News WikiLeaks: 30.000 Dokumente aus Sony-Hack veröffentlicht

Andy

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#1

dflt

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#2
Ich denke nicht, dass alle 30.000 Dokumente und 100.000x E-Mails relevante Informationen haben.
Dass man den Einfluss der Regierung auf Hollywood veröffentlicht - meinetwegen macht man das.
Aber da ist a) sicher haufen Privatscheiß von Mitarbeitern dabei und vor allem b) haufen "reine" Filme usw und das hat alles nichts öffentlich zu suchen.
Das ist einfach nur abgrundtief dämlich und mit sowas macht sich Assange auch an vielen Stellen keine Freunde - wobei er die ja eh kaum noch hat.
 
D

Don Kamillentee

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#3
Vollkommen korrekte Veröffentlichung.

Interessant wäre mal ein Hack von Firmen wie Kelloggs, Nèstle, Boing & Co. - dann sieht man mal, was Demokratie heute noch wert ist.
 

Vasilev

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#5
Finde die Veröffentlichung gerechtfertig. Jedes Unternehmen "Industrie-Lobby" ist die Politik der jeweiligen Staaten, denn "für das Volk und zum Wohle des Volkes" sind die Politiker schon lange nicht mehr.

Demnach kann ich WikiLeaks Schritt nur begrüßen.
 
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#6
So problematisch solche Veröffentlichungen auch sind, es ist einfach nicht von der Hand zu weisen dass die Lobbies SEHR darum bemüht sind alles hinter verschlossenen Türen zu erledigen, und das schadet jeder Demokratie.

Es ist also notwendig hier Transparenz zu schaffen, wenns der Staat nicht macht muss es anders gemacht werden. Man darf nie vergessen: das Volk ist der Herrscher in einer Demokratie, nicht der Staat der eventuell ein Gesetz verabschiedet um Transparenz zu verhindern und damit dem Volk Macht entzieht.

Hier gehts zudem nicht um die nationale Sicherheit...Lobbyarbeit sollte sowieso öffentlich sein.
 

c2ash

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#8
Ich bin eher gespannt darauf was noch alles an die Oberfläche kommt, wenn sich ein ordentlicher Journalist mit dem ganzen Material beschäftigt. Da dürfte der oder die Person wohl einige Woche oder gar Monate damit verbringen, dies alles zu lesen.
Darum möchte ich mir jetzt kein persönliches (Vor-)Urteil erlauben, was Sony da alles gemacht oder nicht gemacht hat.
 
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#9
Und so muss man anerkennen das WikiLeaks für die Allgemeinheit kämpft wo Politik schon lange kein Interesse mehr hegt. Man sieht aber daran auch sehr deutlich das dieses Puzzle zusammenpasst mit den Hackerangriffen von Nordkorea gegen Sony, das Unternehmen das sich dieses Land vorgenommen hat ist anscheinend sehr politisch engagiert. Aber warum über den großen Teich schauen, ich will garnicht wissen was hierzulande so abläuft, Transparency International hat es doch deutlich gemacht und Deutschland zurecht in der Liste unter Bulgarien gesetzt. Unsere Politik wird beherrscht von den großen der Pharma-, Auto- und Tabakindustrie und von daher bitte mehr davon damit das dumme Volk mal mitbekommt wie der Hase läuft !
 
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#10
In den Dokumenten finden sich auch interessante E-Mails ranghoher Sony-Mitarbeiter zum Thema Netflix und Geofiltering. Sony ist als Produzent Rechteinhaber diverser Filme und Serien. Vermarktungspartner bezahlen Sony, um in Land X die Inhalte Sonys bewerben und verkaufen zu dürfen. Nun aber haben sich Konsumenten aus Land X die Sony-Inhalte nicht über die Partner für dieses Land besorgt, sondern über den Partner für Land Y. Darüber sind die Partner nun traurig und haben Sony gesagt, sie mögen doch bitte dem Partner für Land Y auf die Finger klopfen, damit dieser durch technische Maßnahmen besser absichert, daß Konsumenten aus Land X nicht die Inhalte für Land Y erhalten können.

