Wie steht ihr zu Bargeld?

Wollt ihr Bargeld behalten oder...?

  • Ich will Bargeld behalten

    Stimmen: 106 41,6%
  • Ich bin für eine Abschaffung lieber digital/Karte bezahlen

    Stimmen: 15 5,9%
  • Es ist mir egal wenn es irgendwann keins mehr gibt, ich zahle bequem per Karte/Handy

    Stimmen: 53 20,8%
  • Ich bezahle zwar alles was geht per Karte, bin aber trotzdem gegen eine Bargeldabschaffung."

    Stimmen: 81 31,8%

  • Umfrageteilnehmer
    255
Eher das Gegenteil wäre doch der Fall, der Wert des Bargelds sank doch ins Bodenlose.
 
Ja in letzter Konsequenz, das lag aber nicht am Bargeld an sich, sondern an einer desaströsen Gesamtgemengelage.

Aber um aufs Bargeld zurück zu kommen. Wenn man einer Bank nicht mehr vertraut, hat man auf diese Weise stehts die Möglichkeit ihr die Mittel zu entziehen, also sein Bargeld abzuholen. Das wirkt indirekt so, dass diese nicht verantwortungslos mit dem Geld umgehen und sich einigermaßen am Riemen reißen, weil man ihr sonst die Mittel entziehen kann. Daher halte ich es für einen wichtigen Mechanismus, neben der anderen bereits genannten Vorteilen.

Und nur um das noch einmal zu erwähnen, ich bin nicht gegen bargeldloses zahlen, noch für eine ausschließliche Barzahlung, aber die Möglichkeit sollte einem bewusst bleiben.
 
Wenn Du einer Bank nicht mehr vertraust, kannst Du aber auch dein dort gelagertes Vermögen zu einer anderen transferieren.
 
Ja das stimmt und nur um es vorweg zu nehmen, ich vertraue meiner Bank, allerdings auch, weil es diesen Mechanismus gibt.
 
Hutzear schrieb:
Wieso wird die Ebene der Sachlichkeit verlassen und es kommen Beleidigungen, die von mir übrigens keineswegs kamen?
Wieso Beleidigungen?
Deine Aussagen sind falsch - also nichts Wert.

Hutzear schrieb:
Nein, wie kommst du darauf, bin ich doch ein Gegner einer expansiven Geldpolitik, ...
Aber eine Lösung weißt Du auch nicht.

Hutzear schrieb:
Allerdings triffst du damit einen Kern, wieso die Neigung zum Bargeld in der deutschen Bevölkerung weit verbreitet ist, hat sich diese Katastrophe damals ins kollektive Gedächtnis eingebrannt und ist deshalb auch unter anderem die Anzahl an Aktionären relativ gering.

Das "kollektive Gedächtnis" dürfte nach 100 Jahren keinen Bundesbürger mehr betreffen, der sich noch an diese Zeit erinnern kann.
Ich hab mal ein paar solche Scheine mit kleineren Werten bei meinen Großeltern gesehen und da schon den Mund nicht mehr zu bekommen.

Aber daran erinnern konnten die sich auch nicht, weil sie das nur als kleine Kinder erlebt haben.

Der grafisch wohl schönste Schein (für mich) war immer der blaue Hunderter aus dem Kaiserreich vor der Inflation (1908; Grünes Siegel) mit der Germania hinten drauf:

1769798600211.jpeg


https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9c/100_Mark-1908-02-07.jpg?uselang=de

Ich weiß jetzt nicht, was der Wert ist laut Rosenberg, aber ich habe meine kleine Sammlung längst aufgelöst.
Die 100 Billionen liegen aber über 5.000 EUR bei Erhaltungsgrad 3, je nach Ausgabe.

Ja, Bargeld ist schon eine spannende Sache, aber zu viel zerstört die Wirtschaft, wie fast alles im Übermaß.
 
wuselsurfer schrieb:
Wieso Beleidigungen?
Deine Aussagen sind falsch - also nichts Wert.
Du tust es doch jetzt erneut.
wuselsurfer schrieb:
Das "kollektive Gedächtnis" dürfte nach 100 Jahren keinen Bundesbürger mehr betreffen, der sich noch an diese Zeit erinnern kann.
Das kollektive Gedächtnis ist ja nichts was man selbst erlebt haben muss, es verbreitet sich über Mundpropaganda, die von Generation, an Generation weiter gegeben wird.

