Simon#G schrieb:
Dazu müssten die Leseköpfe unabhängig voneinander positionierbar sein.
Warum das denn?
Umgangssprachlich koennte es funktionieren, wenn der eingehende Datenstrom einfach auf die Koepfe verteilt wird. Dann schreibt jeder Kopf nur einen Teil jeder Datei, und beim Lesen ist es umgekehrt. Dafuer muessen sich die Koepfe nicht unabhaengig bewegen koennen.
Wenn man zB - einfach formuliert - eine Datei mit dem Inhalt "ABCDEFGH" hat, koennte dieser Inhalt auf 8 Platter verteilt werden.
Wie gesagt, obs so gemacht wird weiss ich nicht. Geht man tief in die Details liegt da wahrscheinlich der ein oder andere Fallstrick.
mkossmann schrieb:
D.h Wenn ein Kopf hinreichend genau über einer Spur ist, ist es nicht gegeben, das die anderen Köpfe hinreichend genau über der entprechenden Spur auf einem anderen Platter sind.
Das sollte man aber dadurch umgehen koennen, das die Platter erst die Spurinformationen bekommen, wenn der Stack fertig ist. Also das gemacht wird, was man frueher unter einem Low-Level Format verstanden hat, also das auch die Spuren neu geschrieben werden. Dann ist eine individuelle Toleranz egal, dann ist nur die Wiederholbarkeit wichtig, das der Lesekopf zuverlaessig auf die Spur gebracht werden kann.
Aber womoeglich kommen wir hier wieder bei Vibrationen an. Die Koepfe sind ja hochbeweglich an den Spitzen.
Eine Recherche (Verdammt, wenn mich ein Thema interessiert verbeiss ich mich so schnell) zeigt auch tatsaechlich, das es keine oder nur kaum Platten gibt die mehrere Koepfe gleichzeitig nutzen koennen. Zum einen aufgrund der Elektronik, und der andere Punkt ist wohl tatsaechlich dass die Lesekoepfe zu "unpraezise" sind, um sauber auf einem Zylinder bleiben zu koennen.
Umlüx schrieb:
Das ist eine uralte Urban Legend, die wohl darauf beruht, das alte Fensterscheiben oft unten dicker sind als oben. Was auf die Fertigung der Scheiben zurueckzufuehren ist, und das es fuer die alten Fensterbauer einfacher war das dicke Ende der Scheibe nach unten einzubauen.