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S
spiro
Gast
Live und in Farbe -> http://forum.spiegel.de/showthread.php?p=992018
Tiu
Rear Admiral
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In gar keinster Weise. Schon heute zahlt ein Kinderloser 0,5% mehr in die Rentenversicherung ein als jemand mit Kinder. Dann würde das ja auch gegen das Gleichheitsprinzip verstoßen. Die Kinderlosen bezahlen ihren Anteil durch Geld, die anderen eben durch Kinder selbst, somit ist das Gleichheitsprinzip gewahrt.OMaOle schrieb:weil das gegen den Gleichheitsgrundsatz verstößt und der ist grundgesetzlich festgelegt.
Man kann auch adoptieren wenn man "will"Außerdem fühlen sich dann Paare die Kinder wollen, aber keine kriegen doppelt bestraft.
Der Daedalus
Commander
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OMaOle schrieb:Um s mal mit Tiu s Worten zusagen, an einer Schraube muß man mal anfangen[...]
Nun aber durch das drehen dieser Schraube verschlimmerst du alles nur!
Erstmal wird das Verantwortungsbewusstsein (junger) Eltern durch das Verhalten der Politik im Moment alles andere als gestärkt.
Du verstärkst also die viel zu lasche Einstellung vieler Menschen zum Thema Kindeserziehung und Familie.
Ferner schwächst du dadurch immer mehr die Kompetenz der Eltern im Bereich der Kindeserziehung.
Ein weiterer Punkt ist der, dass sich die Situation für Kleinkinder ja sogar verschlechtert, wenn sie aus einer schlechten Mutter-Kind Beziehung heraus in eine fremde Betreuung geschickt werden.
Also ist der Ansatz von Frau von der Leyen komplett falsch denn er verschlimmert die Situation im Bereich der Kindererziehung nur!
Aber da keiner meine Quellen gelesen zu haben scheint, kann ich hier jetzt natürlich auch gegen die Wand reden ...
CHEE KO PEK
Lieutenant
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ich hoffe, dass dir deine zukuenftige zeigt, wo der hammer haengt, am besten waere es aber, wenn du dich nicht vermehren wuerdest. noch mehr chauvinisten braucht das land nicht.Der Daedalus schrieb:Was bedeutet das für mich?
Die Partnerin mit der ich Kinder zeugen will muss dies akzeptieren und selber bereit sein ihren Beruf für ein paar Jahre an den Nagel zu hängen um für die Erziehung der Kinder zu sorgen. Gibt es zum Glück noch genug Frauen die von selbst schon diese Auffassung mitbringen.
Dem entgegen kenne ich auch viele Männer die gar keine Lust auf Karriere haben.
Was bedeutet dies nun für die Politik der Frau v.d.L.?
Es ist falsch Kindern schon mit 2 Jahren ein gesetzlich garantiertes Anrecht auf eine staatliche Ganztagsbetreuung zu geben.
Man sollte den echten Bedarf an KiTa's prüfen. Da fallen aber dann nicht die Plätze drunter, die Mr. und Mrs. Arbeitsgeil gerne hätten sondern nur die Plätze die die wenigen Ausnahmefälle unter den deutschen Familien benötigen.
Diesen Bedarf sollten wir dann decken und gut is ...
zum rentensystem: das laesst sich in einem satz zusammenfassen: mitgehangen mit gefangen. dem system immanent ist, dass es sich nicht einfach von heute auf morgen abschaffen oder ausschalten laesst. das ginge nur, wenn sich ueber nacht alle rentner in luft aufloesten. insofern ist der schritt richtig, die private vorsorge zu forciern und zwar solange, bis ihr anteil sukzessive von 0 auf 100 prozent angewachsen ist. dumm ist nur, das dies ein extrem langsamer prozess ist, der sicher noch mind 50 jahre in anspruch nehmen duerfte, bei der heutigen durchschnittlichen lebenserwartung moeglicheweise noch laenger.
an anderer stelle behautet einer, die situation der kleinkinder wuerde ich verschlechtern durch die erweiterung von kitas ? weil mami in die position kommt, geld fuer die familie oder fuer sich selbst verdienen zu koennen, wuerde sich die situation der kleinkinder verschlechtern? das ist doch ein agumentationstrick, warum frauen und kindererziehung als einheit zu betrachten sind, und zwar mit dem ziel, die hergebrachte rollenverteilung zu verteidigen.
ich meine, mit dem langen mutterschutz wird der frau heute eher ein baerendiesnt erwiesen. nach 2 oder 3 jahren sind die chancen auf wiedereinstieg in den beruf kaum mehr vorhanden. der kleine ist verhaltengestoert, weil er mit 3 jahren immernoch in die hose scheisst. dem vielzitierten generationenvertag ist damit auch nicht gedient.
komischerweise sind in anderen laendern die kinder, die in familien aufwachsen, in denn beide elternteile arbeiten, nicht auffoellig oft verhaltensgesoert oder beziehungsunfaehig, bednaesser etc.
selbst laender, die emanzipatorisch wniger wiet entwickelt zu ein schienen, geht es anders (und besser).
hier , wo zur zeit aufhalte, kommen fruen im schnitt nach 3 monaten zurueck zur arbeit, eine miener kolleginen hat es gar vollbarucht, schon nach einem monat wider zu erschienen und es hatte ihr lkeiner mit rausschmiss gedroht. und hier zaehlt familie mehr als anderswo in der welt. ausserdem: dt ist ueberreguliert und weist viel zu viele verkrustete strukturen auf. zu deren aufbruch ist aber ein damit einhergehendes umdenken in der gesellschaft notwendig. die deutschen sind aber wie gefangen in all den regelungen, die ihrem schutze dienen sollen, so dass sie auf entwicklungen gar nicht mehr angemessen reagieren koennen, selbst wenn sie es wollten.
Zuletzt bearbeitet:
Der Daedalus
Commander
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Könntest du die persönlichen Beleidigungen bitte bei Seite lassen, die Fakten lesen und mir dann nochmal erzählen wie du auf sachlicher Ebene zu den von mir getroffenen Aussagen stehst?
Menschen die die Realität nicht akzeptieren braucht das Land noch viel weniger ...
Und wenn ich, gestützt durch handfeste Studien, der Meinung bin, dass die Beziehung Mutter-Kind der wichtigste Aspekt bei der Erziehung und dem Aufwachsen eines Kleinkindes ist, dann ist dies keinesfalls chauvinistisch...
Es gibt genug Frauen die selbst Karrieregeil sind und sich niemals einen Mann schnappen würden der auch so ist, da sie genau wissen, dass sie dies niemals mit dem gehegten Wunsch nach einer Familie kombinieren können. Habe selbst solche jungen Frauen in meinem Freundeskreis.
