Werkseitig verbaute RAM-Module im Notebook unterschiedliche Hersteller?

pico21

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Hallo Forumsmitglieder,

seit ein paar Tagen halte ich mein neues Notebook, ein Lenovo Yoga S740-15, in den Händen.
Ich bin wirklich zufrieden damit, allerdings ist mir etwas einigermaßen kurioses aufgefallen, was mir so noch nie begegnet ist.

Der Arbeitsspeicher setzt sich aus zwei 8 GB 2666 MHz zu 16 GB zusammen. Nun habe ich laut CPU-Z, etc. folgende Module werkseitig verbaut:

Riegel1.png
Riegel2.png


Die beiden Module weisen exakt das gleiche Timing auf und werden als Dualchannel angezeigt, also sollte das so schon passen und ohne Einschränkungen funktionieren, oder?

Ich finde es dennoch etwas komisch...
Wie darf man sich das in der Fertigung denn vorstellen? Werfen die alle passenden Module von diversen Herstellern in eine Kiste und dann werden die blind rausgenommen und verbaut, so dass das gar nicht so selten ist?
Oder habe ich sozusagen ein "besonderes" Gerät erhalten, bei dem die RAM-Riegel des einen Herstellers gerade leer wurden und die neuen Riegel eines anderen Herstellers ab diesem Punkt verbaut wurden? :D

Vllt weiß jmd da zufällig genauer bescheid, würde mich einfach interessieren :)

Viele Grüße
 

DarkInterceptor

Commodore
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die werden schon den ram als value bei allen möglichen quellen einkaufen und einfach verbauen was dem monteur grad in die finger kommt.
mach dir keinen kopf. funktionieren tut es und probleme sind auch selten bei sowas.
 

Crispy Bearcon

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Solange beide Hersteller die beiden Spezifikationen liefert ist alles in Ordnung. Oft wird zum günstigsten Preis eingekauft und falls dann mal eine Lieferung komplett verbaut wurde wird halt zur nächsten gegriffen die dann gegebenenfalls vom anderen Hersteller kommt
 

Dod1977

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Mitunter werden auch Basismodelle für weitere Ausstattungsoptionen nachträglich erweitert, ist bei RAM ja meist problemlos möglich. Da nimmt der Monteur dann nicht zwingend den gleichen RAM sondern nur technisch passenden mit gleichen Timings.
 

Phrasendreher

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Könnte mir vorstellen, dass ein Händler schon mal ein Gerät mit wenig RAM auf Lager hat und, um es im Verkauf attraktiver zu machen, den Speicher selber aufrüstet; natürlich hätte so etwas keine Einschränkung bei der gesetzlichen Gewährleistung zur Folge und der Händler würde die Konstellation im eigenen Interesse sicherlich gründlich testen.

Dass schon der Hersteller so bestücken würde, halte ich für relativ unwahrscheinlich; der macht doch Abnahme-Verträge mit seinen Lieferanten und nimmt grosse Mengen eines gleichartigen Artikels ab, um bessere Margen zu erhalten.
 

DarkSoul

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Auch wenn es bei moderaten Taktraten und Timings funktioniert, ist es für mich schlicht ein Zeichen von mangelndem Interesse bei der Systemzusammenstellung in der Fertigungslinie. Für die Person, die das System zusammenbaut wäre es einfacher gleich auf identische Module zu achten. Was bei den Tests für die Endabnahme dann auch weniger Probleme bedeuten würde, außer sie haben das schon häufig genug getestet um Probleme generell auszuschließen.

Erinnert mich an meine Bestellung bei Dell: Hab das Notebook mit Aufpreis mit 4 GB RAM (maximale Ausbaustufe) bestellt und dann ein 32 Bit Vista dazu bekommen... als Endkunde erwarte ich eine 64-Bit-Version, gerne auch mit Aufpreis und nicht plump immer 32 Bit, egal mit welcher RAM-Ausbaustufe. Mein Vorteil war, der 32 Bit Key ging auch mit der 64 Bit Vista Version.
 

DeepBlue550

Cadet 4th Year
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Liegt wohl eher daran, dass beim S740 8 Gbyte fix verlötet sind und ein Slot frei ist für Erweiterung.
 

pico21

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Ersteller dieses Themas
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Danke für eure Antworten!

Könnte mir vorstellen, dass ein Händler schon mal ein Gerät mit wenig RAM auf Lager hat und, um es im Verkauf attraktiver zu machen, den Speicher selber aufrüstet; natürlich hätte so etwas keine Einschränkung bei der gesetzlichen Gewährleistung zur Folge und der Händler würde die Konstellation im eigenen Interesse sicherlich gründlich testen.

