Notiz Z-NAND: Samsung bereitet Serienfertigung der Z-SSD vor

MichaG

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#1
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#2
Wenn Optane ebenso wie diese Lösung nur um Faktor 10 beschlenigt, dann hat sie wohl keinen Einfluss auf den Massenmarkt.

Beim Wechsel von SATA auf NVME sahen die Benchmarkwerte vielversprechend aus aber im täglichen Betrieb ist davon kaum etwas zu spüren. Schade. Noch einmal ein "Wow" wie beim Wechsel von HDD auf SSD bleibt aus.
 

Roche

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#4

Cr4y

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#5
Das kommt ganz darauf an, wie man seinen Rechner benutzt. Schaufelt man nicht dauernd viele Daten umher, bringt einem die hohe Transferrate halt nicht wirklich was.
Hohe Transferraten kann man auch ohne NVMe erzielen. NVMe ist eher für viele, parallele Zugriffe geeignet. Und das bekommt man im privaten Umfeld eigentlich gar nicht hin.
 
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#6
Bei klassischem SATA ist bei 600MB/s Schluss. Da geht über PCIe/NVMe schon einiges mehr.
(SATA Express ist ja letztlich nichts anderes als PCIe über Kabel.)
 
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Cr4y

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#8
Bei klassischem SATA ist bei 600MB/s Schluss. Da geht über PCIe/NVMe schon einiges mehr.
(SATA Express ist ja letztlich nichts anderes als PCIe über Kabel.)
Ich meine nur, dass NVMe nicht unbedingt nötig ist, um hohe seq. Transferraten zu erreichen. Das geht auch mit dem SATA Standard AHCI (also theoretisch mit einer PCIe 4x SSD die AHCI statt NVMe nutzt). NVMe bietet nur bei sehr vielen parallelen Zugriffen/IOPS einen wirklichen Vorteil.
 

markox

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#9
Schade. Noch einmal ein "Wow" wie beim Wechsel von HDD auf SSD bleibt aus.
Es fehlt ganz einfach die Basis für den Wow-Effekt. Was erwartest du denn? Die HDD war der ewige Flaschenhals, die heutige SSD ist eine der performantesten Komponenten im Durchschnittssystem und somit wie gesagt keine Basis mehr.
Außerdem kommt es auch noch darauf an, wann man von HDD auf SSD umgestiegen ist. Um einen Wow-Effekt zu erleben musste man auch die ersten Generationen überspringen. Bei den ersten bezahlbaren 16-32GB SSD Gurken war der noch nicht garantiert.
 
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#10
Die HDD war der ewige Flaschenhals, die heutige SSD ist eine der performantesten Komponenten im Durchschnittssystem und somit wie gesagt keine Basis mehr.
Naja. Verglichen mit dem Arbeitsspeicher sind heutige SSDs schon noch langsam. Der nächste WoW-Effekt dürfte also eintreten, wenn nicht flüchtiger Arbeitsspeicher aufkommt und somit Arbeits- und Massenspeicher miteinander verschmelzen.
Das dürfte nicht nur für einen spürbaren Performancesprung sorgen, sondern sich auch grundlegend darauf auswirken, wie der PC, sein Betriebssystem und die Anwendungen, funktionieren. Kein Laden oder Speichern mehr. Booten sowieso nicht... usw.
 
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#11
Weiß nicht, was ihr alle habt, ich hätte gerne eine SSD, die eine 7x schnellere Zugriffszeit hat. Genau das haben NVMe-SSDs ja eben nicht und genau darum geht es bei der Z-SSD doch hauptsächlich.
 
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Holt

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#12
Beim Wechsel von SATA auf NVME sahen die Benchmarkwerte vielversprechend aus aber im täglichen Betrieb ist davon kaum etwas zu spüren. Schade. Noch einmal ein "Wow" wie beim Wechsel von HDD auf SSD bleibt aus.
Das liegt daran, dass der für den Wow Effekt man meisten entscheidende Wert eben nicht die seq. Transferraten oder maximalen IOPS sind, sondern die 4k QD1 Lesend und die sind schon bei schnellen SATA SSDs, vor allem denen von Samsung, mit um die 50MB/s sehr hoch und da können auch die schnellsten PCIe SSDs kaum noch was drauflegen, von Schummelei mit Datenkompression bei Phison mal abgesehen. Da legen die kleinen Memory Optane aber gewaltig zu, die schaffen mit Windows Server 2008R2 bis zu 488MB/s bei 4k QD1 Lesend, also rund 10x so viel wie die besten NAND basierten SSDs. Nur hängt dieser Wert eben massiv vom verwendeten System und dessen Energiespareinstellungen ab.

Einzeln sind die Optane mit ihren maximal 32GB zu klein für viele Benchmarks, im RAID 0 mit 2 oder 3 kann man dann neben Windows auch noch viele Benchmark draufbekommen und dann schlagen jede PCIe SSDs, selbst wenn die auch im RAID läuft, obwohl so ein RAID keine besseren sondern eher schlechtere 4k QD1 Lesend hat und auch bei den anderen Werten können diese kleinen Optane selbst im RAID nicht wirklich glänzen. Aber die 4k QD1 Lesend und damit eben auch generell die Leseperformace bei kleinen Zugriffen und QDs macht bei PCMark7 50% mehr Punkte fürs System Storage wie zwei 950 Pro im RAID 0 bzw. doppelt so viele wie bei einer 960 Pro 2TB aus und noch eine dritte Optane ins RAID 0 zu packen bringt dann nur noch so 10% mehr.

Übrigens hoffe ich das Samsung wie Intel dann die Enthusiasten nicht vergisst!
 
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#14
die heutige SSD ist eine der performantesten Komponenten im Durchschnittssystem und somit wie gesagt keine Basis mehr.
Heutige SSDs sind, wenn man HDDs und Wechselmedien (USB-Stick, optische Datenträger, Bandlaufwerke) außen vor lässt immer noch die langsamste Stufe in der Speicherhierachie (Register > L1-Cache > L2-Cache > L3-Cache > RAM > SSD).

Z-NAND ist nicht viel mehr als auf Geschwindigkeit optimierter NAND-Speicher. Für manche Einsatzbereiche sicherlich sehr vorteilhaft, aber die fundamentale Beschränkungen von NAND-Speicher lassen sich damit nicht umgehen. Für Optane hingegen gelten aufgrund einer anderen Technologie andere Grenzen. Optane bietet vom Potential her höhere Geschwndigkeit und bessere Haltbarkeit als mit NAND theoretisch möglich ist. Allerdings ist auch die Zellgröße höher und selbst bei gleicher Zellgröße ist die Fertigung aufgrund der "exotischen" Materialien teurer. Von daher wird Optane bei vergleichbarem Stand der Technik immer deutlich teurer als NAND bleiben.

Einen wesentlichen Schub sehe ich erst mit zukünftigen Technologien, die bei besserer Haltbarkeit und geringerem Energiebedarf SRAM-ähnliche Geschwindigkeiten erreichen und deren Zellgröße mit NAND vergleichbar ist. STT-MRAM ist eine Technologie die potentiell solche Eigenschaften hat. Obwohl es schon kommerzielle Chips gibt, besteht noch reichlich Entwicklungsbedarf bevor es reif für den Massenmarkt ist.
 

Holt

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#15
Eben, fürs gaming optimal! Keine langen Ladezeiten mehr...
Bei den Ladezeiten von Games spielt meist der Entpacken der in aller Regel gepackt vorliegenden Daten die größte Rolle und dann bringt auch die schnellste SSD nichts, weil die CPU der begrenzende Faktor ist, die diese Daten entpacken muss.

Einen wesentlichen Schub sehe ich erst mit zukünftigen Technologien, die bei besserer Haltbarkeit und geringerem Energiebedarf SRAM-ähnliche Geschwindigkeiten erreichen und deren Zellgröße mit NAND vergleichbar ist. STT-MRAM ist eine Technologie die potentiell solche Eigenschaften hat.
Die geringe Zellgröße und damit hohe Speicherdichte von NAND ist der Hauptgrund warum dies so bald nicht verschwinden wird, dann diese dürfte kaum eine anderen Technologie übertreffen können. Damit wird NAND auch lange oder immer die günstigste Form sein wie man Daten in Halbleitern speichern kann.
 

markox

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#16
Naja. Verglichen mit dem Arbeitsspeicher sind heutige SSDs schon noch langsam.
Meine Aussage ist natürlich relativ und nicht absolut zu sehen. Sicher ist Arbeitsspeicher schneller als SSDs. Es geht um Komponenten und die Erfüllung ihrer Aufgaben. Ich hab hier ein 3 Jahre alten Mittelklasse Laptop. Den hab ich kürzlich gebraucht gekauft mit 16GB DDR3 RAM und 1TB HDD + 24GB SSD Cache. Nach dem ich eine 3 Jahre alte 128GB Mittelklasse SSD eingebaut habe, bin ich in unter 10 Sekunden im Internet nach dem Einschalten. Vorher war es bestimmt eine Minute. Und selbst dann hat die HDD noch ständig gerödelt. Jetzt flutscht alles nur noch so. Ich wüsste nicht, was mir ein revolutionärer neuer Arbeitsspeicher, bzw. dessen Ersatz für einen größeren Vorteil bieten sollte, im normalen Alltagsgebrauch. Klar, der PC könnte ohne Wartezeit sofort angehen, aber auf die 10 Sekunden kommt es mir da auch nicht mehr an, ein Mal den Stuhl gerade gerückt und ich kann loslegen. Und flüssiger als flüssig kann der PC auch nicht laufen. Am Ende bleiben nur noch spezialisierte Anwendungen die aber die wenigsten die wenigst Zeit ausführen dürften.
 
