Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
rgbs schrieb:
Wenn die "dumme Bevölkerung" nicht entsprechend wählt, muss man halt das Wahlrecht ändern.

Ja, wenn die dumme Bevölkerung in nie dagewesenem Ausmaß demokratisch ignoriert wird, erwarte ich natürlich eine Wahlrechtsänderung. Mir liegt ein wenig an unserer repräsentativen Demokratie musst du wissen.

Ich will nicht dass 4,95 % der Wähler stimmlos bleiben. Ich halte das für falsch. Wenngleich ich mir bei 4,99 % (nach aktuellem Wahlrecht) für CSU, FDP und Linke bei der nächsten Wahl richtig hart gönnen würde. Ich verabscheue die CSU und die FDP für ihren reaktionären, populistischen, bösartigen und antidemokratischen Wahlkampf, den sie gerade wegen der Hessen + Bayern-Wahl fahren. Die können sehr, sehr gerne weg. Allerdings, wie gesagt, finde ich es nicht okay, wenn 4,99 % der Wähler ignoriert werden, insofern will ich, dass die CSU o. ä. mit 4,99 % in die Parlamente einzieht. Ich empfand es 2013 als undemokratisch, dass 15,7 % der Wähler ausgeschlossen wurden und das wegen ein paar wenigen Stimmen. Empörend und staatsversagend fand ich es anschließend, dass sich niemand ernsthaft mit einer Änderung befassen wollte. Waren ja "die anderen".

Hab gerade erst gelesen dass du denkst, dass nur 20 % der Bevölkerung mit der Ampel zufrieden wären. Okay, wir können hier überspitzt und pointiert diskutierten, aber das ist eine lächerliche Darstellung.

1) Fast 40 % der Wahlberechtigten würden im Moment die Ampelparteien wählen.
2) Die im Moment beliebtesten (wichtigen) Bundes-Politiker sind Pistorius, Baerbock, Scholz, Habeck, Lindner und Lauterbach (in dieser Reihenfolge, siehe Politbarometer des ZDF, das auf echten Zahlen beruht).
3) 40 % sind mit der Bundesregierung zufrieden, 55 % sind unzufrieden.

https://www.zdf.de/nachrichten/poli...e-afd-wirtschaft-100.html?slide=1694710902681
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Revan1710 und Erkekjetter
  • Gefällt mir
Reaktionen: whtjimbo
@rgbs Okay, du hast auch valide Zahlen. Dann mea maxima culpa.

Mein Nickname besteht aus zufälligen Buchstaben. Wenn das jemand nicht korrekt wiedergibt, finde ich das völlig okay. Ich hatte seine Nase auch als Erketjetter abgespeichert. Sprache ist zur Übermittlung von Informationen da, und die wird mit kleinen Fehlern weiterhin korrekt übertragen.

rgbs schrieb:
Wann wurde die 5% Regelung eingeführt?

1953, aber nichts was man nicht ändern könnte. Damals gab es einen strafrechtlich schuldigen Ehepartner bei einer Trennung, Vergewaltigungen waren legal, die Ehe für alle war verboten und Homosexualität verfassungsfeindlich kriminalisiert. Außerdem hat sich ein Teil Deutschlands bemüßigt gefühlt, seine Staatsbürger an der Grenze zu erschießen. Man kann alles überwinden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: BridaX und Skaiy
sudfaisl schrieb:
Wenn das jemand nicht korrekt wiedergibt, finde ich das völlig okay
Nun ja, da fehlte dann ja auch noch das "s" am Ende.
whtjimbo schrieb:
ich habe auch den Satz nicht verstanden,
eben.
sudfaisl schrieb:
Man kann alles überwinden.
Selbstverständlich kann man Alles auch ändern, man muss sich meiner Meinung auch immer fragen ob es wirklich sinnvoll ist.

Gruß
R.G.
 
sudfaisl schrieb:
auch valide Zahlen.
Wo denn? „Weniger zufrieden“ ist nicht gleich unzufrieden. Sondern nicht ganz/vollständig zufrieden. Die 80% sind laut der Quelle Unfug.

