Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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also schon in der Zusammenfassung steht:
"Unter Muslim*innen ist die Forschungslage klarer: Sie weisen allgemein höhere Zustimmungswerte zu klassischem Antisemitismus auf als Nicht-Muslim*innen."
Die einzelnen Werte, die in >diesem< Bericht stehen unterscheiden sich um Faktor zwei bis 4 (Seite 7, 15% zu 49%) bei
"klassischem und israelbezogenem Antisemitismus bei Muslim*innen in Deutschland hin."

"Beim sekundären Antisemitismusist der Unterschied geringer oder nicht vorhanden." hier "nur" Faktor 1,1

Wenn diese Studie dann aber das so umschreibt, dass es unverständlich wird und nicht mal alles vergleicht wie die 49% "irgendwo" zu 53% (spezielle Frage in DE), dann kann man wirklich kaum einen Schluss draus ziehen.
 
whtjimbo schrieb:
"Unter Muslim*innen ist die Forschungslage klarer: Sie weisen allgemein höhere Zustimmungswerte zu klassischem Antisemitismus auf als Nicht-Muslim*innen."
Was keiner bestritten hat...
whtjimbo schrieb:
sich um Faktor zwei bis 4
Nö. Die 2 Beispiele, die ich bereits nannte lässt du einfach unter den Tisch fallen...
whtjimbo schrieb:
" hier "nur" Faktor 1,1
Widerspreche ich auch, da hier die Muslime GERINGERE Zustimmungswerte aufweisen. Du vertauschst hier die Seiten.

Corto schrieb:
Dies galt insbesondere für den klassischen Antise-
mitismus. Bspw. halten es 53% der Muslim*innen in Deutschland für „wahrscheinlich
wahr“, dass Jüdinnen und Juden „zu viel Macht in der Geschäftswelt“ hätten.
Und worauf bezieht sich diese Aussage? Genau: Auf exakt EINE Frage aus dem Fragenkatalog, NICHT darauf, wer allgemein antisemitisch eingestellt ist. Der Satz dazu bezieht sich auf den Fragenkatalog. Diese Frage stammt aus dem Bereich für den klassischen Antisemitismus.

Wirklich, exaktes Lesen sollte bei einer solchen Thematik wirklich Pflicht sein.
 
ja die 1,1 bedeuten: also mehr Deutsche bei "sekundären Antisemitismus"
bei den grossen Faktoren:
"Eine weltweite Studie der Anti-Defamation League 2019 ergab: 15% der deutschen Gesamtbevölkerung hielten mehr als 6 der 11 abgefragten negativen Stereotype über Juden*Jüdinnen für „wahrscheinlich wahr“. Unter denen, die sich selbst als muslimisch bezeichneten, waren es hingegen 49%."
Wo steht es dass die 49% "weltweit" aber die 15% der deutschen Gesamtbevölkerung?
 
Ergänzung ()

Erkekjetter schrieb:
Auf exakt EINE Frage aus dem Fragenkatalog, NICHT darauf, wer allgemein antisemitisch eingestellt ist.
49% stimmen 6 von 11 antisemitischen Aussagen zu.
53% bei dieser einen Frage, die beispielhaft genannt wird.

Ist mir aber auch wurscht, du weist ja immer alles besser wie wir tagtäglich bei jedwedem Thema sehen können.
 
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Klar, wieder ad hominem agieren. Das du die 2 Mitte Studien jetzt einfach untern Tisch kehrst, dass ist aber vollkommen in Ordnung...

Ich hatte mehrfach erwähnt, dass das Bild indifferent ist und man die Zahlen entsprechend vorsichtig betrachten muss oder?
 
Verlink die gerne mal, ich hab aber heute und am Wochenende keine Zeit da reinzulesen.
 
In Umfragen antworten Menschen auch mal gerne nach sozialer Akzeptanz. Diesen Faktor sollte man gerade bei einem politisch heiklen Thema nie ignorieren. Die Leute sagen nicht immer das, was sie denken sondern recht oft das, was gesellschaftlich als akzeptabel erscheint.
In vielen muslimisch geprägten Ländern werden das andere Themen sein, als bei uns. Hier ist Antisemitismus zum Glück seit spätestens 1968 nicht mehr wirklich salonfähig.

Einem in Deutschland sozialisierten wird es schwerer fallen, antisemitischen Äusserungen in einer Umfrage vorbehaltlos zuzustimmen, als einem Palestinenser ... nicht unbedingt, weil er keine antisemitischen Ressentiments hat, sondern einfach weil er in seiner Sozialisation hat lernen müssen, dass man mit solchen Aussagen in Deutschland etwas vorsichtig sein muss.

