Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Snowi schrieb:
Ist allerdings auch nicht perfekt, da auch oft Anträge abgelehnt werden, weil sie nicht weit genug gehen o.ä.
Außerdem werden sie durch den Koalitionszwang verfälscht
 
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Erkekjetter schrieb:
irgendwie schon? Nichts wird besser. Nur schlechter..
Kommt drauf an aus welcher Perspektive man drauf schaut und von welchem Status Quo man da spricht, um zu bewerten, was besser und was schlechter läuft.

Die Bereiche, die sich aktuell "verbessern" bedeuten ja im Umkehrschluss, dass es vorher nicht so gut lief. Welche Bereiche im öffentlichen Leben verbessern sich denn? Wo spürt man das?

Preise steigen, Inflation ist so hoch wie ewig nicht mehr, Mietpreise steigen und steigen und steigen, Zinsen für Wohneigentum steigen, Lebensmittelpreise steigen. Das ist also keine Verbesserung der Zustände, sondern eine wichtige und existenzielle Verschlechterung für viele Menschen in diesem Land.

Thema Rente: Wo gibt es da Verbesserungen?
Thema Gesundheit: Wo gibt es dort Verbesserungen?
Schulbildung: Wo gibt es denn hier nennenswerte Verbesserungen?

Das sind ja wirklich wichtige Bereiche des Lebens und der Menschen, die hier leben. Wenn nicht gar die wichtigsten. Und in genau diesen Bereichen sehen wir die letzten Jahre Dinge, die so nicht sein dürfen.
 
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Naja in D arbeiten halt immer mehr in Behörden und auf Ämtern.

https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Oeffentlicher-Dienst/_inhalt.html Angestellte + Beamte: 6,7 Mio aktuell

Dass die öffentliche Hand immer mehr Menschen wie Genderbeauftragte etc sozialversicherungspflichtig beschäftigen bringt halt den Menschen wirtschaftlich nichts, die das gesamte Gehalt im öffentlichen Sektor dann wieder über Steuern und Abgaben finanzieren.

Deutschland erhöht im Jahr die Beschäftigungszahlen der Menschen im öffentlichen dienst um meist über 100.000 zusätzlich JEDES Jahr - das ist eben auch das "Jobwunder" in D - nur für dieses "Jobwunder" zahlt der dt Steuerzahler jedes Jahr immer mehr.
 
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Bohnenhans schrieb:
Deutschland erhöht im Jahr die Beschäftigungszahlen der Menschen im öffentlichen dienst um meist über 100.000 zusätzlich JEDES Jahr
Bis 2030 werden etwa 840.000 Vollzeitfachkräfte im öffentlichen Dienst fehlen.

Dir ist schon bekannt welche Berufsgruppen alle zum öffentlichen Dienst zählen ?
Sich dann aber über unsere schlechte Schulbildung oder mangelnde Kitaplätze beschweren.
 
Ja und meinst Du man baut jetzt einen Überhang auf für 2030?

Nehmen wir mal einfach die EkSt als das wichtiges Steueraufkommen - viele andere Steuern basiern ja dann mittelbar darauf - ein Angestellter in D des öffentl Dienstes was wird der verdienen inkl Arbeitgeberzeugs die doch für Nichtbeamte anfallen? - 5000 brutto? das sind heute dann schon ~ 800 Euro im Monat für jeden "normal" Beschäftigten in D die er dafür monatlich bezahlt. in 2030 dann sicher 1000 oder 1100 - durchschnittlich gerechnet.

Die Frage ist doch, wäre Deutschlands Beschäftigung auch so robust wenn der Staat nicht immer mehr Steuergelder seiner Bürger dafür aufwenden würde immer mehr Menschen selber zu beschäftigen?

Ein Qualitätswunder ist der öäffentl Dienst in D trotz seiner sehr vielen Millionen Beschäftigten nicht.
 
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Bohnenhans schrieb:
ein Angestellter in D des öffentl Dienstes was wird der verdienen inkl Arbeitgeberzeugs die doch für Nichtbeamte anfallen? - 5000 brutto?
Vielleicht solltest du dich mal mit den einzelnen Berufsgruppen und deren Entgelttabellen beschäftigen.

Und was soll das ganze eigentlich ? Vorderst du jetzt das man Lehrer, Kranken-/Altenpfleger und Erzieher reduziert damit der "normal" Beschäftigte entlastet wird ? IST DAS DEIN ERNST ?
 
