24/7 Gelegenheits-Workstation

Ralf2302

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Hallo Forum,

wir (Feuerwehr) bräuchten einen Rechner mit folgenden Anforderungen:
- Mini-Server = Soll nur auf der Soundkarte lauschen und bei Alarm (Tonfolge am Funk) über ein weiteres Programm (Skript) ein paar SMS verschicken
- Gelegenheits-Workstation = Hier wird vielleicht gelegentlich mal ein Einsatzbericht erfasst, ein Word-Dokument erstellt oder bisschen gesurft
- Sparsam (Strom und Anschaffung)

Natürlich müsste das Teil dann 24/7 laufen, daher muss v.a. die Platte das aushalten. Da die Kiste nicht als Server im eigentlichen Sinn eingesetzt wird, reicht wahrscheinlich Windows XP, eventuell auch Vista, wobei das schon wieder auch im Leerlauf mehr Saft zieht. GraKa muss nicht sein, onboard würde reichen. Wahrscheinlich wird sich ein 19" TFT dazu gesellen (DVI). Lt. Systemvoraussetzungen kommt das Programm, welches auf der Soundkarte lauschen soll, mit nem Pentium 200 und Java aus. Für ein halbwegs vernünftiges Arbeiten darf es dann aber doch etwas mehr sein. 2GB RAM sollten auch reichen, 4 wären nicht schlecht, dann halt mit 64 Bit Windows. Beim Gehäuse haben wir an einen schicken kleinen Barebone gedacht. Lautstärke ist nicht so wichtig, man sollte sich aber nebenher noch unterhalten können... ;-)

Leider findet man für solche Anforderungen so gut wie nichts im Netz. Wäre klasse, wenn ich hier ein paar Tipps bekommen könnte. Oder meint ihr, wir sollten einfach nur nach dem Stromverbrauch schauen, auf eine Serverplatte achten und der Rest ergibt sich von allein?!?

Viele Grüße und vielen Dank schon mal für die Tipps
Ralf
 
Schau doch einfach mal in der FAQ für Office PCs die sollten ja vollkommen reichen!: hier
 
Könntest du mir sagen wie das mit dem SMS Versand per Skript funktionieren wird ? Wie stellt man sich das vor - braucht man da noch zusätzliche Hardware ?
 
Festplatten sollten heutzutage eigentlich alle 24/7 fähig sein.
Also kann man eigentlich jede beliebige Platte nehmen.

Was für 24/7 noch wichtig sein könnte, wäre ECC RAM.
Für gewöhnlich tuts aber auch hier wieder Normaler ebenso.

Es wäre noch interessant zu wissen, ob diese "Lauschprogramm" unter Vista überhaupt seinen Dienst verrichten kann.
Was für nen Eingang braucht man denn dafür an der Soundkarte?

Sollte der PC von einem Fertighersteller mit 24h Garantie o.Ä. sein. Oder darfs auch ein Selbstbau sein?

Und wie teuer sollte das Ding am Ende werden?
 
@Calvin-De-Luxe: Da müsste ich mal den Funkwart fragen. Aber es gibt mit Sicherheit kleine Progrämmchen, die über ein per Datenkabel angestöpseltes Handy SMS verschicken können. Alternativ gibt es z.B. http://www.groupalarm.de für solche Jobs. Die verschicken auch Flash-SMS und können auf x Arten angetriggert werden.

@Kartonschachtel: So in die Richtung hab ich mir das vorgestellt, danke! Vista hab ich eigentlich nur angesprochen, weil ich "damals", als XP noch nicht mal das erste Service Pack hatte, dumme Kommentare bekommen habe, weil ich auf einem (damals schon etwas älteren) PC Windows 2k installiert hab... Für XP reichen natürlich 2 GB.

@Lar337: Wenn die Serverplatte nicht wesentlich teurer ist als die Consumer-Teile, dann wird's ne Serverplatte. Hab einfach ein besseres Gefühl dabei. Und wir brauchen auch keine 750GB. Werde mich mal bisschen schlau machen in Richtung ECC. An der Soundkarte brauche ich einen normalen Audio-Eingang, also einen Line-in. Sollte doch inzwischen auch bei onboard-Sound Standard sein?!? Das Programm läuft unter Java, grundsätzlich geht das ja unter Vista. Aber Dein Einwand ist berechtigt. Selbstbau sollte kein Problem sein, wenn die Kiste mal nicht läuft, gibt's halt keine SMS (ist nicht der einzige Alarmierungsweg, sonst wär mir Windows auch zu unsicher ;-) ). Preistechnisch haben wir wahrscheinlich bis 500 € überhaupt keine Probleme, darüber muss halt bisschen diskutiert werden.