Beim aktuellen Krieg dürfte das etwas anders aussehen ... aber ich wurde schon als "Anisemit" angegangen, weil ich die Rolle Israels im sogenannten "6-Tage-Krieg" kritisch sehe. Die Halbinsel Sinai musste danach wieder geräumt werden ... aber Israel hat diesen Krieg (der zweifelsohne von der "arabischen Liga" ausging) für Gebietsgewinne genutzt ... unter anderem hat Israel in diesem Krieg die Gebiete besetzt, um die es im Nahostkonflikt noch immer geht ... Golan, Westjordan und Gaza. Diese Gebiete waren ursprünglich nicht Teil Israels, sondern gehörten zu Nachbarländern Israels. Das hat aber die Siedlungspolitik in diesen Gebieten kaum behindert.

Neutral bewertet, hat Israel also einen Verteidigungsfall für Eroberungen genutzt ... aber wenn man darauf hinweist, sieht man sich sehr schnell dem Vorwurf des Antisemitismus ausgesetzt.

Warum? Darf Israel erobern und Russland darf es nicht? (ich weiß, dass das ein schräger Vergleich ist).

Darf ich als Derutscher Staatbürger keine Kritik an Israel üben ... auch wenn meine Kritik nicht das geringste mit dem Judentum zu tun hat, sondern sich einzig auf die Aussenpolitik Israels bezieht. Ich würde dieses Gebahren auch bei jedem anderen Staat kritisieren.

Aber ich habe nunmal gelernt, mich mit Israel-Kritik zurückzuhalten und schon diese Aussage wird mich in den Augen einiger nun als Antisemiten qualifizieren.
 
Also die Geschichte des Nahostkonflikts derailt jetzt aber wirklich
 
Warum sollte man die historischen Ursachen eines Konflikts aussen vor lassen?
 
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Weil das ein so umfangreiches Thema ist das es einen eigenen Thread benötigt.

Was genau deine Sicht zum Sechstagekrieg damit zu tun hat dass heute in Deutschland die barbarischen Überfälle der Hamas gefeiert werden kannst du da auch erläutern.
 
Du bist echt so überheblich das es quietscht.
Selbst nicht einen Absatz sinnhaft erfassen aber immer am rumstänkern.

Zitier es doch einfach
 
Mich überheblich nennen....

Erkekjetter schrieb:
"Die „Mitte-Studie“ von 2016 findet hingegen nur geringfügig höhere Zustimmungswerte zu klassisch antisemitischen Aussagen: 5% unter Menschen ohne Migrationshintergrund versus 8% unter Menschen mit Migrationshintergrund."
Was denkst du, was das ist? Was sollen die "" wohl bedeuten? Das andere hast du selber hier zitiert:
Corto schrieb:
• Auch die „Mitte-Studie“ von 2012 hatte höhere Zustimmungswerte erkannt: 11,5% der
Gesamtbevölkerung, jedoch 16,7% der muslimischen Deutschen stimmten klassisch an-
tisemitischen Aussagen zu.

Ich tät mich ja mit ad hominem nun zurückhalten...
 
Ich dachte du meinst die komplette Studie, ja die Absätze hattest du bereits angesprochen.

Du wirfst selbst ständig Leute fehlendes Leseverständnis und ähnliches vor also halte du dich auch mal zurück 😉

Die Wahrheit zwischen 16% und 49% liegt wohl irgendwo dazwischen.
Ein Problem mit Antisemitismus innerhalb der jungen muslimischen deutschen, gerade in sozialen Brennpunkten kann man denke ich dennoch nicht abstreiten.
 
DerOlf schrieb:
Einem in Deutschland sozialisierten wird es schwerer fallen, antisemitischen Äusserungen in einer Umfrage vorbehaltlos zuzustimmen, als einem Palestinenser ... nicht unbedingt, weil er keine antisemitischen Ressentiments hat, sondern einfach weil er in seiner Sozialisation hat lernen müssen, dass man mit solchen Aussagen in Deutschland etwas vorsichtig sein muss.
Damit beschreibst du schön, warum derartige Studien sinnlos sind.
DerOlf schrieb:
Neutral bewertet, hat Israel also einen Verteidigungsfall für Eroberungen genutzt ... aber wenn man darauf hinweist, sieht man sich sehr schnell dem Vorwurf des Antisemitismus ausgesetzt.
Hier bin ich echt baff, das ist eine fast schon unverschämte Verdrehung der Geschichte. Israel hat nach dem 6-Tage Krieg angeboten, besetzte Gebiete zurückzugeben. Dann kam die Khartum Konferenz der arabischen Staaten und die berühmten 3 Neins wurden beschlossen, die sämtliche Verhandlungen mit Israel verboten haben.
 