Hallo

hallo7 schrieb:
Wieso lebst du dann nicht in Ländern in denen es so ist?
Ich habe mich jahrzehntelang in Deutschland sehr wohl gefühlt, das was mich stört ist erst die letzten Jahre in Fahrt gekommen.
Ich bin jetzt 54 Jahre alt, beruflich erfolgreich und privat verwurzelt, ich möchte mit meinen 54 Jahren nicht von vorne anfangen.
Wenn ich Rentner bin werde ich je nach politischer Lage meine Wohnung hier verkaufen und nach Kroatien in mein Haus abhauen oder hier und da leben.

audiogenießer schrieb:
- 3. Hoffnung. Es mag kitschig klingen, aber man hat immernoch Hoffnung, dass sich die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland ändern werden.
Das ist meine größte Hoffnung, das bei der nächsten Bundestagswahl wieder Vernunft und Normalität kommen.

Corto schrieb:
Ist es nur für mich pure Ironie das man den Geflüchteten vorwirft "Wirtschaftsflüchtlinge" zu sein und hier drüber spricht auszuwandern weil woanders bessere Chancen warten?
Evtl. würden hier weniger Menschen darüber nachdenken/reden ihre Wirtschaftsleistung einem anderen Land zur Verfügung zu stellen wenn weniger Menschen hierher kommen würden die nur Sozialleistungen beziehen können/wollen und leider von den arbeitenden Menschen durchgefüttert/finanziert werden müssen ?

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Ich habe mich jahrzehntelang in Deutschland sehr wohl gefühlt, das was mich stört ist erst die letzten Jahre in Fahrt gekommen.

Genau so geht es doch jeden zurzeit, aber das werden Menschen die in einen 10Tsd Seelen Dorf leben nie begreifen.
Ich Wohne mein leben lang in Hamburg, fast 48 Jahre und wie die Stadt sich verändert hat ist der Wahnsinn.
Hamburg Mitte voll von Obdachlosen und Junkies und dann Ghettos alla Osdorfer Born, Kirchdorf Süd usw.

Das war zwar vor 20 Jahren auch ein Problem aber nicht in der Masse.
 
Bohnenhans schrieb:
Deutschlands Lehrer gehören z.B. in Europa zu den am besten bezahlten und trotzdem klappt nichts
In deinem verlinkten Artikel steht selbst "in Deutschland werden nach neuesten Schätzungen bis 2025 25.000 Lehrkräfte fehlen."

Das hat aber wahrscheinlich gar nichts damit zu tun das Deutschland schlecht abschneidet.

Weist du wie viele Schulstunden mittlerweile ausfallen ? Es gibt Schulen da wird nur noch an 4 Tagen in der Woche unterrichtet.

Und dann kommt man mit der dummen Aussage Stellen im öffentlich Dienst kosten den Steuerzahler zu viel.
 
Kassenwart schrieb:
Und dann kommt man mit der dummen Aussage Stellen im öffentlich Dienst kosten den Steuerzahler zu viel.
Es sollte doch klar sein das er keine Systemrelevanten Beamten meint.
Mal ehrlich mit welchen recht gibt es den Beamten Status noch, was leisten Beamte denn mehr als Angestellte?
 
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Cyberdunk schrieb:
Es sollte doch klar sein das er keine Systemrelevanten Beamten meint.
Darum ging es gar nicht. Erzieher, Krankenpfleger oder auch die Müllabfuhr sind z.B. keine Beamte und sehr Systemrelevant.

Aber ich stimme dir zu das Beamtenwesen gehört zum größten Teil abgeschafft. Ich habe nie verstanden warum Lehrer verbeamtet werden, Erzieher aber nicht.
 
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Kassenwart schrieb:
Darum ging es gar nicht. Erzieher, Krankenpfleger oder auch die Müllabfuhr sind z.B. keine Beamte und sehr Systemrelevant.
Denn habe ich das Falsch verstanden, sry mein Fehler.
Ich stimme dir vollkommen zu dass es Systemrelevante Berufe sind, und wie ich geschrieben haben in diesen Sektor müssen die Löhne spürbar! angehoben werden,

Meine Frau ist Arzthelferin, und hat natürlich Kontakt mit andern Arzthelferin, Pflegern Krankenschwestern usw. und so wie ich das mitkriege sind die langsam am Ende.

Und das zieht sich durch alle Berufe die eben nicht Akademisch sind, die Menschen sind langsam fertig.
 
@getexact
Um fair zu bleiben, kann die Bundesregierung relativ wenig für die aktuell hohe Inflation und die gestiegenen Zinsen. Die Inflation wurde von externen Faktoren ausgelöst und die EZB reagiert darauf mit steigenden Zinsen. Das war als Reaktion durchaus erwartbar.

Die steigenden Mieten sind ein anderes Problem. Das hat aber auch die Groko nicht verhindern können und die Ursache dafür liegt auch länger zurück.

Wo ich definitiv insbesondere Habeck und sein Ministerium kritisieren würde, ist die Chaosumlage. Die Idee alleine war absoluter Schwachsinn und hätte für die Bürger eine erhebliche Mehrbelastung bedeutet. Dazu hat die Kommunikation zu Unsicherheit und Unruhe geführt.
Zum Glück hat man da die Kurve gekriegt.