Denkst du etwa ich hätte ein Problem mit dieser Denkweise?! Keinesfalls!
Ich habe aber ein Problem mit Ehepaaren die beide Jobgeil sind, Karriere machen wollen und dann zwischendurch mal ein Kind zur Welt bringen welches sie dann lieber jetzt als sofort in staatliche Hand geben.
Dieses Verhalten wird dem Kind nicht gerecht und solche Leute sollten besser keine Kinder bekommen.
Das ist meine Meinung und diese Meinung wird durch handfeste Fakten gestützt.
Anstatt hier also beleidigend zu werden argumentiere gefälligst mit Argumenten und nicht mit Meinungen!
Dieser Absatz zeigt wie wenig du die Belege für die getroffene Aussage studiert hast.
Wenn die Mama es nicht schafft eine funktionierende Mutter-Kind Beziehung aufzubauen, dann kann dieses Versäumnis nicht wieder durch eine KiTa gut gemacht werden. Die sozialen und auch die kognitiven Fähigkeiten des Kindes werden sich durch den Aufenthalt in der KiTa eventuell sogar noch verschlechtern. Dies ist durch die von mir angeführte Studie empirisch belegt.
Es geht dabei nicht um den zwanghaften Versuch irgendein altes, konservatives Weltbild aufrecht zu erhalten sondern darum anzuerkennen, dass die Mutter für das Kleinkind eine weitaus wichtigere Bezugsperson ist als der Vater.
Wenn die Frau arbeitet und tonnenweise Geld ranschafft, dem Kind jeden Tag neues Spielzeug ins Zimmer stellt und 2 mal im Jahr mit dem Kind in Urlaub fährt, dann wird dieses Kind trotzdem nicht zwangsläufig eine gute Entwicklung erfahren. Die Beziehung zwischen Mutter und Kind hat nichts damit zu tun wie viel Geld die Mama verdient so lange die Familie als gesamtes nicht in armen Verhältnissen lebt.
Nein ist er eben nicht! Eine starke Mutter-Kind Bindung ist der positiven Entwicklung des Kindes nur dienlich, gerade in den ersten Jahren!
Wenn der Wiedereinstieg in den Beruf nach 3 Jahren Kindeserziehung so schwer ist, dann sollten wir uns verdammt nochmal fragen wie wir dieses Problem angehen können.
Ein Beispiel:
Man könnte die ganzen Jahre des Mutterschutzes über gezielte Schulungen anbieten die die junge Mutter immer "Up to Date" halten. Diese Schulungen könnte man staatlich fördern und wären der Zeit die die Mutter in der Schulung verbringt (2 Stunden an 2 oder 3 Tagen in der Woche) kann das Kind in einer Krabbelgruppe die ersten sozialen Kontakte mit anderen Kindern knüpfen.
Das wäre ein Modell welches im Endeffekt weniger kosten würde als 500.000 qualitativ hochwertige KiTa Plätze und trotzdem weitaus mehr bringt.
Also doch:
Kinder für den Generationenvertrag und das Wohl des Kindes ist sekundär?!
Nun an die Vertreter dieser Fraktion mal die Frage:
Was bringen uns Kinder die eine schlechte Erziehung haben und so geistig und sozial schlecht entwickelt sind?!
Dem Generationenvertrag dienen diese Kinder nicht!
Menschen die die Realität nicht akzeptieren braucht das Land noch viel weniger ...
Und wenn ich, gestützt durch handfeste Studien, der Meinung bin, dass die Beziehung Mutter-Kind der wichtigste Aspekt bei der Erziehung und dem Aufwachsen eines Kleinkindes ist, dann ist dies keinesfalls chauvinistisch...
Es gibt genug Frauen die selbst Karrieregeil sind und sich niemals einen Mann schnappen würden der auch so ist, da sie genau wissen, dass sie dies niemals mit dem gehegten Wunsch nach einer Familie kombinieren können. Habe selbst solche jungen Frauen in meinem Freundeskreis.
Denkst du etwa ich hätte ein Problem mit dieser Denkweise?! Keinesfalls!
Ich habe aber ein Problem mit Ehepaaren die beide Jobgeil sind, Karriere machen wollen und dann zwischendurch mal ein Kind zur Welt bringen welches sie dann lieber jetzt als sofort in staatliche Hand geben.
Dieses Verhalten wird dem Kind nicht gerecht und solche Leute sollten besser keine Kinder bekommen.
Das ist meine Meinung und diese Meinung wird durch handfeste Fakten gestützt.
Anstatt hier also beleidigend zu werden argumentiere gefälligst mit Argumenten und nicht mit Meinungen!
an anderer stelle behautet einer, die situation der kleinkinder wuerde ich verschlechtern durch die erweiterung von kitas ? weil mami in die position kommt, geld fuer die familie oder fuer sich selbst verdienen zu koennen, wuerde sich die situation der kleinkinder verschlechtern? das ist doch ein agumentationstrick, warum frauen und kindererziehung als einheit zu betrachten sind, und zwar mit dem ziel, die hergebrachte rollenverteilung zu verteidigen.
Dieser Absatz zeigt wie wenig du die Belege für die getroffene Aussage studiert hast.
Wenn die Mama es nicht schafft eine funktionierende Mutter-Kind Beziehung aufzubauen, dann kann dieses Versäumnis nicht wieder durch eine KiTa gut gemacht werden. Die sozialen und auch die kognitiven Fähigkeiten des Kindes werden sich durch den Aufenthalt in der KiTa eventuell sogar noch verschlechtern. Dies ist durch die von mir angeführte Studie empirisch belegt.
Es geht dabei nicht um den zwanghaften Versuch irgendein altes, konservatives Weltbild aufrecht zu erhalten sondern darum anzuerkennen, dass die Mutter für das Kleinkind eine weitaus wichtigere Bezugsperson ist als der Vater.
Wenn die Frau arbeitet und tonnenweise Geld ranschafft, dem Kind jeden Tag neues Spielzeug ins Zimmer stellt und 2 mal im Jahr mit dem Kind in Urlaub fährt, dann wird dieses Kind trotzdem nicht zwangsläufig eine gute Entwicklung erfahren. Die Beziehung zwischen Mutter und Kind hat nichts damit zu tun wie viel Geld die Mama verdient so lange die Familie als gesamtes nicht in armen Verhältnissen lebt.
ich meine, mit dem langen mutterschutz wird der frau heute eher ein baerendiesnt erwiesen. nach 2 oder 3 jahren sind die chancen auf wiedereinstieg in den beruf kaum mehr vorhanden. der kleine ist verhaltengestoert, weil er mit 3 jahren immernoch in die hose scheisst.
Nein ist er eben nicht! Eine starke Mutter-Kind Bindung ist der positiven Entwicklung des Kindes nur dienlich, gerade in den ersten Jahren!
