Wer von euch ist wirklich bescheiden?

In so einem Fall wäre etwas Bescheidenheit und Demut durchaus angebracht und würde soziale Kompetenz zeigen ;-)
Ich geh aber einfach mal davon aus, dass Du das nicht gemeint hast.
Nein, das habe ich natürlich nicht gemeint. Ich spreche hier vom normalen Konsumverhalten, nicht von Ferrarikauf, Rolex-Uhr und nach mir die Sintflut.

man sieht schon das immer mehr und mehr die Leute gegenseitig einem scheiß egal sind, hauptsache einem geht es gut und der andere.... pfff.
Die Menschen sind mir keineswegs Scheißegal. Wann immer jemand in meinem Umfeld akute Probleme hat, kannst Du davon ausgehen, dass ich ihm helfe. Ich zahle brav in die Krankenkasse, Sozial- und Rentenversicherung und meinen Solidaritätsbeitrag. Obwohl ich absoluter Atheist bin, zahle ich sogar noch meine Kirchensteuer, weil ich das soziale Engagement der evangelischen Kirche gut finde und der Glaube vielen Leuten wichtig ist (warum auch immer).

Ich muss mich aber bestimmt nicht meines Besitzes schämen, nur weil andere neidisch sind. Ich habe niemanden dafür beschissen oder ausgebeutet.

Wer glaubt, meine Einstellung ist grundlegend falsch, der kann ja gerne zu ÖffÖff und Tü!Tü! in den Wald ziehen. Ja, ich habe mich dem System angepasst und profitiere davon. Aber die ganzen Kritiker zumindest hier im Forum sollten mal nachdenken: wer hat euren Computer bezahlt? Euren Fernseher, euer Bett, die Kleidung die ihr am Leib tragt. Ihr selbst? Willkommen im Verein der Kapitalisten. Ein anderer? Dann solltet ihr mal scharf nachdenken, ihr habt dem System was genommen ohne dafür was zu geben! Und wollt anderen einen über Bescheidenheit erzählen.

Gruß FatFire

PS: Geben ist seliger denn Nehmen. Aber wenn ich mehr gebe als nehme, zwinge ich dann andere nicht dazu, mehr zu nehmen als zu geben? Vielleicht ist der Mittelweg doch besser...
 
Da das Sparen ja nur die Differenz des gesamten Geldvorkommens eines Landes und der Neuinvestitionen ist, nimmt man mit dem Sparen nicht Geld vom Markt etc. sondern erhält Potential für zukünftige Investitionen.

Wenn ich das Geld in hochriskante Bonds pumpe, dann vernichte ich es bei Totalausfall wirklich und entziehe es dem Markt und all seinen nachgelagerten Institutionen wie Staat, Bürger, Unternehmen.
Ergänzung ()

FatFire schrieb:
PS: Geben ist seliger denn Nehmen. Aber wenn ich mehr gebe als nehme, zwinge ich dann andere nicht dazu, mehr zu nehmen als zu geben? Vielleicht ist der Mittelweg doch besser...

Hey, FatFire, ich weiß nicht, wem Du diesen genialen Satz geklaut hast, aber den klaue ich Dir jetzt direkt mal weiter und copy ihn überall hin, wo er mir sinnvoll erscheint.
Der ist genial einfach - einfach genial!
:evillol:
 
Bescheidenheit = Seinem Verdienst angemessen konsumieren, Fingerspitzengefühl bei dem Verhalten mit (sozial) schwächeren beweisen, der Umwelt und den Umfeld mich Achtung und Respekt begegnen, nicht mit seinen materiellen Besitztümer prahlen, Menschen (vor allem Familie, Partner, Freunde) mit seinen Möglichkeiten helfen und auch einfach mal mit etwas zufrieden sein (Gesundheit, Partner, dem älteren Handy-Modell) und nicht stur dem Konsumwahn hinterher laufen.
Am Ende sich immer wieder bewusst machen, das die so alltäglichen Dinge nicht normal sind und man dafür dankbar sein sollte.


Könnte man das so etwa beschreiben? Das wäre jetzt meine Definition dafür, nach der ich auch gerne leben möchte.
 
Das hört sich sehr gut und schön und richtig an!

