Worin untertscheiden sich Mainboards?

a-e-x

Lt. Junior Grade
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Hey!
Also ich weiß, ist vllt ne doofe frage aber kenne mich da nicht so aus :)
Ich werde mir für meinen neuen PC zum Beispiel das MSI 770-C45 Board kaufen. Aber worin unterscheidet sich dies nun in der Leistung von den ganzen Mainboards die über 100 Euro kosten? Verringert ein günstiges Mainboard wie das MSI etwa die Leistung von CPU und Grafikkarte etc?

Wäre echt dankbar für Auskünfte :)

Beste Grüße, Alex
 
Wenn ein Motherboard mehr Geld kostet, können entweder mehr Features drin oder hochwertigere Bauteile, mit mehr Lebenszeit, höhere Sicherheit und und und ...
Mit dem CPU-Speed hat das nichts zu tun.
 
@Mannitou:
das, was du sagst ist teilweise korrekt.
allerdings beeinflussen mainboards durchaus bis zu einem gewissen grad die leistung des PCs.
dies bezieht sich eigentlich auf alle bereiche. HDD-speed, ram-speed, ram-latency, bei benchmarks vor allem gut sichtbar im cpu und gpu-bereich.
 
Der erste große Bereich ist die Ausstattung. Also alles was der Chipsatz nicht kann und von separaten Controllern bereitgestellt werden muss. Beispiel: FireWire, Wlan, Bluetooth, USB3.0, zusätzlicher zweiter Netzwerkanschluss, zusätzliche SATA-Ports die über die Anzahl der vom Chipsatz verwaltbaren hinaus geht (üblicherweise sind das 6 Stück), Infrarotschnittstelle... Natürlich ist es auch mit Kosten verbunden, wenn der Onboardsound extra viele Anschlüsse bereitstellt.

Der zweite Bereich ist die Qualität der Komponenten. Ein besserer Soundchip kostet nunmal mehr. Ebenso bessere Kondensatoren, mehr Spannungswandler für zusätzliche Phasen bei der Stromversorgung und so weiter, um besser und stabiler Übertakten zu können. Bei sowas kommt dann auch gleich noch eine bessere Kühlkonstruktion dazu, damit das Teil nicht überhitzt.
Bei solchen Boards gibt's dann oft noch irgendwelche unnötigen Gimmicks, die nichts bringen, aber nunmal auch Geld kosten. Hier siehst du gute Beispiele (bzw. eigentlich ja Negativbeispiele für total unnötigen Mist): https://www.computerbase.de/artikel...-msi-test.1129/seite-5#abschnitt_intel_dp55kg
So ein blinkender Totenschädel ist doch nutzlos. Das Diagnose-Display, das Fehlercodes ausgeben kann mag dagegen durchaus nützlich sein.


@schnopsnosn: Die Performance wird aber eigentlich nur dann negativ beeinflusst, wenn der Hersteller einen Fehler ins BIOS macht. Grundsätzlich sollten sie annähernd die gleiche Leistung bieten, wenn die selben Chipsätze verbaut sind.
In diesem Fall kommt dann wieder ein Preistreibender Faktor dazu: Support! Stampft man nach der Veröffentlichung direkt den BIOS-Support ein, kann man als Hersteller eine Menge sparen.^^
 
Zuletzt bearbeitet:
teurere Platinen haben meist ein besser abzustimmendes Bios, was dem Feintuning beim OC entgegenkommt.

ansonsten sind bessere Bauteile verbaut (z.B. Solid-Caps-Kondensatoren) und in der Regel wurde auf eine bessere Kühlung der Komponenten (Chipsatz, Spawas) Wert gelegt, was aber auch nur beim Overclocking eine wichtige Rolle spielt
 
Aaaaaah, das hilft mir doch schonmal sehr weiter.
Aber das MSI 770-C45 ist kein schlechtes Board oder?
Meine Frage wäre noch, ob es da auch möglich ist ein 2.1 bzw. 5.1 Soundsystem anzuschließen oder ob ich dafür ne externe soundkarte brauche.
 
die performance-unterschiede bewegen sich im niedrigen prozent-bereich, da musst du dir keine gedanken machen ;)
 
Du bekommst da sogar 7.1 ran.:)
Allerdings hat es anscheinend nur analoge Ausgänge. Und im analogen Bereich holt eine Soundkarte nunmal einiges raus, während im digitalen der Unterschied zwischen Onboardsound und Soundkarte nur gering ist.

