Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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Kassenwart schrieb:
Weis du wie schnell man in den USA in Armut landet ?
Einmal eine Arztrechnung nicht bezahlt oder den Job verloren und du bist in Armut.
Da zählt halt noch mehr die Eigenverantwortung.

Aber klar, der angelernte Industriearbeiter wird das anders bewerten wie der Akademiker oder derjenige mit einer, auch heute noch gesuchten Berufsausbildung. Ich glaube nicht, dass die meisten der von Musk entlassenen Twitter-Mitarbeiter wirklich lange auf der Suche nach einem neuen Job sein mussten.

Kassenwart schrieb:
Warum ist es in den USA gerade "In" in seinem Auto zu wohnen oder 3 Jobs gleichzeitig zu haben ?
Vermutlich, weil es dort kein BGE (vergleichbar zum Bürgergeld) gibt. Dafür haben es die Leute mit einem brauchbar bezahlten Job viel einfacher, sich eine entsprechende Alterversorge (oder Absicherung gegen Arbeitslosigkeit) aufzubauen.

SW987 schrieb:
aber das man als Normalo nie eine Arztrechnung zu Gesicht bekommt stimmt definitiv nicht...
Dann mache ich als GKV Versicherter wohl irgendwas falsch. Außer beim Zahnarzt oder für rein privat zu zahlende Zusatzleistungen habe ich noch nie eine eigene Arztrechung gesehen. Wobei ich selbst beim Zahnarzt suchen müsste, ob auf der Rechung wirklich der gesamte Betrag angegeben war oder nur die für meine priva tzu tragenden Leistungen.

Snowi schrieb:
Allerdings, das muss man bedenken, mehr als in den meisten anderen Ländern. Viele Länder mit einer GKV die in etwa mit unserer vergleichbar ist, haben gar keine Zahnleistungen mit drin, außer vermutlich Schmerzmittel u.ä. - aber Füllungen etc. muss man als "Minimalversicherter" fast immer selbst tragen, wir sind mit unseren Zuschüssen der GKV noch recht weit vorne in der Hinsicht.
Irgendwie woll(t)en sie halt auch die freiwillig gesetzlich Versicherten in der GKV halten. Ob man sich in der GKV mit gut 800€ Monatsbeitrag (unabhängig vom Alter) noch als "Minimalversicherter" fühlen soll, darf jeder für sich entscheiden. Das hängt u.U. auch davon ab, ob man die Geschenke diverser kostenloser Mitversicherungen ausnutzen kann oder nicht.
 
gymfan schrieb:
Wobei ich selbst beim Zahnarzt suchen müsste, ob auf der Rechung wirklich der gesamte Betrag angegeben war oder nur die für meine priva tzu tragenden Leistungen.
Da wird relativ sicher was fehlen. Beispiel Zahnreinigung (Eine andere Rechnung hatte ich vom Zahnarzt zum Glück noch nicht): Ich hab eine Rechnung über ~80€ bekommen, weitere 55,27€ wurden der Barmer in Rechnung gestellt. Die Zahlen habe ich nur, weil die Barmer App die mir anzeigt - sonst habe ich davon auch nichts mitbekommen.

gymfan schrieb:
[...] Ob man sich in der GKV mit gut 800€ Monatsbeitrag (unabhängig vom Alter) noch als "Minimalversicherter" fühlen soll, darf jeder für sich entscheiden.
Deshalb plane ich in absehbarer Zeit in die PKV zu wechseln - da zahle ich wenigstens nur für mich selbst (Bzw. je nach Versicherung noch für die Aktionäre, plane aber einen VVaG zu nehmen, damit genau das nicht passiert). Zumal der Beitrag lange Zeit selbst mit Altersrückstellungen in guten Tarifen bis locker Mitte 40 sogar günstiger ist als die GKV, und so wie sich die Demografie entwickelt... Die GKV wird massiv sparen müssen.
 
