Jain, denn bei allem Verständnis für die Situation Israels sollten auch Sie das Völkerrechtlich wahren. Das ist natürlich wesentlich schwieriger, nicht nur aufgrund des hohen Konfliktpotentials in dieser Region. Sondern auch aufgrund der geografischen Bedingungen. Der Gazastreifen ist so dicht besiedelt, dass die Zivilbevölkerung zwangsläufig zum lebendigen Schutzschild für die Hamas wird.
-
Es gelten die Sonderregeln des Forums Politik und Gesellschaft.
Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden.
Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.
Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.
Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus
- Ersteller th3o
- Erstellt am
- Status
- Für weitere Antworten geschlossen.
T
The_waron
Gast
Israel ist die einzige Partei in diesem Konflikt die das überhaupt als Norm anwendet. Die "Norm" der anderen Seite ist es übrigens Kinder zu enthaupten und als Trophäe in die Kamera zu halten - nur um den Kontext zu wahren.Jelais schrieb:Jain, denn bei allem Verständnis für die Situation Israels sollten auch Sie das Völkerrechtlich wahren.
Das wird gern behauptet ist aber schlicht falsch - zwischen den großen Ballungsräumen gibt es dünn besiedelte Areale wie man gut auf google-maps sehen kann, niemand wird zwangsweise zum "Schild" für die Hamas, ausser man will es oder man wird von der Hamas dazu gezwungen.Jelais schrieb:Das ist natürlich wesentlich schwieriger, nicht nur aufgrund des hohen Konfliktpotentials in dieser Region. Sondern auch aufgrund der geografischen Bedingungen. Der Gazastreifen ist so dicht besiedelt, dass die Zivilbevölkerung zwangsläufig zum lebendigen Schutzschild für die Hamas wird.
Auch hier muss man klar sagen: Die Verantwortung für alle Toten und all das Leid das nun eingetreten ist und noch kommen wird trägt der Aggressor - die Hamas - die volle Verantwortung.
Web-Schecki
Lt. Commander
- Registriert
- Juni 2010
- Beiträge
- 1.263
Vollkommen richtig. Und dennoch ist es den unschuldig gestorbenen Zivilisten wahrscheinlich so ein bisschen egal, wer nun die Schuld trägt. Die Schuldfrage an der humanitären Katastrophe, die jetzt im Gaza-Streifen folgen wird, ist ebenfalls vollkommen klar. Hilft diese Tatsache den Menschen, die darunter leiden?The_waron schrieb:Auch hier muss man klar sagen: Die Verantwortung für alle Toten und all das Leid das nun eingetreten ist und noch kommen wird trägt der Aggressor - die Hamas - die volle Verantwortung.
Auch wenn die Schuldfrage mal wieder vollkommen klar ist, der Konflikt wird kompliziert bleiben. Es ist schwierig, hoffnungsvoll in die Region zu blicken.
K
Klingeldraht
Gast
Weniger wegen der Hamas.JimmyTheApe schrieb:Ich glaube nicht das die Gerald R. Ford und die 4 Arleigh-Burke Raketenzerstörer nur da sind um Präsenz und Unterstützen zu demonstrieren.
Es ist wohl die Sorge, wie die Nachbarstaaten wie z.B. der Iran auf diese Situation reagieren könnten.
Peter_2498
Lieutenant
- Registriert
- Apr. 2018
- Beiträge
- 618
Also ich finde diese Situation wirklich ganz schlimm(ganz zu schweigen von den Gräueltaten der Hamas). Ich will nicht in der Haut desjenigen stecken, der jetzt entscheiden muss, wie es in Zukunft weitergeht.
Im Gaza-Streifen scheint es wohl viele unterirdische Tunnel zu geben und scheint auch sonst unbequem für die israelischen Soldaten zu werden(laut dem Armee-Sprecher Arye Shalicar). Um Soldaten nicht zu gefährden, wird man dann wohl Waffen einsetzen müssen, die nicht unbedingt nur Hamas Anhänger töten(wie man diese gezielt ausfindig machen, will, ist mir auch nicht direkt klar...). Wenn hier Israel ein "Zeichen setzt", dann wird es wohl auch (genug) Zivilisten treffen. Ob man das hinnehmen muss in dieser Situation...ich weiß es nicht...und ich glaube, dass es da auch keine eindeutige Antwort gibt. Da werden wohl Ideologien aufeinanderprallen.
