Welche Platte wessen Herstellers gut oder schlecht ist, lässt sich nie sagen, weil es nie so ist.
Du kannst die tollste Platte gekauft haben - der Händler packt sie miserabel ein und schon der Transport zu Dir ist der Todesstoß. Reicht dann ja schon, wenn das Paket im Verteilerzentrum von einem Band auf's andere fällt. Oder wenn der Packer siebzehn Kartons auf einmal schnappt um sie in den Zustellwagen zu packen und ein großer Teil kommt ins Rutschen und knallt schön auf den Boden und wie's der Zufall so will, dabei ist das Packstück mit der Platte. Was viele Versender liebend gerne machen, sie packen die Platte in einen Karton auf den Boden und füllen den Rest mit Papier oder Blubberblasenfolie. Die außen liegenden Seiten, wo die Platte auf dem Karton anliegt, sind aber ungeschützt. Und weil so passt, gehört dazu die Unterseite, weil ja oben das Label drauf kommt. Super.
Dann muss man natürlich selbst noch behutsam mit den Platten umgehen. Es gibt da durchaus "Weltmeister", die denken, sie können mit dem kleinen schweren Klotz ruhig härter umgehen, solange die nicht angeschlossen ist, getreu dem Motto "schwer und hart = robust". Manche sind aber auch schlicht und ergreifend unachtsam.
Andere "Knaller" sind nicht gerade zimperlich im Umgang mit ihrem PC. Da wird da mal gegengebollert, während der läuft. Festplatten kannst Du so garantiert schrotten, der Stoß muss nur gut genug im falschen Augenblck erfolgen.
Beliebter Ausfallgrund ist auch fortwährende Überhitzung mangels adäquater Kühlung bzw. Hitzestaus in zu kleinen Gehäusen. Ich bekomme immer Sorgenfalten auf die Stirn, wenn ich ältere PC-Gehäuse aufmache und im kleinen Diskette- und Festplattenkäfig alle drei Plätze belegt sind, oben das Diskettenlaufwerk, darunter zwei Platten, direkt übereinander. Da ist es dann auch völlig egal, ob es ein Heizwerk von Seagate ist oder eine eher lauwarme Samsung. Die heizen sich ja gegenseitig noch mehr auf als sie so schon werden, tja und Wärme ist dem Alterungsprozess bei Elektronik und insbesondere bei Festplatten besonders zuträglich.
Solche Szenarien findet man aber auch bei modernen Gehäusen, wo man einen Festplattenrahmen bis zum Gehäuseboden hat, manche können es nicht lassen, Platten direkt übereinander zu platzieren. Und von Gehäuselüftern haben nicht wenige auch noch nichts gehört oder sie verpönen sie, weil sie Angst vor unaushaltbarem Lärm haben. Da wird gerne gedacht, jeder Lüfter ist laut. Das ist dann schade.
Ich mache mit PCs jetzt schon seit 17 Jahren. Ausgefallen ist mir keine Platte. Klar, mal ein paar defekte Sektoren aber Totalausfälle hatte ich nicht. Behutsam damit umgehen, die richtig arbeitenden Händler genommen, die Platten wo es ging, immer gekühlt per leisem Gehäuselüfter und den PC außerhalb des Bewegungsradius aufgestellt. Und meine Platten konnten so immer 14 und mehr Stunden am Tag arbeiten. So manche Sitzung über zwei, drei Tage war auch schon mal dabei. Mit teils anstrengenden Aktionen für die Platte, Leerlauf war weniger angesagt. Dauernutzung kann für manche Platte natürlich auch problematisch sein.
Meine eigenen Erfahrungen sehen so aus:
Seagate: fast immer irgendwann 1 defekter Sektor, aber nie mehr als zehn.
Samsung: fast immer fehlerfrei. Jetzt gerade zwei der letzten F3 mit 10 und die andere mit sieben defekten Sektoren.
WD: einmal eine Reihe von defekten Sektoren, ich glaube, das waren 23. Hab ich zum Austausch eingeschickt, war kein Thema. Ansonsten weder Black noch Green schnurren fehlerfrei vor sich hin.
Toshiba: nur eine vorhanden, funzt fehlerfrei.