Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
DerOlf schrieb:
Dass eine Partei all diese Strömungen auf sich vereinen und die Differenzen überwinden kann, ist mehr als utopisch. Und das wäre mMn auch nicht großartig anders, wenn es 8,2 Mio Moslems in Deutschland gäbe ... einfach weil diese Moslems sich nichtmal untereinander einig sind.
Jup, sehe ich ähnlich. Eine richtige Partei die "alle" Moslems vertreten soll, und auch die 5% Hürde schafft, stelle ich mir aktuell als unmöglich vor. Ich bin auch kein großer Freund vom politischen Islam, daher bin ich ehrlicherweise doch relativ froh darüber, was aber nicht heißt, dass ich es irgendwie verbieten wollen würde. Wäre nur ein ungutes Gefühl, womit ich aber leider leben müsste ;)

DerOlf schrieb:
Ich würde das dann aber nicht mehr gerne "FDGO" nennen wollen ... denn es wäre faktisch eher eine Oliogarchie oder eine Timo- bzw. Meritokratie.
Man könnte es ja auch an die Arbeitszeit (Oder wahlweise Arbeitszeit oder Anzahl der Kinder, was ja vor allem bei Frauen oft ein Problem sein würde) binden. Und dann nichts festes, sondern einfach die oberen 70% nach Arbeitszeit oder so. Fände ich jetzt nicht so verkehrt. Bringt aber trotzdem viele Probleme mit sich, denn was ist mit geistig / körperlich eingeschränkten, die nicht arbeiten können, was mit Rentnern, ...
Ist doch relativ komplex. Aber komplett ablehnen würde ich die Idee nicht, solange sie nicht zu stark einschränkt, sondern weiterhin min. 2/3 der Bevölkerung ausmacht - die 2/3 Mehrheit ist ja bei uns so mit die größte Mehrheit, die man für bestimmte Entscheide benötigt. Wird aber, wie so oft, bei Menschen auch nicht so funktionieren, wie ich es mir vorstelle.
 
Snowi schrieb:
Ist doch relativ komplex. Aber komplett ablehnen würde ich die Idee nicht, solange sie nicht zu stark einschränkt, sondern weiterhin min. 2/3 der Bevölkerung ausmacht - die 2/3 Mehrheit ist ja bei uns so mit die größte Mehrheit, die man für bestimmte Entscheide benötigt. Wird aber, wie so oft, bei Menschen auch nicht so funktionieren, wie ich es mir vorstelle.
Ich lehne die Idee kategorisch ab. Meine Begründung sieht wie folgt aus.
Auf wen bezieht sich die Politik (wer muss sie, wie weiter oben geschrieben, "ausbaden")?
Das sind doch einfach alle, die in einem Land leben, ganz unabhängig davon, ob oder was sie arbeiten oder wo sie ursprünglich her kamen.
Politik hat immer auch Auswirkungen auf die Menschen, die momentan keinen großen Beitrag leisten oder kurz nach der Wahl ihre Arbeit verlieren. Es kann sogar sein, dass man aufgrund einer politischen Entscheidung seinen Job verliert.

Da halte ich es einfach für falsch, das Wahlrecht an etwas anderes zu knüpfen, als die Residenz, denn die entscheidet nunmal darüber, ob man mit den Entscheidungen der Politik (den Folgen seiner Wahl) leben muss.

Der Begriff "Lebensmittelpunkt" ist darüber hinaus ja in Deutschland auch recht gut definiert, denn er spielt auch bei den Einbürgerungsvorraussetzungen eine zentrale Rolle.


Dass im Ausland lebende Staatsbürger volles Wahlrecht genießen, darf allgemein in Frage gestellt werden (weil sie die meisten Auswirkungen der Politik eben nicht mittragen müssen) ... wenn aber Türken, die in Deutschland leben, nicht in der Türlkei wählen dürften, dann wären auch all die Briefwahlen von deutschen Rentnern, die in Spanien, Frankreich oder Italien leben, einfach unzulässig.
Mit SPD und Union ist das genauso wenig zu machen, wie mit Erdogan.
 
DerOlf schrieb:
Ich lehne die Idee kategorisch ab
Gut, sind auch nachvollziehbare Gründe. Aber so sind Ansichten, wobei meine sich eh nie durchsetzen würde, auch mit den ganzen Ausnahmen. Ich würde sowas auch nur befürworten, wenn da ganz klar vorher vernünftige Regeln ausgemacht werden, die fest ins GG geschrieben werden. Auch sowas würde nie passieren, dafür sind wir Menschen leider nicht fähig, das irgendwie klug/fair anzustellen.

DerOlf schrieb:
Dass im Ausland lebende Staatsbürger volles Wahlrecht genießen, darf allgemein in Frage gestellt werden [...] dann wären auch all die Briefwahlen von deutschen Rentnern, die in Spanien, Frankreich oder Italien leben, einfach unzulässig.
Würde ich begrüßen, sehe das in dem Fall wie du. Man sollte nur wählen dürfen, wenn man aktiv ein Teil dieser Politik ist, indem man seinen Lebensmittelpunkt dort hat, wo man wählt.
 