Auf der anderen Seite, kann man auch irgendwie nicht nichts tun. Zumindest jetzt weiß man ganz sicher, dass es in unmittelbarer Entfernung einerseits genug Leute gibt, die gewillt sind einfach Zivilisten wie Tiere(auch kleine Kinder) abzuschlachten und es andererseits eine noch größere Menge von Menschen gibt, die darin kein Problem sehen(auch viele in Deutschland, wie man sieht).
Es ist traurig und zum Glück muss ich die Entscheidung nicht treffen.
Im Gaza-Streifen scheint es wohl viele unterirdische Tunnel zu geben und scheint auch sonst unbequem für die israelischen Soldaten zu werden(laut dem Armee-Sprecher Arye Shalicar). Um Soldaten nicht zu gefährden, wird man dann wohl Waffen einsetzen müssen, die nicht unbedingt nur Hamas Anhänger töten(wie man diese gezielt ausfindig machen, will, ist mir auch nicht direkt klar...). Wenn hier Israel ein "Zeichen setzt", dann wird es wohl auch (genug) Zivilisten treffen. Ob man das hinnehmen muss in dieser Situation...ich weiß es nicht...und ich glaube, dass es da auch keine eindeutige Antwort gibt. Da werden wohl Ideologien aufeinanderprallen.
Auf der anderen Seite, kann man auch irgendwie nicht nichts tun. Zumindest jetzt weiß man ganz sicher, dass es in unmittelbarer Entfernung einerseits genug Leute gibt, die gewillt sind einfach Zivilisten wie Tiere(auch kleine Kinder) abzuschlachten und es andererseits eine noch größere Menge von Menschen gibt, die darin kein Problem sehen(auch viele in Deutschland, wie man sieht).
Es ist traurig und zum Glück muss ich die Entscheidung nicht treffen.
Zuletzt bearbeitet:
Urban Warfare ist die schlimmste und verlustreichste Kampfform für Soldaten. Denn der Verteidiger hat massive Vorteile in Sachen Deckung und Hinterhalten.
Mechanisierte Verbände kannst du nicht effektiv einsetzen oder läufst Gefahr massive Verluste zu haben.
Da bleibt nur deine Soldaten riskieren oder das Gebiet komplett vorher einzuebnen mit Wirkmitteln.
Mechanisierte Verbände kannst du nicht effektiv einsetzen oder läufst Gefahr massive Verluste zu haben.
Da bleibt nur deine Soldaten riskieren oder das Gebiet komplett vorher einzuebnen mit Wirkmitteln.
K
Klingeldraht
Gast
Militärisch wird das eine Möglichkeit sein. Was kommt danach? Wer ist dann für die Menschen dort verantwortlich, baut alles wieder auf, stellt die Wasserversorgung sicher und und und?JimmyTheApe schrieb:Da bleibt nur deine Soldaten riskieren oder das Gebiet komplett vorher einzuebnen mit Wirkmitteln.
Und wird damit Schlussendlich das Problem in dieser Region gelöst?
Das ist aus meiner Sicht die große Frage.
Das Problem können die Palästinenser nur selbst lösen indem sie nach der militärischen Zerschlagung auch in allen anderen Bereichen den Extremisten die Unterstützung verweigern.
Frag mal die jubelnden arabischen Nachbarländer ob die nicht die 2 Millionen versorgen oder aufnehmen - ach warte die haben so garkeinen Bock darauf.
Die Menschen in Palästina werden von ihren sogenannten "Freunden" nur als Marionetten vor sich her getragen.
Wer hier "solidarisch mit Palästina" ist unterstützt das sogar noch.