Snowi schrieb:
da zahle ich wenigstens nur für mich selbst
Ein absoluter Trugschluss. Auch in der PKV ist das eine Mischkalkulation. UNd Tarife überaltern (Tarife werden neu aufgesetzt, daher kommen in die alten Tarife irgendwann kein "frisches" Blut, die einzahlen aber kaum beziehen. Das zeigt dir ja schon die Geschichte mit den Altersrückstellungen. Du glaubs doch nicht dass dieses Geld und seine Zinsen herumliegt für dich...) Das erzählt dir halt von den Einfirmen-Vertretern keiner und die meisten Makler auch nicht. Die PKV rechnet sich oft nur, wenn du jung gesund, männlich ohne Kinder bist (und bleibst!). Ansonsten bezahlst du den komfort der PKV teuer. Vor allem dann wenn du irgendwann ggf. mal deinen Job verlierst. Denn einfach zurück in die GKV ist. ICh hatte genügend solcher Beipsiele als ich aktiv im Buisness unterwegs war. Grade angestellte GF sind ruckzuck gekündigt und selbstständige GF können pleite gehen bzw. das Gerschäft deutlicher schlechter laufen als man sich 20 Jahre früher gedacht hat.

Ich war auch PKV versichert, klar sind grad die Privilegien der schnelleren Termine richtig angenhem wenn man sie braucht. Aber günstiger? Vergiss es.... In der Mehrheit der Fälle eher nicht.
 
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Erkekjetter schrieb:
Ich war auch PKV versichert, klar sind grad die Privilegien der schnelleren Termine richtig angenhem
Das ist aber auch das einzige was eine PKV noch Attraktiv macht, OK vieleicht noch ein Einzelzimmer wenn man im KKH liegt.

Meine Frau ist Arzthelferin seit über 30 Jahren und würde abraten, ich habe gefragt ob das kein Sinn machen würde, aber dass wurde klar verneint.

  • Du musst immmer! in Vorleistung gehen, egal wie schwer der Eingriff.
  • Bist du einmal Privat Versichert ist es fast unmöglich wieder in die GKV aufgenommen zu werden.

Allein da habe ich schon gesagt, scheiss auf das bisschen Luxus, wir bleiben bei der GKV.
 
Puh, habe gerade auf mehrere einzelne Sätze geantwortet, aber ist dann doch etwas Offtopic. Klar, wenn man eine schlechte Versicherungsgesellschaft wählt, oder einen schlechten Tarif, dann kann das durchaus richtig schlecht laufen für einen. Wenn man sich vorher aber vernünftig (!) erkundigt, und sich darüber im Klaren ist, dass man eine der größten Finanziellen Entscheidungen seines Lebens trifft, geht das schon. Aber dafür müsste man auch mal die Allgemeinen Versicherungsbedingungen lesen, oder die Geschäftsberichte der Versicherer. Die gibt es nämlich, verpflichtend auf der Website der jeweiligen Versicherung zum runterladen.
Tut nur natürlich kaum jemand. Und so entstehen dann viele Vorurteile.
Das ist exakt das, was mir auch Interne Arbeitskollegen sagen (Ich arbeite bei einer Versicherung, werde aber wohl kein Kunde meines Arbeitgebers), aber das liegt zu 99% daran, dass die Leute schlechte Tarife wählen und sich schlecht beraten lassen.
Und dass man einem Verkäufer nicht trauen sollte, sollte 2023 doch jeder begriffen haben. Es geht letztlich bei 99% der Vertreter um die Provision, und Makler... Nimmt kaum jemand, kostet ja Geld, und auch da gibt es genug Idioten. Sieht man gut auf Youtube in den Videos, sowohl in denen Pro- als auch Contra.
Also Danke fürs Feedback, ich bin mir der Risiken durchaus bewusst, denke aber trotzdem dass es für mich in meiner Situation die richtige Entscheidung ist. Das sollte aber jeder zwingend für sich selbst entscheiden, und sich genau Gedanken dazu machen.
 
Bin für meinen Teil ganz bewusst in der GKV und zahle inkl. PV derzeit exakt 940,15 Euro im Monat für den Spaß. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mit der PKV günstiger dran wäre. Aber ich bin ein hoffnungsloser Romantiker und Idealist und bleibe der GKV allein aus dem Solidaritätsprinzip heraus treu. Ich finde es voll in Ordnung, dass ich mit meinen Beiträgen Leute mitfinanziere, denen es deutlich schlechter geht. Genau so sollte das eigentlich sein. Und ich bin auch dankbar, dass ich in der glücklichen Lage bin, überhaupt keine Leistungen in Anspruch nehmen zu müssen.