DerOlf schrieb:
Beim aktuellen Krieg dürfte das etwas anders aussehen ... aber ich wurde schon als "Anisemit" angegangen, weil ich die Rolle Israels im sogenannten "6-Tage-Krieg" kritisch sehe.
Unabhängig davon, was du da kritisiert hast und ob das gerechtfertig war, ist der darauf basierende Vorwurf des Antisemitismus ein gutes Beispiel dafür, dass es Personen gibt, die nicht Willens oder nicht in der Lage sind, das politische Handeln des Staates Israel und seiner Regierung (das militärische Handel beziehe ich hier einmal dort mit ein) von der jüdischen Religion zu trennen.

Jedwede Kritik am politischen Handeln wird von solchen Personen als Angriff auf das bzw. Ablehnung des Judentums gewertet. Das in Israel nicht nur Juden leben, wird dabei dann auch gleich noch mit ignoriert.
 
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DerOlf schrieb:
Warum? Darf Israel erobern und Russland darf es nicht? (ich weiß, dass das ein schräger Vergleich ist).
Dann lass ihn doch einfach, der Vergleich ist nicht schräg, er hinkt nicht, er konnte nie laufen, geschweige denn irgendwelche Beine - er ist komplett zusammenhanglos.
DerOlf schrieb:
Darf ich als Derutscher Staatbürger keine Kritik an Israel üben ... auch wenn meine Kritik nicht das geringste mit dem Judentum zu tun hat, sondern sich einzig auf die Aussenpolitik Israels bezieht. Ich würde dieses Gebahren auch bei jedem anderen Staat kritisieren.
Strohmannargument, hat niemand behauptet.

Bezogen auf die Außenpolitik Israels wird nur gern ein völlig falscher Maßstab bzw. gern Westeuropäische Gleichnisse gesetzt - denn ich bin mir ziemlich sicher das die Außenpolitik Israels die unserer gleichen würde, hätte Israel die Nachbarn: Dänemark, Niederlande, Frankreich, Österreich und Luxemburg.
 
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DerOlf schrieb:
[...]Darf ich als Derutscher Staatbürger keine Kritik an Israel üben ... auch wenn meine Kritik nicht das geringste mit dem Judentum zu tun hat, sondern sich einzig auf die Aussenpolitik Israels bezieht. Ich würde dieses Gebahren auch bei jedem anderen Staat kritisieren.

Aber ich habe nunmal gelernt, mich mit Israel-Kritik zurückzuhalten und schon diese Aussage wird mich in den Augen einiger nun als Antisemiten qualifizieren.
Eventuell kommt es auch auf den Zeitpunkt an.

Mit so was um die Ecke zu kommen, kurz nachdem dem israelischen Volk das Schlimmste seit dem Holocaust widerfahren ist, ist [PEEEEP] Anm: Musste ich ausblenden, sonst werde ich gesperrt.

Warte wenigstens bis die Israelis die von der Hamas abgeschlachteten Kinder und Babys begraben haben.
 
DerOlf schrieb:
Darf ich als Derutscher Staatbürger keine Kritik an Israel üben ... auch wenn meine Kritik nicht das geringste mit dem Judentum zu tun hat, sondern sich einzig auf die Aussenpolitik Israels bezieht. Ich würde dieses Gebahren auch bei jedem anderen Staat kritisieren.

Aber ich habe nunmal gelernt, mich mit Israel-Kritik zurückzuhalten und schon diese Aussage wird mich in den Augen einiger nun als Antisemiten qualifizieren.
ich finde gerade zu diesen zeitpunkt diese aussage geschmackt und empathielos , und wer weiß wie die geschichte verlaufen wäre wenn ihr deutschen nicht versucht hättet einen völkermord an den juden zu verüben!
ich selber bin geschockt über die bilder und videos die im umlauf sind und hier im forum hat man den
anschein , dass versucht wird alles ein wenig zu relativieren.
die einen streiten sich über prozente der antisemiten unter den muslimen , deine aussage macht es auch nicht
besser.
mir tun die ganzen unschuldigen opfer auf beiden seiten leid..
 
Also ich möchte mich doch klar von jeglicher relativierung abgrenzen und hätte auf den Kleinkrieg um Prozente verzichten können.

Deutschland hat nicht nur versucht einen Völkermord zu verüben, sie haben es getan.
Jüdisches Leben wurde ohne Gegenwehr in den Vernichtungslagern ausgelöscht oder mit Gegenwehr im Warschauer Ghetto. Daher muss die Konsequenz ein wehrhafter jüdischer Staat sein.
Israel ist die Konsequenz aus Jahrhunderten von Pogromen und dem Holocaust und wie @The_waron schon richtig schrieb haben die Nachbarn Israels offiziell seine Vernichtung zum Ziel.
Da verbietet sich jeder Vergleich wie der Olf ihn gemacht hat.
 
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