@Erkekjetter
gestern sagte Ahmad Mansour in einer Sendung die ich nicht empfehlen möchte weil da meistens Rechtsaußen zu Wort kommt, der Antisemitismus sei bei Muslimen in Deutschland doppelt so häufig wie bei der Mehrheitsgesellschaft. Das wäre lange nicht die Mehrheit aber doch ein Problem.
Mansour beschäftigt sich ja hauptsächlich mit diesen Fragen und das nicht erst seit gestern.
Ich dachte ich erwähne das mal hier.
Frag mal die jubelnden arabischen Nachbarländer ob die nicht die 2 Millionen versorgen oder aufnehmen - ach warte die haben so garkeinen Bock darauf.
Die Menschen in Palästina werden von ihren sogenannten "Freunden" nur als Marionetten vor sich her getragen.
Wer hier "solidarisch mit Palästina" ist unterstützt das sogar noch.
@Erkekjetter
gestern sagte Ahmad Mansour in einer Sendung die ich nicht empfehlen möchte weil da meistens Rechtsaußen zu Wort kommt, der Antisemitismus sei bei Muslimen in Deutschland doppelt so häufig wie bei der Mehrheitsgesellschaft. Das wäre lange nicht die Mehrheit aber doch ein Problem.
Mansour beschäftigt sich ja hauptsächlich mit diesen Fragen und das nicht erst seit gestern.
Ich dachte ich erwähne das mal hier.
Zuletzt bearbeitet:
drago-museweni
Admiral Pro
- Registriert
- März 2004
- Beiträge
- 9.657
Ein Artikel auf NTV zeigt mal wieder schön auf wo bei integration sauber versagt wurde und man jetzt vor den Trümmern steht und man Probleme hat die so oft geleugnet wurden.
Grassierender Judenhass ist die Folge falscher Multikulti-Toleranz
Ich denke das wird wieder viel Arbeit für die Politik im Land um da gegen zu steuern, ausbaden darf es aktuell die Polizei.
Gerade wenn durch Organisationen gelenkt wird die von Regierungen im Ausland gesteuert werden wie zb. Ditib was kein Geheimniss ist.
Machtdemonstration von Erdogan“
Grassierender Judenhass ist die Folge falscher Multikulti-Toleranz
Ich denke das wird wieder viel Arbeit für die Politik im Land um da gegen zu steuern, ausbaden darf es aktuell die Polizei.
Gerade wenn durch Organisationen gelenkt wird die von Regierungen im Ausland gesteuert werden wie zb. Ditib was kein Geheimniss ist.
Machtdemonstration von Erdogan“
Zuletzt bearbeitet:
Treiber
Banned
- Registriert
- Okt. 2023
- Beiträge
- 435
drago-museweni schrieb:Ein Artikel auf NTV zeigt mal wieder schön auf wo bei integration sauber versagt wurde und man jetzt vor den Trümmern steht und man Probleme hat die so oft geleugnet wurden.
...
Das ist kein normaler Artikel auf n-tv, sondern ein Gastkommentar eines Nichtjournalisten. Der mischt soviele Themen zusammen, dass wir das hier nicht auseinandergefummelt bekommen werden. Im Grunde genommen arbeitet er mit dem "Antisemit" Vorwurf jetzt genauso, wie es ihm vorher mit dem "Rassist" Vorwurf ergangen sein soll. Das kann ich aus seiner Perspektive in diesem "ich hatte recht" Beitrag zwar nachvollziehen, aber eine wirkliche Diskussionsgrundlage bietet sein Beitrag in der Form nicht. Da müsste ich alleine zwei Seiten schreiben, um das wieder auseinanderzufummeln und nachher haben die Leute doch nicht den Artikel gelesen.