Im Grunde ein grundsolides Board. Ich würde evtl. eins ohne seriellen Anschluss nehmen. Den braucht man heute kaum noch. Stattdessen wäre dann Platz für mehr USB-Ports oder gar einen eSATA. Meiner Meinung nach praktischer. Aber vielleicht brauchst du gerade den seriellen Anschluss, dann vergiss meine Anmerkung.
Außerdem gefallen mir rote Platinen nicht.:p

So eine Onboardgrafik kann sicher auch nützlich sein (Fehlerdiagnose, Ersatz beim Einschicken der großen Graka, Multimonitorbetrieb) und die von AMD taugen ja auch was. Was du auch bedenken könnltest: Wenn du keine oder nur wenige Erweiterungskarten nutzen willst, wäre evtl. ein Micro-ATX-Board was. Damit wärst du später flexibler, falls du ein kleineres Gehäuse nehmen willst.


Aber das nur als Randbemerkung. Du hast ja keine großen Ansprüche. Da brauchst du dir gar nicht so viel Gedanken machen. Trotzdem gut, dass du es machst.;)


Edit: @kaigue: Recht hast du. Man kann's nicht oft genug sagen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Grunde nehmen die Hersteller das Referenzdesign von Intel und verändern ein paar Sachen. Ein modifiziertes Bios hier, ein paar andere Features dort und eventuell noch ein bisschen Kupfer mehr.

Letztendlich wird das Mainboard dadurch aber nicht besser. Probleme kann man mit jedem Hersteller bekommen, daher würde ich dir raten - solltest du nicht an OC interessiert sein - das günstigste Board mit deinen für dich wichtigsten Features zu nehmen!
 
@1337 g33k: Besten Dank für deine ausführliche Antwort. Hab wirklich keine großen Ansprüche, das Boar wird halt in nem Zocker-PC für ca 500 euronen verbaut. Aber mit den USB Ports sprichst du ne gute Sache an. Da gibts ja jetzt USB 3.0. Da ist die übertragungsgeschwindigkeit ja anscheinend viel schneller als bei USB 2. Aber mal im ernst: braucht man das wirklich? :D wenn ich große mengen daten übertrage sitze ich doch eh nicht die ganze zeit daneben und schau mir an wie der Prozentzähler alle 10 sekunden höher springt. Oder ist der Unterschied einfach so enorm dass man sich überlegen sollte ein board mit usb 3.0 zu kaufen?
 
Deine Aussage bezüglich Referenzdesigns mag in aller Regel für Grafikkarten gelten, bei Mainboards liegt die Sache schon noch etwas anders.

In einigen Details hat Intel sehr strenge Vorgaben (Spannungsversorgung), ein komplettes Mainboard-Referenzdesign wäre mir nicht bekannt.

MSI 770-C45 Board

Mit diesem Board hat Intel so gut wie gar nichts am Hut :D
 
Der Unterschied von USB2.0 auf 3.0 ist in der Tat enorm. Es ist ca. um den Faktor 10 schneller. Das ist gar so schnell, dass die meisten Mainboards Probleme haben, das in der vollen Geschwindigkeit bereitzustellen. Selbst wenn's um die Energie geht, die die USB3.0-Ports bereitstellen sollen geht so manchen die Puste aus. (USB2.0: 500mA, also 2,5W; USB3.0: 2.300mA, also 11,5W)
So wirklich ausgereift ist das ganze also noch nicht. Die Treiber müssen auch separat installiert werden, da sie noch nicht mit dem Betriebssystem mitgeliefert werden. Mit dem Service Pack für Windows 7 erübrigt sich das aber. Ist eigentlich auch nicht schlimm.

Letztendlich sollte man auch beachten: Momentan gibt's bis auf einzelne USB3.0-Festplatten keine Geräte mit USB3.0. Insofern kann man gut noch eine Weile ohne auskommen.
Ich geb's ja zu: Für Festplatten ist USB2.0 teilweise nun doch etwas lahm. Aber es gibt ja auch noch eSATA, insofern ist man auf USB3.0 ohnehin nicht angewiesen. Außerdem kommen Festplatten bei weitem nicht an die Grenzen von USB3.0.
 
ich danke euch für die zahlreichen antworten. jetzt ist mir doch einiges klarer geworden :)
Wünsche allen noch einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die Woche :) Bei mir beginnt sie mit ner schönen Statistik-Klausur.... Ich könnt kotzen :D
 
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