Wenn der Wiedereinstieg in den Beruf nach 3 Jahren Kindeserziehung so schwer ist, dann sollten wir uns verdammt nochmal fragen wie wir dieses Problem angehen können.
Ein Beispiel:
Man könnte die ganzen Jahre des Mutterschutzes über gezielte Schulungen anbieten die die junge Mutter immer "Up to Date" halten. Diese Schulungen könnte man staatlich fördern und wären der Zeit die die Mutter in der Schulung verbringt (2 Stunden an 2 oder 3 Tagen in der Woche) kann das Kind in einer Krabbelgruppe die ersten sozialen Kontakte mit anderen Kindern knüpfen.
Das wäre ein Modell welches im Endeffekt weniger kosten würde als 500.000 qualitativ hochwertige KiTa Plätze und trotzdem weitaus mehr bringt.
dem vielzitierten generationenvertag ist damit auch nicht gedient.
Also doch:
Kinder für den Generationenvertrag und das Wohl des Kindes ist sekundär?!
Nun an die Vertreter dieser Fraktion mal die Frage:
Was bringen uns Kinder die eine schlechte Erziehung haben und so geistig und sozial schlecht entwickelt sind?!
Dem Generationenvertrag dienen diese Kinder nicht!
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OMaOle
Lt. Commander
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- 1.538
@Daedalus,
Kritik angekommen, habe mir die Quellen soweit machbar noch mal angesehen.
Vieles von dem was da steht bestreitet ja niemand, allerdings habe ich auch nichts gefunden was neuen Ideen Nahrung geben könnte.
Sicher sind finanzielle Unterstützungen wie in Tschechien usw. eine gute Sache, ob sie aber auf dauer hilfreich sind darf bezweifelt werden. Was ist nach den bezahlten drei Jahren, Kitaplätze fehlen auch für über Dreijährige, vorhandene sind oft qualitativ schlecht.
Ich selbst wohne auf dem Land, soll ich für meinen Sohn 17 oder meine Tochter 15 jetzt schon KITA-Plätze beantragen, weil die vielleicht in 10 Jahren mal Kinder wollen?
Auch wenn ich die Art von pissofff gelinde gesagt zum k... finde, in einem hat er recht, der Berufseinstieg nach drei Jahren ist schwer wenn überhaupt machbar.
Das heißt aber wiederum, Kinder sind im Osten zu teuer, wenn ein Elternteil zu Hause bleiben muß also bleibts, aber ob das der richtige Weg ist?
Zum Schluss, wenn der Vorschlag von der Familienministerin total falsch ist, wie wäre er denn dann richtig?
OMaOle
Kritik angekommen, habe mir die Quellen soweit machbar noch mal angesehen.
Vieles von dem was da steht bestreitet ja niemand, allerdings habe ich auch nichts gefunden was neuen Ideen Nahrung geben könnte.
Sicher sind finanzielle Unterstützungen wie in Tschechien usw. eine gute Sache, ob sie aber auf dauer hilfreich sind darf bezweifelt werden. Was ist nach den bezahlten drei Jahren, Kitaplätze fehlen auch für über Dreijährige, vorhandene sind oft qualitativ schlecht.
Ich selbst wohne auf dem Land, soll ich für meinen Sohn 17 oder meine Tochter 15 jetzt schon KITA-Plätze beantragen, weil die vielleicht in 10 Jahren mal Kinder wollen?
Auch wenn ich die Art von pissofff gelinde gesagt zum k... finde, in einem hat er recht, der Berufseinstieg nach drei Jahren ist schwer wenn überhaupt machbar.
Das heißt aber wiederum, Kinder sind im Osten zu teuer, wenn ein Elternteil zu Hause bleiben muß also bleibts, aber ob das der richtige Weg ist?
Zum Schluss, wenn der Vorschlag von der Familienministerin total falsch ist, wie wäre er denn dann richtig?
OMaOle
Relict
Admiral
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- Juni 2005
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Wievielel job-/ karrieregeile und besserverdienende gibt es denn? Die meisten die ich kenne sind Durchschnittsverdiener mit Tendenz nach unten. Willkommen in der Realtität.
Und die Beserverdienenden, "Reichen" oder die sich für was besseres halten, können oder lassen ihre Kinder (wenn sie überhaupt welche machen) meist privat betreuen, teils sogar auf Privatschulen. Fallen also grösstenteils aus der Statistik und somit ist diese Gruppe irrelevant für die aktuellen Pläne.
Es geht um die Frauen, die arbeiten gehen müssen, dürfen und wollen, um ihre Familie und sich zu ernähren. DIESE haben in der aktuellen Situation sogut wie keine Optionen, ausser Hartz-IV mit jeder Menge Zeit, dafür kaum Einkommen. Weiterbildung hin oder her, die brauchen JETZT eine zufriedenstellende Lösung. Weiterbilden können sie sich immer, ob mit oder ohne Job.
Und Qualität statt Quantität schön und gut. In meinem Umfeld werden jährlich mangels Nachwuchs und Finanzen Schulen und Kitas geschlossen/ abgerissen. Also sooo reichlich sind die Plätze schon lange nicht mehr. Die Tendenz geht auch hier nach unten. Geschweige denn von den Mehr-Kosten für viele Eltern für so einen Ganztagsplatz bzw. späteres Abholen gen Abend hin. Da wäre mit den aktuellen Vorschlägen zu kostenloser Ganztagsbetreuung schon einer Menge Familien geholfen. SO wie jetzt darfs aber nicht weitergehen.
Niemand muss ja, aber man kann.
So und was bringen uns Kinder, die ihre vielgepriesene Sozialisierung überwiegend und eher einseitig im oder vorm unfähigen Elternhaus erlernt haben? Wir habens doch jetzt so und sehens doch wie schön das ist! Und nicht zuletzt: PISA lässt grüssen. Aber anderes Thema. ^^
Fakt ist weiterhin, wir haben seit längerem starke Geburtenrückgänge und Vergreisung.
Woran das wohl liegen mag?
Und ich sage es nochmal: Es geht vorallem um die Zeit nach dem Mutterschaftsjahr bzw. den ersten 3 Jahren. Da fangen die Probleme erst richtig an.
Und die Beserverdienenden, "Reichen" oder die sich für was besseres halten, können oder lassen ihre Kinder (wenn sie überhaupt welche machen) meist privat betreuen, teils sogar auf Privatschulen. Fallen also grösstenteils aus der Statistik und somit ist diese Gruppe irrelevant für die aktuellen Pläne.
Es geht um die Frauen, die arbeiten gehen müssen, dürfen und wollen, um ihre Familie und sich zu ernähren. DIESE haben in der aktuellen Situation sogut wie keine Optionen, ausser Hartz-IV mit jeder Menge Zeit, dafür kaum Einkommen. Weiterbildung hin oder her, die brauchen JETZT eine zufriedenstellende Lösung. Weiterbilden können sie sich immer, ob mit oder ohne Job.