Erkekjetter
Vice Admiral
- Registriert
- Sep. 2021
- Beiträge
- 6.293
Es ist ein Kommentar. Und dazu eines, welches Tatsachen falsch darstellt: https://www.tagesschau.de/inland/re...100-antisemitische-straftaten-in-nrw-100.htmldrago-museweni schrieb:Ein Artikel auf NTV zeigt
Bundesweit sieht es nicht anders aus: https://www.zeit.de/gesellschaft/2023-08/antisemitismus-straftaten-960-bundeskriminalamt-gewalt
Adie AfD wollte dahingehend auch schon zündeln. Aber die Fakten spreche für sich: Der größte Teil der antisemitischen Straftane geht von rechtsradikalen Deutschen aus, nicht von muslimschen Personen.
Wer meint, das Antisemitismusproblem in DE sei durch Muslime verursacht, ist ein Rassist. Wer meint, innerhalb der muslimischen Deutschen gebe es keinen Antisemitismus ist ein weltfremder Kasper. Hat die Tage mal wer verlauten lassen.
drago-museweni
Admiral Pro
- Registriert
- März 2004
- Beiträge
- 9.657
So oder so gibt es genügend Baustellen seien es die rechten Antisemiten, oder was auch immer für Antisemiten.
Und es gilt die Leute auszufiltern die mit den Werten der BRD nichts zu tun haben wollen, und bei vielem hat man zulange darüber hinweg gesehen sonnst würden sich nicht solche Subkulturen bilden.
Wie kreativ ein Rassist und Kasper was ganz neues da kann man nur noch den Kopf schütteln bei dem Problemen im Land.
Und es gilt die Leute auszufiltern die mit den Werten der BRD nichts zu tun haben wollen, und bei vielem hat man zulange darüber hinweg gesehen sonnst würden sich nicht solche Subkulturen bilden.
Wie kreativ ein Rassist und Kasper was ganz neues da kann man nur noch den Kopf schütteln bei dem Problemen im Land.
Erkekjetter
Vice Admiral
- Registriert
- Sep. 2021
- Beiträge
- 6.293
Du hast die Aussage nicht im geringsten verstanden. Und jetzt abzuwiegeln, es sei "so oder so ein "problem ist halt auhc nur billig. Die Fakten lagen auch vor deinem Beitrag auf der Hand. Du hast dennoch nur aufgegriffen, dass der der antisemitismus in DE ein muslimisches Problem sei und dich damit zum willfährigen Helferlein rechter rassistischer Narrative gemacht. Und warum? Weil es dir dir und deiner Meinung passt. DU bist damit Teil genau dieses Problems.
drago-museweni
Admiral Pro
- Registriert
- März 2004
- Beiträge
- 9.657
Da es von dir kommt sehe ich das ganze entspannt, der Antisemitismus ist nicht nur ein muslimisches Problem sondern auch ein Problem, oder haben die Rechten ein exklusivrecht darauf.
Ich bin Teil dieses Problems, ja aber du bist auch nicht die Lösung, denn diese scheint es aktuell nicht zu geben sonnst würde es im Land nicht so sein wie aktuell.
Ich bin Teil dieses Problems, ja aber du bist auch nicht die Lösung, denn diese scheint es aktuell nicht zu geben sonnst würde es im Land nicht so sein wie aktuell.
Erkekjetter
Vice Admiral
- Registriert
- Sep. 2021
- Beiträge
- 6.293
hab ich ja auch weder behauptet noch für mich in Anspruch genommen?drago-museweni schrieb:ja aber du bist auch nicht die Lösung,
Aber was erwarte ich hier wieder? Wenn man mit Fakten den eben dargelegten Narrativ widerlegt wird ad hominem argumentiert und abgewiegelt. Um dann ein paar Tage später bzw. bei nächsten Thema wieder entgegen der Fakten mit rassitsischen Ressentiments um die Ecke zu biegen...
DerOlf
Admiral
- Registriert
- März 2010
- Beiträge
- 9.529
"Falsche Multikulti-Toleranz" ... das kommt mir irgendwie bekannt vor ... es kam eigentlich regelmäßig mal aus den Reihen der Union.
Ich denke es handelt sich bei Herrn Liecke eher um "falsch verstandene Multikulti-Toleranz".
