Moin zusammen,
mein i9-13900K zeigt inzwischen deutliche Anzeichen für das bekannte Stabilitäts- beziehungsweise Degradationsproblem bestimmter Intel-Desktopprozessoren der 13. und 14. Generation. Intel hat die Garantie für die betroffenen Modelle deshalb um zwei Jahre verlängert. Trotz aktuellem BIOS samt neuem Microcode, CMOS-Reset und Tests mit Standardeinstellungen treten bei mir weiterhin Oodle-Abstürze, Bluescreens, Programmabstürze und reproduzierbare CPU-Fehler in OCCT auf.
DUBARO bietet mir an, die Tray-/OEM-CPU für eine Pauschale von 49,90 Euro über Intel abzuwickeln. Da es keinen Vorabaustausch gibt und die Bearbeitung möglicherweise sechs Wochen oder länger dauert, brauche ich für diese Zeit eine andere Lösung.
Ich überlege deshalb, ob ich eine günstige Übergangs-CPU für das vorhandene Z790-Mainboard kaufe oder die Gelegenheit direkt für einen Wechsel auf eine aktuelle Intel- beziehungsweise AMD-Plattform nutze. Zusätzlich interessiert mich, ob jemand Erfahrungen mit der Garantieabwicklung einer Tray-CPU über DUBARO oder direkt über Intel gemacht hat.
Die genaue Hardware, das Fehlerbild und meine bisherigen Tests folgen im Fragebogen.
1. Nenne uns bitte deine aktuelle Hardware:
2. Beschreibe dein Problem. Je genauer und besser du dein Problem beschreibst, desto besser kann dir geholfen werden (zusätzliche Bilder könnten z. B. hilfreich sein):
Der Rechner wurde im August 2023 als Komplettsystem bei DUBARO gekauft. Die ersten ungefähr zwei Jahre lief das System praktisch ohne Auffälligkeiten.
Vor etwa einem Jahr kam es erstmals sehr vereinzelt zu Bluescreens und Programmen, die sich ohne erkennbare Ursache geschlossen haben. Da dies anfangs nur selten passierte, habe ich zunächst ein Softwareproblem vermutet und dem Ganzen keine größere Bedeutung beigemessen. Ich habe deshalb zwischenzeitlich sogar Windows vollständig neu installiert.
Inzwischen treten die Probleme wesentlich häufiger auf. Betroffen waren unter anderem:
Bei einem Freeze blieb das Bild komplett stehen, während sich der Mauszeiger zunächst noch bewegen ließ. Im Windows-Ereignisprotokoll war bei einem solchen Vorfall zusätzlich ein „nvlddmkm Event 14“ des Nvidia-Treibers vorhanden. Mir ist daher bewusst, dass möglicherweise nicht jeder einzelne Absturz dieselbe Ursache haben muss.
Besonders auffällig sind allerdings die wiederholten Abstürze von „Beast of Reincarnation“. Das Spiel beendet sich mit einer Unreal-Engine-/Oodle-Meldung wie dieser:
LowLevelFatalError:
DecompressShaderWithOodleAndExtraLogging():
Could not decompress shader group with Oodle.
The CPU (13th Gen Intel Core i9-13900K) may be unstable.
Bei den verschiedenen Abstürzen werden jeweils andere Shader-Gruppen, Indizes und Hashes genannt. Es scheint daher nicht einfach immer dieselbe beschädigte Spieldatei zu sein.
Zusätzlich hat OCCT in einem einstündigen CPU-Test mit Core Cycling insgesamt neun CPU-Fehler erkannt. Das Intel Processor Diagnostic Tool läuft dagegen vollständig und ohne Fehler durch.
Die GPU wurde normalerweise über MSI Afterburner undervoltet. Afterburner wurde inzwischen testweise deaktiviert beziehungsweise lief aufgrund eigener Abstürze teilweise gar nicht. Die Probleme traten daher nicht ausschließlich mit sicher aktivem GPU-Undervolting auf. Die CPU wurde nicht manuell übertaktet.
Seit dem letzten BIOS-Update schienen die allgemeinen Programmabstürze zunächst noch häufiger aufzutreten. Ein CMOS-Reset, das Laden der Standardwerte sowie verschiedene Änderungen wie das Abschalten von VT-d brachten zeitweise eine Besserung, aber keine dauerhafte Lösung. Die ursprünglichen Probleme und die Oodle-Abstürze waren bereits vor dem BIOS-Update vorhanden.
