Assassin's Creed Black Flag Resynced im Test: Fazit

 5/5
Wolfgang Andermahr
17 Kommentare

Ubisoft hat bei Assassin's Creed Black Flag Resynced abgeliefert. Das Remake zeigt sich technisch gut in Form. Zwar gibt es erstaunlich viele Eigenarten, doch stören diese den optischen Eindruck nicht. Denn dieser ist absolut gelungen. Ja, allen voran bei den Animationen gibt es Verbesserungsbedarf, davon abgesehen fährt das Piratenspiel aber ein ziemliches Grafikfeuerwerk auf. Gerade die Landschaften sind toll gelungen. Für das Auge wird einiges geboten.

Zu einem Großteil ist die Raytracing-Beleuchtung dafür verantwortlich. Wie auch schon bei Assassin's Creed Shadows setzt Ubisoft auf eine einfache Umsetzung mit Schwachstellen, die aber sehr effizient funktioniert, auf allen Grafikkarten nur leicht Leistung kostet und dennoch einen großen Einfluss auf die Grafikqualität hat. Mit reiner Rasterizer-Optik sieht das Spiel deutlich schlechter aus. Die Raytracing-Reflexionen sind dagegen eher optional. Diese haben einen optischen Mehrwert, sonderlich groß ist dieser aber nicht.

50 FPS werden in Assassin's Creed Black Flag Resynced erreicht ab (Direkt zu den Benchmarks):
Nvidia AMD Intel
2.560 × 1.440 RTX 5070
RTX 4070
RX 9070 GRE
RX 7900 XT
X
3.440 × 1.440 RTX 5070
RTX 4070 Super
RX 9070 GRE
RX 7900 XT
X
3.840 × 2.160 RTX 5070 Ti
RTX 4080
RX 9070 XT
RX 7900 XTX
X

Die gute Grafik von Assassin's Creed Black Flag Resynced hat aber auch ihre Kosten: Das Spiel verlangt bei hoher Grafikqualität nach einer recht flotten Grafikkarte. Vor allem Einsteiger-Grafikkarten tun sich schwer, während schnellere Modelle auch in höheren Auflösungen noch gut funktionieren. Das liegt unter anderem daran, dass eine höhere Auflösung in dem Spiel weniger Geschwindigkeit kostet als in den meisten anderen.

Upsampling ist dabei Pflicht, wobei DLSS 4.5 und FSR Upscaling 4.1 weit vor allen anderen Modi liegen. Wer auf der Suche nach dreistelligen Frameraten ist, muss auch auf schnellen Grafikkarten zu Frame Generation greifen. Das funktioniert mit allen Technologien ziemlich gut, DLSS (M)FG und XeSS FG schneiden aber spürbar am besten ab. Da XeSS auch auf Radeons gut läuft, ist dies kein wirkliches Problem. GeForce- und Radeon-Grafikkarten laufen vergleichbar gut. Einen Gewinner gibt es nicht.

Und nun zu den Eigenarten: Warum das Spiel nur bei DLSS Performance DLSS 4.5 nutzt, im Quality- und Balanced-Modus aber nur DLSS 3 (!) weiß vermutlich noch nicht einmal Ubisoft. Hier sollte jeder GeForce-Benutzer mittels Nvidia-App und dem Spielprofil das Preset M (DLSS 4.5) für die beste Bildqualität oder das Preset K (DLSS 4) für etwas mehr Leistung erzwingen. Das ist nichts Schlimmes, sollte Ubisoft aber schnell ändern. Das gilt auch für das merkwürdige Verhalten, bei allen Upsampling-Technologien bei der Balanced- und Performance-Einstellung zugleich die Zielauflösung zu reduzieren. Denn das reduziert die Bildqualität deutlich. Ebenso sollte Ubisoft nicht nur Reflex abseits von Frame Generation aktivieren, sondern ebenso Anti-Lag 2 und XeLL. Oder gleich die Optionen im Grafikmenü anbieten.

Das Spiel selbst läuft dabei problemlos, während des Testens ist der Titel innerhalb von rund 20 Stunden nur einmal abgestürzt. Entsprechend spricht bei Interesse nichts gegen den Kauf der PC-Version von Assassin's Creed Black Flag Resynced. Ubisoft sollte jedoch die Eigenheiten noch angehen. Vor allem Spieler mit wenig technischem Wissen erhalten sonst oft eine geringere Grafikqualität als nötig.

Assassin's Creed Black Flag Resynced im Benchmark-Test

Du willst deinen eigenen PC, dein Notebook oder dein Gaming-Handheld in AC: Black Flag Resynced testen und die Ergebnisse mit anderen vergleichen? Dann mach mit in unserem Community-Benchmark zum Spiel:

Die technischen Merkmale
Assassin's Creed Black Flag Resynced Eigenschaften
Entwickler Ubisoft
Publisher Ubisoft
Engine Anvil
API DirectX 12
Nvidia Reflex
Nvidia Reflex 2 Nein
AMD Anti-Lag 2 ✓ (nur in Verbindung mit Frame Gen)
Intel XeLL ✓ (nur in Verbindung mit Frame Gen)
HDR
Widescreen (21:9) (Screenshot-Vergleich)
Kantenglättung TAA
Temporales Upsampling
Nvidia DLSS Super Resolution ✓ (DLSS 4.5 für Performance-Modus im Spiel, ansonsten DLSS 3!)
Nvidia DLSS Frame Generation
Nvidia DLSS Multi Frame Generation ✓ (6×)
Nvidia DLSS Dynamic-MFG Nein
Nvidia DLSS Ray Reconstruction Nein
AMD FSR Upscaling ✓ (4.0.3 im Spiel, FSR 4.1 per AMD-App)
AMD FSR Frame Generation ✓ (4.0 im Spiel)
AMD FSR Ray Regeneration Nein
Intel XeSS Super Resolution
Intel XeSS Frame Generation ✓ (4×)
Native Auflösung + Upsampling ✓ (DLAA, FSR + XeSS Native)
Manuelles Nachschärfen
Direkt zur Upsampling-Analyse
Raytracing
Globale Beleuchtung
Reflexionen
Schatten Nein
Umgebungsverdeckung Nein
Pathtracing Nein
Direkt zur Raytracing-Analyse
50 FPS im Benchmark ab (mit DLSS/FSR)
WQHD RTX 5070 / RTX 4070 / RX 9070 GRE / RX 7900 XT
UWQHD RTX 5070 / RTX 4070 Super / RX 9070 GRE / RX 7900 XT
UHD RTX 5070 Ti / RTX 4080 / RX 9070 XT / RX 7900 XTX
Direkt zu den Benchmarks
Release-Datum 09. Juli 2026
Preis zum Release 60 Euro
70 Euro (Deluxe Edition)

ComputerBase hat Assassin's Creed Black Flag Resynced von Publisher Ubisoft zum Testen erhalten. Das Spiel wurde unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühstmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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