Man könnte auch sagen, wenn man nach christlichen Maßstäben lebt, erreicht man dieses Ziel einfacher und schneller ohne etwas völlig neu definieren zu müssen. Allerdings müsste man sich dann loslösen von der Vorstellung, christliche Maßstäbe wären das, was die gottlosen Machtkirchen daraus gemacht haben.
Kirche hat mit Religion ungefähr soviel zu tun wie der Diktator mit der Gewaltenteilung.
 
Stimme der Definition zu, wie auch die Chanchaine. Zum Glück brauche muss ich mich nicht neu orientieren. Meine christlichen Maßstäbe passen da wohl :P
 
Oh. Wieder ein wenig Philosophie am Mittag.^^

Bescheidenheit ist, wie man sich gibt. Völlig egal, was für ein Fuhrpark ich in der Garage habe. Und ich seh eigentlich auch nicht ein, mich für das Geld, was ich ausgebe, zu schämen. Ist doch bescheuert, wenn man schon darüber nachdenkt.
Meinem Mitmensch geht es nicht besser, wenn statt dem neusten HTC ein Ericsson SH-888 auf den Tisch lege. Wenn ich den anderen Mensch allerdings beruhend darauf abwerte - ich damit prahle - ist das alles andere als bescheiden.

Euphorie in bestimmten Themen, das gehört zur Persönlichkeit und ein Hifi-Freak, der das Geld hat, sich aber "in Bescheidenheit übt" und mit nem 70er Jahre Ghettoblaster Musik hört, hat sie doch nicht mehr alle. Dadurch wird niemandem geholfen.

Wertschätzung von Gegenständen ist demnach ein Thema, welches damit einhergeht. Wenn jemand sich nur Billigscheiß kauft, keine Wertschätzung für nichts zeigt, signalisiert er geringen Anspruch.

Es gibt teilweise den umgekehrten Fall. Mann muss sich nur mal im Gehäuse-Bereich auf CB die Beiträge von Lian Li(o.Ä.)-Gehäusen durchlesen. Es gibt sogar teilweise Leute, die aggressiv damit umgehen und - so kontrovers es klingt - damit prahlen, cleverer zu sein, weil sie geringere Ansprüche haben.
Ist das Bescheidenheit?^^

Ab wann fängt Bescheidenheit eigentlich an? Ist Tiefstapeln das gleiche, wie Bescheidenheit?

Ist es das Gegenteil von Bescheidenheit, sein letztes Hemd für seinen möglicherweise egoistischen Traum herzugeben? (Meinetwegen irgendwas Materielles wie Supercomputer, Schwimmbad im Garten oder 1.000.000€ Hifi-Anlage oder was auch immer)

Baut man um sich herum einen Käfig aus Bescheidenheit um glücklicher zu sein oder um sein Gewissen zu beruhigen?

Nicht zuletzt möchte ich nochmal auf das eingehen, was hier schon angesprochen wurde bezüglich Menschen, denen es schlechter geht. Es wird immer jemandem geben, dem es schlechter geht.

Soll sich ein armer Inder für sein Brot schämen, weil irgendwo in Afrika jemand noch mehr hungert?
 
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Ich denke mal, dass kann man eh nur anhand der eigenen Position ausmachen.
Lasst den Inder sein Brot ;)

Vielleicht ist es auch, nicht so verschwenderisch sein, wie viele.
Oder sich durch kleine Dinge, wie einen netten Sonnenaufgang begeistern zu lassen.

Bin ich bescheiden, weil ich nicht mein Geld verfeuer, sonder eher etwas horte?

Wird schon schwer, so was in unseren komsumgesteuerten, mediengelenkten Gesellschaft zu definieren.
 
Vielleicht hab ich gerade mein Wunsch gefunden bzw kann ihn in 1 Satz packen:

Ich würde gerne einfach öfters mit etwas zufrieden sein bzw. mich mit etwas mehr zufrieden geben ohne gleich richtung dem nächst Besten zu hetzten.

Edit: Was nicht heißen soll, dass man nicht 1-2 Sachen haben darf / soll bei denen man einfach n bissel vernarrt sein darf :) (argh rede ich mich schon wieder raus? ^^ )

(um das Thema jetzt mal auf die Persönliche ebene zu führen)
 
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@ sidestream: Wahre Worte, das ist genau das was ich auch erlebt habe. Ich musste mich immer rechtfertigen warum ich so ein auto fahre usw. Da hat man schon regelrecht den Neid gehört.