Was ist eine christliche Partei? Nur, weil es in einem Parteinamen steht, macht es einem noch längst nicht zu einer.

Ich bin davon überzeugt, dass sich Jesus bei gewissen Aussagen von Merz im Grabe umdreht. Mehrfach.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: OdinHades
Ich würde z. B. jeden deutschen Bundesbürger, der länger im Ausland lebt (dieser Zeitraum müsste diskutiert werden), mit der Zeit das Wahlrecht entziehen. Ich weiß aber nicht, ob das überhaupt mit unserem aktuellen Grundgesetz/Verfassung vereinbar wäre.
 
Toll. Jetzt mischt sich Elon Musk auch noch in den deutschen Wahlkampf ein und nutzt seine Reichweite um einen Beitrag von Radio Genoa zu verbreiten, der die Arbeit von NGOs im Mittelmeer diskreditiert und zur Wahl der AfD aufruft….

Wo sind da die Stimmen von Rechts, dass „die da oben“ manipulieren und reiche Menschen das Volk unterdrücken indem sie ihre Macht nutzen um Parteien nach ihrem Gusto zu pushen?
 
Erkekjetter schrieb:
Wo sind da die Stimmen von Rechts, dass „die da oben“ manipulieren und reiche Menschen das Volk unterdrücken indem sie ihre Macht nutzen um Parteien nach ihrem Gusto zu pushen?
In dem Fall würde ich sowas doch eher von links erwarten.

Die eine Krähe hackt der anderen doch kein Auge aus.
Elon Musk ist ein Rechter, und daraus macht der auch seit geraumer Zeit garkeinen Hehl mehr.

Merke also:
Es gibt "da oben" auch "gute" und bei denen ist die Manipulation nicht schlimm, bzw. wird erst garnicht als solche erkannt ... es kommt halt doch nur auf die eigene Perspektive an.

Das ist bei den Linken etwas anders, denn die wirklich guten Linken, wollen da oben garnicht hin (Allergikerhinweis: dieser Satz könnte Spuren von Sarkasmus enthalten).
 
Discovery_1 schrieb:
Ich würde z. B. jeden deutschen Bundesbürger, der länger im Ausland lebt (dieser Zeitraum müsste diskutiert werden), mit der Zeit das Wahlrecht entziehen. Ich weiß aber nicht, ob das überhaupt mit unserem aktuellen Grundgesetz/Verfassung vereinbar wäre.
Geht nicht. Sowas würde auch sofort vom EGMR kassiert werden. Deutschen Bundesbürgern kann man nicht einfach mal ebenso die Staatsbürgerschaft streichen.
 
Nicht die Staatsbürgerschaft entziehen - nur das Wahlrecht. Aber ich sehe da auch Probleme mit unseren aktuellen Gesetzen.
 
SW987 schrieb:
Und seit wann genau ist Musk ein Rechter?
Spätestens seit er Twitter gekauft hat, ist es eigentlich offensichtlich.

Aber wohl nicht für Menschen, die die "politische Mitte" immer genau dort verorten, wo sie selbst stehen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: KitKat::new()
Ja es können ja nicht alle zu Mitte oder zum linken Spektrum gehören rechts gehört genauso dazu, sollange es nicht extrem wird, gilt für beide Richtungen.

Und Musks Problem ist nicht das er rechts ist sondern, das er relativ Empathielos (dafür gibts ja Gründe)ist und sich teilweise eher wie ein A.. verhält.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Madcat69
Musk kann es sich erlauben, alles was er denkt, einfach zu sagen ohne Konsequenzen zu fürchten.
Vielleicht wird man ihn canceln nach dem Besuch der US Grenze und der Mini-Diskussion mit dem Auswärtigen Amt?
Dem average Joe kann's egal sein ob "rechter" Musk oder "linker" Soros, für beide ist Macht über Andere viel spannender als Geld.
 
Erkekjetter schrieb:
Toll. Jetzt mischt sich Elon Musk auch noch in den deutschen Wahlkampf ein und nutzt seine Reichweite um einen Beitrag von Radio Genoa zu verbreiten, der die Arbeit von NGOs im Mittelmeer diskreditiert und zur Wahl der AfD aufruft….
https://www.focus.de/politik/focus-...ter-mit-schleppern-zusammen_id_214529258.html

Da dürfen sich die NGOs aber auch nicht beschweren, wenn sie aktiv mit Schleppern zusammenarbeiten. Und ernsthaft, du beschwerst dich, dass jemand Informationen verbreitet?
Es ist anscheinend ja nicht mal erfunden oder gelogen. Da wird mit Schleppern aktiv zusammengearbeitet. Das geht gar nicht. Ich hab auch via Dauerauftrag an eine dieser NGOs gespendet, und den Dauerauftrag gestrichen. Geht dann halt wieder ans Tierheim. Ich bin durchaus dafür, Flüchtlingen zu helfen, aber was hier wieder getrieben wird, ist absurd und Menschenverachtend.

