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Wie steht ihr zu Bargeld?
- Ersteller SSD Freak
- Erstellt am
Ja in letzter Konsequenz, das lag aber nicht am Bargeld an sich, sondern an einer desaströsen Gesamtgemengelage.
Aber um aufs Bargeld zurück zu kommen. Wenn man einer Bank nicht mehr vertraut, hat man auf diese Weise stehts die Möglichkeit ihr die Mittel zu entziehen, also sein Bargeld abzuholen. Das wirkt indirekt so, dass diese nicht verantwortungslos mit dem Geld umgehen und sich einigermaßen am Riemen reißen, weil man ihr sonst die Mittel entziehen kann. Daher halte ich es für einen wichtigen Mechanismus, neben der anderen bereits genannten Vorteilen.
Und nur um das noch einmal zu erwähnen, ich bin nicht gegen bargeldloses zahlen, noch für eine ausschließliche Barzahlung, aber die Möglichkeit sollte einem bewusst bleiben.
Aber um aufs Bargeld zurück zu kommen. Wenn man einer Bank nicht mehr vertraut, hat man auf diese Weise stehts die Möglichkeit ihr die Mittel zu entziehen, also sein Bargeld abzuholen. Das wirkt indirekt so, dass diese nicht verantwortungslos mit dem Geld umgehen und sich einigermaßen am Riemen reißen, weil man ihr sonst die Mittel entziehen kann. Daher halte ich es für einen wichtigen Mechanismus, neben der anderen bereits genannten Vorteilen.
Und nur um das noch einmal zu erwähnen, ich bin nicht gegen bargeldloses zahlen, noch für eine ausschließliche Barzahlung, aber die Möglichkeit sollte einem bewusst bleiben.
wuselsurfer
Admiral
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Wieso Beleidigungen?Hutzear schrieb:Wieso wird die Ebene der Sachlichkeit verlassen und es kommen Beleidigungen, die von mir übrigens keineswegs kamen?
Deine Aussagen sind falsch - also nichts Wert.
Aber eine Lösung weißt Du auch nicht.Hutzear schrieb:Nein, wie kommst du darauf, bin ich doch ein Gegner einer expansiven Geldpolitik, ...
Hutzear schrieb:Allerdings triffst du damit einen Kern, wieso die Neigung zum Bargeld in der deutschen Bevölkerung weit verbreitet ist, hat sich diese Katastrophe damals ins kollektive Gedächtnis eingebrannt und ist deshalb auch unter anderem die Anzahl an Aktionären relativ gering.
Das "kollektive Gedächtnis" dürfte nach 100 Jahren keinen Bundesbürger mehr betreffen, der sich noch an diese Zeit erinnern kann.
Ich hab mal ein paar solche Scheine mit kleineren Werten bei meinen Großeltern gesehen und da schon den Mund nicht mehr zu bekommen.
Aber daran erinnern konnten die sich auch nicht, weil sie das nur als kleine Kinder erlebt haben.
Der grafisch wohl schönste Schein (für mich) war immer der blaue Hunderter aus dem Kaiserreich vor der Inflation (1908; Grünes Siegel) mit der Germania hinten drauf:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9c/100_Mark-1908-02-07.jpg?uselang=de
Ich weiß jetzt nicht, was der Wert ist laut Rosenberg, aber ich habe meine kleine Sammlung längst aufgelöst.
Die 100 Billionen liegen aber über 5.000 EUR bei Erhaltungsgrad 3, je nach Ausgabe.
Ja, Bargeld ist schon eine spannende Sache, aber zu viel zerstört die Wirtschaft, wie fast alles im Übermaß.
Du tust es doch jetzt erneut.wuselsurfer schrieb:Wieso Beleidigungen?
Deine Aussagen sind falsch - also nichts Wert.
Das kollektive Gedächtnis ist ja nichts was man selbst erlebt haben muss, es verbreitet sich über Mundpropaganda, die von Generation, an Generation weiter gegeben wird.wuselsurfer schrieb:Das "kollektive Gedächtnis" dürfte nach 100 Jahren keinen Bundesbürger mehr betreffen, der sich noch an diese Zeit erinnern kann.
Zu dem Schein, ja davon habe ich auch zwei Stück, habe ich mich dafür schon als Kind interessiert und erworben, samt einer Münzsammlung usw.