Das ihr beiden mit suidfasl probleme hattet, das glaube ich euch nicht. Nicht wenn ich unmittelbar vor bzw naxh ihm schrieb… und wenn doch erklärt es einiges.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: sudfaisl
im Deutschen sagt man häufig anstatt "unzufrieden" auch "weniger zufrieden", um freundlich seine Unzufriedenheit auszudrücken

die Verschiebung der Wählergruppen in Richtung AfD unterstreicht es
 
Auch wenn es Dich eventuell überfordert, 20% sind zufrieden, die anderen 80% nicht. Sehr zufrieden ist eh keiner.
Da ist gar nichts irreführend.

Gruß
R.G.
 
oh, das ist schon interessant, wenn dann auf einmal sowas man nicht mehr diskutieren braucht
Menschen sind mehrheitlich unzufrieden, egal wie du es gerne interpretieren würdest,
wenn man es auf deutsch diese 4 Punkte beschreiben würde, wäre es klarer:
"wunderbar" / "naja, geht schon" / "oh mein Gott" / "wann ist es zu Ende?"
 
Man muss da jetzt auch nicht zu viel reininterpretieren. Das sind keine außergewöhnliche Werte.

1) Zum Jahreswechsel waren noch 60 % sehr zufrieden/zufrieden.
2) Die letzte Bundesregierung lag bis Covid auch bei 20-30 % und wurde bei 40 % abgewählt.
3) Schwarz-Gelb hatte teilweise 10 %, hat der Union nichts geschadet.
4) Von 1997 bis 2010 lag man ständig bei 20 %.

Jeweils sehr zufrieden/zufrieden. Alle Werte aus dem ARD Deutschlandtrend, genau wie der Re-Post von Statista. Direktlink zur PDF (Achtung, lädt runter!): https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-pdf-122.pdf

... selbst die CDU-Leute denken mehrheitlich nicht, dass sie es besser machen würden und fast 60 % der CDU denken, dass Merz ein schlechter Kanzler wäre. Läuft also gut in der Opposition.

Gewählt wird Ende September 2025, bis dahin hat der Thread hier 700 statt 540 Seiten und es fließt auch ein wenig Wasser den Rhein runter.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: BridaX
Zunächst sollte m. E. die Legislaturperiode auf 5 (besser 6) Jahre angehoben werden, um den Anteil an Blindleistung durch Wahlkampf, Koalitionsverhandlungen und Personaltausch in den Ministerien zu verringern.

Wie es ohne 5 % Hürde läuft erkennt man an Ländern, in denen es diese nicht gibt.

Sehr oft zerfallen Regierungen auf Basis von Vielparteienbündnissen innerhalb kurzer Zeit und manche Länder (z. B. Belgien) sind viele Monate lang ohne Regierung.

Auch politische Stabilität ist ein Standortfaktor.

Die jetzige Ampelkoalition ist m. M. n. eine "politische Missgeburt", die es nur aufgrund einer allgemeinen Wohlstandsverwahrlosung und einer übertrieben fokusierten Klimahysterie an die Macht geschafft hat.

Grüne und FDP als "Fortschrittskoalition"?

Come on!

Nur die über Schulden finanzierten üppigen Sondervermögen lieferten genug Geld um sich diese unvereinbaren Grundsätze schönzutrinken.

Das Geld ist alle, die Party ist vorbei, Katerstimmung ist angesagt.

Die AfD wird m. E. mindestens zur Hälfte aus Protest gewählt. Liebesentzug des Wählers ist ein sehr effektives Mittel, das haben wohl einige verstanden.

Nur unter Druck wird Kohle zu Diamant. Die Ampel benötigt offensichtlich noch mehr Druck.
Ergänzung ()

sudfaisl schrieb:
Man muss da jetzt auch nicht zu viel reininterpretieren. Das sind keine außergewöhnliche Werte.[...]
Na ja, dazu zwei Folien aus Deinem link...

1695564629444.png


"Einfach mal" die Zustimmunsgwerte an den derzeitigen Umfragewerten spiegeln.

Dass die eigenen Anhänger einer Regierungspartei, die Regierung mit 83 % als weniger/gar nicht zufrieden beurteilt, dürfte seit der Gründung der Bundesrepublik einmalig sein. (Gern lass ich mich eines Besseren belehren)


1695564950707.png

Der Zeitstrahl ist nicht linear in gleicher Auflösung dargestellt. Geht's noch manipulativer?
 