Und Qualität statt Quantität schön und gut. In meinem Umfeld werden jährlich mangels Nachwuchs und Finanzen Schulen und Kitas geschlossen/ abgerissen. Also sooo reichlich sind die Plätze schon lange nicht mehr. Die Tendenz geht auch hier nach unten. Geschweige denn von den Mehr-Kosten für viele Eltern für so einen Ganztagsplatz bzw. späteres Abholen gen Abend hin. Da wäre mit den aktuellen Vorschlägen zu kostenloser Ganztagsbetreuung schon einer Menge Familien geholfen. SO wie jetzt darfs aber nicht weitergehen.
Niemand muss ja, aber man kann.
So und was bringen uns Kinder, die ihre vielgepriesene Sozialisierung überwiegend und eher einseitig im oder vorm unfähigen Elternhaus erlernt haben? Wir habens doch jetzt so und sehens doch wie schön das ist! Und nicht zuletzt: PISA lässt grüssen. Aber anderes Thema. ^^
Fakt ist weiterhin, wir haben seit längerem starke Geburtenrückgänge und Vergreisung.
Woran das wohl liegen mag?
Und ich sage es nochmal: Es geht vorallem um die Zeit nach dem Mutterschaftsjahr bzw. den ersten 3 Jahren. Da fangen die Probleme erst richtig an.
Der Daedalus
Commander
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Bei der Aktuellen Diskussion geht es aber gerade um die Jahre 1-3 des Kinderlebens ...
Und darüber diskutieren wir hier!
Ferner solltest du schon Zahlen liefern, wenn du behauptest, dass ein großer Teil der Eltern heute zwingend darauf angewiesen ist, dass beide Elternteile Geld verdienen. Mit stumpfer Polemik kommen wir hier nicht weiter.
@OMaOLe
Ich nannte eine Möglichkeit um die Probleme bei der Wiedereingliederung in den Beruf nach 3 Jahren des Mutter-/Vaterschutzes anzugehen.
Dies wäre ein Konzept welches allen Seiten gerecht werden würde und zudem den Steuerzahler weitaus weniger kostet als 500.000 neue KiTa Plätze.
Nur mal als kleine Nebenrechnung:
Für eine ordentliche Betreuung von Kindern braucht es 3-4 Kinder pro Betreuer. Diese Betreuer müssen bestens ausgebildet sein, was natürlich auch bedeutet, dass die Löhne entsprechend hoch sind. Sagen wir, dass die Arbeitsstelle den Staat 3500€ kostet. Und gehen wir ferner davon aus, dass man wirklich für jedes 3. Kind einen Betreuer braucht, da man ja auch Ausfallzeiten der Betreuerinnen berücksichtigen muss.
ca
500.000/3 = 166.667 Stellen * 3500€/Monat = 583.334.500€/Monat * 12 Monate = ca. 7 Mrd € im Jahr
Das sind wohlgemerkt nur die Lohnkosten. Hinzu kosten imense Kosten für neue Gebäude, Instandhaltung, Spielzeug, ...
Frau von der Leyen sagte aber, dass ihre 500.000 neuen Krippenplätze nur 3 Milliarden Euro Mehrkosten pro Jahr verursachen würden.
Dies ist wohl ein klares Anzeichen dafür, wie die Qualität der Krippenplätze in Deutschland sein wird. Nämlich weiterhin schlecht.
Und auch hier gilt:
Der Aufenthalt in einer "schlechten" Kindergrippe kann für das Kleinkind extrem schädlich sein. Selbst wenn die Beziehung von Mutter zu Kind intakt ist, kann eine schlechte Fremdbetreuung dem Kind massiven Schaden zufügen.
/edit:
Eine Frage soll in den Raum gestellt werden:
Wollen wir wirklich, dass in Zukunft immer mehr darauf gesetzt wird, dass Kinder schon nach dem 1 Lebensjahr größtenteils nicht mehr von den Eltern sondern von fremden erzogen werden?
Denn eins ist doch klar:
Wenn wir den Weg der Frau von der Leyen gehen und zudem auch keine besseren Möglichkeiten schaffen um Mütter/Väter nach 3 Jahren Erziehungsurlaub wieder in den Beruf einzugliedern, dann werden genau die Familien einen massiven Nachteil haben, die sich dafür entschieden haben ihr Kind über das 1. Lebensjahr hinaus zu Hause groß zu ziehen.
Leuchtet ein, oder?
Und darüber diskutieren wir hier!
Ferner solltest du schon Zahlen liefern, wenn du behauptest, dass ein großer Teil der Eltern heute zwingend darauf angewiesen ist, dass beide Elternteile Geld verdienen. Mit stumpfer Polemik kommen wir hier nicht weiter.
@OMaOLe
Ich nannte eine Möglichkeit um die Probleme bei der Wiedereingliederung in den Beruf nach 3 Jahren des Mutter-/Vaterschutzes anzugehen.
Dies wäre ein Konzept welches allen Seiten gerecht werden würde und zudem den Steuerzahler weitaus weniger kostet als 500.000 neue KiTa Plätze.
Nur mal als kleine Nebenrechnung:
Für eine ordentliche Betreuung von Kindern braucht es 3-4 Kinder pro Betreuer. Diese Betreuer müssen bestens ausgebildet sein, was natürlich auch bedeutet, dass die Löhne entsprechend hoch sind. Sagen wir, dass die Arbeitsstelle den Staat 3500€ kostet. Und gehen wir ferner davon aus, dass man wirklich für jedes 3. Kind einen Betreuer braucht, da man ja auch Ausfallzeiten der Betreuerinnen berücksichtigen muss.
ca
500.000/3 = 166.667 Stellen * 3500€/Monat = 583.334.500€/Monat * 12 Monate = ca. 7 Mrd € im Jahr
Das sind wohlgemerkt nur die Lohnkosten. Hinzu kosten imense Kosten für neue Gebäude, Instandhaltung, Spielzeug, ...
Frau von der Leyen sagte aber, dass ihre 500.000 neuen Krippenplätze nur 3 Milliarden Euro Mehrkosten pro Jahr verursachen würden.
Dies ist wohl ein klares Anzeichen dafür, wie die Qualität der Krippenplätze in Deutschland sein wird. Nämlich weiterhin schlecht.
Und auch hier gilt:
Der Aufenthalt in einer "schlechten" Kindergrippe kann für das Kleinkind extrem schädlich sein. Selbst wenn die Beziehung von Mutter zu Kind intakt ist, kann eine schlechte Fremdbetreuung dem Kind massiven Schaden zufügen.
