Wiederherstellungsprogramme etc. = alles Schrott

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[P] Lars [C]

Gast
Hi Leutz,


bei uns war heute in der Schule so 'n Fuzzie, von der Polizei (dort beschäftigt er sich hauptsächlich mit Internet) und dieser meinte:

Alle diese Wiederherstellungsprogramme und diese Programme wo die Dateien unwiderruflich löschen kannst du in der Pfeife rauchen, die taugen alle nichts.

Stimmt das wirklich? Also sind alle Wiederherstellungsprogramme und alle Progs. wo Dateien unwiderruflich löschen Schrott?

Ich will das nicht glauben..

Auch hat er behauptet, dass er einen Proxxy 'geknackt' hat. Ich dachte immer, das wäre fast unmöglich? Er brauchte anscheinend ein halbes Jahr dafür...kann das sein?



Gruß,
Lars
 
[P] Lars [C] schrieb:
Also sind alle Wiederherstellungsprogramme
blödsinn. wiederherstellungsprogramme bekommen daten sehr wohl bitgenau zurück (wenn noch nichts darübergeschrieben wurde) auf die platte. das einzige (ich gehe von ntfs aus) was beim löschvorgang passiert, ist dass die referenz in der mft gelöscht wird - die datei an sich bleibt weiter vorhanden.
[P] Lars [C] schrieb:
und alle Progs. wo Dateien unwiderruflich löschen Schrott?
auch blödsinn. einmaliges überschreiben der datei reicht und man kann zu 90 % die daten nicht wiederherstellen. gibts auch nen artikel bei heise darüber. und wenn einer glaubt, dass ein mal nicht reicht, hat man ja immer noch die gute alte gutmann methode mit 35 durchläufen.

ich denk mal der mann wollte euch einfach "angst und bange" machen.

was hat er denn am proxy geknackt wenn ich mal fragen darf? das würde mich mal brennend interessieren... :D
 
Ja, der sinn einen Proxy zu knacken entgeht mir auch.
Wollte euch damit auch Angst einjagen nach dem Motto "Wenn ihr irgendwas illegal über nen Proxy runterladet kriegen wir trotzdem eure IP Adresse heraus" :lol:
 
Lol wenn der nen Proxy knackt :D der z.B auf einem ordentlich konfiguriertem Linux läuft frage ich mich warum der Typ noch unterbezahlt in Deutschland bei der Polizei arbeitet. Der wäre auf seinem Gebiet ein Geniee und und extrem selten dämlich im Wirtschaftlichem Sinne :D wegen $$$$$$.
Außerdem wäre das Hacken eines Tor- oder Proxy Servers illegal der ja eigentlich unbeteiligt ist.

Datenrettungsprogramme Funktionieren sehr wohl. Der Typ mussn Witz gewesen sein. Der speichert Daten wohl mit dem Zauberstab :D.
Daten liegen als 0 und 1 auf der Platte. Wenn du nun eine Datei im Filesystem löscht wird meist der eintrag im Filesystem gelöscht aber nicht der reale Datenbestand.
Wenn du nun Low Level Formatierst alles mit 0 oder 1 beschreibst wo will der King of Curry Wurst die Daten also her bekommen?

Das was der erzählt kann man also in die Kategorie Propaganda einteilen: Was erzählen was gar nicht stimmt, oder eine Halbwahrheit und das noch maßlos übertreiben.

Auf USB Sticks oder SSDs könnte man Daten selbst nach Low Level Formatierung theoretisch wieder zum Teil herstellen das hat dort was mit dem Speicherungssystem zu tun!
 
Zuletzt bearbeitet:
Der speichert Daten wohl mit dem Zauberstab .

Wo wir gerade in der Schule sind: so machen das unsere Informatiklehrer auch. Die haben wohl denselben Kenntnisstand wie dieser Polizist hier.

So einen Blödsinn. In keinem anderen Bereich, wie in der Informatik, kann man so dummschwätzen. Sorry, langsam habe ich die Schnautze voll. Ich werde von totalen Vollpfosten unterrichtet. Und dann geben die mir auch noch einen schlechte Note, weil ich sie immer korrigieren muss, sonst lernen die Schüler falsches :rolleyes:.

Mein Lehrer meint, auf einem NAS, auf dem Linux läuft, könne man nichts speichern, weil es im Linux die Dateiendung nicht gibt. Ja ich hab dann bei uns in der Schule erstmal die Berechtigungen für die Ordner gesetzt. :D Meine Güte das gibts gar nicht. DAs regt mich sogar in den Ferien auf. Und von sowas wird man unterrichtet.
 
X1800er schrieb:
Und von sowas wird man unterrichtet.
man kann froh sein wenn der lehrer ansatzweise html kann. :D
Kartoffel200 schrieb:
Außerdem wäre das Hacken eines Tor- oder Proxy Servers illegal der ja eigentlich unbeteiligt ist.
und wen interessiert das? ich werf nur mal "geistiges eigentum" in den raum, da ist doch schon alles vorbei... geistiges eigentum > todesstrafe. hier auch mal n kleines "ebook" darüber (bisschen allgemeiner gefasst nur).
heutzutage sind doch manche vorgehensweisen einfach nur fraglich. angefangen von der überwachung, über datenskandale, bis hin zum lobbyismus, welcher neuerdings "gesetze erlässt" (natürlich nur durch einfluss in die politik).