Es lag nicht am Bargeld, sondern an einer viele Faktoren, unter anderem an einer inflationären Geldpolitik, ob diese dann in Bar oder elektronisch passiert, ist dafür nachrangig.wuselsurfer schrieb:Ja, Bargeld ist schon eine spannende Sache, aber zu viel zerstört die Wirtschaft, wie fast alles im Übermaß.
Reglohln
Captain
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Du wirfst etwas in den Raum, das maximal nichtssagend ist, Hunde dabei aber Ohrenschmerzen bekommen dürften und willst dann so abwinken.Hutzear schrieb:Dem Großteil stimme ich zu, aber sollte man nicht einen eigenen Thread erstellen, anstatt jetzt dieses Thema hier ausführlich zu diskutieren?
Lass einfach den Populismus und die teils an Verschwörungstheorien grenzenden Äußerungen und belege deine Äußerungen bestenfalls mit Quellen, aber wenigstens mit schlüssigen Erläuterungen.
wuselsurfer
Admiral
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Tja, damals gab es nur Bargeld und das war zu viel vorhanden.Hutzear schrieb:Es lag nicht am Bargeld, sondern an einer viele Faktoren, unter anderem an einer inflationären Geldpolitik,
Es gab keinen Gegenwert in Form von Industrieerzeugnissen oder Dienstleistungen.
Also entsprach die Geldmenge nicht mehr dem BIP.
Und je mehr Geld gedruckt wurde, um so weniger war der reelle Gegenwert.
So läuft die Inflation.
Daß das heute so mit Absicht betrieben wird halte ich für ein schweres Gerücht.
Da stehen bankrechtliche Vorgaben der EZB und der nationalen Geldinstitute dagegen.
Wie soll denn die von Dir propagierte Kehrtwende dann aussehen?
Zurück zur Golddeckung?
Ich möchte nicht alle Rechnungen noch mit Zettel und Stift begleichen.
Das geht elektronisch um ein Vielfaches schneller per e-banking.
Sicher ist das auch - den QR-Code kann sich niemand ausdenken, jedenfalls nicht so schnell, wie die Bestätigung erfolgt.
Die Dauerausgaben macht die Bank per Dauerauftrag und Lohntüten hab ich das letzte mal zur Militärzeit gesehen.
Schon als Student hatte man Checks und konnte damit bargeldlos zahlen und heute geht es auch mit dem Handy oder der Smartwatch.
Warum sollte man das aufgeben?
Deine Thesen klingen sehr populistisch.
Durchdacht sind sie nicht sehr weit und durchführbar wohl gar nicht.
Quellen für Deine Aussagen gibt es gar keine, also ist das alles nicht sattelfest.
Nein das ist die völlig veraltete Quantitätstheorie und hat nichts mit dem Bargeld zu tun, obwohl sie leider noch immer unterrichtet wird.wuselsurfer schrieb:Und je mehr Geld gedruckt wurde, um so weniger war der reelle Gegenwert.
So läuft die Inflation.
wuselsurfer
Admiral
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Hutzear schrieb:... das ist die völlig veraltete Quantitätstheorie und hat nichts mit dem Bargeld zu tun,
Ähem, ich hab ein paar Tage Ökonomie studiert, nur nebenbei in einem Nebenfach.
Eine ungedeckte Bargeldmenge ist Inflation:
Unter einer Inflation (lateinisch inflare, „aufblähen“, „anschwellen lassen“ oder Preissteigerung, Teuerung) wird in der Volkswirtschaftslehre und Wirtschaft der Anstieg einzelner Preise oder des Preisniveaus in einem Staat innerhalb eines bestimmten Zeitraums verstanden, ohne dass dies auf Mengen- oder Qualitätsveränderungen der Güter und Dienstleistungen zurückzuführen ist.
Das stimmte früher und das stimmt heute.
Und die monetäre Inflation sollte man dabei von der Preisinflation differenzieren.
Um mal konkret zu werden: wir vermieten an ein Restaurant. Die Betreiber haben die ersten Jahre nur Barzahlung genommen. Wir haben agitiert, dass sie auch Kartenzahlung anbieten müssen. Inzwischen machen sie das. Nur eine Webseite müssen sie noch einrichten..... aber das machen die irgendwann auch noch....