DUBARO bietet mir folgende Abwicklung an:
Die CPU ist definitiv eine Tray-/OEM-CPU aus dem DUBARO-Komplettsystem. Laut Intel müssen solche CPUs normalerweise über den Händler beziehungsweise Systemintegrator abgewickelt werden.
3. Welche Schritte hast du bereits unternommen/versucht, um das Problem zu lösen und was hat es gebracht?
Die Änderungen brachten teilweise kurzfristige Verbesserungen, aber keine Einstellung hat das System dauerhaft stabilisiert. Die OCCT-CPU-Fehler und die Oodle-Abstürze sind für mich derzeit die deutlichsten Hinweise auf den Prozessor.
Meine Fragen zur weiteren Vorgehensweise:
Da ich den Rechner nicht für mehrere Wochen außer Betrieb nehmen kann, sehe ich momentan folgende Möglichkeiten:
1. Günstige Übergangs-CPU für LGA1700
Beispielsweise einen i5-12400F oder i5-12600KF kaufen, damit den Rechner während der RMA weiterverwenden und gleichzeitig testen, ob die Fehler mit einer CPU der 12. Generation verschwinden.
Nach Abschluss der RMA könnte ich die Übergangs-CPU wieder verkaufen oder als Reserve behalten.
2. Direkt auf eine aktuelle Intel-Plattform wechseln
Meine bisherige Überlegung wäre:
RAM, Grafikkarte, SSD, Netzteil, Gehäuse und Arctic Liquid Freezer III 360 könnte ich weiterverwenden.
3. Direkt auf AMD AM5 wechseln
Meine bisherige Überlegung wäre:
Auch dabei könnten die übrigen Komponenten weiterverwendet werden. Mein Kingston-Kit unterstützt laut Hersteller neben XMP auch AMD EXPO.
Der Rechner wird hauptsächlich zum Spielen verwendet. Die RTX 4090 soll daher möglichst nicht unnötig durch die CPU begrenzt werden. Gleichzeitig möchte ich nach den aktuellen Problemen vor allem wieder ein zuverlässiges System haben.
Wie würdet ihr in meiner Situation vorgehen?
Vielen Dank schon einmal für eure Einschätzungen.
P.S.: Beachte auch die verschiedenen angepinnten Themen und die Forensuche. Möglicherweise findest du da bereits die Lösung zu deinem Problem.
mein i9-13900K zeigt inzwischen deutliche Anzeichen für das bekannte Stabilitäts- beziehungsweise Degradationsproblem bestimmter Intel-Desktopprozessoren der 13. und 14. Generation. Intel hat die Garantie für die betroffenen Modelle deshalb um zwei Jahre verlängert. Trotz aktuellem BIOS samt neuem Microcode, CMOS-Reset und Tests mit Standardeinstellungen treten bei mir weiterhin Oodle-Abstürze, Bluescreens, Programmabstürze und reproduzierbare CPU-Fehler in OCCT auf.
DUBARO bietet mir an, die Tray-/OEM-CPU für eine Pauschale von 49,90 Euro über Intel abzuwickeln. Da es keinen Vorabaustausch gibt und die Bearbeitung möglicherweise sechs Wochen oder länger dauert, brauche ich für diese Zeit eine andere Lösung.
Ich überlege deshalb, ob ich eine günstige Übergangs-CPU für das vorhandene Z790-Mainboard kaufe oder die Gelegenheit direkt für einen Wechsel auf eine aktuelle Intel- beziehungsweise AMD-Plattform nutze. Zusätzlich interessiert mich, ob jemand Erfahrungen mit der Garantieabwicklung einer Tray-CPU über DUBARO oder direkt über Intel gemacht hat.
Die genaue Hardware, das Fehlerbild und meine bisherigen Tests folgen im Fragebogen.