/edit:
Eine Frage soll in den Raum gestellt werden:
Wollen wir wirklich, dass in Zukunft immer mehr darauf gesetzt wird, dass Kinder schon nach dem 1 Lebensjahr größtenteils nicht mehr von den Eltern sondern von fremden erzogen werden?
Denn eins ist doch klar:
Wenn wir den Weg der Frau von der Leyen gehen und zudem auch keine besseren Möglichkeiten schaffen um Mütter/Väter nach 3 Jahren Erziehungsurlaub wieder in den Beruf einzugliedern, dann werden genau die Familien einen massiven Nachteil haben, die sich dafür entschieden haben ihr Kind über das 1. Lebensjahr hinaus zu Hause groß zu ziehen.
Leuchtet ein, oder?
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OMaOle
Lt. Commander
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Tja woran liegt die Vergreisung, wenn in einer Gesellschaft Geld und karriere über alles geht.
Heute ist es im gegensatz zu vergangenen Zeiten für Frauen einfacher Karriere zumachen,
und die Möglichkeit wird auch ergriffen wenn s geht.
Der erreichte hohe Lebensstandart gerät aber in Gefahr, wenn nach dem Kindern der Job und die Karriere im Eimer sind, fehlen dann noch die Möglichkeiten für eine ordentliche Kinderbetreuung wirds eben noch schwerer sich für ein oder besser mehrere Kinder zuentscheiden.
OMaOle
Zusatz: Auch für die 1-3jährigen Kinder muß natürlich eine Lösung her.
Daedalus Deine eigenen Quellen belegen, das Kinder ab 18 Monaten durchaus vorteilhaft auf eine soziale Bindung mit gleichaltrigen reagieren.
Ist das entsprechende Angebot da, sollte es keinen Hinderungsgrund für eine zumindest teilzeitige Beschäftigung der Mutter geben. Von den alleinstehenden Müttern will ich garnicht anfangen, die sind dann wohl noch selber schuld an Ihrer Situation.(nur Denkanstoß nicht persönlich nehmen)
Heute ist es im gegensatz zu vergangenen Zeiten für Frauen einfacher Karriere zumachen,
und die Möglichkeit wird auch ergriffen wenn s geht.
Der erreichte hohe Lebensstandart gerät aber in Gefahr, wenn nach dem Kindern der Job und die Karriere im Eimer sind, fehlen dann noch die Möglichkeiten für eine ordentliche Kinderbetreuung wirds eben noch schwerer sich für ein oder besser mehrere Kinder zuentscheiden.
OMaOle
Zusatz: Auch für die 1-3jährigen Kinder muß natürlich eine Lösung her.
Daedalus Deine eigenen Quellen belegen, das Kinder ab 18 Monaten durchaus vorteilhaft auf eine soziale Bindung mit gleichaltrigen reagieren.
Ist das entsprechende Angebot da, sollte es keinen Hinderungsgrund für eine zumindest teilzeitige Beschäftigung der Mutter geben. Von den alleinstehenden Müttern will ich garnicht anfangen, die sind dann wohl noch selber schuld an Ihrer Situation.(nur Denkanstoß nicht persönlich nehmen)
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Tiu
Rear Admiral
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OMaOle schrieb:Zum Schluss, wenn der Vorschlag von der Familienministerin total falsch ist, wie wäre er denn dann richtig?
Aufhören mit dem herumgefrickele und herumgedoktere am bestehendem System und das System selbst einmal auf den Prüfstand stellen. Ein Gesamtkonzept muß her. Bloß, davor hat man ja zuviel angst, weil dabei viel zu viele Tabus gebrochen werden müssten.
1.) Bevor man etwas macht, sollte man wissen wohin die Reise überhaupt geht. Welches Modell möchte man forcieren und wie kann man dafür den Grundstein legen? Es ist nun einmal nicht möglich jedem und alles einen Maßanzug zu verpassen, geschweige denn zu finanzieren.
2.) Rentenpolitik, soll man weiterhin am Generationenvertrag festhalten oder nicht, diese Frage ist bis heute ein riesen Unsicherheitsfaktor. Wenn ja, wie soll dieser "gerecht" finanziert werden.
3.) Finanzpolitik, hier müssen unbedingt vereinfachte Steuermodelle her. Es kann nicht sein, dass sich der Anwalt steuerlich arm rechnen kann und sein Sohn BAFÖG bekommt, während der Sohn vom Baggerführer kein BAFÖG in Anspruch nehmen kann, weil er nichts zum steuerlichen Abschreiben hat.
4.) Anhebung des Mutterschutzes auf 3 Jahre
5.) Betriebe ab einer bestimmten Größe haben einen betrieblichen Kinderhort zu schaffen bzw. in Zusammenarbeit mit anderen Betrieben zu führen.
Zudem, was nutzt es das man KiTa-Plätze schafft aber auf der anderen Seite Ganztagsschulen fehlen?
Heißt also, sobald das Kind in die Schule geht, is Mami oder Papi wieder arbeitslos, weil Halbtagsstellen bzw. anderweitige Betreuungsmöglichkeiten fehlen oder nicht finanziert werden können.
Relict
Admiral
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@Der Daedalus
Die ersten Jahre hin oder her. Die Kitaplätze sollen doch sicherlich nicht nur für die ersten 3 Jahre bereitgestellt werden, oder doch, werden die inder danach rausgeschmissen? Übrigens das mit den ersten 3 Jahren kenne ich eher unter Krippenplätzen? Danach kommt der Kindergarten, dann der Schulhort. Naja egal, wie auch immer.
Nun, fragen wir doch mal die bisher kinderlosen Frauen, WAS sie wirklich abschreckt oder zögern lässt Kinder in die Welt zu setzen?
Tja das frage ich mich auch und darum geht es auch mir.
Aber irgendwo müssen wir ja anfangen und nicht immer nur reden und zerreden. Wenn wir das weiter so handhaben, dann haben wir auch morgen noch kein Kind mehr, auch keins was dann überhaupt eine Ganztagsschule besuchen könnte.
@OMaOle
Eben. Wer sich auf Arbeitgeber oder "Global-Player" verlässt oder sie gar zu etwas zwingt, ist verlassen, nicht nur bei diesem Thema, auch bei anderen Appellen zugunsten des Arbeitnehmers.
Die ersten Jahre hin oder her. Die Kitaplätze sollen doch sicherlich nicht nur für die ersten 3 Jahre bereitgestellt werden, oder doch, werden die inder danach rausgeschmissen? Übrigens das mit den ersten 3 Jahren kenne ich eher unter Krippenplätzen? Danach kommt der Kindergarten, dann der Schulhort. Naja egal, wie auch immer.
Nun, fragen wir doch mal die bisher kinderlosen Frauen, WAS sie wirklich abschreckt oder zögern lässt Kinder in die Welt zu setzen?
