win7 + linux bootloader

Wiesl

Lt. Junior Grade
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Feb. 2011
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491
Hallo Leute!

Ich habe mich nun durch unmengen an Threads und Artikel gekämpft, bräuchte aber eine kurze bestätigung, ob das alles so funktioniert, wie ich es plane:

1. Ich habe eine 500gb HDD (Sata) mit Win 7 Ultimate 64bit, auf der auch alle wichtigen Daten sind und diese ist voll funktionstüchtig.

2. Ich habe nun eine 2te 150gb HDD (Sata) bekommen, auf der ich gerne ein wenig rumprobieren und Linux installieren möchte.

Nun meine Fragen:
- Ich würde aus Sicherheitsgründen die Win HDD abstecken während der Linux Installation und diese normal installieren, wenn ich dann beide wieder anstecke, wird ja der Bootloader (also der Win7 Bootloader oder Grub) genommen, welcher auf der ersten, im Bios eingestellten Bootdevice ist, oder?
- Ist das nun egal welchen Bootloader ich nehme? Grub kann win7, aber wie siehts umgekehrt aus?
-Würde natürlich gerne den Win7 Bootloader nehmen, da sich dieses OS bzw. HDD nie verändert und ich die 2te HDD gerne zum Experimentieren nehmen würde.
-Wäre es einfacher immer über die BIOS-Boot-Device den Startvorgang zu wählen?
-Oder wie gehe ich praktisch mit diesem Problem um, Musterlösung wäre eine Auswahl während des Bootens ala:
1. Win7 (oder auch HDD1)
2. HDD2
3. evtl. USB-Stick

Und nun meine letzte Frage:
- brauche ich große Linuxkenntnisse bzw. viel Fummelei an den Dateisystemen, dass ich von Linux bzw. Windows auf beide Festplatten, also die Daten zugreifen kann?


MfG
Wiesl
 
Der Windows Bootloader bindet Linux nicht so ohne weiteres ein.
Umgekehrt ists einfacher.
Grub mit Windows als Standardbootsystem ist am sinnvollsten.
Du kannst ja Linux auch neu machen, ohne den Grub zu erneuern.
Mit Linux auf Windows Platten zugreifen ist relativ simpel. Andersrum ist komplizierter, ja nach Dateisystem auch unmöglich.
 
Darf ich vorschlagen das ganze etwas simpler zu gestalten?

Schnapp dir den VMWare Player oder die VirtualBox und setze das Linux als virtuelle Maschine auf.
Dann hast du beides im laufenden Betrieb und kannst dir nicht zerschießen ;)

​Abgesehen davon machen Snapshots des Linux systems es doch deutlich einfacher mal "etwas zu fummeln" - wenn es knallt -> snapshot rollback -> nochmal versuchen.
 
Du solltest die Windows-Festplatte angesteckt lassen. So wird sie bei der Installation als solche erkannt und wird ins Grub Menü mit aufgenommen, denn: Der Windows loader wird niemals ein Microsoftfremdes Betriebssystem booten. Nur unter dem Linux Bootloader Grub hast du beide optionen. Von windows auf Linux-dateisysteme zugreifen ist nicht zu empfehlen (und ich weiß nicht, ob es bei ext4 überhaupt schon möglich ist), da es anscheinend mit enormen Aufwand verbunden ist. Linux liest von haus aus alle Fat-Dateisysteme und NTFS. da sind überhaupt keine Probleme zu erwarten.
Bei der Linuxinstallation würde ich manuell Partitionieren, den Bootloader auf die Linuxplatte werfen und diese dann als erstes Booten lassen. So kannst du die Festplatten anhand der Größe zuordnen und nicht unvorhergesehener weise Windows exekutieren.

Wenn du die Windows-platte unbedingt abstecken willst, kannst du sie nach der Linux-installation mit "update-grub" im angesteckten zustand in den Bootloader mit aufnehmen. Dazu benötigst du root-rechte. Also unter Debianartigen Systemen dann also: "sudo update-grub"
 
Wenn du die Windows-platte unbedingt abstecken willst, kannst du sie nach der Linux-installation mit "update-grub" im angesteckten zustand in den Bootloader mit aufnehmen.

Das wird nicht funktionieren. Das BIOS bootet nur von der ersten Festplatte. Sobald die Windows Platte wieder angesteckt ist, wird das normalerweise diese sein. Linux bzw. Grub ist dann nicht mehr erreichbar. Selbst wenn man die Bootreihenfolge ändert wird dann entweder grub oder der Windowsbootloader Probleme machen weil eben Laufwerk 0x80 auf einmal ein Anderes ist.
 
moin,

ich habe linux auch bei abgesteckten platten auf meine 2. ssd installiert. wenn ich nun linux booten will, wähle ich einfach im bootmenu die passende ssd aus. standardmäßig wird bei mir windows gebootet. ist in dem fall natürlich die einfachste lösung ohne rumgefrickel. beim starten muss man aber natürlich rechtzeitig f8,f11 oder sonst was drücken um ins bootmenu zu kommen, wenn man linux booten will;)
 
Genau, das dachte ich mir auch, ich nehme einfach den Bios-eigenen Bootmanager, drücke F10 und wähle dann die andere ("linux-Platte") aus, denn wenn ich wie gesagt, die Win7 Platte abgestöpselt habe, entgehe ich jegweder Gefahr den MBR der Windows Platte zu zerschießen, o.ä.
 
so hab ich mir das damals auch gedacht:)
 
Wenn dich jedesmal drücken nicht stört, ist das natürlich die einfachste Möglichkeit.
 
HominiLupus schrieb:
Das wird nicht funktionieren. Das BIOS bootet nur von der ersten Festplatte. Sobald die Windows Platte wieder angesteckt ist, wird das normalerweise diese sein. Linux bzw. Grub ist dann nicht mehr erreichbar. Selbst wenn man die Bootreihenfolge ändert wird dann entweder grub oder der Windowsbootloader Probleme machen weil eben Laufwerk 0x80 auf einmal ein Anderes ist.

Also ich konnte bis jetzt in jedem Bios die Bootreihenfolge der Festplatten verändern. Zu IDE-Zeiten noch mit jumper.
Wenn die Linux-platte dann das Bootlaufwerk ist, Landet man wieder in Grub und kann von da aus nach der Aktualisierung Windows booten.
 
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