Zu dem Schein, ja davon habe ich auch zwei Stück, habe ich mich dafür schon als Kind interessiert und erworben, samt einer Münzsammlung usw.

wuselsurfer schrieb:
Ja, Bargeld ist schon eine spannende Sache, aber zu viel zerstört die Wirtschaft, wie fast alles im Übermaß.
Es lag nicht am Bargeld, sondern an einer viele Faktoren, unter anderem an einer inflationären Geldpolitik, ob diese dann in Bar oder elektronisch passiert, ist dafür nachrangig.
 
Hutzear schrieb:
Dem Großteil stimme ich zu, aber sollte man nicht einen eigenen Thread erstellen, anstatt jetzt dieses Thema hier ausführlich zu diskutieren?
Du wirfst etwas in den Raum, das maximal nichtssagend ist, Hunde dabei aber Ohrenschmerzen bekommen dürften und willst dann so abwinken.

Lass einfach den Populismus und die teils an Verschwörungstheorien grenzenden Äußerungen und belege deine Äußerungen bestenfalls mit Quellen, aber wenigstens mit schlüssigen Erläuterungen.
 
Hutzear schrieb:
Es lag nicht am Bargeld, sondern an einer viele Faktoren, unter anderem an einer inflationären Geldpolitik,
Tja, damals gab es nur Bargeld und das war zu viel vorhanden.
Es gab keinen Gegenwert in Form von Industrieerzeugnissen oder Dienstleistungen.
Also entsprach die Geldmenge nicht mehr dem BIP.

Und je mehr Geld gedruckt wurde, um so weniger war der reelle Gegenwert.
So läuft die Inflation.

Daß das heute so mit Absicht betrieben wird halte ich für ein schweres Gerücht.
Da stehen bankrechtliche Vorgaben der EZB und der nationalen Geldinstitute dagegen.

Wie soll denn die von Dir propagierte Kehrtwende dann aussehen?
Zurück zur Golddeckung?

Ich möchte nicht alle Rechnungen noch mit Zettel und Stift begleichen.
Das geht elektronisch um ein Vielfaches schneller per e-banking.
Sicher ist das auch - den QR-Code kann sich niemand ausdenken, jedenfalls nicht so schnell, wie die Bestätigung erfolgt.

Die Dauerausgaben macht die Bank per Dauerauftrag und Lohntüten hab ich das letzte mal zur Militärzeit gesehen.

Schon als Student hatte man Checks und konnte damit bargeldlos zahlen und heute geht es auch mit dem Handy oder der Smartwatch.
Warum sollte man das aufgeben?

Deine Thesen klingen sehr populistisch.
Durchdacht sind sie nicht sehr weit und durchführbar wohl gar nicht.

Quellen für Deine Aussagen gibt es gar keine, also ist das alles nicht sattelfest.
 
wuselsurfer schrieb:
Und je mehr Geld gedruckt wurde, um so weniger war der reelle Gegenwert.
So läuft die Inflation.
Nein das ist die völlig veraltete Quantitätstheorie und hat nichts mit dem Bargeld zu tun, obwohl sie leider noch immer unterrichtet wird.
 
Hutzear schrieb:
... das ist die völlig veraltete Quantitätstheorie und hat nichts mit dem Bargeld zu tun,

Ähem, ich hab ein paar Tage Ökonomie studiert, nur nebenbei in einem Nebenfach.

Eine ungedeckte Bargeldmenge ist Inflation:
Unter einer Inflation (lateinisch inflare, „aufblähen“, „anschwellen lassen“ oder Preissteigerung, Teuerung) wird in der Volkswirtschaftslehre und Wirtschaft der Anstieg einzelner Preise oder des Preisniveaus in einem Staat innerhalb eines bestimmten Zeitraums verstanden, ohne dass dies auf Mengen- oder Qualitätsveränderungen der Güter und Dienstleistungen zurückzuführen ist.