Tui schrieb:Zudem, was nutzt es das man KiTa-Plätze schafft aber auf der anderen Seite Ganztagsschulen fehlen?
Heißt also, sobald das Kind in die Schule geht, is Mami oder Papi wieder arbeitslos, weil Halbtagsstellen bzw. anderweitige Betreuungsmöglichkeiten fehlen oder nicht finanziert werden können.
Tja das frage ich mich auch und darum geht es auch mir.
Aber irgendwo müssen wir ja anfangen und nicht immer nur reden und zerreden. Wenn wir das weiter so handhaben, dann haben wir auch morgen noch kein Kind mehr, auch keins was dann überhaupt eine Ganztagsschule besuchen könnte.
@OMaOle
Eben. Wer sich auf Arbeitgeber oder "Global-Player" verlässt oder sie gar zu etwas zwingt, ist verlassen, nicht nur bei diesem Thema, auch bei anderen Appellen zugunsten des Arbeitnehmers.
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Tiu
Rear Admiral
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Relict schrieb:Aber irgendwo müssen wir ja anfangen und nicht immer nur reden und zerreden.
Tja, dann wäre es aber besser gewesen, man hätte das Pferd von der anderen Seite zunächst angefangen aufzuzäumen! Ich denke das würde "ersteinmal" wesentlich mehr bringen. Aber so hat man mal wieder nur ein Loch mit einem anderen zugestopft um mit stolz geschwellter Hühnerbrust vor der Kamera die Reform des Jahrhunderts zu verkünden.
Der Daedalus
Commander
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- Beiträge
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Ich hab deinen Post mal ein bisschen umgestellt ...
Stimmt durchaus. Aber keinesfalls in Form einer "Abladestation für Kinder die dem Beruf im Weg stehen" und nicht für 8 Stunden am Tag.
Dieser vorteilhafte Nutzen aus dem Zusammensein mit Gleichaltrigen besteht eben nur dann, wenn vorher schon eine funktionierende Mutter-Kind Bindung besteht und wenn zudem die Bedingungen in dieser Gruppe mit Gleichaltrigen auch stimmen.
Sprich: Eine sehr große Anzahl an Betreuern und eben auch immer wieder zwischendurch der Bezug zur Mutter als Orientierungspunkt.
Doch...
Wenn die Mutter 10 Stunden am Tag arbeitet (weil sie ja Karriere machen will) zudem noch das Kind als Hindernis sieht diese Karriere zu gestalten, dann tendiert die Wahrscheinlichkeit, dass die Mutter-Kind Beziehung darunter leidet wohl stark gegen 1.
Es bleibt also dabei, dass oberste Maxime einer guten Familienpolitik sein muss, die Eltern-Kind Beziehung und speziell die Beziehung zwischen Mutter und Kind zu festigen und zu fördern.
Dieses Ziel sehe ich in keinem der Vorschläge von Frau von der Leyen.
Natürlich gibt es Fälle in denen die Betreuung durch fremde Erzieher/innen Sinn macht. Natürlich sind das nur mehr als Einzelfälle.
Aber es sollte doch nicht generelle Politik und "Agenda" der Politiker sein diese Fälle zur Regel zu machen.
Natürlich müssen Möglichkeiten für allein Erziehende geschaffen werden, doch dazu braucht es keine 500.000 neuen Krippenplätze (@Relict: Ich meinte die Krippenplätze und deren Anzahl soll um 500.000 erhöht werden).
Doch hier geht es um die Richtung die die Politik in Deutschland einschlägt.
Und diese Richtung zielt eben darauf ab den Eltern immer mehr Möglichkeiten zu geben sich aus ihrer elterlichen Verantwortung zu entziehen.
Es bedeutet eben, dass man Verantwortung übernimmt, wenn man Kinder bekommen will.
Und dies bedeutet auch, dass man bereit sein muss die eigenen Interessen dem Wohl es Kindes unterzuordnen.
Leider, und dies ist eine Entwicklung die man sehr wohl erkennen kann, ist diese Bereitschaft bei immer weniger Eltern wirklich vorhanden ...
Und das kann für die Kinder nicht gut sein!
edit:
@Relict:
Da ich ein paar Frauen kenne
... viele Frauen sehen andere Dinge als viel wichtiger an. Sie wollen von ihrem Partner unabhängig sein (eben auch finanziell). Sie wollen einem Beruf nachgehen und Karriere machen. Alles Dinge, die sie gerne machen können, wenn sie es denn wollen. Doch:
Wenn sie dann Kinder bekommen wollen, dann müssen sie, oder eben ihr Partner, bereit sein dafür dann auch Dinge zu opfern. Und das bedeutet eben auch, dass einer der beiden Ehepartner den Job für eine gewisse Zeit an den Nagel hängt, sich von dem Ehepartner abhängig macht und sich um das Kind kümmert.
Wer dazu nicht prinzipiell bereit ist, der sollte keine Kinder bekommen (und da ist mir der demographische Wandel absolut egal).
Und was die "Unabhängigkeit von der Partnerin/dem Partner" angeht:
Wenn man eine Familie gründen will und Kinder bekommen möchte, was ist dann so schwer daran sich in ein Verhältnis der Abhängigkeit zu begeben. Es ist doch nun mal so, dass eine Familie eben auf diesen gegenseitigen Abhängigkeiten basiert, was sie dann im Regelfall auch zusammen schweißt.
OMaOle schrieb:Daedalus Deine eigenen Quellen belegen, das Kinder ab 18 Monaten durchaus vorteilhaft auf eine soziale Bindung mit gleichaltrigen reagieren.
Stimmt durchaus. Aber keinesfalls in Form einer "Abladestation für Kinder die dem Beruf im Weg stehen" und nicht für 8 Stunden am Tag.
Dieser vorteilhafte Nutzen aus dem Zusammensein mit Gleichaltrigen besteht eben nur dann, wenn vorher schon eine funktionierende Mutter-Kind Bindung besteht und wenn zudem die Bedingungen in dieser Gruppe mit Gleichaltrigen auch stimmen.
Sprich: Eine sehr große Anzahl an Betreuern und eben auch immer wieder zwischendurch der Bezug zur Mutter als Orientierungspunkt.
Doch...
Heute ist es im gegensatz zu vergangenen Zeiten für Frauen einfacher Karriere zumachen,
und die Möglichkeit wird auch ergriffen wenn s geht.
Der erreichte hohe Lebensstandart gerät aber in Gefahr, wenn nach dem Kindern der Job und die Karriere im Eimer sind, fehlen dann noch die Möglichkeiten für eine ordentliche Kinderbetreuung wirds eben noch schwerer sich für ein oder besser mehrere Kinder zuentscheiden.