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Gerk

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#17
Klar, der PC könnte ohne Wartezeit sofort angehen, aber auf die 10 Sekunden kommt es mir da auch nicht mehr an, ein Mal den Stuhl gerade gerückt und ich kann loslegen. Und flüssiger als flüssig kann der PC auch nicht laufen. Am Ende bleiben nur noch spezialisierte Anwendungen die aber die wenigsten die wenigst Zeit ausführen dürften.
Das sehe ich alles genau so. Und meine größte Freude wäre es, wenn ich eine sinnvolle Anwendung für diese ziemlich perfekte Technik hätte.
 
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#19
Ich wüsste nicht, was mir ein revolutionärer neuer Arbeitsspeicher, bzw. dessen Ersatz für einen größeren Vorteil bieten sollte, im normalen Alltagsgebrauch. Klar, der PC könnte ohne Wartezeit sofort angehen, aber auf die 10 Sekunden kommt es mir da auch nicht mehr an, ein Mal den Stuhl gerade gerückt und ich kann loslegen. Und flüssiger als flüssig kann der PC auch nicht laufen. Am Ende bleiben nur noch spezialisierte Anwendungen die aber die wenigsten die wenigst Zeit ausführen dürften.
Ich glaube du unterschätzt das. Nicht nur das Hochfahren würde wegfallen, sondern das öffnen von Dateien/Programmen, denn wenn man den RAM durch ein persistenten Speicher ersetzt könnte, wären alle Dateien/Programme dauerhaft offen, Ladezeiten wäre größtenteils Vergangenheit. Natürlich würden sehr I/O-lastige Anwendungen besonders profitieren, aber auch für den Normalnutzer wäre ein solches "Instant-On"-Gefühl sicherlich eine Offenbarung.

Bei den Ladezeiten von Games spielt meist der Entpacken der in aller Regel gepackt vorliegenden Daten die größte Rolle und dann bringt auch die schnellste SSD nichts, weil die CPU der begrenzende Faktor ist, die diese Daten entpacken muss.
Jein. Häufig werden Kompressionsalgorithmen so ausgewählt, dass aktuelle CPUs min. so schnell entpacken können wie HDD/SSDs lesen können. Werden die Datenträger schneller wählt man einfach einen schnelleren Algorithmus. Facebook hat z.B. vor kurzem einen neuen Algorithmus vorgestellt, der besser als zip/gzip komprimiert und trotzdem so wenig CPU-Zeit braucht, dass ein einzelner Kern mehrere GiB/s dekomprimieren kann. Sollte man irgendwann den RAM durch einen persistenten Speicher ersetzen kann man die (De-)Kompression auch in Hardware gießen wie man es bei den Videocodecs bereits tut.

Die geringe Zellgröße und damit hohe Speicherdichte von NAND ist der Hauptgrund warum dies so bald nicht verschwinden wird, dann diese dürfte kaum eine anderen Technologie übertreffen können. Damit wird NAND auch lange oder immer die günstigste Form sein wie man Daten in Halbleitern speichern kann.
NAND wird mittelfristig weiterhin der Halbleiterspeicher mit der geringsten Zellgröße bleiben. Bei anderen Halbleiterspeicherarten gibt es allerdings welche, die theoretisch ähnliche Zellgrößen erlauben würden, z.B. eben SST-MRAM. Aber selbst wenn sie diese nicht ganz erreichen könnten sie im Endeffekt trotzdem zu höheren Datendichten führen, denn da sie wie RAM und im Gegensatz zu NAND keiner alterungsbedingten Abnutzung unterliegt könnte man bei dieser QLC und noch kleinere Strukturbreiten einsetzen wo NAND aus Haltbarkeitsgründen nicht mehr nutzbar wäre.
Ob und falls ja wann SST-MRAM sein Potential ausschöpfen kann ist allerdings noch ziemlich unsicher. Da aber einige der großen Halbleiterunternehmen (IBM, Samsung, GloFo, TSMC, Freescale, Hynix, …) daran forschen und teils sogar schon fertige Produkte angeboten werden (Everspin) sehe ich die Chancen nicht schlecht dafür.
 

Holt

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