Insgesamt würde ich die Arbeit der Regierung auch besser als erwartet/befürchtet bei einer Regierung aus drei Parteien mit teils gegensätzlichen Ansichten bewerten.

Die Themen Rente und Schulbildung sind auch "Dauerbrenner" und hier kannst du nicht exklusiv dieser Regierung einen Vorwurf machen, die lange Zeit auch fast nur mit Krisenbewältigung beschäftigt war.
Die "Aktienrente" finde ich zum Beispiel nicht verkehrt.

Lauterbach als Gesundheitsminister ist jetzt auch streitbar, aber sein Ansatz, die Fallpauschalen zu überarbeiten, längst überfällig.
 
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Kassenwart schrieb:
SPD und CDU bei 40%
Zuvor war ja eine große Koalition, weshalb ja SPD und CDU zwangsweise gleich abgestimmt haben und deshalb den selben Wert haben (und ich glaube die SPD hat den kürzeren gezogen). Auch bei mir sind SPD und CDU nah beieinander, während Grüne und Linke etwas weiter auseinander sind.

Kurzum. Zur Bewertung der vergangenen Koalition ist es ganz interessant, aber zur Beurteilung einer Partei, die zuvor in der Regierung war weniger, da ich glaube, die SPD wohl öfters gegen ihrer Überzeugung und zum Wohle des Koalitionsfrieden stimmte.
 
Bohnenhans schrieb:
aber man kann ja den regulären Urlaub jeweils an die Krankzeit nahtlos anhängen?
Sofern dir dein Arbeitgeber den Urlaub dort zugestehen kann, wenn das nicht möglich ist, muss er dir den Urlaub nicht zwingend dort gewähren, wenn der Betrieb drei Leute mindestens benötigt, von insgesamt 6 aber drei schon im Urlaub sind ist halt nix mit Urlaub direkt nach Krank.

Eigentlich plant man in größeren Bereichen auch den Urlaub im Team, wenn das ganze Jahr gearbeitet wird, damit nicht alle im Juni ihren Jahresurlaub nehmen, dann kann man den Laden dicht machen.

Nach längerer Krankheitsphase (6 Wochen) muss seit 2004 eine berufliche Wiedereingliederung angeboten werden, das muss vom Arbeitnehmer aber nicht angenommen werden.
Umfasst dann eine Schrittweise Wiedereingliederung in den Arbeitsalltag mit der Möglichkeit, bei Überbelastung jederzeit abbrechen zu können, mit dem Hamburger Modell kann man auch schon während der Krankschreibung die Wiedereingliederung starten, ist ein Ersatz bzw. eine Ergänzung zu den regulären Rehabilitationsmaßnahmen.

Was man bei der Tabelle ebenfalls berücksichtigen sollte (aber vermutlich nicht berücksichtig ist) ist das Alter und der Gesundheitliche Zustand der Arbeitnehmer.
Bei Polizei und Feuerwehr werden bevorzugt jüngere und vitale Leute arbeiten, die dafür eher durch das Berufsrisiko wie körperliche Auseinandersetztungen ausfallen, in Bereichen, wo eher älteres Personal arbeitet, werden andere Leiden an erster Stelle stehen, Herz-Kreislauferkrankungen, Krebsleiden oder ähnliches.

20% Krankenstand hat meine Team (Krankenhaus, Pflege) zuletzt während der Pandemie geknackt, regulär liegen wir um 14%, also eher im Durchschnitt.
 
Ich würde das auch ein wenig differenzieren, als Förster hast du deine 20-40 Krankheitstage beispielsweise safe drin, eine Borreliose reicht dafür und die hat man quasi schon im "Abo" bei dem Beruf. Generell ist es aber schon richtig das da eine gewisse Differenz herrscht, insbesondere bei Bürotätigkeiten sind so manche Fehlzeiten zumindest etwas "merkwürdig".
 
Thane schrieb:
Die Themen Rente und Schulbildung sind auch "Dauerbrenner" und hier kannst du nicht exklusiv dieser Regierung einen Vorwurf machen,......
Zumal Schulbildung eh exklusiv Ländersache ist. Da hat der Bund quasi fast nichts zu melden.
 
OdinHades schrieb:
Stimmt, gibt es ja alles in China nicht.

Es soll ja noch leute geben, die China als Kommunistischen Staat sehen.

Marx, den man echt mal Lesen sollte und wenn es nur der erste Band vom Kapital ist (der ja übrigens weniger eine politische Schrift als vielmehr eine Wirtschaftsphilosophische Analyse), würde so im Grabe rotieren naja....
 
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