Bin selbst stark für eine Bürgerversicherung, und das ohne Deckelbeträge. Wer viel hat, soll viel einzahlen. Aber nuja. Das Thema wurde ja auch schon totdiskutiert.
 
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OdinHades schrieb:
Ich finde es voll in Ordnung, dass ich mit meinen Beiträgen Leute mitfinanziere, denen es deutlich schlechter geht. Genau so sollte das eigentlich sein.
Das befürworte ich eigentlich auch, aber das System muss genau so wie unsere Rente reformiert werden. Das passiert leider nicht, und ich bin mittlerweile an dem Punkt, wo ich mich von der Politik nicht mehr völlig selbstverständlich ausnehmen lasse. Es wäre schön wenn, aber sowohl die Groko als auch die Ampel hat bisher nur gezeigt, dass sie keinen Wert auf Fairness in den Sozialversicherungen legen.
Einzelne Reformen kommen, aber technisch einfach absolut schlecht umgesetzt, genau so wie die 16 Jahre unter Merkel.
Gut, die Regierungszeit ist noch nicht um - vielleicht kommt ja noch was, bis zur nächsten Wahl. Ich rechne aber nicht damit.
 
Das böse Erwachen für PKV Mitglieder kommt spätestens mit der Rente.

Tante Johanna ist jetzt in Rente. Dipl. Kauffrau, SAP-Projektleiterin, fettes Gehalt.
Studium hat sie selbst finanziert, dauerte halt 8 Jahre.
Adäquate Jobs waren für Boomer rar, gab ja genug von der Brut.
Für Frauen war es noch eine Nummer härter sich durch zu setzen.
Ein Leben lang Vollzeit geschuftet. Gesetzliche Rente gerade mal 2100€.
PKV Beitrag vor der Rente 1350€, in der Rente 1150€.
Zuschuß der Rentenkasse zur KV ca. 160€, zu zahlender Betrag knap 1000€.

Tante Johanna wusste was da mit der Rente kommt.
Sie hat Rücklagen, und eine betriebliche Zusatzrente von ca. 900€.
Sie muss nicht darben, aber welcher Rentner kann sich diese PKV Beiträge leisten?
 
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Performator schrieb:
Sie muss nicht darben, aber welcher Rentner kann sich diese PKV Beiträge leisten?
Die, die sich darauf vorbereiten.
1) Dafür gibt es Zahlen, wie viel die Anbieter selbst von den gezahlten Beiträgen zurücklegen. Es gibt Versicherer, die legen ~40-50% des aktuellen Beitrags selbst zurück, um die Beiträge im Alter zu entlasten.
2) Seit dem 1. Januar 2000 müssen die Anbieter zusätzlich 10% des Beitrags einziehen/aufschlagen und anlegen, für genau diesen Zweck. Das haben die ganzen Altverträge nicht, muss man auch berücksichtigen heutzutage.
3) Gibt es Beitragsentlastungstarife - du bezahlst heute mehr, dafür wird der Beitrag im Rentenalter geringer. Als Arbeitnehmer zahlt der Arbeitgeber davon 50%, zumindest wenn du noch unter der Beitragsbemessungsgrenze liegst mit deinem PKV Beitrag, und das tut man in der Regel. Macht also durchaus Sinn, hier den Maximalbeitrag zu nehmen, den die Versicherung zulässt, das ist meist der Gesamtbetrag für die Grundtarife.

Das Problem: Damit liegt man am Ende nicht mehr unbedingt unter der GKV, sondern auf einem ähnlichen Niveau. Mit einer BU-Versicherung, die man als Privatversicherter haben sollte, liegt man dann sogar schnell darüber.
 