Multikulti kommt ganz ohne Rassismus und Antisemitismus aus ... Und in diesem Klima fühlen sich Rassisten und Antisemiten auch keinesfalls wohl. Grausam ... all diese Vermischung, diese Buntheit ... da interessieren Rasse oder Religion einfach nicht, aber man toleriert eben, wenn der andere einen anderen Glauben hat ... im Alltag ist das mit etwas Verständnis und vor allem Wissen über die andere Kultur einfach nur total egal ... man kann sich auf vorgeschriebene Gebetszeiten einstellen, und wenn man das vernünftig macht, bringt das auch keine Prozesse durcheinander.
Wir haben nur einfach verkackt, wirklich zu integrieren ... es war zu einfach und zu attracktiv, in muttersprachlichen Kontexten zu verbleiben und es gibt eine menschliche Eigenart, die die Ghettobildung noch verstärkt ... Degenhardt hat darüber gesungen ... "spiel nicht mit den Schmuddelkindern".
"Mit dem darf ich nicht spielen" habe ich in meiner Kindheit häiufiger mal von anderen Kindern gehört und natürlich neigen die Menschen doch dazu, ihren Kindern den Umgang auszusuchen, solange die Kinder das noch zulasssen.
Aus einer Wohngegend, die in den letzten Jahren heruntergekommen ist, ziehen viele Menschen weg, wenn sie es sich leisten können. Der Wohnraum wird dadurch billiger und gleichzeitig attracktiver für Menschen ohne Geld. DAS formt eigentlich die Subkulturen in denen das nicht integrieren dann noch besser funktioniert (wovon lebt jeder Zugewanderte, bis er eine Arbeitserlaubnis und Arbeit hat? Die landen also erstmal alle dort, wo es günstig ist).
Man kennt dieses Problem in der Stadtplanung seit Jahrzehnten (schon ohne problematisierte Zuwanderung). Man hat nur keine Lösung für diese automatische Ghettoisierung. Es entmischt sich einfach und am ende hat man immer wieder die alte Struktur mit Nachbarschaften, in denen die Menschen froh sind, "unter sich zu sein". Dabei ist es fast egal, ob es dabei um eine ethnisch homogene Gruppe mit sozialem gefälle handelt, oder um eine heterogene ... das Gefälle sortiert und wer neu dazukommt, fängt meist nunmal unten an.
Solche Kommentare gabs schon sehr sehr sehr oft ... das bedeutet also nichts besonderes .. man versuchts halt mit der Masche regelmäßig aufs neue.
Ich denke es handelt sich bei Herrn Liecke eher um "falsch verstandene Multikulti-Toleranz".
Multikulti kommt ganz ohne Rassismus und Antisemitismus aus ... Und in diesem Klima fühlen sich Rassisten und Antisemiten auch keinesfalls wohl. Grausam ... all diese Vermischung, diese Buntheit ... da interessieren Rasse oder Religion einfach nicht, aber man toleriert eben, wenn der andere einen anderen Glauben hat ... im Alltag ist das mit etwas Verständnis und vor allem Wissen über die andere Kultur einfach nur total egal ... man kann sich auf vorgeschriebene Gebetszeiten einstellen, und wenn man das vernünftig macht, bringt das auch keine Prozesse durcheinander.
Wir haben nur einfach verkackt, wirklich zu integrieren ... es war zu einfach und zu attracktiv, in muttersprachlichen Kontexten zu verbleiben und es gibt eine menschliche Eigenart, die die Ghettobildung noch verstärkt ... Degenhardt hat darüber gesungen ... "spiel nicht mit den Schmuddelkindern".
"Mit dem darf ich nicht spielen" habe ich in meiner Kindheit häiufiger mal von anderen Kindern gehört und natürlich neigen die Menschen doch dazu, ihren Kindern den Umgang auszusuchen, solange die Kinder das noch zulasssen.
Aus einer Wohngegend, die in den letzten Jahren heruntergekommen ist, ziehen viele Menschen weg, wenn sie es sich leisten können. Der Wohnraum wird dadurch billiger und gleichzeitig attracktiver für Menschen ohne Geld. DAS formt eigentlich die Subkulturen in denen das nicht integrieren dann noch besser funktioniert (wovon lebt jeder Zugewanderte, bis er eine Arbeitserlaubnis und Arbeit hat? Die landen also erstmal alle dort, wo es günstig ist).
