foofoobar schrieb:
Wenn man so ein Ding in die Asse stellt kommt da irgendwann nur noch Rosenduft raus?
Nicht Asse, die Wirtschaftlichkeit wird u.a. damit erreicht, dass das Ding in ein altes KKW gesetzt werden soll, was verspricht erheblich Baukosten zu sparen. Imho eine optimistische Annahme bis zur ersten Bauprüfung, in welchem Zustand der Stahlbeton ist

.[1]
An sich ist die Anlage vergleichbar mit den Versprechungen der Thoriumreaktioren. Langlebige Isotope mit Neutronen bestrahlen, sodass deutlich kurzlebigere Isotope oder gar stabile Elemente resultieren.
Wobei das allenfalls eine Machbarkeitsstudie als Überlegung ist, wie so etwas ausschauen könnte. Da wurde keine Anlage als vollständiges Konzept erstellt und zur Prüfung eingereicht. An sich schaut mir das aus wie ein: "Wir brauchen ein paar Milliönchen um das Auszugestalten".
Das Konzeptpapier wischt für mich auch zu schnell über einige Dinge drüber. Die Aufbereitung von (abgebrannten) Brennelementen und verglasten Strahlern bedeutet schlicht, dass da eine eigene Aufarbeitungsanlage benötigt wird. Analog dazu die stoffliche Trennung der Reaktorprodukte. Das ist sehr verwandt mit dem was die Aufarbeitungsanlage La Hague macht. Deren Modernisierung wird mit 25..37Mrd. € veranschlagt. Ich halte im Vergleich die angenommenen Kosten im Paper für arg optimistisch für eine Prototypenanlage die in den Einzelbetrieb gehen soll.
[1]Es wird genauer aufgeschlüsselt, es soll ja u.a. auch Kühlsysteme des AKWs weiter genutzt werden und bedingt die Generatoren etc. Bei vor der Abschaltung auf Verschleiß gefahrenen KKWs sehe ich das auch als sehr optimistisch.
An sich wäre das eine interessante Diskussion, aber
@Uzer1510 ist mir zu hart auf der "alle doof, Deutschland im Niedergang, nur Wissenschaft die ich als solche sehe zählt"-Schiene.