Zuletzt bearbeitet:
sudfaisl schrieb:
... selbst die CDU-Leute denken mehrheitlich nicht, dass sie es besser machen würden und fast 60 % der CDU denken, dass Merz ein schlechter Kanzler wäre. Läuft also gut in der Opposition.
Bezieht sich das auf die Wähler oder auf die Abgeordneten? Ich will den CDU Abgeordneten nicht ihre Mandate absprechen, aber dass die ein Gefühl dafür haben was "gut" ist und was "schlecht" ist, sowohl für die Bevölkerung als auch für die Partei, bezweifle ich irgendwie...


SW987 schrieb:
Zunächst sollte m. E. die Legislaturperiode auf 5 (besser 6) Jahre angehoben werden, um den Anteil an Blindleistung durch Wahlkampf, Koalitionsverhandlungen und Personaltausch in den Ministerien zu verringern.
Dann müsste man aber auch Instrumente einführen, mit denen man Menschen wie Scheuer oder Faeser effektiv absägen kann. Wer sich regelmäßig so nah an der Verfassungsfeindlichkeit befindet, bzw. wie Faeser mit der VDS darüber hinausgeht, darf nicht 6 Jahre am Stück das Sagen haben. Das betrifft durch die Bank quasi jede Partei.
Deinen Hintergrund verstehe ich, aber um so länger eine Wahlperiode ist, um so wichtiger werden Instrumente, mit denen man das unterbrechen kann, wenn es komplett aus dem Ruder läuft.

SW987 schrieb:
Die AfD wird m. E. mindestens zur Hälfte aus Protest gewählt. Liebesentzug des Wählers ist ein sehr effektives Mittel, das haben wohl einige verstanden.
Würde zu mehr tendieren, also deutlich mehr als die Hälfte wird aus Protest gewählt.
Ist jetzt natürlich Subjektiv, aber ich kenne z.B. keinen einzigen überzeugten AfD Wähler. Dafür kenne ich bestimmt 10, die aus Protest die AfD wählen werden, und noch mal 5, die unsicher sind, weil die AfD eine eher Russlandfreundliche Politik fährt.
Bevor jetzt jemand zitiert mit "EHER Russlandfreundlich"? Ja, eher. In der AfD gibt es auch einige, die fest hinter der NATO stehen. Sind zahlenmäßig nur weniger als die, die hinter Russland stehen, und die fallen nicht so durch ihr lautes geweine auf.
 
@SW987 Die Frage kann man den Druck soweit erhöhen das ein Diamant daraus wird oder wird sich das eher in Staub auflösen.
Ich wär ja schon zufrieden wenn ein paar Minister ausgetauscht werden würden die dem Land offensichtlich nicht gut tun.
 
Warum hängt man sich an dem ARD Trend so auf ?

Da wurden 1297 zufällig ausgewählte Menschen befragt. Wie repräsentativ das sein soll kann jeder für sich entscheiden.

78% sind mit der Regierung nicht zufrieden
39% würden trotzdem die Ampel wählen
57% sind der Meinung eine CDU Regierung würde es nicht besser machen

Den ganzen Trend kann man in die Tonne kloppen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Skaiy
drago-museweni schrieb:
Ich wär ja schon zufrieden wenn ein paar Minister ausgetauscht werden würden
Also ich wäre eher für Neuwahlen des Bundestages. Das wäre meiner Ansicht nach demokratisch wenn ein Großteil der Menschen nicht mehr mit der jetzigen Regierung zufrieden ist.

Gruß
R.G.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: drago-museweni
Die einzige rechtssichere Umfrage ist eine Wahl.

Der Wähler muss bewusst sein Kreuz machen und nicht über allgemeine Themen lamentieren.

Eine Verlängerung der Legislaturperiode würde m. E. mehr Zeit für effektives Regieren und dem Wähler mehr bewusst machen, wie sich seine Entscheidung auswirken kann. Was seltener ist, erscheint oft wertvoller.
 
Kassenwart schrieb:
Da wurden 1297 zufällig ausgewählte Menschen befragt. Wie repräsentativ das sein soll kann jeder für sich entscheiden.
........
Den ganzen Trend kann man in die Tonne kloppen.
Du kannst das sicher auch methodisch und empirisch begründen....!?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben