News Withings Body Scan 2: Longevity-Station erfasst 60 Biomarker für gesünderes Leben

@Tr8or
Basics sind Zucker, Cholesterin, TG.

Etwas weitergehen aber wichtig finde ich Fasteninsulin um den HOMA-IR zu ermitteln.
CRP, Indikatoren für Fettleber (GPT).

Ich zahle bei meinem Labor als Privatzahler um die 100 EUR, und hab da mal verschiedene Sachen dazu und rausgenommen, die nicht immer üblich sind, aber schon auch sehr aufschlussreich z.B. zu Testosteron, Vitamin D.
 
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@nutrix Für ein Großes Blutbild? Mit Sicherheit nicht.
https://www.meindirektlabor.de/file...ndorte/Labor_28/preisliste-berlin-2024_03.pdf

(Wahrscheinlich weiß hier niemand was ein "Großes Blutbild" ist und meint eigentlich was ganz anderes. Ein Großes BB ist ein Differenzial BB, welches zusätzlich zum kleinen Blutbild die Leukozyten in seine Bestandteile unterteilt. Ein Blutbild ist nichts anderes als die Anzahl der roten und weißen Blutkörperchen sowie Blutplättchen und Hämoglobin.)
 
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Ich hätte das nicht gewusst. Versuche für meine Tests dann ein anderes Wort zu verwenden. Mache das aber auch bei Labor Staber, wo du die Preisliste her hast.
 
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Tr8or schrieb:
Aber da stehen doch ganze viele Untersuchungen, die deutlich mehr kosten. Nimm nen Test bei Vitamin D dazu, sind das schon 32,17 € mehr.
Tr8or schrieb:
(Wahrscheinlich weiß hier niemand was ein "Großes Blutbild" ist und meint eigentlich was ganz anderes.
Das wirds sein, weil wenn ich mir die Tabelle so ansehe, wurde bei mir viel mehr getestet, was dann den höheren Preis erkärt.
Tr8or schrieb:
Ein Großes BB ist ein Differenzial BB, welches zusätzlich zum kleinen Blutbild die Leukozyten in seine Bestandteile unterteilt. Ein Blutbild ist nichts anderes als die Anzahl der roten und weißen Blutkörperchen sowie Blutplättchen und Hämoglobin.)
Gut, aber das ist ja u.U. nicht genau das, was man bei einer Diagnose und Untersuchung für diverse Probleme braucht. Wenn Du laut Tabelle Mikronährstoffe umfangreich prüfst, bist Du schnell mal bei ca 720 €!
 
Na vielleicht schafft es ja Withings die Messung der Körperzusammensetzung ja doch zu verbessern.
Bei der segmentale Körperanalyse gibt es ja bei der BodyScan 2 eine Zone mehr (6 Zonen statt 5 Zonen).

Bisher (bei der Body Scan 1) wurde der Körper in 5 Zonen unterteilt:

1. Rechter Arm

2. Linker Arm

3. Rechtes Bein

4. Linkes Bein

5. Torso (der gesamte Rumpf als eine Einheit)

Bei der Body Scan 2 wird die Messung im Rumpfbereich verfeinert. Die neue 6-Zonen-Aufteilung trennt den Torso nun in zwei separate Bereiche auf:

• Zone 5: Brustbereich (Oberer Torso)

• Zone 6: Bauchregion / Abdomen (Unterer Torso)

Die Sensoren (die für diese Messung verantwortlich sind) wurden wohl auch verbessert.

„Die Verbesserung der Sensoren bei der Body Scan 2 im Vergleich zum Vorgängermodell basiert primär auf drei technologischen Säulen: der Erweiterung des Frequenzspektrums, der Signalverarbeitung und der Art der Elektroden-Ansteuerung.

Hier sind die technischen Details:


1. Ultrahochfrequenz-Bioimpedanzspektroskopie (BIS)

Während herkömmliche Waagen (und auch die erste Body Scan) mit der sogenannten Multi-Frequenz-BIA arbeiten, nutzt die Body Scan 2 ein breiteres Spektrum, das bis zu 800 kHz reicht.

• Der Vorteil: Niedrige Frequenzen fließen nur um die Zellen herum (extrazellulär), während sehr hohe Frequenzen die Zellmembranen durchdringen können. Durch die Erhöhung auf 800 kHz kann die Waage das intrazelluläre Wasser wesentlich präziser von der extrazellulären Flüssigkeit unterscheiden. Dies führt zu einer viel genaueren Berechnung der reinen Muskelmasse, da Wassereinlagerungen besser herausgefiltert werden.

2. Dynamisches Pfad-Switching für die 6-Zonen-Messung

Um die zusätzliche 6. Zone (die Trennung von Brust und Bauch) zu ermöglichen, wurde die Schaltung der insgesamt 12 Elektroden ( 8 an der Basis, 4 am Griff) >BodyScan1 hatte 4 Elektroden an der Basis, 4 am Griff = 8 Elektroden < verändert:

• Triangulation: Die Hardware kann nun in Millisekunden die Messpfade so umschalten, dass der Widerstand im Rumpf nicht mehr nur linear von den Händen zu den Füßen gemessen wird. Stattdessen werden Potenzialdifferenzen so abgegriffen, dass der Bereich des Abdomens isoliert berechnet werden kann.