Ich habe auch viel Geld für für mein Lian Li Gehäuse ausgegeben eben weil ich nicht irgend ein Billigcase haben wollte wo anschließend meine teuere Hardware einen langsamen Hitzetod stirbt. Im Gegenteil ich finde Gefallen daran etwas mehr dafür auszugeben. Schließlich sieht man sein Case jeden Tag und das überlebt auch mehr als nur eine Generation HW.

Bescheidenheit ist gut, aber eben nicht überall.

Wären wir wohl bei Hardware bescheiden hätten wir alle wohl 4 Jahre alte Grakas im Rechner :P
 
Wie escrivel auch gesagt hat, vielleicht ist Bescheidenheit sich nicht immer von der Konsumgesellschaft vorschreiben zu lassen was man jetzt unbedingt haben muss.

Ich versuche zb. in Sachen wie Auto (älterer Ford Focus), Urlaub (nebensaison Mallorca) oder Wochenendprogramm (gerne mal nur zu Hause kochen / DVD schauen) "bescheiden" zu sein.
Dennoch habe ich einen favel für Smartphones und PCs, wo ich auch gerne etwas mehr ausgebe als der Otto normal Bürger.

Jedoch eines würde ich nie tun: Über meinen verhältnisse Konsumieren bzw. jemand anderen dafür schaden.

Und der Punkt mit dem besinnen auf grundlegende Dinge wie Gesundheit, Partner, Familie, Freunde, was zu Essen haben....ja die Dinge sind leider viel zu normal für uns geworden.

"Demut" haben...das war ein super Wort hier im Thread!
 
Mittelmäßigkeitswahn ist nicht clever. Warum Ambitionen beschneiden, wenn es niemandem schadet? Wofür? Für den neidischen Nachbarn? Fürs Gewissen?

Denke nicht, dass das Sinn ergibt. Ich kann zum Beispiel mit Leuten, die absolut 0 Ambition für irgendwas haben und sich mit allem und sei es noch so ein eintöniges Dasein irgendwie zufrieden geben können (und evtl. schlimmer noch, das zum Standard erklären), nichts anfangen.

Es gibt Leute die sind glücklich mit ihrem einigermaßen guten Fernseher und RTL.
Dann gibt es welche, die möchten gerne auch annehmbaren Klang haben und immer so weiter. Erstere leben am Billigsten, sind zufrieden. Aber ist das wirklich Bescheidenheit?
 
naja zumindest legen sie es als bescheidenheit aus um den ich sag mal "verrückten" ein schlechtes gewissen zu machen...
zumindest merk ich es oft genug, man bekommt gesagt "ich bin mit 32" tv vollkommen zufrieden, das reicht uns wir brauchen kein hd..."
das die leute dann ein neues auto für 30k € in der garage haben worauf ich im leben nicht kommen würde wird irgendwie nicht gesehen.

zum thema bescheiden, ich sehe mich alles andere als bescheiden, aber solange ich es mir leisten kann und nicht mit krediten und solchen sachen mein leben und meine freizeit finanzieren muss kann ich daran nichts schlechtes entdecken.
nur wie obiges beispiel schon zeigt, jeder legt seine "bescheidenheit" anders aus, dem einen reicht ne medion glotze will dafürn nigenalgelneuen vw/bmw whatever. der andere kauft eben n tv für n haufen geld und is mitm 15jahre alten auto auch zufrieden.
 
Bescheidenheit wird meiner Meinung nach nicht an Materiellen werten gemessen. Wer damit glücklich ist, sein ganzen Leben auf das Anhäufen materieller Werte zu fokussieren, der soll es tun. Wir streben letztendlich alle nach persönlichem Glück. Problematisch wird es da, wo es anderen schadet, richtig.

Die meisten Personen geben am Ende ihres Lebens jedoch an, dass alle materiellen Güter sie nicht wirklich glücklich gemacht haben, sie gerne persönlich mehr erreicht hätten, gerne mehr gesehen hätten, etc. ...
Ich finde, das sollte man sich zu Herzen nehmen und das persönliche Lebensglück nicht nur an der nächsten Konsole festmachen.

