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2 Router mit separatem Internet in einem Netzwerk

Schnigge

Cadet 1st Year
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Apr. 2018
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Guten Morgen zusammen,

ich habe mir mit meinem Nachbar ein Netzwerk aufgebaut. Von seinem Asus Router, der eine eigene Internetanbindung hat, geht ein Netzwerkkabel in einen Switch. Von diesem aus geht ein Kabel in meine Wohnung. Dieses direkt in einen Switch in meiner Wohnung. Ab diesem Switch dann in meinen Rechner und in meine Fritzbox 6590 cable, die ebenfalls eine eigene Internetanbindung hat. Der Asus Router hat die IP 192.168.1.1 und meine fritzbox die IP 192.168.1.2

Alles läuft soweit. Wenn ich in meinen Geräten im Gateway und DNS manuell die IP meiner Fritzbox angebe, kann ich über meine Leitung ins Netz gehen. Jetzt war mir aufgefallen, dass meine Alexa keine Möglichkeit hat den Gateway, sowie den DNS Server manuell einzugeben. Ich hätte auch gerne wieder einen DHCP Server. Wie bekomme ich das realisiert? Ich will natürlich weiterhin Daten über das netzwerk mit meinem Nachbarn tauschen können.

Vielen Dank schon einmal.
 
Routerkaskade, VLans, Supernetting(in begrenztem Maße) oder einfach n Router mit mehr als 2 Ports und Routing einstellen. Nutze keine Fritzboxen aber evtl. hat die ja ne DMZ Einstellung, könnte man auch machen. 192.168.1.x =DMZ mit dem Nachbarn, 192.168.x.x = dein netzwerk.

gl
-KY
 
Hey! Danke für die schnelle Antwort! Eine Routing Option hat Meute Fritz. Weiß allerdings nicht was diese genau macht. Daher habe ich mich nicht getraut diese anzustellen. Wieso DMZ? Die Funktion habe ich mal genutzt um bei einem zweiten Router die Internetanbindung des ersten zu nutzen. Wir wollen aber beide unsere eigene nutzen. Ich habe eine 400mbit Leitung von Unitymedia und mein Nachbar einen eigenen Vertrag mit Unitymedia.
Wenn ich jetzt bei meiner fritzbox die IP so einstelle, dass die vorletzte Ziffer verschieden zu dem Asus Router ist, kann ich dann wieder DHCP nutzen? Also Asus Router: 192.168.1.1 fritzbox 192.168.178.1
Können sich die verschiedenen Geräte dann noch im Netzwerk sehen? Kann ich dann an den Endgeräten wieder dhcp aktivieren?

Achja: beide Router haben 4 LAN Ports!

Ich kann es aktuell auch nicht testen, da mein Anschluss erst Dienstag durch den Techniker scharfgemacht wird. Aktuell steht die Leitung noch nicht.
 
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Geht es darum nur eure PCs zu vernetzen, oder soll auch Zugriff auf weitere Ressourcen wie z. B. ein NAS möglich sein?

Wenn es nur um die PCs geht, könnte jeder eine weitere Netzwerkkarte einbauen die dann mit fester IP zur Verbindung mit dem Switch genutzt wird. Eure Router sind dann wieder voneinander getrennt und können DCHP-Server im eigenen Netzwerk spielen.

Ein NAS mit zwei Netzwerkanschlüssen (haben auch viele Geräte mittlerweile) lässt sich ebenfalls auf diese Weise in das gemeinsame Netzwerk einbinden.

Somit hat jeder von euch einen Router (mit DHCP) für das Heimnetzwerk mit eigenem IP-Bereich und mittels zweiter Netzwerkkarten Zugriff auf ein gemeinsames Netzwerk mit festen IPs.
 
Hi!

Die Idee ist im Grunde noch falsch. ABER: Wir haben keine Möglichkeit ein 2. Kabel von drüben nach mir zu verlegen. Das wäre ja dann zwingend von Nöten.
 
