Ab wann lohnt sich eine Kupferleitung nicht mehr?

Kreacher

Cadet 4th Year
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Nov. 2007
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Hallo Forum,

da ich ja erst kürzlich unser Heimnetzwerk aufwändig renoviert und z.T. noch zusätzliche Leitungen in Form von CAT-7-Kabeln gelegt habe, ist mir nun vor kurzem der Gedanke gekommen: war das Verlegen mit CAT-7-Kabeln im Jahr 2026 überhaupt noch strategisch / zukunftssicher sinnvoll, oder hätte man sich das ggf. auch sparen können bzw. vielleicht eher direkt schon mal Glasfaser verlegen sollen?

Die Leitungen liegen größtenteils alle in Leerrohren bzw. Kabelkanälen und sind somit i.d.R. (vermutlich mit etwas Fummelei, Ziehen & Zerren) austauschbar.
Andererseits verspricht eine aktuelle CAT-7-Leitung ja bis zu 10 Gbit/s unter 100m Länge, was bei uns im Haus überall der Fall ist. Die maximale Länge am Stück waren glaub mal 40-45m.

Würde man die nun verlegten Leitungen also erst dann austauschen, wenn wir irgendwann mal jenseits der 10 Gbit/s-Geschwindigkeit angekommen wären, oder würde das bereits vorher schon Sinn machen?
Anders gefragt: bei uns liegt zwar aktuell noch kein Glasfaser im Haus/Gebäude an und meines Wissens gibt's da in unserem Kuhdorf aktuell auch noch keine konkreten Ausbaupläne, aber FALLS denn irgendwann doch mal Glasfaser im Haus anliegen würde, wären die verlegten CAT-7-Leitungen dann immer noch brauchbar, sofern der Speed unter 10 Gbit/s bleibt, oder empfiehlt es sich generell bei Glasfaser, die gesamte Infrastruktur auf Glasfaser umzustellen?

Ich hoffe, man versteht, was meine Gedankengänge sind. Ich habe mir jetzt einfach nur die Frage gestellt, wie sinnvoll/zukunftssicher eine Investition in CAT-7-Kabeln im Jahr 2026 im Zwecke einer Heimnetzrenovierung / eines Heimnetzwerkausbaus noch war?
 
Solche Gedanken würde ich mir, aus meiner bescheidenen Sicht, noch gar nicht stellen. Wenn es irgendwann Glas bei euch gibt, wird das warscheinlich ohnehin vermutlich noch keine 10 GB/s sein. Bis das soweit ist, werden evtl. noch viele Jahre vergehen. Ich würd es jetzt einfach so lassen und in zehn Jahren noch mal darüber nachdenken. Mit der jetzigen Verkabelung wirst du sicher noch lange Freude haben. Und auch für Netzwerk-Lokale-Anwendungen, sollten 10 GB/s noch lange ganz brauchbar sein.
 
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10Gbit/s per Kupfer/RJ45 Stecker braucht viel Strom.
Als nächster Schritte nach 1Gbit/s hat sich 2,5Gbit/s etabliert.
Wenn das auch mal nicht reicht, dann Glasfaser, wobei man für einzelne Links, z.B. Haupt-PC und NAS, durchaus auch 10Gbit/s per Kupfer machen kann.
 
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Wenn du gleich mehrere parallel gelegt hast, zumindest Doppeldosen, kannst du ja auch Bündeln.
 
Kreacher schrieb:
wenn wir irgendwann mal jenseits der 10 Gbit/s-Geschwindigkeit angekommen wären, oder würde das bereits vorher schon Sinn machen?
Anders gefragt: bei uns liegt zwar aktuell noch kein Glasfaser im Haus/Gebäude an und meines Wissens gibt's da in unserem Kuhdorf aktuell auch noch keine konkreten Ausbaupläne, aber FALLS denn irgendwann doch mal Glasfaser im Haus anliegen würde, wären die verlegten CAT-7-Leitungen dann immer noch brauchbar, sofern der Speed unter 10 Gbit/s bleibt, oder empfiehlt es sich generell bei Glasfaser, die gesamte Infrastruktur auf Glasfaser umzustellen?
Geschwindigkeiten jenseits von 10 Gbit sind in Privathaushalten die absolute Ausnahme der Ausnahme. Selbst 2,5 Gbit dürfte abseits des Forums sehr selten anzutreffen sein. Und in diesen Bereichen reden wir meist über Lan Anwendungen (Homelab, Nas, Server).

Wenn deine Sorge ist, ob dein 10 Gbit Netzwerk dem hoffentlich kommenden Wan Glasfaseranschluss gerecht wird, dann ja. Du wirst vermutlich selbst in 10 Jahren keinen Router besitzen, der mehr an Endgeräte liefern könnte.