Was Sidestream noch erwähnte: Wertschätzung.
Meinetwegen dürfen Menschen um mich herum konsumieren, dass sich die Balken biegen. Alles. Fressen bis zum Umfallen, dicke Autos fahren, sich besaufen und ein Spiel nach dem anderen kaufen. Wer aber anfängt die Relation zu verlieren und es auf keinem Auge mehr wertschätzen kann, der ist von meiner Warte aus gesehen weit abgehoben und hat einen Tritt verdient.

Sich auf die ein oder andere Weise über andere zu stellen, durch blinden Konsum oder übertriebenen Verzicht, hat noch nie etwas geholfen oder Gutes hervor gebracht.

Für mich persönlich gibt es weitaus wichtigere Dinge als das Anhäufen von Besitztümern. Faustregel: Hilft der Gegenstand mir, meinen Zielen und mir selbst weiter? Bei meinem Smartphone, meiner (meinen) teuren Gitarre(n), dem Macbook, den guten Kletterschuhen und den Kopfhörern bin ich mir sicher, dass es so ist. Ich besitze "wenige", aber dafür hochwertige Dinge, die ich über alles schätze und pflege.

Deswegen: Es ist alles erlaubt, aber bitte bewusst. Wer nur konsumiert um sich zu betäuben und kurzfristig Freude zu erlangen, der wird nicht glücklich werden. Wer anderen dabei schadet, hat direkt eine dicke Schelle verdient und sollte einfach mal für ein paar Jahre raus aus diesem Teletubbyland hier, dann würde sich das Thema relativ schnell erledigt haben. Wir haben hier im Vergleich zu weiten Teilen der restlichen Welt in der Relation keine wirklichen Probleme, die lachen uns aus. Leider machen die wenigsten wirklich informative und bewusste Reisen - lieber Urlaub am Strand mit all inclusive, damit sichs auch "lohnt". Manche sind auch völlig Erlebnisresistent, kann auch passieren. Das ist dann wirklich traurig.

Schade eigentlich ... Ich habe den Eindruck, dass die meisten Menschen lieber amok-konsumieren, statt sich selbst Fähigkeiten beizubringen und Dinge zu erschaffen, was viel ergiebiger ist. Das ist der Punkt, an dem Bescheidenheit glücklicher macht: Man weiß, was man kann und schafft damit Mehrwert und Freude für andere Menschen. Egal ob man später auf einer Sänfte umhergetragen und bejubelt wird, oder nicht.

Meinen Eltern wollten mir dieses Jahr was dickeres zu Weihnachten schenken und fragten, was es denn sein dürfe. Ich habs bis heute nicht rausgefunden, denn ich habe im Moment alles was ich gerne hätte. Das reicht mir vollkommen und ich habe 110% meiner Zeit zu tun und bin glänzend unterhalten. Also mal abwarten - vllt wirds ja ein wenig Zubehör für die KTM, die im Sommer mein sein soll, so alles nach Plan verläuft. Dann wärmen wir das Thema auf. ;)
 
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Ein durchaus interessantes Thema. Doch ich finde, dass man nicht nur weil es einem gut geht bescheidener sein sollte. Es ist nunmal Schicksal, wer nun gesund sein darf oder nicht, oder wer einen guten Job bekommt oder nicht. Also warum sich nicht über sein Glück freuen, und es ggf. mit anderen teilen denen es bisher verborgen ist?

An dieser Stelle kann ich auch mal etwas einbringen was mich schon lange beschäftigt. Ich finde es häufig ziemlich amüsant, zu lesen was die Leute hier für Probleme haben. Hier ist von zu langsamen Internet die Rede ("Oh nein, ich habe nur 14000 statt 16000 Downstream :("), von Fragen, ob man sich nun einen Plasma oder LCD Fernseher, ein MacBook oder vllt doch eher einen Windows Lappi mit SSD usw. kaufen soll. Was für Vorteile hat noch mal das HTC gegenüber des iPhones?