Muss ja auch nicht. Das bereits vorhandene Kabel kommt einfach in den PC anstatt in den Router. Und falls auf deiner Seite mehr als nur ein Gerät in das gemeinsame Netzwerk soll, könnte man an das vorhandene Kabel einen weiteren Switch anschließen.
 
Stimmt... ich werde es mal mit meinem Nachbarn besprechen.
 
Ich würde das Ganze in 2 Subnetze trennen (für jeden Nachbar eines) und dann die beiden Netze mit einem klassischen Router verbinden. Man sollte generell bei solchen Vernetzungen aufpassen, das beide Nachbars keinen elektrischen Potentialunterschied aufweisen, andernfalls muss man beide Netze auch noch galvanisch voneinander trennen.
 
Ziel des ganzen soll sein, dass wir beide zusammen in einem Netzwerk sind, sodass wir weiterhin Daten austauschen können. Weiterhin nutzt mein Nachbar hin und wieder meinen Drucker via Netzwerk. Wir wollen das Netzwerk intern weiter bestehen lassen. Ich möchte allerdings am Dienstag meine neue Internet Bandbreite nutzen, während mein Nachbar seine Bandbreite nutzt.
 
Wobei bei der derzeitigen Lösung immer der eine die Leitung des anderen nutzen kann - das kann bei Störungen von Vorteil sein, beherbergt aber auch ein Risiko wenn man den Zugang nicht beschränken kann...

Die Lösung von daniel_m wird je nach tatsächlichen Anforderung nicht funktionieren
Die Lösung von stage ist schon besser und auch ein guter Ansatz, wird aber je nach Router und tatsächlichen Anforderung auch nicht funktionieren


Mach mal eine Zeichnung was wo Angeschlossen ist und was auf was Zugriff haben soll (zwei unterschiedliche Netze sind Voraussetzung) und du wirst das Problem womöglich selbst erkennen - anschliessend kann man gemeinsam über Lösungen nachdenken.
 
Zeichnung erstellen ist gerade leider nicht möglich. Einfach erklärt: ich möchte meinen Router (fritzbox) in meinem Haushalt nutzen, als sei er alleine. Sprich mit DHCP, da meine Frau auch ihr Handy per Wlan verbindet und das ganze dann für die einfacher ist. Ich würde aber gerne auch auf den Rechner meines Nachbarn per Netzwerk zugreifen. Der hat allerdings ebenfalls eine Anlage mit separater internetanbindung. Wie richte ich das also ein, dass beide ihr Gateway Bzw. DNS Server für sich verwenden können, das interne Netzwerk allerdings „getrennt“ läuft.

Aktuell kann ich auf seinen „Haushalt“ zugreifen. Muss aber um meine internetleitung zu nutzen den Gateway und den DNS manuell einstellen.

Geht das mit verschiedenen IPS? Heißt sein Haushalt läuft über 192.168.1.xx und meines läuft dann über 192.168.2.xx
Muss ich dann auch die subnet verschieden machen? Ich will einfach, dass die an meinem verbundenen Router per wlan per DHCP laufen...
 
Grundsätzlich sollte das Handy deiner Frau, wenn es sich in deinem WLAN anmeldet dann auch von deinem WLAN-Router die IP per DHCP bekommen. Das wird komplizierter, falls du zusätzliche Accesspoints nutzt.

Wenn ihr euch so vertraut, dann sperrt einfach die jeweiligen Geräte im DHCP Server des anderen.
Also MAC Adresse vom Handy deiner Frau im DHCP des Nachbarn aussperren.

Anders kannst du fast nicht verhindern dass es hin und wieder Probleme gibt und Geräte die IP beim falschen DHCP holen.

Eine andere Möglichkeit wäre WLAN Geräte, die nur ins Internet wollen und nicht ins heimische Netz, in das WLAN Gastnetzwerk der Fritbox zu packen. Das soll bei Alexa sowieso sehr empfehlenswert sein, liest man zumindest oft.
 