Bei einer gesetzlichen Rente von 2100€ Brutto hat die Dame also etwa 55 Rentenpunkte gesammelt. Dafür muss Sie, gehen wir mal von 40 Jahren Vollzeit immer ca. 40% über dem Durchschnitt verdient haben, was heute rund 6000€ Brutto entspricht. Da sollte schon was übrig geblieben sein für die Altersvorsorge neben der üppigen Betriebsrente. Das die Beiträge zur PKV im Alter steigen ist kein Geheimnis.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Ich finde eher das viele Menschen ihre eigenen (finanziellen) Interessen aus den Augen verloren haben, mit jammern und meckern kommt man nicht so weit.
Wer sich auf andere verläßt ist verlassen, man muss sich selber um sich kümmern, viele sollten sich von der all inclusive Vollkasko Mentalität verabschieden.
Einfach den Hintern von der Couch erheben, Ärmel hoch krempeln und lernen/arbeiten, das schöne Leben wird einem nicht auf dem Silbertablett serviert.
Viele haben keine Selbstständigkeit, Eigenverantortung und Rückgrat, der Staat ist für Verwaltung/Infrastruktur/etc. zuständig, arbeiten muss man selber.
Hast du zu diesen platten Stammtischparolen auch valide Daten und Fakten oder ist das einfach nur nach unten Treten vom hohen Ross herunter?
Hast du mit diesen "vielen" gesprochen, hast du irgendwelche Studien dazu?
 
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Wer noch nie ganz unten war, weiß halt auch oft nicht, wie schwierig bis unmöglich es ist, aus einem solchen Loch herauszukommen. Ich persönlich hätte niemals aus eigener Kraft den Weg aus der Obdachlosigkeit gefunden. Denn trotz Einkommen kriegst du da keine Wohnung. Keine Chance, null, nada. Mir mussten am Ende Freunde helfen. Aber wenn du solche Freunde nicht hast, biste halt gearscht und darfst dir nur anhören, dass in Deutschland ja niemand obdachlos sein müsse und jeder daran selbst schuld ist, blablabla.

Ich bin mir sicher, es gibt genügend Einzelschicksale, in denen ich noch nie dringesteckt habe und die auch relativ hoffnungslos sind. Nie käme ich da auf die Idee, pauschal über die Menschen derart zu urteilen. Im Umkehrschluss mag ich da bei manch einem danebenliegen und mich angreifbar machen, um ausgenutzt werden. Nur ist mir das eben lieber, als auch nur eine arme Sau unberechtigterweise zu verurteilen und zu benachteiligen.

Demut tut gut. Aber nuja, das Thema hatten wir jetzt auch schon x-mal. =P
 
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Hallo

s0undjan schrieb:
Hast du zu diesen platten Stammtischparolen auch valide Daten und Fakten
Das kann und darf nicht sein:
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/lehrstellen-unbesetzt-100.html
https://www.internationaler-bund.de...ant-hohe-zahl-junger-menschen-ohne-ausbildung
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36101/umfrage/freie-ausbildungsplaetze-vs-unversorgte-bewerber-seit-dem-jahr-1992/#:~:text=Im Jahr 2022 gab es,Deutschland 475.144 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen.

Auf der einen Seite jährlich Hunderttausende unbesetzte Lehrstellen und auf der anderen Seite jährlich Hunderttausende junge Menschen ohne Ausbildung.
Ich glaube nicht das die alle krank/behindert sind und keine Berufsausbildung machen können, einfach mal Smartphone/Playstation ausschalten und lernen.

s0undjan schrieb:
oder ist das einfach nur nach unten Treten vom hohen Ross herunter?
Das ist treten von jemandem der selber Hilfsarbeiter war und einfach den Hintern von der Couch erhoben und eine Ausbildung und den Meister gemacht hat.