Da denke ich mir nur so: Hallo? Habt ihr keine echten Probleme im Leben dass ihr euch über sowas ernsthaft Gedanken machen müsst? Was ist mit den Milliarden Menschen auf der Welt, die sich überhaupt über ein Handy oder einen Fernseher, oder gar sauberes Wasser freuen würden? Natürlich kann man das nicht direkt vergleichen: Wir leben in einem zivilisierten, verhältnismäßig reichen Land, wo einfach ein gewisser Lebensstandard herrscht, auf den wohl niemand von uns verzichten möchte, doch trotzdem würde ich es als Punkt erachten, über den es sich durchaus mal nachzudenken lohnt!
 
was willst du denn am ende erreicht haben? n dankesschreiben und n strauß blumen für 25jahre betriebszugehörigkeit?

nein blödsinn =)
beim nochmaligen durchlesen könnte man mich glatt als "material girl" abstempeln, aber so ist es beileibe nicht, ich hab nur nicht den ganzen thread gelesen und deshalb das thema bescheidenheit eher im materiellen sinn gesehen.

wenn ich ehrlich bin wüsste ich auch nicht wie ich bescheidenheit im leben einordnen sollte, geht das so in die richtung ich helf dem nachbarn ohne was dafür zu verlangen oder versteh ichs grad überhaupt nicht?

@polaroid
drüber nachdenken... dabei bleibt es halt bei den allermeisten auch. die allerwenigstens haben zeit, möglichkeiten und nicht zuletzt geld um wirklich etwas in der welt zu ändern. die 20e für brot für die welt nehm ich mal nicht als bemerkbare veränderung...
und wie du schon sagst wir haben unseren lebensstandard, andere haben den nicht. es ist so wie es ist, ich persönlich kann nicht sehr viel daran ändern, so ungerecht ich es manchmal finde. nur darüber jammern und mitleid zu haben wie schlecht es doch wem auch immer geht, hilft auch keinem
 
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Das Rad lässt sich unendlich weiterdrehen. Es gibt immer eine arme Sau, die noch ärmer dran ist.
Und andere Gesellschaft, andere Probleme. Selbst als Reicher hat man Probleme, die man nur versteht, wenn man wirklich in dieser Position ist. Damit meine ich jetzt nicht ob die Rolex nun ein Ziffernblatt aus Platin, Weißgold oder Diamanten hat und damit nicht zum Zwirner passt.
Der Druck durch Gesellschaft (Präsentation, Bekanntheit, Zielscheibe), Geschäfte(Geschäftspartner, Manager, Firmenprobleme, politische/soziale Verantwortung), etc. usw. ist ganz anders. Muss alles nicht, kann. Durch Reichtum bekommt man viele falsche Freunde, jeder will nur das Beste(Geld). Man kann weniger Leuten trauen und so weiter. Je nachdem, wer man ist, kann man auch nicht mal einfach bei Burger King auftauchen und ungestört seinen Burger futtern.

Wie gesagt. So einfach abstufen und in einen Topf werfen kann man das nicht.
Die Probleme verschinden nicht je nach Reichtum und Position: Sie ändern sich!

Das Problem ist, dass das die jeweiligen Gesellschaftsschichten nicht kapieren.
Klar ist nicht jeder nur Opfer und Unschuldslamm, aber man muss auch gegenseitiges Verständnis zeigen können.
 
Bescheidenheit beginnt schon bei kleinen Dingen aber vor allem hat es ein "Dafür" für Gemeinschaften.
Für mich beginnt es schon wenn man beim Einkaufen beim Supermarkt hinterfragt was bringt mir das? Ist es nicht sinnvoller bewusster und ethischer zu konsumieren.
Was heißt ethisch, nicht einfach weil es im Angebot ist eine Tafelschokolade mehr in den Einkaufswagen zu packen sondern nein sagen und stattdessen seltener aber dafür z.B. fairgehandelte Schokolade zu kaufen. Was bringt es mir wenn ich mir Lindt Tafelschokolade kaufe?
Was gibt es mehr als mein Ego zu bestätigen das ist was tolles. Sinnvoller wäre das teure Geld auch wieder in fair gehandelte Schokolade zu stecken, zumeist auch noch günstiger als Lindt.

Qualitätbewusst zu kaufen ist mit Bescheiden sehr gut vereinbar, wenn man die Qualität honoriert und genießt und auch im größeren Ganzen denkt.