Einziger Vorteil von GF Leitungen hier: Er würde dir eine variable Position des ONT im Haus erlauben. Ist aber nicht sonderlich relevant bei vorhandenen Netzwerkkabeln.
 
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Also in der Regel brauchst du im Heimnetzwerk kein 10G, vorallem kein Kupfer. Außer du schiebt jetzt regelmässig große Dateien (Dateien >10GB) in deinem Netzwerk hin und her.
Private Internet Verträge die 10G bietet gibt es auch kaum, 1G ist schon bei Glas ist da eher der Standard und das reicht auch locker.
 
Kreacher schrieb:
da ich ja erst kürzlich unser Heimnetzwerk aufwändig renoviert und z.T. noch zusätzliche Leitungen in Form von CAT-7-Kabeln gelegt habe, ist mir nun vor kurzem der Gedanke gekommen: war das Verlegen mit CAT-7-Kabeln im Jahr 2026 überhaupt noch strategisch / zukunftssicher sinnvoll, oder hätte man sich das ggf. auch sparen können bzw. vielleicht eher direkt schon mal Glasfaser verlegen sollen?
Meiner Meinung nach, Nein.

Glasfaser hätte Dir, ausser beim Verlegen keinerlei Vorteile gebracht. Wenn man bedenkt wie langsam die Transferraten in den Heimnetzen steigen wird es Jahrzehnte dauern bis man sagen könnte das 10GE bremsen.

Zum anderen besitzen die heutigen PCs, IoTs, TVs, Cams, etc in der Regel noch RJ45 Anschlüsse. Du hättest also überall Mediumswandler einsetzen müssen um von LWL wieder auf Kupfer zu gehen.

Was du auch nicht vergessen darfts bei LWL gibts keine PoE, ka ob das jetzt relevant für dich wäre aber ich möchte es nicht missen.
 
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Eigentlich sollte CAT 7 noch viele Jahre reichen, es sei den man plant Anwendungen die extrem hohe Datenraten intern benötigen.
 
Ist halt die Frage was du Zuhause alles machst. Wenn du jetzt eine Medienfirma bist die 5 Leute im Haus hat die vielleicht auf einem Server Arbeiten usw. würde es viellecht schon sinn machen. Aber selbst da, man kopiert ja nicht ständig Daten hin und her.
Ich habe selber hier nur 1Gbit zu meinem NAS, dass kann sowiso kaum schneller da eine Kombination aus SSD und HDD. Wenn, würden sich bei mir 2.5Gbit lohnen.

in deinem Fall hast du 10Gbit!

Also alles richtig gemacht :)
 
h00bi schrieb:
10Gbit/s per Kupfer/RJ45 Stecker braucht viel Strom.
Das war mal.
Der RTL 8127 Chip verbraucht unter 2 Watt bei Last.
 
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Ich habe bei mir zwei Rechner mit 10Gbit und ein NAS mit 10Gbit über Kupfer angebunden. Das restliche Netzwerk dürften sich mit 2,5 GBit am Netzwerk anmelden, wenn sie es denn alle könnten. Der Fernsehr im Wohnzimmer und die EMA können z.B. nur 100 Mbit.

Die Festplatten in meinen NAS können max. 280 MByte übertragen. somit würden für die Festplatten auch 2,5 Gbit reichen. Die 10Gbit machen nur Sinn, wenn man auch NVME SSD in seinem NAS betreibt, dann schafft man es die 10Gbit auch zu nutzen.

Da in absehbarer Zeit die HDDs nicht schneller werden und SSD in naher Zukunft auch nicht in erschwingliche Preisbereiche vordringen werden, macht es meiner Meinung nach keinen Sinn derzeit auf LWL zu setzen. Das kann man gut und gerne die nächsten Jahre aussitzen. Dann werden die Netzwerkkomponenten auch preiswerter geworden sein.
 
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Kreacher schrieb:
war das Verlegen mit CAT-7-Kabeln im Jahr 2026 überhaupt noch strategisch / zukunftssicher sinnvoll, oder hätte man sich das ggf. auch sparen können bzw. vielleicht eher direkt schon mal Glasfaser verlegen sollen?
Natürlich war das sinnvoll.
Glasfaser benötigt ja auch die entsprechende Schnittstelle an den Endgeräten, welche bei den meisten Consumergeräten nicht vorhanden sein dürfte.
Die würdest du daher bei reiner hochmoderner GF Vernetzung nur über Adapter/Umsetzer angeschlossen bekommen.
 
