Man sollte dann aber nicht unerwähnt lassen, dass gerade diese Verbände, insbesondere die Bauern, in früheren konservativ geführten Regierungen über Jahrzehnte quasi mit am Kabinettstisch saßen, via CSU.kaktux schrieb:Bei Treffen ist es genauso - da wird von Bauernverbänden und Verbänden von Mittelständlern etc. bemängelt, das sie bei Anfragen ignoriert werden - und man sich lieber mit NGOs trifft.
Jetzt hat es halt einen grünen Ressortchef und es gibt keinen einzigen Minister mehr aus Bayern.....!?
Ähnliches beim Verkehrsministerium. Das war unter den letzten CSU Ministern doch nur ein Selbstbedienungsladen der Autolobby. Wissink macht aktuell in kurzer Zeit mehr als die gesamte christsoziale Unionsblase auf dem Posten zusammen.
Von daher beklagt man wohl eher weniger generell den mangelnden Einfluss als viel mehr dessen Verlust.
Ergänzung ()
Zum Thema Fraktionszwang etc.:
Vieles wurde hier ja schon richtig gestellt.
Mir ist noch ein weiterer Aspekt wichtig.
Ein Abgeordneter kommt ja immer auf dem Ticket der Partei ins Parlament. Entweder direkt gewählt vor dem Background seiner Partei oder von der via Landesliste bestimmt. Also nie nur für sich selbst.
Es besteht also alleine deswegen schon ein Grund, sich loyal zur Partei zu verhalten.
Auch ich als Wähler dieser Person, habe sie nicht zuletzt wegen seiner Partei gewählt. Ich muss mich daher auch drauf verlassen können, dass meine Stimme nicht für Zwecke verwendet wird, die der Parteilinie entgegen stehen. Der Abgeordnete ist damit eben nicht nur seinem Gewissen und der Partei verpflichtet, sondern in erstere Linie seinen Wählern.
Gewissenfreiheit darf daher nicht dazu führen, gegen den Willen seiner Wähler zentral zu verstoßen.
Das soll nicht heißen, dass es gute Gründe gibt, davon auch mal abzuweichen. Wenn das aber dauerhaft passiert, muss er m.E. zwingend sein Mandat niederlegen (und nicht bis Ende der Legislaturperiode den Platz blockieren).
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