24/7 PC gesucht!

nuc

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Jan. 2007
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moin, suche einen pc der 24std 7 tage die woche laufen kann.

gebraucht wird das ganze um eine fernwartung bei einer biogasanlage einzurichten.

das ganze muss von der motorschnittstelle zum neuen pc, von da aus zum fritz dsl modem damit man internet hat und drauf zugreifen kann.

dachte erst an sowas wie acer revo, aber die sind glaub ich nix aufgrund der grösse und hitze für 24std betrieb. was würdet ihr mir vorschlagen, oder gibt es für solche zwecke spezielle systeme?

da der pc nichts weiter können soll, als das internet mit dem motor zu verbinden, dachte ich an so ein budget von 300€. betriebssystem wäre vorhanden. das ganze steht im schaltschrank raum.
 
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Wenn's kein Nottop sein darf, wäre mein Vorschlag, ein beliebiges ITX-Mainboard und eine verschleißfreie, günstige SSD zu nehmen.
 
Eine vernünftige Kühlung und ein gutes Netzteil dürfen in einem 24/7 Rechner auch nicht fehlen.
Es gibt natürlich gescheitere Systeme, die für einen 24/7 Betrieb ausgelegt sind, aber 300€ reichen da nicht aus.
 
Man sollte sich vorher u.a. folgende Dinge überlegen:

- Wie hoch ist die Umgebungstemperatur im Schnitt / Minimum / Maximum am Aufstellungsort? Ist der Schaltschrank zwangsbelüftet? Durch den PC kommt ein Wärmestrom dazu, der aus dem Schaltschrank entsorgt werden muss.

- Gut wäre es, wenn man sowohl eine nennenswerte Staubbelastung als auch kondensierende Feuchtigkeit hundertprozentig ausschließen kann. Das ist außerhalb einer Büroumgebung nicht unbedingt selbstverständlich, kann aber z.B. durch die Konstruktion des Schaltschrankes sichergestellt werden. Für 300 Euro sind praktisch nur Office-PCs drin. Das ist erst mal noch kein K.O.-Kriterium, aber z.B. die Festplatte oder SSD muss entsprechend ihrer Beanspruchung hinreichend zuverlässig gewählt werden.

- Wie gut ist das Stromnetz? Ggf. benötigt man eine unterbrechungsfreie Stromversorgung und/oder einen Watchdog-Timer. Letzterer dient dazu, das System nach einem Aufhängen oder einem Ausfall der Netzspannung zuverlässig wieder zu booten. Womit Office-PCs aber entfallen.

- Welche Anforderungen muss die Hardware erfüllen, z.B. nach Anforderungsliste des Herstellers der zu installierenden Software? D.h. benötigte Schnittstellen (z.B. USB, RS232C, RS422, LAN) sowie Mindestgröße bzw. Leistungsfähigkeit von Prozessor, RAM, Festplatte bzw. SSD.
Ich nehme mal an, dass die eingebaute Grafik völlig unkritisch ist und das von der Systemleistung her praktisch jeder kleine Office-PC geeignet ist. Das untere Ende möglicher Prozessoren von fürs Büro gehandelten PC-Abkömmlinge wird derzeit durch Single-Core Atoms von Intel markiert. Es geht aber z.B. für Industriesteuerungen aber ggf. noch "kleiner".

- Bei Office-PCs kann man nicht mit einer sonderlich aufwändigen Bauteileselektion rechnen, d.h. man sollte z.B. während des ersten Betriebsmonates mit einer Ausfallrate im unteren einstelligen Prozentbereich rechnen. Minimieren kann man die Ausfallrate, wenn man alle Komponenten der Fernüberwachung vor Aufnahme des Anlagenbetriebs mindestens 200 Stunden betreibt.

- Ich nehme mal an, dass der PC die Anlage lediglich überwachen, aber keine wesentlichen Betriebsparameter direkt steuern soll. Und wenn doch, muss die Anlagensteuerung gefährliche Betriebsparameter zuverlässig abfangen.
Denn sonst kann es unter Sicherheits- und Umweltaspekten happig werden.

P.S.: Die Daten über die Langzeitzuverlässigkeit aktueller SSDs sind bislang ausgesprochen dürftig. Speziell als Systemlaufwerk unter komplexen OS.
 
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