Also wenn ich mir die Großwetterlagen in Deutschland oder auch in Europa in den letzten Jahrzehnten so anschaue dann hat sie sich in regelmäßigen Abständen nach links-grün orientiert wenn rechtskonservative Regierungen am Drücker waren und nach rechts orientiert wenn eher links regiert wurde. Von daher sehen wir gerade eine reine Momentaufnahme, verstärkt durch die aktuellen, bekannten, internationalen Krisenherde.SW987 schrieb:Weil es aus der Perspektive der politischen Großwetterlage ungeschickt wäre, die hat nämlich von Mitte-Links auf Mitte-Rechts gedreht. Das sieht jeder Blinde mit Krückstock...
Der grosse Unterschied jetzt und in Zukuft wird sein das es mehrere kleine Parteien statt der zwei Grossen gibt, die Regierungsbildung und das Regieren wird zwangsläufig schwieriger und kompromissreicher. In vielen anderen Ländern scheitern Regierungsbildungen regelmäßig daran. Aus meiner persönlichen Sicht würde ich es sogar begrüßen wenn die CDU einen weiteren Koalitionspartner kategorisch ausschließen würde.
Du bist aus Deiner persönlichen Abneigung gegen die Grünen natürlich zu voreingenommen um die tatsächliche "Wetterlage" zu einer Koalition zwischen CDU und Grünen auch unter den CDU Wählern zu berücksichtigen. Ein wesentlicher Teil der CDU Wähler sieht eine Koalition mit den Grünen weniger kritisch, präferiert diese sogar. Eine Brandmauer zu den Grünen wäre wie gesagt politischer Selbstmord, aber von mir aus gerne. Ein Beispel der letzten Landtagswahlen aus 2022.
Dazu kommt ja das nur ein geringer Anteil der Bevölkerung glaubt eine CDU geführte Regierung würde ihre Arbeit besser machen als die Ampel. Funfact. Nicht einmal 40% der CDU/CSU Wähler möchten Merz als Kanzler haben.
Ich sehe eher eine allgemeine Politikverdrossenheit in Krisenzeiten wobei die Ampel natürlich viele Fehler gemacht hat. Hauptsächlich dadurch das sich die Parteien gegenseitig behindern.