Ohne Abstraktion: Land X ist Australien, Land Y die USA. Partner für die USA ist Netflix, die technische Maßnahme ist Geofiltering und die Gegenmaßnahme VPN.

Daran sehen wir wunderschön: Immer und überall Globalisierung predigen, solange man damit billig produzieren kann, aber den Käufern der Produkte genau diese Globalisierung verweigern und für jedes Land einzeln den Maximalprofit herausquetschen.

Das Tolle daran ist, daß man endlich einmal schwarz auf weiß hat, was man sich bei Konzernpressemeldungen immer nur denken, aber nie beweisen konnte.
 

C4rp3di3m

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#11
Mal Ehrlich, als Mensch der beide Augen offen hat, bedarf es für diese Erkenntnis keines LEAKs, dass war so oder so klar.

mfg
 

MR2007

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#12
Mal Ehrlich, als Mensch der beide Augen offen hat, bedarf es für diese Erkenntnis keines LEAKs, dass war so oder so klar.
Das Problem ist aber das nur sehr wenige Menschen beide Augen wirklich offen haben ;)

Alles in allem, sehr radikaler Schritt alles zu veröffentlichen, aber das ist man ja von Wikileaks gewohnt und ist auch deren Anspruch. Die Bedeutung wird sich zeigen (bzw wurde teilweise ja bereits gezeigt).
 
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basilisk86

Gast
#13
Mal Ehrlich, als Mensch der beide Augen offen hat, bedarf es für diese Erkenntnis keines LEAKs, dass war so oder so klar.

mfg
Nicht nur das, denn noch schlimmer ist, da nun jeder schwarz auf weiss einsehen kann, wer wie wo dreck am stecken hat, wird das in der medialen Flut an journalistischem Lynchjustiz irgendeines Piloten, dessen Schuldhaftigkeit in keinem Gericht der Welt standfest bewiesen werden könnte, untergehen.

Das wird kurz zur Kenntnis genommen, dann interessiert schon das Thema mehr, warum bei GNTM die XY wieder nur am rumheulen ist.

In der tat, es ist tatsächlich zum heulen...
 
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#14
Mal Ehrlich, als Mensch der beide Augen offen hat, bedarf es für diese Erkenntnis keines LEAKs, dass war so oder so klar.
Das mag sein, aber während man mit Behauptungen nichts ausrichten kann, nein, eher noch mit Verschwörungstheoretikern in eine Schublade gepackt wird, hat man jetzt eben Dokumente die nicht geleugnet werden können.

DAS ist der Unterschied.
 

Pat

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#15
Darf man fragen warum ihr keinen Link zu WikiLeaks postet? Find ich jetzt auch nicht so den tollen Journalismus in einer Demokratie wenn dann das Material selbst verschwiegen wird.
 
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#16
Moin

@Pat Ich weiß nicht ob es Gestern Abend noch nicht da war aber ganz unten, fast versteckt, die Quellenangabe. Das ist dann auch der Link zu WikiLeaks ;)

Schönes Wochenende
 
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#17
Ich denke nicht, dass alle 30.000 Dokumente und 100.000x E-Mails relevante Informationen haben. Dass man den Einfluss der Regierung auf Hollywood veröffentlicht - meinetwegen macht man das. Aber da ist a) sicher haufen Privatscheiß von Mitarbeitern dabei und vor allem b) haufen "reine" Filme usw und das hat alles nichts öffentlich zu suchen.
Das ist einfach nur abgrundtief dämlich und mit sowas macht sich Assange auch an vielen Stellen keine Freunde - wobei er die ja eh kaum noch hat.
Offensichtlich liegst du mit der Zahl der Freunde Assanges falsch, wenn Du dir die Posts bis zu meinem anschaust. Warum es selten dämlich ist was WL macht, nur weil sie den Beifang ebenfalls veröffentlichen hat sich mir nicht erschlossen. Ich denke eher, dass der Fall Snowden gezeigt hat, dass es richtig war die Rohdaten zur Verfügung zu stellen. Das ist die wissenschaftlichere Methode, erhöht die Möglichkeit die Authentizität zu prüfen und zwingt zumindest die ersten, die das Material veröffentlichen wollen sich eingehend damit zu beschäftigen. Dabei kann es wie im Fall Sony zur Verletzung von Persönlichkeitsrechten kommen, WL wäre jedoch nur für deren Vermittlung schlimmstenfalls Veröffentlichung zu belangen. Die Beschaffung steht auf einem anderen Blatt, ob hier der Zweck die Mittel heiligt ist nicht nur eine juristische Frage sondern auch eine moralische. Generell würde ich (wie vermutlich die meisten) WL moralisch bewerten, den die Gegner haben meist direkt oder indirekt Einfluss auf die Gesetzgebung. Speziell die US amerikanische Gesetzgebung ist reichlich schizophren, wenn sie Wistleblower für die Verfolgung von Steuervergehen schützt und im gleichen Zug verteufelt wenn es um Staatsgeheimnisse geht, die vor allem Geheimnisse einige Vertreter des Staates (manchen nennen sie Volksvertreter) haben und die eigentlich in die Öffentlichkeit gehören!
 