1. Nenne uns bitte deine aktuelle Hardware:
- Prozessor (CPU): Intel Core i9-13900K, Tray/OEM
- Arbeitsspeicher (RAM): Kingston FURY Beast Black 64 GB, DDR5-6000, CL36, KF560C36BBEK2-64
- Mainboard: GIGABYTE Z790 Gaming X AX, Revision 1.1
- BIOS: F16 mit Intel-Microcode 0x12F
- Netzteil: MSI MPG A1000G PCIE5, 1000 Watt
- Gehäuse: ENDORFY Arx 700
- Grafikkarte: INNO3D GeForce RTX 4090 X3 OC, 24 GB
- SSD: Kingston FURY Renegade SSD, 2 TB, PCIe 4.0
- Kühlung: Arctic Liquid Freezer III 360
- Betriebssystem: Windows 11 Pro 25H2
2. Beschreibe dein Problem. Je genauer und besser du dein Problem beschreibst, desto besser kann dir geholfen werden (zusätzliche Bilder könnten z. B. hilfreich sein):
Der Rechner wurde im August 2023 als Komplettsystem bei DUBARO gekauft. Die ersten ungefähr zwei Jahre lief das System praktisch ohne Auffälligkeiten.
Vor etwa einem Jahr kam es erstmals sehr vereinzelt zu Bluescreens und Programmen, die sich ohne erkennbare Ursache geschlossen haben. Da dies anfangs nur selten passierte, habe ich zunächst ein Softwareproblem vermutet und dem Ganzen keine größere Bedeutung beigemessen. Ich habe deshalb zwischenzeitlich sogar Windows vollständig neu installiert.
Inzwischen treten die Probleme wesentlich häufiger auf. Betroffen waren unter anderem:
- Browser beziehungsweise einzelne Browser-Renderer
- Discord
- MSI Afterburner
- Nvidia App
- verschiedene Spiele
- vollständige Bild-Freezes
Bei einem Freeze blieb das Bild komplett stehen, während sich der Mauszeiger zunächst noch bewegen ließ. Im Windows-Ereignisprotokoll war bei einem solchen Vorfall zusätzlich ein „nvlddmkm Event 14“ des Nvidia-Treibers vorhanden. Mir ist daher bewusst, dass möglicherweise nicht jeder einzelne Absturz dieselbe Ursache haben muss.
Besonders auffällig sind allerdings die wiederholten Abstürze von „Beast of Reincarnation“. Das Spiel beendet sich mit einer Unreal-Engine-/Oodle-Meldung wie dieser:
LowLevelFatalError:
DecompressShaderWithOodleAndExtraLogging():
Could not decompress shader group with Oodle.
The CPU (13th Gen Intel Core i9-13900K) may be unstable.
Bei den verschiedenen Abstürzen werden jeweils andere Shader-Gruppen, Indizes und Hashes genannt. Es scheint daher nicht einfach immer dieselbe beschädigte Spieldatei zu sein.
Zusätzlich hat OCCT in einem einstündigen CPU-Test mit Core Cycling insgesamt neun CPU-Fehler erkannt. Das Intel Processor Diagnostic Tool läuft dagegen vollständig und ohne Fehler durch.
Die GPU wurde normalerweise über MSI Afterburner undervoltet. Afterburner wurde inzwischen testweise deaktiviert beziehungsweise lief aufgrund eigener Abstürze teilweise gar nicht. Die Probleme traten daher nicht ausschließlich mit sicher aktivem GPU-Undervolting auf. Die CPU wurde nicht manuell übertaktet.
Seit dem letzten BIOS-Update schienen die allgemeinen Programmabstürze zunächst noch häufiger aufzutreten. Ein CMOS-Reset, das Laden der Standardwerte sowie verschiedene Änderungen wie das Abschalten von VT-d brachten zeitweise eine Besserung, aber keine dauerhafte Lösung. Die ursprünglichen Probleme und die Oodle-Abstürze waren bereits vor dem BIOS-Update vorhanden.
DUBARO bietet mir folgende Abwicklung an:
- Abwicklung der erweiterten Intel-Garantie
- Fallpauschale von 49,90 Euro
- Versand von und zu mir in der Pauschale enthalten
- kein Vorabaustausch
- Bearbeitungszeit möglicherweise bis zu sechs Wochen oder länger
- die endgültige Entscheidung über Austausch oder Ablehnung trifft Intel
Die CPU ist definitiv eine Tray-/OEM-CPU aus dem DUBARO-Komplettsystem. Laut Intel müssen solche CPUs normalerweise über den Händler beziehungsweise Systemintegrator abgewickelt werden.
