahl-o-mat für Bayern mache springt bei mir folgendes raus:

Grüne und Linke fast gleichauf bei über 75% Übereinstimmung
AfD und CSU fast gleichauf bei 30% Übereinstimmung
 
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Ich rede nicht vom Wahlprogramm der Linken sondern von der Gruppierung in der Linken rund um Sarah Wagenknecht. Offiziell gibt es deutlich weniger Berührungspunkte mit der afd. Da ist, wie der Wahl-o-mat sagt, die csu deutlich näher dran.
 
Der Wahl-O-Mat ist mMn. sowieso sinnlos, weil er auf Aussagen basiert, die Politiker während der Wahlkampfperiode machen.
Deinwal fand ich immer ganz cool zur Bundestagswahl, weil die sich nach dem Abstimmverhalten der Parteien richten, und nicht nach dem, was die Parteien sagen/behaupten. Ist allerdings auch nicht perfekt, da auch oft Anträge abgelehnt werden, weil sie nicht weit genug gehen o.ä.
 
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