drago-museweni schrieb:
@Mo ist die Stiftung überhaut neutral wenn ein SPD Politiker ihr vorsitzt ich glaube nicht so ganz daran.
Die Stiftung ist natürlich nicht neutral. Das trifft letztlich
für alle parteinahen Stiftungen zu.
Darum geht es aber auch nicht. Sondern sind die Zahlen stimmig, die sie publizieren.
Zur Methodik habe ich ja einen Satz geschrieben, für mich sind die Zahlen ansonsten plausibel.
Aber deren Publikationen folgt natürlich meist einem Zweck, der über die reine Faktenlage hinaus geht.
Dass die Parteien Umfragen von ihren Stiftungen durchführen lassen ist aber normal. Die KAS war da z.B. sehr aktiv.
drago-museweni schrieb:
Ich weiß ja nicht, habe etwas in der Studie gelesen, gibt es da wirklich Leute/gruppen die glauben ohne/weniger Demokratie würde es besser laufen bzw wenn die nur kurz ausgesetzt wird,
Ja, die gibt es und gab es eigentlich schon immer. Was sich geändert hat ist das Bekennerprinzip.
"Früher" hat sich in Umfragen kaum jemand getraut offen zuzugeben, dass er/sie Standpunkte teilt, die von z.B. der NPD oder anderen Parteien am rechten Rand vertreten werden oder Anmutungen an eine bestimmte Phase der deutschen Geschichte vermuten lassen. Man musste daher sehr subtil vorgehen, wenn man da mehr erfahren wollte. Bei simplen Umfragen, wie die Sonntagsfrage hat das aber dazu geführt, dass man nie den wahren Anteil solcher Parteien auf Grund der Rohdaten prognostizieren konnte. Man musste auf Grund von Erfahrungswerten (Empirie) deren Anteile immer ein Stück weit hoch rechnen.
Mit dem Erfolg der AfD ist die Bekenntnis zu solchen Standpunkten aber quasi gesellschaftsfähig geworden und man steht auch "öffentlich" dazu oder verfällt schon fast ins Gegenteil.
drago-museweni schrieb:
ich für meinen Teil möchte eher annehmen das gerade zu wenig Demokratie zu Problemen führt und das die Menschen mehr eingebunden gehören zumnindest geht es mir so.
Das Thema ist zu komplex, um es hier in wenigen Sätzen zu erörtern. Ich bin aber anderer Meinung.