3. Welche Schritte hast du bereits unternommen/versucht, um das Problem zu lösen und was hat es gebracht?
- BIOS auf die aktuelle Version F16 aktualisiert
- Aktueller Intel-Microcode 0x12F
- CMOS-Reset über den Jumper durchgeführt
- Optimized Defaults geladen
- CPU nicht manuell übertaktet
- Tests mit deaktiviertem XMP durchgeführt
- XMP zwischenzeitlich wieder aktiviert, um den vorherigen Zustand zu vergleichen
- VT-d testweise deaktiviert
- Integrierte Intel-Grafik testweise deaktiviert
- Intel Processor Diagnostic Tool ausgeführt: vollständig bestanden
- OCCT CPU+RAM für 30 Minuten: keine Fehler
- OCCT CPU-Test mit Core Cycling für eine Stunde: 9 CPU-Fehler
- Spieldateien überprüft
- Nvidia-Treiber und Nvidia App aktualisiert beziehungsweise neu installiert
- MSI Afterburner deinstalliert und verschiedene neuere beziehungsweise Beta-Versionen ausprobiert
- Low-Level-Treiber in MSI Afterburner testweise deaktiviert
- GPU-Undervolting testweise nicht verwendet
- Windows bereits zuvor vollständig neu installiert
- Windows-Ereignisprotokoll kontrolliert
- Das aktuell diskutierte Windows-Update KB5121003 ist nicht installiert
- Der im Zusammenhang mit diesem Update genannte Treiber inpoutx64.sys ist ebenfalls nicht vorhanden
Die Änderungen brachten teilweise kurzfristige Verbesserungen, aber keine Einstellung hat das System dauerhaft stabilisiert. Die OCCT-CPU-Fehler und die Oodle-Abstürze sind für mich derzeit die deutlichsten Hinweise auf den Prozessor.
Meine Fragen zur weiteren Vorgehensweise:
Da ich den Rechner nicht für mehrere Wochen außer Betrieb nehmen kann, sehe ich momentan folgende Möglichkeiten:
1. Günstige Übergangs-CPU für LGA1700
Beispielsweise einen i5-12400F oder i5-12600KF kaufen, damit den Rechner während der RMA weiterverwenden und gleichzeitig testen, ob die Fehler mit einer CPU der 12. Generation verschwinden.
Nach Abschluss der RMA könnte ich die Übergangs-CPU wieder verkaufen oder als Reserve behalten.
2. Direkt auf eine aktuelle Intel-Plattform wechseln
Meine bisherige Überlegung wäre:
- Intel Core Ultra 7 270K Plus
- Passendes Mainboard
RAM, Grafikkarte, SSD, Netzteil, Gehäuse und Arctic Liquid Freezer III 360 könnte ich weiterverwenden.
3. Direkt auf AMD AM5 wechseln
Meine bisherige Überlegung wäre:
- AMD Ryzen 7 9800X3D oder 9850X3D
- gutes B850- oder X870-Mainboard
Auch dabei könnten die übrigen Komponenten weiterverwendet werden. Mein Kingston-Kit unterstützt laut Hersteller neben XMP auch AMD EXPO.
Der Rechner wird hauptsächlich zum Spielen verwendet. Die RTX 4090 soll daher möglichst nicht unnötig durch die CPU begrenzt werden. Gleichzeitig möchte ich nach den aktuellen Problemen vor allem wieder ein zuverlässiges System haben.
Wie würdet ihr in meiner Situation vorgehen?
- Möglichst günstig einen 12400F oder 12600KF als Übergangs- und Test-CPU kaufen?
- Wenn ohnehin Geld ausgegeben wird, direkt Mainboard und CPU wechseln?
- Falls Plattformwechsel: Core Ultra 7 270K Plus mit Z890 oder Ryzen 7 9800X3D oder 9850X3D mit B850/X870?
- Welche konkrete CPU-/Mainboard-Kombination würdet ihr zu meiner RTX 4090 und den vorhandenen 64 GB DDR5-6000 empfehlen?
- Hat jemand Erfahrung mit der erweiterten Intel-Garantie bei einer Tray-/OEM-CPU aus einem DUBARO-Komplettsystem?
- Ist die Abwicklung über DUBARO für 49,90 Euro bei einer Tray-CPU praktisch der normale beziehungsweise einzige Weg?
- Hat jemand trotz einer Tray-CPU eine direkte RMA über Intel durchführen können?
- Seht ihr trotz der Oodle-Meldungen und der neun OCCT-CPU-Fehler noch das Mainboard oder die Grafikkarte als ähnlich wahrscheinliche Ursache?
Vielen Dank schon einmal für eure Einschätzungen.
P.S.: Beachte auch die verschiedenen angepinnten Themen und die Forensuche. Möglicherweise findest du da bereits die Lösung zu deinem Problem.