Assassin's Creed Black Flag Resynced im Test: Raytracing in der Analyse

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Wolfgang Andermahr
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Raytracing verbessert massiv die Bildqualität

Raytracing hat bereits in Assassin's Creed Shadows einen großen, positiven Einfluss auf die Bildqualität gehabt und in Assassin's Creed Black Flag Resynced ist dies genauso. Generell bietet das Spiel für die Beleuchtung und die Reflexionen Raytracing. Im Grafikmenü lässt sich mit der Einstellung „Standard“ die RT-Beleuchtung einstellen, mit „Erweitert“ gibt es zusätzlich RT-Reflexionen. Ausschließlich die Reflexionen lassen sich nicht nutzen, die Beleuchtung ist immer zusätzlich aktiviert. Raytracing lässt sich auch komplett abschalten.

Darüber hinaus gibt es mit „Raytracing-Qualität“ und mit „BVH-Qualität“ zwei verschiedene Einstellmöglichkeiten, um die Detailstufe zu konfigurieren. BVH-Qualität beeinflusst, welche Objekte in der BVH-Struktur vorhanden sind, um mit Raytracing versehen zu werden. Und Raytracing-Qualität passt unter anderem die Auflösung der Effekte an. Sämtlichen Testreihen werden mit der höchsten Stufe „Extrem Hoch“ durchgeführt.

Die RT-Beleuchtung macht den Unterschied aus

Die Raytracing-Beleuchtung ist entscheidend für eine gute Bildqualität. Und das, obwohl es sich um eine einfache, ressourcenschonende Umsetzung handelt, die durchaus ihre Probleme hat. Aber dennoch sind die qualitativen Vorteile gegenüber der klassischen Rasterizer-Technik sehr groß.

Das fällt vor allem bei zwei verschiedenen Faktoren auf. So wirkt die Rasterizer-Beleuchtung generell sehr flach. Vor allem bei der Darstellung von dichter Vegetation hat diese große Probleme. Diese leuchtet zum Beispiel häufig im Dunkeln oder ist wiederum viel zu dunkel, wenn sie von Licht getroffen ist. Die Raytracing-Beleuchtung hat diese Probleme nicht.

Das zweite große Plus ist, dass mit Raytracing das Sonnenlicht die Umgebung einfärbt. Dann erhalten unter anderem die vielen Holzhäuser bei gleißender Sonne plötzlich einen „orangen Anstrich“, während ohne Raytracing fast schon alles grau wirkt. Das ist ein toller Effekt. Die RT-Beleuchtung hat noch weitere Vorteile, doch dies sind die zwei wichtigsten Punkte.

Die RT-Reflexionen sind viel mehr optional

Die Raytracing-Reflexionen sind dagegen eher als optional anzusehen. Denn auch wenn diese aktiviert sind, arbeitet das Spiel immer noch mit vielen Screenspace-Reflexionen inklusive all deren Nachteile. Wenn eine richtige RT-Reflexion zu sehen ist, ist diese dem Screenspace-Pendant klar überlegen. Diese lässt sich eben nicht wegwischen und zeigt in Bewegung auch weniger Artefakte. Da Black Flag aber nicht stark auf Reflexionen setzt und diese ohnehin nur teilweise zum Einsatz kommen, verliert man anders als bei der RT-Beleuchtung nicht sonderlich viel Grafikqualität.

Raytracing kostet unabhängig von der Hardware nicht viel Leistung

Die RT-Beleuchtung in Assassin's Creed Black Flag Resynced ist sehr effektiv, hat aber eben auch ihre Limitierungen. Das hat den Vorteil, dass die Leistungskosten unabhängig von der Hardware gering sind. Auf der GeForce RTX 5070 Ti kostet diese in Ultra HD gerade einmal neun Prozent an FPS, auf der Radeon RX 9070 XT sind es kaum höhere zehn Prozent. Und auch auf RT-schwachen Karten wie RDNA 3 kann diese problemlos dargestellt werden.

So viel kostet Raytracing – 3.840 × 2.160
  • FPS, Durchschnitt:
    • RX 9070 XT @ Rasterizer
      67,6
    • RTX 5070 Ti @ Rasterizer
      64,3
    • RX 9070 XT @ RT-Beleuchtung
      60,8
    • RTX 5070 Ti @ RT-Beleuchtung
      58,2
    • RX 9070 XT @ RT-Bel. + Reflexionen
      54,2
    • RTX 5070 Ti @ RT-Bel. + Reflexionen
      52,7
  • FPS, 1% Perzentil:
    • RX 9070 XT @ Rasterizer
      58,1
    • RTX 5070 Ti @ Rasterizer
      56,9
    • RX 9070 XT @ RT-Beleuchtung
      53,1
    • RTX 5070 Ti @ RT-Beleuchtung
      51,3
    • RX 9070 XT @ RT-Bel. + Reflexionen
      47,1
    • RTX 5070 Ti @ RT-Bel. + Reflexionen
      47,0
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

Die Raytracing-Reflexionen kosten auf der GeForce wiederum neun Prozent und auf der Radeon elf Prozent. Auch das ist nicht viel, dennoch sind die RT-Reflexionen eine sinnvolle Tuning-Option bei der Suche nach mehr FPS.

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