s0undjan schrieb:
Hast du mit diesen "vielen" gesprochen, hast du irgendwelche Studien dazu?
Ich habe mit einigen jungen Hilfsarbeitern gesprochen und auf die Frage wieso sie keine Ausbildung machen kommt oft "Keine Lust auf Schule/Lernen".
Einem doofen kann man helfen, dreimal erklären und ein Bild malen, irgend wann frisst er es, aber bei keine Lust braucht man es nicht einmal probieren.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Ich habe mit einigen jungen Hilfsarbeitern gesprochen und auf die Frage wieso sie keine Ausbildung machen kommt oft "Keine Lust auf Schule/Lernen".
Wie repräsentativ ist das?
Tomislav2007 schrieb:
Das kann und darf nicht sein:
Deine Links sagen nichts zu deinem Vorwurf der mangelnden Selbstverantwortung von "vielen". Der erste Artikel zeigt z.B. die Anzahl der offenen Stellen und BEWERBER, die noch keine Stelle haben.
Wenn man nur faul auf der Couch sitzt, ist man kaum jemand, der sich bewirbt.
Keine Ausbildung heißt nicht
Tomislav2007 schrieb:
Ich glaube nicht das die alle krank/behindert sind und keine Berufsausbildung machen können, einfach mal Smartphone/Playstation ausschalten und lernen.
Deinen Glauben und undifferenziertes Bild vom Fachkräftemangel hast du im Kommentar davor ja schon erwähnt, Fakten wäre hierzu jetzt noch interessant.
Fakten, die aufzeigen, warum Betriebe es heute schwerer haben Azubis zu finden, kann man hier nachlesen

https://www.rnd.de/wirtschaft/lehrs...ert-loesungen-QQLXW3CTFJABZC62M75MVQ7LDQ.html

Mangelnde Qualifikation oder Unwille sind Merkmale von vielen anderen wie hauptsächlich der demografischer Wandel, Krankheit, Studium statt Ausbildung, Weiterführende Schule und später Ausbildung und die geografische Lage - siehe auch Auszug aus deinem zweiten Link:

"Der Ansatz verkennt, dass viele junge Menschen über einen guten Realschulabschluss oder gar Abitur verfügen, aber schon aufgrund der Wohnanschrift in einem sogenannten `sozialen Brennpunkt´ eine erfolglose Bewerbung nach der anderen versenden"

Als Grund für mehr Schulabgänger ohne Abschluss wird in deinem zweiten Link Corona und der Fernunterricht genannt.
Das es Schüler bzw. junge Erwachsene gibt, die einfach wirklich kein Bock haben, bestreite ich nicht, die gab es immer und jene sind mir auch schon begegnet. Damit pauschal die offenen Stellen zu begründen ist jedoch viel zu unterkomplex und wenn Betriebe meinen, dass sie nur deshalb niemand finden, dann werden sie auch niemand finden.
 
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s0undjan schrieb:
...sogenannten `sozialen Brennpunkt´ eine erfolglose Bewerbung nach der anderen versenden"
Sowas habe ich bei uns in der Region noch nicht gehört selbst nach Knast, und einem aufenthalt BKH(BTM) bekommt man wieder einen Job, und das sind normale Jobs in Industrie.
 
Hallo

s0undjan schrieb:
Mangelnde Qualifikation oder Unwille sind Merkmale von vielen anderen wie hauptsächlich der demografischer Wandel,
Ach so der demografische Wandel ist hauptsächlich Schuld daran das jährlich Zehntausende junge Menschen keinen Schulabschluß und jährlich Hunderttausende junge Menschen keine Berufsausbildung machen. Ich dachte der demografische Wandel würde dafür sorgen das wir zu wenig junge Menschen haben und nicht das die vorhandenen jungen Menschen keinen Schulabschluß und keine Berufsausbildung machen. Da habe ich wieder was dazu gelernt, vor allem im Ausreden finden.

Grüße Tomi
 
Wolfgang Kubicki nach den Landtagswahlen:

"Das ist das klare Signal, dass wir in Berlin endlich aufnehmen müssen, was die Menschen bewegt. In der AKW-Frage, beim Heizungsgesetz oder in der Migrationspolitik lagen oder liegen wir konsequent im Gegensatz zur Mehrheitsmeinung. Wenn wir keine Lösungen präsentieren, werden sich am Ende die Themen die Koalitionen suchen."
link

Richtig erkannt, aber weshalb ist die FDP dann überhaupt ins rot-grüne Boot gestiegen?

Die FDP-Wähler wollten Wirtschaftsliberalismus, persönliche Freiheit bei Auto und Heizung, weniger Bürokratie, kurz: sie hatten die Barbecue-Flatrate bestellt. Wenn dann sechsmal in der Woche die Veggiewurst auf dem Teller liegt, dann ist man natürlich enttäuscht. Aber überrascht darf man nicht sein.
 
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