M

Maldweister

Gast
#18
Ach quatsch, Lobbyismus ist doch nur ein Konstrukt armer Leute, die nur einen Grund suchen, die Politik schlecht zu machen [/sarkasmus aus]
Sehr interessant!
 

Pat

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#19
Moin

@Pat Ich weiß nicht ob es Gestern Abend noch nicht da war aber ganz unten, fast versteckt, die Quellenangabe. Das ist dann auch der Link zu WikiLeaks ;)

Schönes Wochenende
Okay my bad, der Link war gestern sicher auch schon da. Nur erwarte ich sowas nicht unter der Autorenbeschreibung, denn da höre ich auf zu lesen. :-)
 

dflt

Lt. Commander
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#20
Offensichtlich liegst du mit der Zahl der Freunde Assanges falsch, [...] Ich denke eher, dass der Fall Snowden gezeigt hat, dass es richtig war die Rohdaten zur Verfügung zu stellen. Das ist die wissenschaftlichere Methode, erhöht die Möglichkeit die Authentizität zu prüfen und zwingt zumindest die ersten, die das Material veröffentlichen wollen sich eingehend damit zu beschäftigen.

Ja, die Zahl der Freunde von Assange ist noch erstaunlich hoch.
Jedoch hat er zum Beispiel (aus reiner Fahrlässigkeit, wenn ich mich recht entsinne) eine Liste von vielen "Spionen" bzw. "Geheimdienst-V-Leuten" veröffentlicht, was sehr viele von diesen in fundamentale Lebensgefahr gebracht hat. Ob das jetzt wirklich richtig war.. naja.

Hier jetzt: Die Veröffentlichung der Belege, dass sich die USA stark in Hollywood einmischen, ist völlig richtig. Auch viele andere Dinge - meinetwegen.
Aber hier kann man auch einen fundamentalen Strich zu Snowden ziehen.
Snowden hat alle Dokumente ausgewählten Journalisten gegeben, die nicht wahllos alle Dokumente in die Öffentlichkeit werfen.
Es ist "natürlich" und "sinnvoll", dass es auch Staatsgeheimnisse gibt. Dass Verbrechen gegen die Menschheit und andere Dinge damit vertuscht werden, allerdings nicht und deswegen ist die Veröffentlichung vieler Dokumente auch "gut". Aber es sollten vielleicht wirklich nicht alle Dokumente veröffentlicht werden. Zumindest hat das noch niemand bei den Snowden-Dokumenten gemacht. Und bei Snowdens Dokumenten würden vermutlich nicht einmal irgendwelche Persönlichkeitsrechte verletzt werden (außer es gibt großartig Namensnennung, was bisher ja nicht so war).
Hier tritt Assange die Persönlichkeitsrechte und die "Schöpfungen von Künsltern" mit Füßen. Wenn er zu faul ist die Dokumente zu filtern, soll er's seine Freunde machen lassen. Aber alles in die Öffentlichkeit stellen, ist Humbug (meiner Auffassung nach gehen viele Dokumente und v.a. Emails Heinz und Kunz schlichtweg nichts an).
 
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