Wenn die Mutter 10 Stunden am Tag arbeitet (weil sie ja Karriere machen will) zudem noch das Kind als Hindernis sieht diese Karriere zu gestalten, dann tendiert die Wahrscheinlichkeit, dass die Mutter-Kind Beziehung darunter leidet wohl stark gegen 1.
Es bleibt also dabei, dass oberste Maxime einer guten Familienpolitik sein muss, die Eltern-Kind Beziehung und speziell die Beziehung zwischen Mutter und Kind zu festigen und zu fördern.
Dieses Ziel sehe ich in keinem der Vorschläge von Frau von der Leyen.
Ist das entsprechende Angebot da, sollte es keinen Hinderungsgrund für eine zumindest teilzeitige Beschäftigung der Mutter geben. Von den alleinstehenden Müttern will ich garnicht anfangen, die sind dann wohl noch selber schuld an Ihrer Situation.(nur Denkanstoß nicht persönlich nehmen)
Natürlich gibt es Fälle in denen die Betreuung durch fremde Erzieher/innen Sinn macht. Natürlich sind das nur mehr als Einzelfälle.
Aber es sollte doch nicht generelle Politik und "Agenda" der Politiker sein diese Fälle zur Regel zu machen.
Natürlich müssen Möglichkeiten für allein Erziehende geschaffen werden, doch dazu braucht es keine 500.000 neuen Krippenplätze (@Relict: Ich meinte die Krippenplätze und deren Anzahl soll um 500.000 erhöht werden).
Doch hier geht es um die Richtung die die Politik in Deutschland einschlägt.
Und diese Richtung zielt eben darauf ab den Eltern immer mehr Möglichkeiten zu geben sich aus ihrer elterlichen Verantwortung zu entziehen.
Es bedeutet eben, dass man Verantwortung übernimmt, wenn man Kinder bekommen will.
Und dies bedeutet auch, dass man bereit sein muss die eigenen Interessen dem Wohl es Kindes unterzuordnen.
Leider, und dies ist eine Entwicklung die man sehr wohl erkennen kann, ist diese Bereitschaft bei immer weniger Eltern wirklich vorhanden ...
Und das kann für die Kinder nicht gut sein!
edit:
@Relict:
Nun, fragen wir doch mal die bisher kinderlosen Frauen, WAS sie wirklich abschreckt oder zögern lässt Kinder in die Welt zu setzen?
Da ich ein paar Frauen kenne
... viele Frauen sehen andere Dinge als viel wichtiger an. Sie wollen von ihrem Partner unabhängig sein (eben auch finanziell). Sie wollen einem Beruf nachgehen und Karriere machen. Alles Dinge, die sie gerne machen können, wenn sie es denn wollen. Doch:
Wenn sie dann Kinder bekommen wollen, dann müssen sie, oder eben ihr Partner, bereit sein dafür dann auch Dinge zu opfern. Und das bedeutet eben auch, dass einer der beiden Ehepartner den Job für eine gewisse Zeit an den Nagel hängt, sich von dem Ehepartner abhängig macht und sich um das Kind kümmert.
Wer dazu nicht prinzipiell bereit ist, der sollte keine Kinder bekommen (und da ist mir der demographische Wandel absolut egal).
Und was die "Unabhängigkeit von der Partnerin/dem Partner" angeht:
Wenn man eine Familie gründen will und Kinder bekommen möchte, was ist dann so schwer daran sich in ein Verhältnis der Abhängigkeit zu begeben. Es ist doch nun mal so, dass eine Familie eben auf diesen gegenseitigen Abhängigkeiten basiert, was sie dann im Regelfall auch zusammen schweißt.
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Tiu
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Um auch einmal hierauf einzugehen. Und was ist die Kehrseite der Medaille?OMaOle schrieb:Daedalus Deine eigenen Quellen belegen, das Kinder ab 18 Monaten durchaus vorteilhaft auf eine soziale Bindung mit gleichaltrigen reagieren.
Rotwein ist vorteilhaft für Herz und Blutbahn, aber die Auswirkung des Alkohols hat man dabei "wissentlich" aussenvor gelassen.
Wenn man anfängt "nur" die positiven Aspekte in den Vordergrund zu stellen ohne auch die negativen Auswirkungen, dann ist es gelinde ausgedrückt "scheiße"!
Relict
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@Tiu
Naja im Idealfall an all diesen Stellen für den Werdegang zum Erwachsenen zugleich.
Ist die Frage ob Mittendrin anfangen besser wäre? Das mit den Ganztagsschulen anzufangen, würde doch genausowenig bringen. Schliesslich macht das alleine kein Mehr an Kindern, dient eher den jetzigen, wo sich die Eltern trotz allem ja bereits längst entschieden haben. Was sicher auch wichtig ist, aber nicht nur.
Und zwischen Mutterjahr bis zur Einschulung liegen ja auch schonmal gut 4 Jährchen, die es zu überbrücken gilt. Diese Zeit will/ kann nunmal nicht jede Mutter mit Teilzeitarbeit oder mehrjährigem "Zwangsurlaub" verbringen. Und gerade ein Kleinkind kann und sollte ja seltenst alleingelassen werden.
Die 3 Jahre Mutterjahr sind schon für viele eher abschreckend bzw. unmöglich. Viele in meinem Bekanntenkreis haben daher nur 1,5 Jahre genommen und niemand hat irgendwelchen Schaden davongetragen und das trotz gelegentlicher Notlösung und Möglichkeit Großeltern. Diese hat aber nicht jeder und über die künftigen Optionen diskutieren wir ja gerade.
@Der Daedalus
Es gibt nunmal auch viele Frauen, die schon gern ein Kind hätten, aber eben Kosten und Unflexibilität scheuen. Vorallem alleinerziehende Mütter habens in diesem System bekanntlich schwer. Eben gerade weil sie ein Verantwortungsgefühl für das Kind besitzen, machens sie es eben zumindest bewusst erst garnicht bzw. machen immer weniger Kinder.
Es ist auch nicht so, dass durch kostenlose Krippenplätze das Verantwortungsbewusstsein der Eltern sinkt. Es ist lediglich eine Möglichkeit Beruf und Kindererziehung besser in Einklang zu bringen und ein Argument gegen die Anschaffung von Kindern weniger.
Die Frage ist ausserdem, was wir denn nun mit Priorität erstmal fördern wollen/ müssen, mehr Kinder oder den Erhalt bzw. die Rückgewinnung der herkömmlichen Familienform und Traditionen. Was bringt dem Sozialstaat mehr, Ehe oder Kinder?
Alles auf einmal wird aber - wie wir auch hier im Board schon sehen - ziemlich müßig, eigentlich aus der momentanen Situation heraus unmöglich. Daher Prioritäten setzen.
Das es bei den Krippenplätzen selbstverständlich nicht alleine bleiben darf, ist doch gar kein Thema. Aber irgendwo müssen wir nunmal anfangen, warum dann nicht am Anfang?
