Ja, merke ich schon. Programmierenlernen hat mit klassischem Lernen von Fakten durch Bücherstudium wenig zu tun. Es kann deshalb sein, daß dir der Einstieg ins Programmieren sehr leicht fällt, obwohl du kein Lerntyp bist.
Denk es dir das ganze als 2 getrennte Bereiche:
Teil 1) Deine gewählte Programmiersprache erlernen. Das geht sehr schnell, da die meisten Sprachen nur klein sind und lediglich durch zugehörige Bibliotheken so "schwer" und umfangreich aussehen.
Teil 2) Programmieren lernen. Hierfür ist die in 1) erlernte Programmiersprache nichts weiter als ein Werkzeug. Zentrale Themen sind Algorithmen für Standardaufgaben (Suchen, Rechnen, Eingabetexte analysieren, ...) und die Übung im Umgang mit häufig eingesetzten Datenstrukturen (Bäume, Listen, Queues, ...)
Nochwas zu Büchern:
1000-seitige Bücher auf denen groß "Java" oder "C++" draufsteht, sind in aller Regel Blödsinn, da sie oft die beiden oben genannten Teile viel zu sehr vermischen. Such dir lieber eine sehr knapp gefaßte Einführung in deine Sprache, um den o.g. Teil 1) zügig abzuhandeln. Dann bist du in der Lage, eigene Programme zu schreiben und ab dann macht die Sache Spaß.
Der Teil 2) ist lebenslanges Lernen durch Praxis + Lesen + Code anderer studieren. Man kann Programmieren nicht abschließend erlernen. as schöne an Teil 2 ist die weitgehende Unabhängigkeit von der Programmiersprache. Was du in Teil 2 lernst, kannst du relativ leicht in eine neue Programmiersprache überführen. Einfach nochmal Teil 1 für eine Zweitsprache wiederholen und fertig. Du wechselst dabei nur dein Werkzeug aus. Genau deshalb ist wenig wichtig, mit welcher Programmiersprache man einsteigt.