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Hey h00by! Das mit dem Gastnetzwerk ist genau das was ich gesucht habe! Daran habe ich überhaupt nicht gedacht! Ich öffne das Gastnetzwerk für meine Frau, Alexa, etc. Also die Geräte die nur inet benötigen. Und da sollte DHCP ja funktionieren oder nicht?
 
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Sorry, aber das ist nix halbes und nix ganzes. Egal wie sehr man sich vertraut, auch ein Nachbar kann am Ende Unsinn treiben - zB wenn's Zoff um den obligatorischen Apfelbaum gibt, etc.. Man sollte sowas aus Prinzip nicht machen, zumindest nicht unkontrolliert. Gast-Gedöns von 08/15 Heimroutern ist dafür nicht geeignet, weil es schlicht und ergreifend nicht für diesen Zweck gedacht ist und man es auch nicht entsprechend umbauen kann - Home-Router sind zu 99% zugenagelt, auch Fritzboxxen..

Die Sache ist einfach die: Aktuell seid ihr euch total grün, alles gut, vollstes Vertrauen, keine Probleme. Aber jedes Mal, wenn bei dem einen oder anderen im Netzwerk etwas "passiert", muss man die Ursache in beiden Netzwerken suchen, weil sie unzureichend getrennt sind. Das muss ja noch nicht mal böswillig sein. Bedenke nicht nur den Status Quo, sondern auch was in 6 Monaten, 1 Jahr, 5 Jahren oder 50 Jahren sein könnte. Nachbar's Auto hat ne Delle, rote Lackspuren - du fährst ein rotes Auto mit Kratzer, wäschst deine Hände aber in Unschuld (zB weil Kratzer schon älter) --> Zoff, voller Zugriff auf Nachbar's Netzwerk --> blöde Idee...

Tu dir selbst einen Gefallen und mach es richtig. Setze zwischen beide Netzwerke eine Firewall bzw. einen Router - nein, keine alte Fritzbox aus dem Keller, sondern einen richtigen Router. MikroTik, EdgeRouter-X, etc. für ~50€. Ein billiger TP-Link, o.ä. mit OpenWRT, DD-WRT oder sonstiger alternativer Firmware geht im Prinzip auch. Da kommt jeweils ein Kabel von deinem und Nachbar's Netzwerk rein. In diesem Router definierst du dann Regeln für die Firewall, die zB Zugriff auf den Drucker erlaubt, aber sonst alles andere blockiert.

Alles andere ist in meinen Augen weitestgehend Frickelei und wird früher oder später an Grenzen stoßen oder besagte Konflikte auslösen.


Weiter oben wurde es übrigens schon erwähnt: Potentialunterschied. Du darfst keine elektrische Verbindung zwischen zwei Stromkreisen mit unterschiedlichem Potential herstellen! Wenn du ein Netzwerkkabel quasi als Wurfleine über den Zaun wirfst, dann kann es passieren, dass auf der einen oder anderen Seite ein Kabelbrand entsteht, weil banal ausgedrückt zB 5 Volt bei dir nicht unbedingt auch 5 Volt beim Nachbarn sein müssen... Im worst case fackelt nicht nur der Port des Geräts ab, sondern das Gerät und unter Umständen sogar das ganze Haus gleich mit....... Verschiedene Gebäude, die auf unterschiedlichem Potential liegen, verbindet man daher zB mit Glasfaser-Kabel.
 
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Hi Raijin,

Danke für diese ausführliche Antwort!
Bei meinem Nachbarn handelt es sich um meinen Schwager. Den kenne ich inzwischen seit 17 Jahren. Die letzten 5 Jahre dürfte ich seinen Internetanschluss mitbenutzen. Daher das gemeinsame Netzwerk. Da er und ich ausgebildete Elektriker sind, haben wir das CAT Kabel vorschriftsgemäß verlegt. Ich mache mir also weder sorgen um ein Kabelbrand, noch über Missbrauch der Daten.
Das mit dem Gastnetzwerk werde ich wohl mal probieren. Sollte es zu Streitigkeiten kommen, kann man die Netzwerke ja immer noch trennen. Ist ja quasi nur einmal Kabel herausziehen.
Oder ich setze die IP Struktur anders:
Er 192.168.1.xxx
Ich 192.168.2.xxx
So wären beide Haushalte getrennt. Wenn dann mal Datenaustausch oder der Drucker genutzt werden, kann er ja auf die 2 wechseln... so oft kommt das ja auch nicht vor.
 