Zudem sollten wir uns verstärkter an den skandinavischen Modellen orientieren. Da scheints doch recht gut zu laufen, auch in der Zeit nach dem Mutterjahr.
Übrigens ne Abladestation für Kinder ist für mich die Babyklappe oder das Kinderheim, nicht die Krippe.
Naja im Idealfall an all diesen Stellen für den Werdegang zum Erwachsenen zugleich.
Ist die Frage ob Mittendrin anfangen besser wäre? Das mit den Ganztagsschulen anzufangen, würde doch genausowenig bringen. Schliesslich macht das alleine kein Mehr an Kindern, dient eher den jetzigen, wo sich die Eltern trotz allem ja bereits längst entschieden haben. Was sicher auch wichtig ist, aber nicht nur.
Und zwischen Mutterjahr bis zur Einschulung liegen ja auch schonmal gut 4 Jährchen, die es zu überbrücken gilt. Diese Zeit will/ kann nunmal nicht jede Mutter mit Teilzeitarbeit oder mehrjährigem "Zwangsurlaub" verbringen. Und gerade ein Kleinkind kann und sollte ja seltenst alleingelassen werden.
Die 3 Jahre Mutterjahr sind schon für viele eher abschreckend bzw. unmöglich. Viele in meinem Bekanntenkreis haben daher nur 1,5 Jahre genommen und niemand hat irgendwelchen Schaden davongetragen und das trotz gelegentlicher Notlösung und Möglichkeit Großeltern. Diese hat aber nicht jeder und über die künftigen Optionen diskutieren wir ja gerade.
@Der Daedalus
Es gibt nunmal auch viele Frauen, die schon gern ein Kind hätten, aber eben Kosten und Unflexibilität scheuen. Vorallem alleinerziehende Mütter habens in diesem System bekanntlich schwer. Eben gerade weil sie ein Verantwortungsgefühl für das Kind besitzen, machens sie es eben zumindest bewusst erst garnicht bzw. machen immer weniger Kinder.
Es ist auch nicht so, dass durch kostenlose Krippenplätze das Verantwortungsbewusstsein der Eltern sinkt. Es ist lediglich eine Möglichkeit Beruf und Kindererziehung besser in Einklang zu bringen und ein Argument gegen die Anschaffung von Kindern weniger.
Die Frage ist ausserdem, was wir denn nun mit Priorität erstmal fördern wollen/ müssen, mehr Kinder oder den Erhalt bzw. die Rückgewinnung der herkömmlichen Familienform und Traditionen. Was bringt dem Sozialstaat mehr, Ehe oder Kinder?
Alles auf einmal wird aber - wie wir auch hier im Board schon sehen - ziemlich müßig, eigentlich aus der momentanen Situation heraus unmöglich. Daher Prioritäten setzen.
Das es bei den Krippenplätzen selbstverständlich nicht alleine bleiben darf, ist doch gar kein Thema. Aber irgendwo müssen wir nunmal anfangen, warum dann nicht am Anfang?
Zudem sollten wir uns verstärkter an den skandinavischen Modellen orientieren. Da scheints doch recht gut zu laufen, auch in der Zeit nach dem Mutterjahr.
Übrigens ne Abladestation für Kinder ist für mich die Babyklappe oder das Kinderheim, nicht die Krippe.
Tiu
Rear Admiral
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Also hierbei nun vorne anfangen und dann ersteinmal nichts weiter kann es ja schließlich auch nicht sein. Denn wer weiß schon wann denn dann das Geld für Ganztagsschulen da wäre? Also wäre es doch sinnvoller erst die Ganztagsschulen einzuführen, dann Kitaplätze für 3-6/7 jährige und erst dann Betreuungsanstalten für 0-3 jährige Kinder.Relict schrieb:Was sicher auch wichtig ist, aber nicht nur.
Relict
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@Tiu
Und wer sagt, dass dann noch Geld für die Kitas da wäre? Also dasselbe in grün. ^^
Deshalb sagte ich ja auch, das es bei den Kitas alleine nicht bleiben darf. Aber bis zur Einschulung klafft in D die grösste Lücke. Zur vermehrten Einschulung kommt es doch garnicht mehr, wenn diese nicht bald geschlossen wird. Hab ich doch auch alles schon geschrieben.
Kitaplätze und Betreuungsanstalten ? Irgendwie macht ihr mich immer wuschiger.
Sind die angedachten Kitas denn nun auch für Kinder über 3 Jahren oder nur für Kleinstkinder oder geht es etwa nur um spezielle Betreuungsanstalten bis 3 Jahren?
Und wer sagt, dass dann noch Geld für die Kitas da wäre? Also dasselbe in grün. ^^
Deshalb sagte ich ja auch, das es bei den Kitas alleine nicht bleiben darf. Aber bis zur Einschulung klafft in D die grösste Lücke. Zur vermehrten Einschulung kommt es doch garnicht mehr, wenn diese nicht bald geschlossen wird. Hab ich doch auch alles schon geschrieben.
Kitaplätze und Betreuungsanstalten ? Irgendwie macht ihr mich immer wuschiger.
Sind die angedachten Kitas denn nun auch für Kinder über 3 Jahren oder nur für Kleinstkinder oder geht es etwa nur um spezielle Betreuungsanstalten bis 3 Jahren?
OMaOle
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Tiu schrieb:Um auch einmal hierauf einzugehen. Und was ist die Kehrseite der Medaille?
Rotwein ist vorteilhaft für Herz und Blutbahn, aber die Auswirkung des Alkohols hat man dabei "wissentlich" aussenvor gelassen.![]()
Wenn man anfängt "nur" die positiven Aspekte in den Vordergrund zu stellen ohne auch die negativen Auswirkungen, dann ist es gelinde ausgedrückt "scheiße"!![]()
Klasse Beispiel, und weißt Du was ich Scheiße finde, dass immer nur die negativen Seiten hervorgekehrt werden die positiven aber unter den Tisch gekehrt werden.
Zum Rotwein: Jedes Ding ist Gift, es kommt nur auf die Dosis an. Paracelsius
Und Daedalus, karrieregeile Frauen kriegen nur Kinder wenn sins Bild passt daran ändern wir nichts, oder warum kann Frau Maischberger in der nächsten Sendung schon wieder arbeiten obwohl sie gerade erst Mutter geworden ist?
Ganz einfach, sie gehört nicht zu der klientel um die s hier geht otto normal kann das jedenfalls nicht.
OMaOle
Ja Relict ich fang auch bald an Blödsinn zu schreiben, geh am besten erst mal duschen und halb 10 wenn die Frau von Arbeit kommt(derLaden schließt 20.00 Uhr) ins Bett ne Nacht drüber schlafen. Bis norgen dann
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