Ein teures 1500€ Notebook kann ewig halten, man sollte es aber auch entsprechend ewig nutzen.
Ein Kumpel von mir hatte ein sehr teures Samsung Pentium M Notebook gekauft und nutzt es noch immer.
Das bedeutet auch Bescheidenheit.

Ich selbst schätze mich als sehr Bescheiden ein, mein Kleiderschrank ist noch aus der DDR, ich habe noch immer das Motorola Razr Handy. Ich nutze hin und wieder noch ein Pentium III Computer. Ich nutze jeden Tag das Fahrrad um auf Arbeit zu fahren.
Ich trinke Leitungswasser, da es in Deutschland ein Gut ist das man sorgenlos konsumieren kann und seit ich Arbeite Versuche ich mein Konsum mit ethisch und Bio zu vereinbaren.

Bescheidenheit bedeutet nur dann sich dann das gewünschte Produkt zu kaufen wenn man es braucht, ich hatte schon letztes Jahr vor ein Fahrradnavi zu kaufen weil es toll ist, aber ich hab es nicht getan da ich es doch nicht gebrauch hatte.
Ein Smartphone wäre auch toll, es gibt Situationen wo es sehr schön wäre, aber in meiner Wohnung hab ich keinen entsprechenden Empfang. Die Kosten-Nutzen-Rechnung steht für mich auf 50:50.
Außerdem bin ich noch der rare Typ der im Internet nicht das Aussehen wichtig findet, sondern hier auch eine Schlichtigkeit aber vor allem gute Performance der Webseiten besser findet.
In Sachen IT gehen entsprechend Flash-Videoplayer komplett an Bescheidenheit vorbei, solch eine gewaltige Rechenressourcenverschwendung ist der Wahnsinn! Wenn ein Dual Core Prozessor auf bis zu 80% Last getrieben wird nur wegen Flashvideos auf ARTE+7 dann läuft echt etwas schief!

Aber mal realistisch zu bleiben, es ist bei den Kommerz, dem Marketing und der damit zusammenhängenden Gesellschaftsforderung eine Utopie das Menschen ihr Handeln des Konsums und in der Umwelt hinterfragen.
Das kann man an den Kindern die mit der medialen Wert heranwachsen sehr gut beobachten.
 
'Bescheidenheit ist die Tugend der Mittellosen' (Unbekannter Philosoph)

Und das bei dem Reichtum, den die schuftende Menschheit heutzutage zustande bringt...
 
Warum sollte ich Lindt-Schololade meiden, obwohl sie besser ist/schmeckt?
Man könnte meinen, in aller Bescheidenheit ginge die Honoration des Produktes verloren.

Warum sollte man teuren Käse am Stück kaufen, wenn man doch viel bescheidener das eingeschweißte Zeug kaufen kann?

Was soll das für eine Gesellschaft sein, in der man sich selbst dem Dumping hergibt?
Nur wegen der Bescheidenheit soll man das Billigste fressen? :D

Aber wir nähern uns einem Knackpunkt:
Wo beginnt Bescheidenheit und wo endet sie? Das wurde zwar schon angesprochen aber scheinbar ignoriert. Viele wollen einfach nur loswerden, wie bescheiden sie sind.

Bei aller Bescheidenheit: Bescheidenheit ist auch bei der Selbstdarstellung ein Thema. :D
 
Ich denke wir sind einfach nur zu gut verwöhnt im kapitalisitischen Deutschland (wer dann mal arbeiten geht), wie wir Leben ist normal bzw der Standard.
Aber wenn man dann mal Afrika beziehungsweise auf die Entwicklungsländer (3. Welt Länder) schaut, merkt man ganz schnell das es nur in den wenigsten Ländern so aussieht wie bei uns.
Wer ist heute noch bescheiden?
Der Langhans vielleicht ,aber der ist mir eh nicht ganz geheuer. Ich denke man kann sich nicht umstellen von Verwöhnt sein auf Bescheidenheit.



Doch schade an unsrer Gesellschaft ist, das man nur noch für sich alleine lebt und immer nur an sich denkt. Also ab und zu auch mal auf die anderen gucken ;)
 
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