Radeon RX 9070 GRE im Test: Benchmarks in WQHD, UWQHD sowie Ultra HD und die Taktraten
2/10Performancerating mit und ohne RT in 2.560 × 1.440
- Die Radeon RX 9070 GRE ist bei Rasterizer-Grafik 30 Prozent schneller als die RX 9060 XT, aber 15 Prozent langsamer als die RX 9070. Wie erwartet schließt sie die große Lücke im Verhältnis 2/3 (zu) zu 1/3 (verbleibend).
- Die Radeon RX 9070 GRE ist bei Raytracing-Grafik 29 Prozent schneller als die RX 9060 XT, aber 15 Prozent langsamer als die RX 9070. Auch hier wird die große Lücke im Verhältnis 2:1 geschlossen.
- Damit ist die Radeon RX 9070 GRE 26 Prozent (Rasterizer) bzw. 18 Prozent (Raytracing) schneller als die RTX 5060 Ti.
- Die GeForce RTX 5070 ist bei gleicher Speicherausstattung hingegen 7 Prozent (Rasterizer) und 13 Prozent (Raytracing) schneller als die Radeon RX 9070 GRE.
- Die Radeon RX 9070 GRE ist 9 Prozent (Rasterizer) beziehungsweise 16 Prozent (Raytracing) schneller als die Radeon RX 7800 XT.
- Im aktuellen Parcours mit aktuellen Treibern zeigt die GRE mit 12 GB noch keine Abnutzungserscheinungen in Folge der nur 12 GB VRAM, vor knapp einem Jahr war das noch anders.
Performancerating mit und ohne RT in 3.440 × 1.440
- Die Radeon RX 9070 GRE kann sich in UWQHD geringfügig besser von der Radeon RX 9060 XT absetzen, während die Radeon RX 9070 das Plus gegenüber der GRE geringfügig vergrößern kann.
- Das ist zu erwarten, da Grafikkarten mit mehr Recheneinheiten sich für gewöhnlich besser von den kleinere Modellen absetzen können, je höher die Renderauflösung ist.
- Im Vergleich zur Radeon RX 7800 XT gilt dies aber nicht, hier schrumpft der Vorsprung der Radeon RX 9070 GRE leicht zusammen.
- Gegenüber der GeForce RTX 5060 Ti kann die Radeon RX 9070 GRE in WQHD geringfügig zulegen, dasselbe gilt im Vergleich zur RTX 5070 – die Unterschiede sind aber sehr klein und selbst kaum messbar.
- Große Ausfälle gibt es mit den 12 GB VRAM immer noch nicht, bei den 1%-Percentil-FPS mit Raytracing ist der Rückstand auf die RX 9070 GRE aber am größten.
Performancerating mit und ohne RT in 3.840 × 2.160
- In Ultra HD fällt die Radeon RX 9070 GRE gegenüber der Radeon RX 9070 zurück. Das ist technisch nachvollziehbar und hat mehrere Gründe.
- Auch hier gilt: Mehr Ausführungseinheiten sind in höheren Auflösungen leichter auszulasten als wenige. Das ist aber nur ein kleiner Punkt, der gegen die RX 9070 GRE spricht.
- Der andere ist: Die Grafikkarte hat nur einen 12 GB großen VRAM. In manchen Spielen bremst dies die Leistung in Ultra HD ein.
- Darüber hinaus hat AMD den Infinity Cache von 64 MB auf 48 MB verkleinert. Die höher die Auflösung, desto größer muss der Cache sein. Entsprechend muss die RX 9070 GRE öfter den Umweg über den Speicher gehen, da die Daten nicht in den IC passen.
- Ist dies der Fall, bremst das 192-Bit-Speicherinterface und der 18-Gbps-Speicher die RX 9070 GRE gegenüber der RX 9070 aus, die auf 256 Bit bei 20 Gbps zurückgreifen kann.
- Die RX 9070 GRE verliert in Ultra HD mehr Performance als die RX 7800 XT und die RTX 5070. Erstere hat einen größeren Cache, einen größeren Speicher und mehr Speicherbandbreite. Letztere hat eine höhere Speicherbandbreite.
GPU-Taktraten unter Last
Die Radeon RX 9070 GRE kann wie jede andere RNDA-4-Grafikkarte extrem hoch takten, wenn diese durch keinerlei gesetzter Grenzen eingebremst wird. Das Testexemplar arbeitete in Spielen mit bis zu 3.197 MHz, was schlicht extrem ist. Wenig verwunderlich ist das Modell aber nicht dazu in der Lage, diese Frequenz auch nur für eine Sekunde zu halten. Allen voran, wenn auch nicht ausschließlich, wird die Navi-48-GPU durch das gesetzte Power Limit von 220 Watt eingebremst.
Im Durchschnitt aller Testspiele arbeitet die Radeon RX 9070 GRE am Ende mit 2.888 MHz, was immer noch ein hoher Wert ist, aber eben schon 309 MHz als was theoretisch möglich wäre. In Indiana Jones und der große Kreis ist die Grafikkarte vom theoretischen Maximum gar nicht so weit entfernt. Mit 3.146 MHz fehlen schon nur noch 51 MHz, das ist beeindruckend. Anders dagegen in Cyberpunk 2077, wo es nur noch 2.660 MHz sind. Da fehlen dann schon hohe 537 MHz.
| 3.840 × 2.160 | AMD Radeon RX 9070 GRE |
|---|---|
| Alan Wake 2 (RT) | 2.830 MHz |
| Anno 117 (RT) | 2.794 MHz |
| ARC Raiders (RT) | 2.895 MHz |
| Assassin's Creed Shadows (RT) | 2.953 MHz |
| Battlefield 6 | 2.920 MHz |
| Borderlands 4 | 3.019 MHz |
| COD: Black Ops 7 | 2.798 MHz |
| Crimson Desert (RT) | 2.822 MHz |
| Cyberpunk 2077 (RT) | 2.660 MHz |
| Death Stranding 2 (RT) | 2.826 MHz |
| Doom: The Dark Ages (RT) | 2.805 MHz |
| F1 25 (RT) | 2.716 MHz |
| Hogwarts Legacy (RT) | 3.059 MHz |
| Indiana Jones (RT) | 3.146 MHz |
| Kingdom Come: Deliverance 2 | 2.914 MHz |
| Mafia: The Old Country | 2.857 MHz |
| The Elder Scrolls IV: Oblivion (RT) | 2.888 MHz |
| Pragmata (RT) | 3.046 MHz |
| Resident Evil Requiem (RT) | 2.882 MHz |
| Star Wars Outlaw (RT)s | 2.796 MHz |
| The Last of Us Part II | 2.989 MHz |
| The Outer Worlds 2 (RT) | 3.040 MHz |
| Warhammer 40k: Space Marine 2 | 2.760 MHz |
| Durchschnitt | 2.888 MHz |
Mehr Takt bedeutet mehr Takt Die Sapphire Radeon RX 9070 GRE Pulse darf mit 240 Watt 20 Watt mehr Energie aufnehmen, was in einem höheren Takt resultiert. Nicht in einem höheren Maximaltakt – der wird bei allen 9070-GRE-Modellen vermutlich ziemlich identisch sein. Aber in einem höheren Takt, wenn die Bordpower limitiert. Rund 90 bis 130 MHz höher taktet das Modell in den einzelnen Spielen.