Aus deren Berichten wissen wir, wie engmaschig die Kontrolle durch das Finanzamt ist. Für uns war immer klar, dass die Problematik Schwarzgeld und Steuerhinterziehung keine Rolle spielte.
Insofern halte ich die Automatik (Barzahlung=>Steuerhinterziehung), die einige hier fahren, recht unfundiert.
Aus deren Berichten wissen wir, wie engmaschig die Kontrolle durch das Finanzamt ist. Für uns war immer klar, dass die Problematik Schwarzgeld und Steuerhinterziehung keine Rolle spielte.
Insofern halte ich die Automatik (Barzahlung=>Steuerhinterziehung), die einige hier fahren, recht unfundiert.
Reglohln
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Korrekt. Und mehr noch: Inflation hat generell nicht pauschal etwas mit Geldmenge zu tun.Hutzear schrieb:Nein das ist die völlig veraltete Quantitätstheorie und hat nichts mit dem Bargeld zu tun
Bully49
Captain
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Verdammt, da hast du wohl Recht!wuselsurfer schrieb:Was erzählst Du für einen Schrott?
Unser 2. Bäcker hat aus Altersgründen geschlossen wegen fehlender Nachfolge.
Das hat absolut nichts mit Bargeld zu tun.
wuselsurfer
Admiral
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Reglohln schrieb:Inflation hat generell nicht pauschal etwas mit Geldmenge zu tun.
Zu 99,9% schon ... .
Stimmt das Verhältnis Geld < - > Gegenwert nicht, gibt es Inflation oder Deflation
Siehe Beitrag # 450 .
Reglohln
Captain
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Das hat aber nichts mit den genannten 99% zu tun. Sind die Produktionskapazitäten nicht erschöpft (keine Vollbeschäftigung, natürlich Ressourcen vorhanden usw.), ist neues Geld in gewissem Maße kein Problem.wuselsurfer schrieb:Stimmt das Verhältnis Geld < - > Gegenwert nicht
Aber solang sowas unsere Politik und deren Berater:innen nicht verstehen und von hoher Staatsverschuldung schwadronieren, bleiben wir eben in der Krise.
wuselsurfer
Admiral
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Ach was:Reglohln schrieb:Das hat aber nichts mit den genannten 99% zu tun.
https://de.wikipedia.org/wiki/Inflation
Die Kurven laufen also nur rein zufällig seit 140 Jahren fast synchron?
Witzbold.
Reglohln schrieb:Aber solang sowas unsere Politik und deren Berater:innen nicht verstehen und von hoher Staatsverschuldung schwadronieren, bleiben wir eben in der Krise.
Welche Krise meinst Du denn?
Die Krise der stagnierenden Produktion?
Wir sind das drittbeste Land auf unser schönen blauen Murmel in der Produktion.
Da von Dir keinerlei Quellen kommen, lohnt sich die weitere Diskussion nicht.
Das sind Scheinkorrelationen, die Geldmenge steigt bei einer Hyperinflation massiv, allerdings handelt es sich um Begleiterscheinungen, nicht um die eigentliche Ursache.wuselsurfer schrieb:Die Kurven laufen also nur rein zufällig seit 140 Jahren fast synchron?
Dafür gibt es auch einen empirischen Gegenbeweis, denn zum Ende der Hyperinflation 1923 und der Stabilisierung der Währung, stieg die Geldmenge noch Monate weiter an, während die Inflation bereits gestoppt war und das Preisniveau stabil blieb. Der Hauptgrund war die Solvenz der Zentralbanken und die Rekapitalisierung dieser.
Das sollte man aber keineswegs so verstehen, man könne uneingeschränkt "Geld drucken", wie man es häufig bei Anhängern der Modern Money Theory zu hören bekommt, denn der Staat höhlt auf diese Weise die Bilanz der Zentralbanken aus.
Immer mehr Unternehmen und kluge Köpfe wandern ab, das kommt nicht von ungefähr.wuselsurfer schrieb:Wir sind das drittbeste Land auf unser schönen blauen Murmel in der Produktion.
Wenn man mal in andere Länder schaut, dann ist Deutschland im ländlichen Bereich leider schwach unterwegs. Ich zahle fast alles mit Karte, aber Bargeld ist mir trotzdem wichtig. Man muss die Karten oder Bezahlung per App einfach flächendecken anbieten und gesetzlich als Alternative setzen.
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