Dass schon der Hersteller so bestücken würde, halte ich für relativ unwahrscheinlich; der macht doch Abnahme-Verträge mit seinen Lieferanten und nimmt grosse Mengen eines gleichartigen Artikels ab, um bessere Margen zu erhalten.
Das kann ich, zumindest bei meinem Gerät persönlich, nahezu ausschließen. Das S740 ist momentan kaum lieferbar und wurde direkt nach Eintreffen beim Händler originalverpackt und ungeöffnet an mich weiter geschickt.

Es sollte also tatsächlich so aus der Fertigung gekommen sein.
Ergänzung ()

Liegt wohl eher daran, dass beim S740 8 Gbyte fix verlötet sind und ein Slot frei ist für Erweiterung.
Das stimmt nicht. Das S740 in der 15 Zoll Version hat 2 Slots die insgesamt mit maximal 64 GB bestückt werden können.
Ich hatte vorher auch schon ein (leider defektes) S740-15 erhalten. Das Gerät hatte, wenn ich mich richtig erinnere, 2x das Samsung Modul verbaut.
 

cunhell

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Auch wenn es bei moderaten Taktraten und Timings funktioniert, ist es für mich schlicht ein Zeichen von mangelndem Interesse bei der Systemzusammenstellung in der Fertigungslinie. Für die Person, die das System zusammenbaut wäre es einfacher gleich auf identische Module zu achten. Was bei den Tests für die Endabnahme dann auch weniger Probleme bedeuten würde, außer sie haben das schon häufig genug getestet um Probleme generell auszuschließen.
Die Hersteller verbauen die stinknormalen JEDEC-spezifizierten Dimms. Deren Vorteil ist, dass die im Gegensatz zu den OC-Modulen nicht rumzicken sondern einfach laufen. Genau deshalb werden diese Module ja verwendet.
Ob auf diesen Samsung, Micron oder was auch immer steht, ist in 99,99999% der Fälle egal. Wenn es Probleme machen würde, würden die Hersteller dies nicht so handhaben. Selbst wenn z.B. auf allen Modulen Kingston Valuram steht, heisst das noch lange nicht, dass die gleichen Chips verbaut sind.

Cunhell
 

DarkSoul

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Die Hersteller verbauen die stinknormalen JEDEC-spezifizierten Dimms.
Wenn es Probleme machen würde, würden die Hersteller dies nicht so handhaben. Selbst wenn z.B. auf allen Modulen Kingston Valuram steht, heisst das noch lange nicht, dass die gleichen Chips verbaut sind.
Dass nicht immer die selben Chips verbaut sein müssen ist klar, aber auch ärgerlich.
Dass jeder "stinknormale" JEDEC-konforme Dimm läuft kann ich aber auch aus eigener Erfahrung widerlegen: In einem Notebook wollte ein schnellerer JEDEC-Dimm nicht, obwohl diese abwärtskompatibel sein sollten. Daher gehe ich schon davon aus, dass Fertig-System-Hersteller nicht wahllos irgendwas verbauen, sondern vorher selektieren.
 

cunhell

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Dass nicht immer die selben Chips verbaut sein müssen ist klar, aber auch ärgerlich.
Dass jeder "stinknormale" JEDEC-konforme Dimm läuft kann ich aber auch aus eigener Erfahrung widerlegen: In einem Notebook wollte ein schnellerer JEDEC-Dimm nicht, obwohl diese abwärtskompatibel sein sollten. Daher gehe ich schon davon aus, dass Fertig-System-Hersteller nicht wahllos irgendwas verbauen, sondern vorher selektieren.
Du musst unterscheiden ob Du einen Dimm nachrüstest oder ob der Hersteller verschiedene Hersteller verbaut.
Wenn in dem Modul keine korrekte SPD-Implementierung vorhanden ist oder für niedrigere Taktraten fehlt, kann es natürlich Probleme geben.
Ausserdem achten die Notebookhersteller natürlich darauf, gleich schnelle Module zu verwenden.

Cunhell
 

DarkSoul

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Du musst unterscheiden ob Du einen Dimm nachrüstest oder ob der Hersteller verschiedene Hersteller verbaut.
Wenn in dem Modul keine korrekte SPD-Implementierung vorhanden ist oder für niedrigere Taktraten fehlt, kann es natürlich Probleme geben.
War ein Corsiar SO-DIMM und er sollte den alten komplett ersetzen. Kann aber auch sein, dass der Riegel schlicht kaputt war... konnte ich nicht testen.
 

cunhell

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Evtl war auch der Aufbau des Moduls zu neu und wurde von dem Board bzw. Speicherkontroller nicht richtig erkannt. Gerade die neueren Module haben oft größere Bausteine und dafür weniger davon auf den Modulen. Die müssen nicht unbedingt laufen.

Cunhell
 
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