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Kreacher schrieb:
Andererseits verspricht eine aktuelle CAT-7-Leitung ja bis zu 10 Gbit/s unter 100m Länge, was bei uns im Haus überall der Fall ist. Die maximale Länge am Stück waren glaub mal 40-45m.
Auf der Strecke schafft auch aktuelles cat 5/ vormals cat5e 10g.
Ab 10g steigt der Stromverbrauch bei Kupfer so weit, dass glasfaser sich verdammt schnell lohnt.
Die Hardware ist auch noch billiger
 
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@Arboster ; gibt hier Leute die immer wieder die gleiche Mär erzählen. Anno 2010 war das noch anders, aber heute mit moderner Hardware ist der Unterschied pro Link nicht mehr groß. Früher war das mal anders als ein Port an die 10 Watt brauchte. Wen natürlich zum Sparen beim Einkauf auf angelegte Business Hardware von vor 10 Jahren setzt, spart vielleicht an der falschen Stelle, wenn der Stromverbrauch so wichtig ist.
 
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Skysurfa schrieb:
[,,,]

Die Festplatten in meinen NAS können max. 280 MByte übertragen. somit würden für die Festplatten auch 2,5 Gbit reichen. Die 10Gbit machen nur Sinn, wenn man auch NVME SSD in seinem NAS betreibt, dann schafft man es die 10Gbit auch zu nutzen.
Das sehe ich genauso, mein NAS (mit 2,5GBit) ist auch nicht schneller als die verbauten HDDs.
Skysurfa schrieb:
Da in absehbarer Zeit die HDDs nicht schneller werden und SSD in naher Zukunft auch nicht in erschwingliche Preisbereiche vordringen werden, macht es meiner Meinung nach keinen Sinn derzeit auf LWL zu setzen. Das kann man gut und gerne die nächsten Jahre aussitzen. Dann werden die Netzwerkkomponenten auch preiswerter geworden sein.
Yep, auch da stimme ich zu.
 
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Ich sags mal so:
Ein Kupferleitungs Cat7 Netzwerk im Haus mit 10Gbit/s ist von der bandbreite her ca. 100x so "schnell" wie "DSL 100.000"
Beim schnellsten DSL, das 250.000er, bist mit 40 Gbit/s inhouse immer noch 40x "schneller".

Von daher würde ich mir da keine Gedanken machen, vor allem weil die tatsächliche Geschwindigkeit ja auch immer noch auf den Server ankommt der die Daten hochlädt. Wenn der mit 1Gbit/s maximal hochläd bringt dir auch 10Gbit Glasfaser und 10 Gbit Netzwerk im Haus nix.

Um mal ein realistisches Szenario zu zeigen:
4k Streaming braucht ne 25.000er DSL Leitung.
Mit ner 100.000er DSL Leitung können 4 Leute gleichzeitig 4k Streams angucken.

Falls du also nicht ständig riesengroße Datenpakete hoch und runterlädst wirst du in den nächsten Jahren mit nem DSL 100.000 oder 250.000 Anschluss vollkommen Glücklich sein.

Ansonsten, um innerhalb des Hauses Daten zu kopieren z.b. von PC auf NAS oder so, da ist Cat7 und 10Gbit/s Netzwerk schon gut. Aber für alles was irgendwie mit Internet zu tun hat brauchst du das vermutlich eher nicht.

Um die Hauptfrage zu beantworten "Ab wann lohnt sich eine Kupferleitung nicht mehr?"
Ab dem Zeitpunkt sobald du wirklich sehr oft Bandbreiten von über 10Gbit/s nutzen musst, was aktuell er typischen Geschwindigkeit von privaten Glasfaseranschlüssen in Deutschland entspricht.
Um ein Beispiel zu nennen: Du lädst ein 100 Gigabyte großes Spiel mit einem 10Gbit/s Anschluss runter, das braucht dazu dann 80 Sekunden.
Ein Terrabyte mit 10Gbit/s runterladen bräuchte 800 Sekunden bzw. c. 13-14 Minuten
Wenn dir das zu "langsam" ist, genau dann musst du neue Kabel im Haus verlegen und dir einen schnelleren Anschluss holen.
 
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D0m1n4t0r schrieb:
Ein Kupferleitungs Cat7 Netzwerk im Haus mit 10Gbit/s ist von der bandbreite her ca. 100x so "schnell" wie "DSL 100.000"
Beim schnellsten DSL, das 250.000er, bist mit 40 Gbit/s inhouse immer noch 40x "schneller".
[...]
4k Streaming braucht ne 25.000er DSL Leitung.
Mit ner 100.000er DSL Leitung können 4 Leute gleichzeitig 4k Streams angucken.

Falls du also nicht ständig riesengroße Datenpakete hoch und runterlädst wirst du in den nächsten Jahren mit nem DSL 100.000 oder 250.000 Anschluss vollkommen Glücklich sein.

Wer gibt bitte heutzutage die Geschwindigkeit von einer DSL Leitung in Kilobit/s an?
Ohne explizite Angabe der Einheit sind schon sehr lange MBit/s das übliche...

Und wieso gibst du die Einheiten bei so viel Rechnerei/Zahlenvergleich nicht ordentlich an?
 
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