Doom 3 Benchmarks: Grafikkarten von ATi und Nvidia im Vergleich

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Christoph Becker
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Ohne Optimierungen

An dieser Stelle wollen wir nochmals auf die Performance der von uns getesteten Grafikkarten eingehen, wenn man alle in den Treibern vorhandenen Optimierungen der Filter deaktiviert. Bei den nVidia-Karten erreicht man dies mittlerweile einfach über das Setzen eines Reglers auf den Wert "High Quality", bei ATi bedarf es allerdings immer noch einiger Tricks. Wie man dort diese Optimierungen abschaltet, haben wir bereits in einem Artikel zu diesem Thema ausführlich beschrieben. Wie wir während unserer Tests feststellen mussten, scheinen diese Registry-Hacks allerdings keine Auswirkungen auf OpenGL-Spiele zu haben. Auf Werte der Radeon X800-Serie müssen wir in diesem Abschnitt also leider verzichten.

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  • w/o Optimizations:
    • nVidia GeForce 6800 Ultra
      48,9
    • nVidia GeForce 6800 GT
      43,6
    • nVidia GeForce 6800
      33,2
    • nVidia GeForce FX 5950 Ultra
      15,4
    • nVidia GeForce FX 5900 XT
      12,4
  • with Optimizations:
    • nVidia GeForce 6800 Ultra
      52,4
    • nVidia GeForce 6800 GT
      46,8
    • nVidia GeForce 6800
      35,9
    • nVidia GeForce FX 5950 Ultra
      21,9
    • nVidia GeForce FX 5900 XT
      17,6
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

Durch das Deaktivieren des optimierten trilinearen Filters verlieren die nVidia-Karten zwar durchgehend etwas an Performance, dieser Verlust hält sich allerdings in Grenzen. Während die GeForce 6800-Serie im Durchschnitt knapp drei Bilder pro Sekunden verliert, muss die GeForce FX 5900 XT ganze fünf FPS einbüßen.

Fazit

Tja, da ist es nun. Das Spiel, auf das wir alle so lange gewartet haben. Nach unzähligen Stunden des Testens und gefühlten zehntausend Timedemo-Durchläufen, kommen wir also nun zum Fazit. Und so resümieren wir, dass wohl nVidia in Doom 3 die Nase vorne hat. Wirft man einen Blick in die Vergangenheit, so fällt allerdings unweigerlich auf, dass in OpenGL nVidia schon immer die Nase vorne und ATi meist das Nachsehen hatte. So ist es dann auch wieder in Doom 3.

Zwar hat ATi hektisch einen neuen Treiber nachgeschoben, der die Performance von ATi-Karten drastisch verbessert, im Großen und Ganzen reicht dies allerdings immer noch nicht, um nVidia das Wasser zu reichen. Ein weiterer Haken des Catalyst 4.9: Er bringt nur auf der Radeon-X800-Serie wirklich signifikante Vorteile, während die alten Radeon 9xxx-Karten nur kleine Zuwächse verzeichnen können. Neue Treiber werden meist auch nur auf neue Hardware optimiert.

Würden wir eine Empfehlung für eine Grafikkarte aussprechen, mit der Doom 3 besonders gut läuft, würde diese wohl die GeForce 6800 GT betreffen. Diese Karte vermag es durchweg auf dem Niveau einer gut 100 Euro teureren Radeon X800 XT zu agieren und ist oftmals nur wenig langsamer als eine 6800 Ultra. Für den kleineren Geldbeutel empfiehlt sich die GeForce 6800, die trotz ihrer 128 MB Texturspeicher ein durchweg vorzeigbares Ergebnis ablieferte. Besitzer von ATi-Grafikkarten sollten nun allerdings nicht in Panik verfallen, bieten doch auch alle Radeon-Karten durchweg gute Leistungen und stellen Doom 3 blitzsauber dar. Ob man nun 65 oder 55 Bilder pro Sekunde hat, merkt man in der Hitze des Gefechts ohnehin nicht wirklich.

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