Das stimmte früher und das stimmt heute.

Und die monetäre Inflation sollte man dabei von der Preisinflation differenzieren.
 
Um mal konkret zu werden: wir vermieten an ein Restaurant. Die Betreiber haben die ersten Jahre nur Barzahlung genommen. Wir haben agitiert, dass sie auch Kartenzahlung anbieten müssen. Inzwischen machen sie das. Nur eine Webseite müssen sie noch einrichten..... aber das machen die irgendwann auch noch....
Aus deren Berichten wissen wir, wie engmaschig die Kontrolle durch das Finanzamt ist. Für uns war immer klar, dass die Problematik Schwarzgeld und Steuerhinterziehung keine Rolle spielte.
Insofern halte ich die Automatik (Barzahlung=>Steuerhinterziehung), die einige hier fahren, recht unfundiert.
 
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Hutzear schrieb:
Nein das ist die völlig veraltete Quantitätstheorie und hat nichts mit dem Bargeld zu tun
Korrekt. Und mehr noch: Inflation hat generell nicht pauschal etwas mit Geldmenge zu tun.
 
wuselsurfer schrieb:
Stimmt das Verhältnis Geld < - > Gegenwert nicht
Das hat aber nichts mit den genannten 99% zu tun. Sind die Produktionskapazitäten nicht erschöpft (keine Vollbeschäftigung, natürlich Ressourcen vorhanden usw.), ist neues Geld in gewissem Maße kein Problem.

Aber solang sowas unsere Politik und deren Berater:innen nicht verstehen und von hoher Staatsverschuldung schwadronieren, bleiben wir eben in der Krise.
 
Reglohln schrieb:
Das hat aber nichts mit den genannten 99% zu tun.
Ach was:

1769895325842.png
.
https://de.wikipedia.org/wiki/Inflation

Die Kurven laufen also nur rein zufällig seit 140 Jahren fast synchron?

Witzbold.

Reglohln schrieb:
Aber solang sowas unsere Politik und deren Berater:innen nicht verstehen und von hoher Staatsverschuldung schwadronieren, bleiben wir eben in der Krise.

Welche Krise meinst Du denn?
Die Krise der stagnierenden Produktion?

Wir sind das drittbeste Land auf unser schönen blauen Murmel in der Produktion.

Da von Dir keinerlei Quellen kommen, lohnt sich die weitere Diskussion nicht.
 
wuselsurfer schrieb:
Die Kurven laufen also nur rein zufällig seit 140 Jahren fast synchron?
Das sind Scheinkorrelationen, die Geldmenge steigt bei einer Hyperinflation massiv, allerdings handelt es sich um Begleiterscheinungen, nicht um die eigentliche Ursache.

Dafür gibt es auch einen empirischen Gegenbeweis, denn zum Ende der Hyperinflation 1923 und der Stabilisierung der Währung, stieg die Geldmenge noch Monate weiter an, während die Inflation bereits gestoppt war und das Preisniveau stabil blieb. Der Hauptgrund war die Solvenz der Zentralbanken und die Rekapitalisierung dieser.

Das sollte man aber keineswegs so verstehen, man könne uneingeschränkt "Geld drucken", wie man es häufig bei Anhängern der Modern Money Theory zu hören bekommt, denn der Staat höhlt auf diese Weise die Bilanz der Zentralbanken aus.

wuselsurfer schrieb:
Wir sind das drittbeste Land auf unser schönen blauen Murmel in der Produktion.
Immer mehr Unternehmen und kluge Köpfe wandern ab, das kommt nicht von ungefähr.
 
Wenn man mal in andere Länder schaut, dann ist Deutschland im ländlichen Bereich leider schwach unterwegs. Ich zahle fast alles mit Karte, aber Bargeld ist mir trotzdem wichtig. Man muss die Karten oder Bezahlung per App einfach flächendecken anbieten und gesetzlich als Alternative setzen.
 
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