Windows Sandbox, auswirkung auf andere Virtualisierungssoftware?

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SchwertSchild

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Hallo,
ich habe gestern bei Win10 von 1809 auf 1903 aktualisiert, danach habe ich gleich mal die Windows Sandbox aktiviert und ausprobiert. Kurz darauf wollte ich eine meiner VMs starten, was aber nicht gelang, sogar alle VMs starteten nicht mehr. Daraufhin habe ich die Windows Sandbox wieder deaktiviert, nach einigen Neustarts und Kopfzerbrechen funktionierten die VMs von alleine wieder. Daher stelle ich mir jetzt die Frage, ob die Windows Sandbox negative Einflüsse auf VM-Programme hat?
MfG
 

0tt0R.420

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Es geht nur eines gleichzeitig, das ist 1 Minute googlen.
Also entweder du benutzt Hyper-V oder ein anderes VM Programm.
 

kommdieter

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Wenn du VMWare hast, musst du auf die kommende Version 16 warten.
Noch verträgt sich die Sandbox und andere Virtualisierungs-Software nicht miteinander.
 

areiland

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Und wenn HyperV aktiv ist, wird anderen Virtualisierungslösungen der Zugriff auf die entsprechenden Schnittstellen gesperrt.
 

Schildkröte09

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Und wenn HyperV aktiv ist, wird anderen Virtualisierungslösungen der Zugriff auf die entsprechenden Schnittstellen gesperrt.
Nur seltsam, weil man HyperV für die Windows Sandbox gar nicht installiert bzw. aktiviert haben muss.
Es wurde bei mir unter Windows Features gar nicht eingebunden. Eh liegen auch noch Probleme mit der Windows Sandbox vor. So z.B. bei der Internet Verbindung. Selbstständige Einrichtung der Internetverbindung von Windows schlägt fehl. Man muss händisch eingreifen und das jedesmal bei einem neuen Start der Windows Sandbox.
 

Schildkröte09

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Superschlauer andy_m4, ich habe nur gekontert auf die Aussage oben. Das mit HyperV in den Windows Features dürfte jedoch nicht mit der Windows Sandbox in Verbindung stehen. Tut es aber, weil andere Virtualisierungs Software damit Probleme haben, wenn es über Windows Features eingebunden ist und für diese gebraucht wird.

Beide nutzen HyperV. Sowohl die Windows Sandbox als auch andere Virtualisierungs Software.
Für die Nutzung muss jeweils die CPU Virtualisierung in den BIOS Einstellungen aktiviert sein.
Ist diese aktiviert, funktioniert aber z.B. der AMD Ryzen Master nicht mehr.

Viele Grüße
 
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areiland

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@Schildkröte09
Ist auch gar nicht notwendig, dass man HyperV aktiviert, die Sandbox nutzt eine standalone Variante von HyperV.
 

Schildkröte09

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Das habe ich doch oben auch gemeint. Dass man HyperV für die Windows Sandbox gar nicht aktivieren muss ...
Nur deshalb ist es seltsam, das die Virtualisierungssoftware die Variante des HyperV aus den Windows Features nicht mehr nutzen kann ...
Das und nicht anderes habe ich gemeint.

Das wäre aber nur solange die Windows Sandbox aktiv wäre. Wird sie beendet, ist HyperV nicht mehr aktiv und Virtualisierungs Software müßte verwendet werden können.
 
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andy_m4

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Nur deshalb ist es seltsam, das die Virtualisierungssoftware die Variante des HyperV aus den Windows Features nicht mehr nutzen kann ...
Ja. Das ist in der Tat seltsam, wenn Hyper-V VMs mit der Windows-Sandbox nicht parallel laufen könnten.
Andererseits reden wir hier von Microsoft. Das die mit halbgaren "Lösungen" um die Ecke kommen wäre ja nun nix Neues.
 

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Schildkröte09

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Auch wieder mißverstanden. Ich habe nichts davon geschrieben, das es aktuell so wäre.
Es war gekontert auf die Antwort von @areiland in #5 mit "Seltsam ...".

Und wenn HyperV aktiv ist, wird anderen Virtualisierungslösungen der Zugriff auf die entsprechenden Schnittstellen gesperrt.
Diese Antwort kann man dann getrost als nicht zutreffend bezeichnen.
Wenn die Windows Sandbox beendet wird, ist auch HyperV nicht mehr aktiv!

Viele Grüße
 
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cc_aero

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Diese Antwort kann man dann getrost als nicht zutreffend bezeichnen.
Wenn die Windows Sandbox beendet wird, ist auch HyperV nicht mehr aktiv!
So sicher wäre ich mir da nicht. Ich habs selbst eben getestet mit Windows 10 Pro 64 mit aktivierter aber nicht gestarteter Windows Sandbox und der aktuellsten Version von VirtualBox.