• Signal-Rausch-Verhältnis: Die Sensoren im Handgriff verfügen über eine verbesserte Abschirmung gegen elektromagnetische Störungen, was die Messwerte stabiler macht, selbst wenn die Arme nicht perfekt gestreckt sind.

3. Integration von ICG-Sensoren (Impedanzkardiographie)

Die Sensoren sind nun multifunktionaler. Die Elektroden messen nicht mehr nur den Widerstand für das Körperfett, sondern fungieren gleichzeitig als hochsensible Sensoren für die Impedanzkardiographie (ICG).

• Dabei wird gemessen, wie sich das Blutvolumen in der Aorta bei jedem Herzschlag verändert. Da Blut Strom sehr gut leitet, führen Volumenänderungen zu minimalen Widerstandsschwankungen. Die neuen Sensoren sind empfindlich genug, um diese winzigen Schwankungen im Torso zu erfassen und daraus die Pumpkraft des Herzens (Schlagvolumen) abzuleiten.

4. Verbesserte Kontaktflächen

Die Glasoberfläche nutzt eine optimierte ITO-Beschichtung (Indiumzinnoxid), die eine gleichmäßigere Leitfähigkeit über die gesamte Fläche bietet. Das verringert Messfehler, die früher entstehen konnten, wenn die Füße nicht exakt auf den Markierungen standen.


Zusammengefasst ermöglichen diese Upgrades nicht nur eine detailliertere Aufteilung des Körpers, sondern rücken die Messgenauigkeit deutlich näher an klinische Goldstandards wie den DEXA-Scan (Röntgenabsorptiometrie) heran.“
 
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tom221 schrieb:
Bisher (bei der Body Scan 1) wurde der Körper in 5 Zonen unterteilt:
1. Rechter Arm
2. Linker Arm
3. Rechtes Bein
4. Linkes Bein
Zone 5: Brustbereich (Oberer Torso)
Zone 6: Bauchregion / Abdomen (Unterer Torso)

Wenn die Sensoren am Fuß und an der Hand sind, ist es schon interessant wie man dann solch eine Aufteilung erreichen will... Meiner Erfahrung nach: Humbug und Kristallkugel! :)
 
@Tr8or Die segmentale Körperzusammensetzung der Withings Body Scan (und vergleichbarer High-End-Waagen) basiert auf der Mehrfrequenz-Bioelektrischen-Impedanzanalyse (BIA) in Kombination mit einer speziellen Sensoranordnung.

Hier ist die technische Erklärung, wie das Gerät die einzelnen Körperteile unterscheidet:

1. Das 8-Elektroden-Prinzip

Im Gegensatz zu herkömmlichen Waagen, die nur vier Elektroden für die Füße haben, nutzt die Body Scan insgesamt acht Elektroden:

• 4 Elektroden in der Glasplatte (für die Füße).

• 4 Elektroden im ausziehbaren Griff (für die Hände).

2. Verschiedene Strompfade (Messkreisläufe)

Wenn du den Griff hältst und auf der Waage stehst, schickt das Gerät schwache, nicht spürbare Wechselströme durch deinen Körper. Da die Waage steuern kann, über welche Elektroden der Strom ein- und austritt, entstehen verschiedene Pfade:

• Arm zu Arm: Der Strom fließt nur durch den Oberkörper und die Arme.

• Fuß zu Fuß: Der Strom fließt durch die Beine und das Becken.

• Hand zu Fuß (diagonal oder einseitig): Hierbei wird der gesamte Körper bzw. spezifische Seiten (z. B. rechter Arm bis rechter Fuß) durchquert.

3. Mathematische Segmentierung

Durch die Kombination dieser verschiedenen Messpfade kann der Algorithmus den Gesamtwiderstand (Impedanz) in einzelne Segmente "zerlegen":

• Linker Arm / Rechter Arm

• Linkes Bein / Rechtes Bein

• Rumpf (Torso)

Der Widerstand des Rumpfes ist technisch am schwierigsten zu messen, da er ein großes Volumen mit vergleichsweise geringem Widerstand hat. Die Sensoren an Händen und Füßen ermöglichen es jedoch, den Rumpf als "Knotenpunkt" zwischen den Gliedmaßen isoliert zu berechnen.

4. Mehrfrequenz-Messung

Die Waage nutzt meist unterschiedliche Frequenzen (niedrige und hohe Frequenzen):

• Niedrige Frequenzen fließen eher um die Zellen herum (extrazellulär).

• Hohe Frequenzen können die Zellmembranen durchdringen (intrazellulär).

Dies erlaubt eine präzisere Unterscheidung zwischen Wasser, Fett und Muskelmasse in jedem einzelnen Segment.

Zusammenfassend: Die Waage misst nicht "alle Körperteile gleichzeitig", sondern schaltet in Millisekunden zwischen verschiedenen Elektroden-Paaren hin und her. Aus der Summe dieser Teilmessungen ergibt sich dann das detaillierte Bild für jedes Körpersegment.
 
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Danke! Das ist ja interessant! Wahnsinnig teuer, und vom praktischen Nutzen her, naja - aber technisch aufregend. Wer das Geld hat, da ist das vielleicht was.
 
@Clausewitz: es würde bestimmt noch teurer gehen, das ist halt nen Drahtseilakt für den privaten Haushalt zwischen Genauigkeit und Preis.
 
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