@ te: heise artikel
 
Ja, ich dachte auch so ein Horst, der hat sie doch nicht mehr alle :D

Alle Schulkameraden sitzen voll entsetzt auf ihren Plätzen und sind völlig entsetzt, dass sie schon mal was Illegales getan haben :rolleyes:

Ich dachte mir auch gleich, der Typ will uns nur verarschen und uns Angst einreden, sodass wir ja auch nichts "Blödes" machen. Tzz...:)

So einen Blödsinn. In keinem anderen Bereich, wie in der Informatik, kann man so dummschwätzen. Sorry, langsam habe ich die Schnautze voll. Ich werde von totalen Vollpfosten unterrichtet.

Das kenne ich. Bei uns gibt es 'nen Schüler und er meint er sei der totale Computer-Checker. Neulich war 'n wir an den Computern. es gibt doch an manchen Gehäusen, zwei LEDs vorne, welche anzeigen ob die Festplatte arbeitet ö.Ä. Dann meinte doch dieser Typ, die LEDs würden anzeigen ob bei dem Computer die Batterie noch voll ist :D:(

Mit Proxy knacken meinte ich, dass er herausgefunden hat, wem wirklich der Internetanschluss gehört.

ich denk mal der mann wollte euch einfach "angst und bange" machen.

Jep :)



Gruß,
Lars
 
X1800er schrieb:
So einen Blödsinn. In keinem anderen Bereich, wie in der Informatik, kann man so dummschwätzen. Sorry, langsam habe ich die Schnautze voll. Ich werde von totalen Vollpfosten unterrichtet. Und dann geben die mir auch noch einen schlechte Note, weil ich sie immer korrigieren muss, sonst lernen die Schüler falsches :rolleyes:.

Mein Lehrer meint, auf einem NAS, auf dem Linux läuft, könne man nichts speichern, weil es im Linux die Dateiendung nicht gibt. Ja ich hab dann bei uns in der Schule erstmal die Berechtigungen für die Ordner gesetzt. :D Meine Güte das gibts gar nicht. DAs regt mich sogar in den Ferien auf. Und von sowas wird man unterrichtet.
Hallo
Ich bin ganz entsetzt, was ich da über Lehrer lese - denn ich finde, für Euch ist doch Informatik unglaublich wichtig!

In meiner Generation hat es Computer nicht gegeben, auch nicht in der Generation meiner Kinder, höchsten ansatzweise – aber heute muss man doch junge Menschen vernünftig an dieses Thema heranführen – schließlich wird Euch „Computer“ Euer ganzes Leben lang begleiten. Und nur wer sich auskennt, ist dem ganzen nicht schutzlos ausgeliefert – so was muss doch eigentlich jedem Lehrer klar sein!

Und was der Polizist sagte: Ich bin ja nun wirklich kein Computerspezialist – aber selbst mir als Laie war klar, da redet er aber komisches Zeug.

Man kann es doch selbst ausprobieren:
Lösche eine Datei in den Papierkorb und stelle sie mit PC INSPECTOR File Recovery – was ja auch noch ein Freewareprogramm ist - wieder her.
Sollte ruckzuck klappen.

Dann lösche eine Datei in den Papierkorb und benutze anschließend DBAN – diese Löschgeschichte muss aber auf einer extra Partition stattfinden, sonst hat man ein Problem -
http://www.dban.org/

- benutze anschließend PC INSPECTOR File Recovery zum Wiederherstellen der gelöschten Datei … dürfte schwierig sein.

Klar, ebenso wie die Polizei verfügen kommerzielle Anbieter zur Datenrettung über erheblich bessere Programme, als der normale Computernutzer.
Aber auch für die dürfte es keine 5 Minuten Aktion sein, Dateien wieder herzustellen, die zuvor mit der DBAN überschrieben wurden.
Ich habe mal gelesen, so was kann Wochen dauern - zudem kostet es einen Haufen Geld – ist also kaum davon auszugehen, dass so etwas andauernd angewendet wird.
 
Also im Grunde hat er Unsinn gelabert. Aber dieses gefährliche Halbwissen hier und da ist tatsächlich eines: nämlich gefährlich.

Es ist tatsächlich möglich, gelöschte und mehrfach überschriebene Daten wieder her zu stellen. Das geht aber nicht mit irgendwelchen Freeware-Programmen sondern erfordert ein entsprechend fachkundiges Team mit entsprechender Ausrüstung und vorallem Zeit.
Solche Leute sind teuer, selten und werden entsprechend nur zur Aufklärung von Kapitalverbrechen eingesetzt. Die würden aus dem Fenster springen vor Lachen wenn das BKA sie damit beauftragen würde, die Festplatte eines verdächtigen File-Sharers wieder her zu stellen.
Im Ernstfall bauen die eine Festplatte auseinander und bauen die Datenträgerscheiben in spezielle Lager ein, über welche dann spezielle, hochempfindliche Leseköpfe versuchen, überschriebene Daten nochmal auslesen zu können.

--> Möglich ist es, aber Zeit, Aufwand und Kosten stellen den Schaden eines gewöhnlichen Filesharers und/oder Raubkopier-Kids bei weitem in den Schatten.

Es gibt auch Unternehmen die sich auf Datenwiederherstellung spezialisiert haben. Ihr könnt ja mal danach Googeln wieviel die so kosten wenn eine Platte erst mal richtig defekt oder richtig überschrieben wurde ;)
 
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