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Schnigge schrieb:
[..] Schwager [..] ausgebildete Elektriker [..]
Gekauft. Dennoch sollte man sowas auch innerhalb der Familie nicht unterschätzen. Wie gesagt, der Status Quo kann sich ändern. Aber das ist letztendlich deine Sache ;)

Schnigge schrieb:
Das mit dem Gastnetzwerk werde ich wohl mal probieren.
[..]
Oder ich setze die IP Struktur anders:
Er 192.168.1.xxx
Ich 192.168.2.xxx
So wären beide Haushalte getrennt.

Naja, Gast-Netzwerke sind nur bedingt für sowas sinnvoll. In den meisten Routern kann man das Gast-Netzwerk nur in sehr engen Grenzen beeinflussen. Wenn du also dein Gast-Netzwerk an sein LAN anklemmst, wird er höchstwahrscheinlich nicht auf dem Drucker in deinem Haupt-Netzwerk drucken können. Drehst du den Spieß um und hängst stattdessen deine Frau mit Smartphone, etc. ins Gast-Netzwerk, kann sie zB nicht mehr auf das NAS, o.ä. im Hauptnetzwerk zugreifen. Die Gast-Funktion beinhaltet in der Regel relativ eng gesteckte Grenzen. Sie dient dazu, Gästen kurzfristig Zugang zum Internet, nicht aber zum Netzwerk zu gewähren. Das kann wie beschrieben umständlich sein, wenn man die Gast-Funktion dagegen weitestgehend gleichberechtigt nutzen möchte.

Ein anderes Subnetz trennt auch nix. Solange beide Subnetze auf denselben Kabeln und denselben Switches laufen, nutzen sie auch dasselbe Layer2 Netzwerk (=MAC-Adressen, Broadcasts, etc.). Die automatische IP-Vergabe mittels DHCP nutzt Broadcasts. Heißt im Klartext: Entweder darf es - so wie es wohl aktuell ist - nach wie vor nur einen aktiven DHCP-Server geben oder es ist reinstes Lottospielen welcher DHCP gewinnt, deiner oder der vom Schwager. Wenn ein Client nämlich eine IP via DHCP anfragt, ruft er das ohne IP Adresse in den Raum, es käme also banal ausgedrückt sowohl beim 192.168.1.1 Router als auch am 192.168.2.1 Router an, beide würden antworten, einer würde gewinnen (=Zufall).

Ich kann mich nur wiederholen: Selbst wenn wir potentielle Streitigkeiten außen vor lassen, ist ein adäquates Setup mit einer definierten Schnittstelle zwischen beiden Netzwerken (=Firewall/LAN-Router) nicht nur die sicherste, sondern auch die flexibelste Lösung. Ein ER-X kostet beispielsweise 50€ und ist mit dem Setup-Wizard und ein paar Einstellungen binnen 15 Minuten einsatzbereit.
 
Verbindet ihr mit dem CAT Kabel zwei unterschiedliche Grundstücke oder wohnt ihr auf dem selben? Wenn ersteres Zutrifft sind die Vorschriften des EVU zu beachten. Das ist in der Regel definierter Potentialausgleich mit Genehmigung oder Potentialtrennung.
Siehe: http://www.xn--gebude-vernetzen-xnb.de/
 
Ok. Wenn ich mich für den EdgeRouter-X entscheiden würde, wie genau sähe die Verkabelung und Einrichtung aus. Ich bin zwar relativ firm in solchen Dingen, aber sowas habe ich ehrlich gesagt noch nicht gehört. Was genau kann ich damit machen?

Wie kann ich beide Netzwerke quasi trennen, ohne sie wirklich zu trennen?
 
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