Web-Schecki
Lt. Commander
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Richtig, das nominale BIP hat sich aber alleine seit 1991 verzweieinhalbfacht. Klar, preisbereinigt ist der Anstieg sicher deutlich weniger drastisch. Aber der Produktivitätszuwachs seit 1962 dürfte trotzdem den Faktor 3 erreichen oder übersteigen.Erkekjetter schrieb:Wir reden also vom Faktor 3. DIe Löhne sind inflationsbereinigt definitiv nicht 3 mal höher als 1962.
Natürlich ist die Betrachtung komplexer. Der Lebensstandard ist gestiegen und ein heutiger Rentner würde sich sicherlich nicht mit dem Lebensstandard seiner Großeltern zu deren Rentenzeiten zufrieden geben.
Und klar wäre die Babyboomer-Generation immer individuell schlechter dran. Wenn man konsequent 30% der Wirtschaftsleistung für Rentner aufwendet und deren Zahl nun steigt, dann bekommt jeder einzelne von denen ein kleineres Stück vom Rentenkuchen als vorher. Wenn man der Meinung ist, dass das individuelle Stück im Schnitt zu klein ist, dann wird man nicht vermeiden können, den Kuchen insgesamt zu vergrößern (mehr Wirtschaftsleistung für Rentner aufwenden, in welcher Form auch immer). Dennoch, die Entkopplung von Produktivitätszuwachs und Anstieg der Beitragszahlungen verschärft das Problem unnötig, weil dadurch der Kuchen insgesamt immer kleiner wird.