Es ließ sich keine VM mit Virtualbox starten! Erst nach dem deaktiveren der Sandbox in den Windows Features + herunterfahren des PC und neu einschalten (ein Neustart brachte tatsächlich nichts) ließen sich die VirtualBox Maschinen wieder starten.

Zwischenzeitlich wurde natürlich nichts an sonstigen Configs geändert ...

Also für mich scheint es tatsächlich so zu sein, das mit aktivierter Windows Sandbox tatsächlich im Hintergrund immer ein Hyper-V Hypervisor läuft.
 

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Es ließ sich keine VM mit Virtualbox starten! Erst nach dem deaktiveren der Sandbox in den Windows Features + herunterfahren des PC und neu einschalten (ein Neustart brachte tatsächlich nichts) ließen sich die VirtualBox Maschinen wieder starten.
Das heißt aber nicht, dass Hyper V "aktiv-aktiv" ist.
Nach meiner Erfahrung hat man das Problem auch, wenn man generell Hyper-V aktiviert hat (in den Features). Erst wenn man Hyper V deaktiviert kann man z.B. VBox nutzen.
Über das wieso und warum gibt es einige Seiten (die man über google findet), die das relativ gut erklären.
https://finsterbt.com/switch-between-hyper-v-and-virtualbox-on-windows-10/
 

cc_aero

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Das heißt aber nicht, dass Hyper V "aktiv-aktiv" ist.
Eben schon. Hyper-V dürfte nämlich genauso wie Xen oder ESXi ein "Low-Level" Hypervisor sein und hat quasi die alleinige Kontrolle über das System. So gesehen ist bei aktivertem Hyper-V auch die herkömmliche Windows-Oberfläche nur mehr eine virtuelle Maschine (halt mit höheren Privilegien).

Hyper-V unterscheidet sich somit also von anderen Ansetzen via zB Virtualbox oder VMWare Workstation/Player.

Wenn die Sandbox auf das vollständige Backend von Hyper-V zugreift ist Hyper-V im Hintergrund aktiv und blockt der Zugriff auf VT-d, somit ist kein Start von anderen VMs aus anderen Hypervisoren mehr möglich.

Wenn ihr mich fragt, eigentlich ein nicht ganz sauberer Zugang von MS. Man muss sich also entscheiden: Entwender Sandbox oder eigene virtualle Maschinen, da nehm ich lieber letzteres...
 

andy_m4

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Wenn die Sandbox auf das vollständige Backend von Hyper-V zugreift ist Hyper-V im Hintergrund aktiv und blockt der Zugriff auf VT-d, somit ist kein Start von anderen VMs aus anderen Hypervisoren mehr möglich.
Ja. Steht aber alles in dem von new Account() verlinkten Artikel.

Wenn ihr mich fragt, eigentlich ein nicht ganz sauberer Zugang von MS.
Ja. Kann man so sehen. Hyper-V in Windows könnte man sich ohnehin sparen. Windows wird ja eher virtualisiert ausgeführt als das es selbst als Host-System in Frage kommt. :-)

Ich hab mich ohnehin gefragt, warum man keine lightweight-Sandbox gemacht hat. Gut. Man kann vorhandene Technik recyclen. Schleppt aber in jedem Fall immer ne VM mit rum.
Projekte wie Sandboxie zeigen ja, das es auch anders geht,
 

Schildkröte09

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Dann kommt nur die nächste Frage. Was mich auch interessieren würde. Um die Windows Sandbox zu nutzen, muss die CPU im BIOS auf virtuell eingestellt werden. Macht man die nicht, startet die Windows Sandbox nicht.
Die Windows Sandbox nutzt eigenes HyperV, was nach der Aufzeichnung von euch ja immer aktiv geschaltet sein soll. Nur warum startet dann die Windows Sandbox nicht ohne diese Virtualisierungseinstellungen der CPU?
Oder: Startet z.B. die Virtual Box oder Sandboxie ohne diese virtuelle CPU Einstellungen? Dann könnte man z.B. auch weiterhin den Ryzen Master starten.

Mit virtueller eingestellter CPU gibt es diese Reaktion vom Ryzen Master :

ryzenMaster.png


Hier ist das Betriebssystem angesprochen. Deaktiviere ich aber die virtuelle Möglichkeit der CPU im BIOS, läßt sich der Ryzen Master wieder starten. Unabhängig vom Betriebssystem.

Viele Grüße
 
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andy_m4

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Oder: Startet z.B. die Virtual Box oder Sandboxie ohne diese virtuelle CPU Einstellungen?
VirtualBox bietet wohl auch Virtualisierung ohne Hardwareunterstützung.
Sandboxie arbeitet gar nicht mit Vollvirtualisierung, sondern eher wie ne klassische Sandbox. Also potentiell gefährliche Operationen werden abgefangen und ggf. umgeleitet. Das kann man beispielsweise dadurch realisieren, in dem man auf die entsprechenden System-API-Aufrufe einfach ein Layer drüber legt, der dann die Umsetzung vornimmt bzw. illegale Zugriffe zurückweist.
 
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