Man kennt dieses Problem in der Stadtplanung seit Jahrzehnten (schon ohne problematisierte Zuwanderung). Man hat nur keine Lösung für diese automatische Ghettoisierung. Es entmischt sich einfach und am ende hat man immer wieder die alte Struktur mit Nachbarschaften, in denen die Menschen froh sind, "unter sich zu sein". Dabei ist es fast egal, ob es dabei um eine ethnisch homogene Gruppe mit sozialem gefälle handelt, oder um eine heterogene ... das Gefälle sortiert und wer neu dazukommt, fängt meist nunmal unten an.
Solche Kommentare gabs schon sehr sehr sehr oft ... das bedeutet also nichts besonderes .. man versuchts halt mit der Masche regelmäßig aufs neue.
S
Snowi
Gast
Erkekjetter schrieb:Adie AfD wollte dahingehend auch schon zündeln. Aber die Fakten spreche für sich: Der größte Teil der antisemitischen Straftane geht von rechtsradikalen Deutschen aus, nicht von muslimschen Personen.
Zum einen muss man hier bedenken, dass sämtliche Straftaten gegen Juden, die sich als religiös motiviert einordnen lassen, prinzipiell als Rechtsmotivierte Straftaten in die Statistik eingehen.Erkekjetter schrieb:Aber was erwarte ich hier wieder? Wenn man mit Fakten den eben dargelegten Narrativ widerlegt wird ad hominem argumentiert und abgewiegelt.
Deutschlandfunk dazu:
https://www.deutschlandfunk.de/antisemitismus-was-die-polizeistatistik-sagt-und-was-nicht-100.html
Jedoch werden diese zu über 90 Prozent dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet. Das liegt auch daran, dass alle unklaren Fälle nach einer BKA-Vorgabe als rechts eingestuft werden. Das könnte das Bild verzerren: Betroffene, Fachleute und Beratungsstellen halten religiös und politisch motivierte antisemitische Übergriffe für aus der arabisch-muslimischen Community für gewichtiger, als es die Statistik ausweist.
Dazu gehört auch, dass ein Moslem, unabhängig der Staatsbürgerschaft, bei einer Straftat gegen einen Juden aufgrund seiner Religionszugehörigkeit, pauschal als Rechte Straftat eingeordnet wird. Dazu passt auch, dass die Grauen Wölfe als größte Rechtsextreme Vereinigung in Deutschland gilt.
Zum anderen muss man auch die Art der Straftaten unterscheiden.
https://www.bpb.de/themen/linksextr...rechtsextremistische-straftaten-im-vergleich/
Ich zitiere mal Sinnhaft die Aussagen der Jüdischen Verbände: Man darf die Statistiken nicht so lesen, dass pauschal alle religiös motivierten Straftaten von rechts oder von links kommen, von Deutschen ohne Migrationshintergrund oder Deutschen mit Migrationshintergrund, von Christen oder von Muslimen. Aber man kann und darf auch nicht leugnen, dass die Vorurteile gegen Juden im Islam deutlich stärker und häufiger auftreten als bei den "Deutschen", und dass viele rassistische Vorfälle unter der Strafbarkeitsgrenze bleiben bzw. nicht zur Anzeige gebracht werden (z.B. auf der Straße beleidigt oder angespuckt werden).
Also wenn man schon mit Fakten argumentieren will, dann bitte auch vollumfänglich, und nicht so Details auslassen wie: Die Polizeistatistik erfasst pauschal alle Straftaten gegen Juden aufgrund ihrer Religion als Rechts, unabhängig davon ob es Muslime oder Christen/Atheisten sind. Die Statistik ist daher als solche schon seit dieser Umstellung nicht mehr zur Differenzierung der Herkunft der Straftaten geeignet.
- Status
- Für weitere Antworten geschlossen.