Gruß
Ralf
 
Wenn man nicht zu 100% auf das Ding angewiesen ist, also man keine 1000€ schweren Verluste einfährt oder einem ein Haus abfackelt, wenn das Ding mal ausfällt, sollten es normale Bauteile auch tun.
Notfalls alle paar Tage mal neustarten.

Bei der Festplatte muss man mal gucken.
Serverplatten sind normalerweise schon deutlich teurer. Und wirklich wichtige Daten sollte man eh immer sichern. Jede Festplatte kann kaputt gehen.

http://www1.hardwareversand.de/articledetail.jsp?aid=20718&agid=689
Diese Platte ist von WD übrigens auch "offiziell" für einen 24/7 Betrieb zugelassen und soll eine extrem hohe Zuverlässigkeit bieten.
 
Soll das System schon fix und fertig gekauft werden, oder wollt ihr selber schrauben?

Für ein System, das eigentlich nichts tun muss reicht eigentlich ein Pentium M oder Athlon XP-M. Die Teile sind schön günstig und von der Leistung her mehr als ausreichend.

Speicher reicht ganz normaler Speicher, aber achte darauf nicht zu billig la take MS zu kaufen. Solange eine einigermaßen vernünftige Marke drauf steht ists schon in Ordnung.

Kühlung sollte so ausgelegt sein, dass es sehr leise ist und ab besten irgendwo Staubfilter etc. hat, damit das Ding nicht so schnell versifft.
 
Wenns wirklich bis 500€ kosten darf, kann man ja ruhig bisschen mehr für die Platte ausgeben. Also wäre eine Western Digital RE2 durchaus ok.

ECC RAM würde ich nun nicht für unbedingt wichtig erklären.
Daher kann der Rest des Systems wohl standardmäßig bleiben.

Bin jetzt mal davon ausgegangen, dass Monitor, Maus und Tastatur vorhanden sind, stimmt das?

Man könnte noch versuchen, einen etwas sparsameren X2 4850e als CPU aufzutreiben. Aber die CPU wird wohl eh hauptsächlich im Idle laufen. http://geizhals.at/deutschland/a324706.html

Gehäuse musste mal gucken, dass ist jetzt ein normales ATX. Das Board ist allerdings µATX, sodass das ganze auch in ein kleineres Case passen würde.

Alternatives Board wäre das Gigabyte GA-MA78GM-S2H oder ein AMD 690G / 780G Board eines anderen Herstellers.
Denn zu dem Gigabyte Board unten im Bild scheint es Gerüche über erhöhten Stromverbrauch zu geben
http://www.meisterkuehler.de/forum/...lgemein/17192-ga-ma69gm-s2h-stromfresser.html


Alles zusammen würde dann mit Zusammenbau so aussehen:
 

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@Lar337: Stimmt, bei WD kann man zumindest zwischen den Zeilen lesen, dass die Platte 24/7 aushält... Der Preis, den Du für die Platte angibst, wär noch im Rahmen, denke ich. Der zyklische Neustart ergibt sich aus der Verwendung von Windows... ;-) Tastatur, Maus und Monitor sind vorhanden bzw. nicht in den 500€ dabei. Bzgl. ECC: Sehe ich auch so. Wenn die Kiste abstürzt, weil sie ein falsches Bit aus dem RAM bekommt, dann wird halt neu gestartet. Im Normalfall sollte das auffallen, wenn der Rechner nicht läuft. Evtl. richten wir einen "Überwachungsservice" ein, den es ja für Homepages bzw. Server zur Genüge gibt. Da wir sowieso DSL mit Flat haben, spielt der Traffic hierfür keine Rolle.

@Pax_Magellanic: Mit 99%iger Sicherheit werden wir selber schrauben. Außer es findet sich ein günstiges Angebot so wie wir es wollen. Bzgl. Pentium M & Co. bin ich bisher davon ausgegangen, dass die aktuelle Hardware vom Stromsparen her besser ist. Außerdem haben wir dann noch Reserven, wenn die Kiste doch mal bisschen mehr arbeiten muss. Oder sehe ich das falsch?

@all: Besten Dank für Eure Infos und Bemühungen! Bin positiv überrascht! Ich hatte schon so Antworten erwartet in dem Stil "Server und Workstation gleichzeitig macht man nicht"... Werde jetzt in den Samstag-abend starten. Ich wünsch Euch was und nochmals vielen Dank!!

Ralf
 
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