Und was ist eigentlich damit, dass Internationale Linke auch bei uns sehr viel Geld in den Wahlkampf investieren? Soros z.B.? (Unabhängig davon, ob ich ihn mag oder nicht). Bei ihm ist das Ok wenn er die Linken supported, wenn Musk ein paar Links postet nicht?

Erkekjetter schrieb:
Wo sind da die Stimmen von Rechts, dass „die da oben“ manipulieren und reiche Menschen das Volk unterdrücken indem sie ihre Macht nutzen um Parteien nach ihrem Gusto zu pushen?
Ernsthaft? Das einzig "dumme" bei den rechten ist, was sie als Reaktion tun. Sie wählen die AfD. Aber dass "die da oben" manipulieren usw. ist bei den Rechten doch schon deutlich krasser wahrnehmbar als bei den Linken. Da gibt es auch deutlich mehr Verschwörungstheorien dazu. Gerade die rechten sind bekannt dafür.
Außer du meinst jetzt aktiv die CDU Wähler. Die sind... Komisch. Wie betäubt. Die CDU hat nichts mit rechts oder links zu tun, das ist einfach nur seltsam was die Partei zurzeit macht. Die Werteunion als interne Gruppe mag eher rechts sein, Ok. Aber die CDU als ganzes ist einfach nur fertig als Partei. Für die CSU gilt eigentlich das gleiche. Etwas konservativer als die CDU, aber sonst, auch einfach nur absurd.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: -equal-
DerOlf schrieb:
Aber wohl nicht für Menschen, die die "politische Mitte" immer genau dort verorten, wo sie selbst stehen.
Das ist doch der Sinn der "politischen Mitte". Ich glaube schon, dass sich der Großteil der Wähler sich selbst als "politisch Mitte" Empfindet, egal ob er nun SPD, Grüne, CDU, FDP oder AfD wählt. Bei den "Linken" die es im Namen haben, weiß ich es nicht so recht, ob sich da viele deren Wähler als Mitte verstehen. Aber ich glaube dieses politische Spektrum Empfindet sich weit öfters bewusst links.

Und deshalb ist der Spruch "Partei der Mitte", wofür sich viele Parteien verkaufen nicht mehr als ein Werbespruch. "He, wir sind die Partei der Mitte. Du fühlst dich doch Mitte, oder? Dann musst du uns wählen."

Ich selbst fühle mich auch politisch Mitte. Bei der letzten Bundestagswahl war ich das wohl auch Absolut gesehen. Nach aktuellen Umfrage bin ich wohl zur Zeit eher links absolut gesehen. Ändert aber nichts daran, dass mein eigenes Empfinden noch immer Mitte ist. Aber auch dies sagt nichts darüber aus, wie Andere mich empfinden. Einige Empfinden mich sicherlich links, der nächste wahrscheinlich rechts. Und dabei fühlen sich diese beiden Person eventuell auch Mitte. Auf jeden Fall der Konservativere.
 
CCIBS schrieb:
Das ist doch der Sinn der "politischen Mitte"......
Gibt dazu eine (Mehrfach-) Studie der Friedrich Ebert Stiftung, die "Mitte Studie".

(Die Methodik Beschreibung lässt zumindest vermuten, dass man ordentlich gearbeitet hat, auch wenn das ausführende Institut/Studio fehlt)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: CCIBS
Hallo

SW987 schrieb:
Und seit wann genau ist Musk ein Rechter?
Was ist denn an Rechts schlecht ? Richtig nichts, ich bin sehr gerne ein rechts Konservativer, extrem ist schlecht, egal ob links oder rechts.
Wo beginnt Rechts eigentlich, bzw. wo beginnt das schlechte Rechts ? Für den Linken links außen ist der Linke rechts außen schon schlecht.
Linke wollen Rechts am liebsten abschaffen, so funktioniert das nicht, es wird immer Links und Rechts geben, das müssen Linke akzeptieren.
Von Links kommen immer die Schlagwörter "Demokratie" und "Toleranz", lebt das mit allen Konsequenzen oder wollt Ihr eine linke Diktatur ?

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Feligs, whtjimbo, drago-museweni und eine weitere Person
@Mo ist die Stiftung überhaut neutral wenn ein SPD Politiker ihr vorsitzt ich glaube nicht so ganz daran.

Ich weiß ja nicht, habe etwas in der Studie gelesen, gibt es da wirklich Leute/gruppen die glauben ohne/weniger Demokratie würde es besser laufen bzw wenn die nur kurz ausgesetzt wird, ich für meinen Teil möchte eher annehmen das gerade zu wenig Demokratie zu Problemen führt und das die Menschen mehr eingebunden gehören zumnindest geht es mir so.
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben