AKWs reaktivieren sinnvoll?

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Ich bin etwas verwirrt. Meine Eltern haben eine WP von Nibe aus dem Jahr 2013.

Dort gibt es eine Außeneinheit die mit zwei Rohren mit der Inneneinheit verbunden ist. In der Inneneinheit ist alles integriert (Pufferspeicher, 270 L Warmwasser Speicher, die Regelung für max. 8 Heizkreise, die komplette Steuerelektronik, usw...)

Da ist weniger "Material" Verbaut als bei meiner Ölheizung.

Das sieht für mich eher nach schlecht beraten aus.
 
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HtOW schrieb:
Hab ich mehrfach, die WP hat drei Heizkreisläufe, die extern gemanaged werden müssen es somit Amaturen benötigt die Im Raum inkl. Rohrleitungen verlegt/verbaut werden müsse. Die Gastherme hat das alles intern schon verbaut gehabt ebenfalls sodass nur ein Rohr zur Heizung und zum BW Speicher notwendig war.
Bleibt aber ein Problem, was nichts mit der Wärmepumpe zu tun hat. Wäre die Gasheizung kaputt gegangen und ein neuer Gaskessel hätte diese interne Aufteilung auch nicht gehabt, hättest du das gleiche Thema gehabt.
Das ist unspezifisch und hat nichts mit der Art des Wärmeerzeuger konkret zu tun.

€dit: Siehe den Beitrag über mir.
Anscheinend hätte es das auch bei einer Wärmepumpe gegeben mit internem Speicher und separaten Heizkreisen mit interner Steuerung.

Übrigens auch ein Grund, warum ich solche Lösungen einiger Hersteller meide wie die Pest. Zum einen kocht da jeder sein eigenes Süppchen und ich bin nicht mehr so flexibel nach meinem Gutdünken wechseln zu können und wenn ganz hart auf hart kommt, könnte sogar der Hersteller selbst seine tolle Idee vor 12 Jahren heute nicht mehr anbieten.
Das eigentliche Problem ist aber, wenn ich eine Aufteilung von Heizkreisen machen will, wie ich das will, geht das nur mit einer übergeordneten Steuerung, auf die ich Einfluß habe. Das ist bei bei solchen integrierten Lösungen in der Regel nicht der Fall. Die haben 4-5 integrierte Programme, für gestellte Situationen, die sich der Hersteller ausgedacht hat und wenn davon nichts bei mir passt, habe ich Pech gehabt.
 
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HtOW schrieb:
Nach deren Simulation erhöht das in unserer Gegend die Effizienz im Winter im 30%.
Ein Pufferspeicher verliert dauerhaft Wärme und ist eigentlich eine Störgröße. Ich kenne das eigentlich nur bei Leuten die mit Holz (zu) heizen.
Da geht es eher drum, das man punktuell eine sehr große Wärmequelle und dann die Wärmequelle weg ist. Da macht der Speicher als Puffer Sinn.
Die Wärmepumpe braucht auch einen kleinen Puffer, da der Wärmetauscher nicht zirkulieren können muß um nicht punktuell zu heiß zu werden, das ist in der Regel intern oder über die Einbindung der Verbraucher im Haus sicher gestellt (ich mußte bei zuhause drauf achten, dass ich nicht die Wärmepumpe komplett trenne)

Um eine bessere Effizienz zu erreichen könnte man (gemeinsam mit PV Überschuß) die Wärmepumpe so nutzen, dass sie auch ohne Anforderung mittags läuft um den Speicher aufzuheizen, wo sie selbst dank besserer Außentemperatur einen höheren KOP hat, als zum Beispiel abends, wenn man gerade die Anforderung hat aber die Außentemperatur schon gefallen ist.

Ist ein für und wider und kann vorteilhaft sein, muß es aber nicht zwingend.
 
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Was beim Thema AKW in der Regel wohl erst einmal weniger ins Auge fällt ist der enorme Verbrauch von Süßwasser der Anlagen der hauptsächlich zur Kühlung verwendet wird. Seit der Abschaltung der letzten drei Kraftwerke hat sich der Verbrauch von Süßwasser hier um mehr als 16% reduziert. Die Mengen entsprechen in Etwa dem Gesamtverbrauch Österreichs.
Der nächste ähnliche grosse Wasserverbraucher ist dann die Kohleverstromung inkl. der Tagebaue.
Das Wasser wird in den aktuellen und kommenden Dürreperioden von der Landwirtschaft gebraucht werden.
 
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Buttkiss schrieb:
ist der enorme Verbrauch von Süßwasser der Anlagen
Also 1000 Liter pro Sekunde ist nicht enorm. Zum Vergleich, der Rhein hat in Köln nen gemittelten Volumenstrom von etwas über ~2000 Kubikmeter.

Also das zweitausendfache.

Viel ist das nicht - erst Recht in Relation zu der erzeugten Energie, da man ja auch Brunnen oder Quellwasser bei jedem Kraftwerk zur Verfügung hat. Da liegt man deutlich unter den Abfüllungen für privates Trinkwasser.
 
HtOW schrieb:
Da liegt man deutlich unter den Abfüllungen für privates Trinkwasser.
Äh, nein....
"Der Wasserverbrauch in Deutschland verteilt sich wie folgt:
  • Wärmekraftwerke: 64%
  • Industrie: 23%
  • Haushalte: 9%
  • Landwirtschaft: 4%" Quelle
Die Zahlen sind nach Abschaltung der AKW.

HtOW schrieb:
Also 1000 Liter pro Sekunde ist nicht enorm.
Das hängt doch von der Leistung, Art des Reaktors und dem Kühlsystem ab. Abseits davon finde ich 1000 Liter die Sekunde sogar ziemlich enorm.
Beispiel noch aktives AKW Beznau in der Schweiz mit zwei Blöcken Druckwasserreaktoren mit gerade mal je 365 MW benötigt ca. 40.000 Liter die Sekunde für die Kühlung.
Funfact: Wegen zu hoher Wassertemperatur ist Block 1 von Beznau aktuell komplett offline, Block 2 läuft noch mit halber Kraft weiter. Die Lösung: man weicht halt die Grenzwerte auf wie warm das Wasser des Flusses sein darf.
 
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Buttkiss schrieb:
40.000 Liter die Sekunde für die Kühlung.
Ist aber ne Durchlaufkühlung vom Flusswasser. Das wird weder verbraucht sondern wird entnommen und fließt zurück.
Zumal die Temperatur nicht zu hoch ist sondern das Delta der Entnahme und Rückführung. Das wird mit steigenden Temperaturen geringer um den Sauserstoffgehalt hoch genug zu halten.

Bezüglich des Wasserbedarfs zur Kühlung/betrieb von den Anlagen spricht das statitsische Bundesamt: Dass der abolute Großteil dieser Wassermenge unmittelbar in die Umweltzurückfließt. Ohne das validiert zu haben das nicht dem Kreislauf entnommen wurde sondern 50m Meter später in die Flüsse zurückgeleitet wird.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2022/PD22_34_p002.html;jsessionid=585F2E722C8C1569577D5ACD5C937F4C.live712?

Wenn man jetzt von Dürren ausgeht baut man Kühltürme die etwas weniger wie 1 Kubikmeter pro Sekunde benötigen, dann wäre diese Menge verdampft und nicht mehr unmittelbar vorhaben.

Eine Toliettenspühlung ist demnach äquivalent zu 10 kwh an Strom aus konventionellen Kraftwerken mit Kühlturm, sprich auch dem Energiebedarf eines 4 Personen Haushalts pro Tag und die spühlen mindestens 5 mal pro Tag (geschätzt) was zunächt aufbereitet werden muss.
Also persönlich in Relation nicht wirklich viel aber darf jeder sehen wie er will.

Für ein einzelnes Ökosystem kann das durchaus gravierend sein aber die Kraftwerke stehen ja auch nicht an Bächen. Der geringste jemals gemessene Volumenstrom im Rhein lag bei 600 Kubikmeter pro Sekunde. Mit 20 Kraftwerken wären das 580 gewesen.
 
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foofoobar schrieb:
Hier scheint es mit den neuen Wunderreaktoren nicht so weit her zu sein:
Kann ich nicht bestätigen.

Thursday, February 27, 2025
Kemmerer 1—TerraPower’s Pioneering Fourth-Generation Nuclear Project—Hits Key NRC Milestone Ahead of Schedule

July 2, 2025
Feds speed up review for Natrium nuclear power plant in Wyoming

foofoobar schrieb:
Gouverneur Mark Gordon, ein Republikaner, stimmt ihm zu: "Das sind aufregende Nachrichten für Wyoming und Wyomings Erdgasproduzenten." Die Energie im Bundesstaat entsteht vorrangig aus Kohle, Erdöl und Erdgas.
Der Gouverneur ist wohl nicht im Bilde wie es in Wyoming ausschaut. Das Problem kennen wir aber auch in Deutschland.

chart.png
 
Die Atom-Bros in UK sind schon kreativ:
Finanziert werden soll Sizewell C dabei über ein sogenanntes "Regulated Asset Base"-Modell. Bei diesem wird den Verbrauchern bereits mit Baubeginn ein Zuschlag auf die Stromrechnung gepackt. Man zahlt also als einfacher Nutzer im Voraus für ein Kraftwerk, das irgendwann mal teuren Strom liefern soll. Das Modell soll dafür sorgen, dass das Risiko für die privaten Investoren gesenkt wird, damit diese angesichts der ausufernden Kosten und der billigen Konkurrenz der Erneuerbaren nicht abspringen.
https://winfuture.de/news,152437.html
 
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Buttkiss schrieb:
Was beim Thema AKW in der Regel wohl erst einmal weniger ins Auge fällt ist der enorme Verbrauch von Süßwasser der Anlagen der hauptsächlich zur Kühlung verwendet wird. Seit der Abschaltung der letzten drei Kraftwerke hat sich der Verbrauch von Süßwasser hier um mehr als 16% reduziert. Die Mengen entsprechen in Etwa dem Gesamtverbrauch Österreichs.
Der nächste ähnliche grosse Wasserverbraucher ist dann die Kohleverstromung inkl. der Tagebaue.
Das Wasser wird in den aktuellen und kommenden Dürreperioden von der Landwirtschaft gebraucht werden.
1) Wenn wir unvoreingenommen sind, reden wir von Kernkraftwerken, nicht von AKW's.
2) Der Süßwasserverbrauch ist ein lächerliches Argument, die Endlagerung umso lächerlicher. Aber eventuell unterhalten sie sich einmal mit Technikern, die vom Fach sind, anstatt wohlfeilen Narrativen hinterher zu laufen.
 
Hutzear schrieb:
die Endlagerung umso lächerlicher
Wie Endlagern wir denn nun zukünftig so lächerlich? Und warum ist das lächerlich, wenn der gefährliche Abfall vor dem Bau oder einer evtl Reaktivierung (die eh weg ist) geklärt sein müsste, damit nicht noch mehr aufgetürmt wird?
 
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Hutzear schrieb:
2) Der Süßwasserverbrauch ist ein lächerliches Argument, die Endlagerung umso lächerlicher. Aber eventuell unterhalten sie sich einmal mit Technikern, die vom Fach sind, anstatt wohlfeilen Narrativen hinterher zu laufen.
Beim Süßwasserverbrauch bin ich bei dir... indes, inwiefern ist die Endlagerung ein 'umso lächerlicher'es Problem?
In Anbetracht dessen, daß eine sichere Endlagerung Geld kostet, und Firmen sehr gerne ebenjenes äußerst gern einsparen, sehe ich diese Thematik nicht wirklich als 'lächerlich' an.
 
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Samurai76 schrieb:
Wie Endlagern wir denn nun
In Deutschland haben wir aufgrund der Geologie gleich drei potentielle Gesteinsschichten. Wir haben Ton, Granit/Salz, nein auf die Assel/Gorleben/Morsleben, brauchen wir da gar nicht zu sprechen kommen. Wir lagern übrigens in enormen Umfang chemische Abfälle u.a. für Frankreich, keine Halbwertszeit, geringerer Dichte, da kräht kein Hahn nach, sehr merkwürdig oder? Mit Verlaub, aber die Endlagerthematik ist gelinde gesagt ein Witz.
 
Naja weil die Mengen halt noch so gering sind dass sich das kaum lohnt.

Hehe da greife ich mal auf die Schweiz (oder irgendein b elikebiges anderes seriöses Land) zurück, das was aus Deutschland kommt ist wissenschaftlich gesehen zwar immer extra korrekt gegegendert uind enstpööricht der politischen Ideologie - aber vom wissenschaftlichen Anspruch her nicht gerade brauchbar.

"50 Kubikzentimeter hochaktiver Kernbrennstoff pro Kopf nach 60 Jahren Atomstrom in der Schweiz: In die Endlagerbehälter verpackt, ergibt das eine Literflasche pro Person."
 
@Hutzear
1) Wo ist der Unterschied? Bisher genutzte Quellen sind sich einig das beide Begriffe das Gleiche beschreiben.
2) Generell beziehe ich mich bei beiden Themen auf Aussagen von Leuten die vom Fach sind. Ich bin es nämlich nicht. Was an diesen Themen lächerlich sein soll erschließt sich mir nicht. Bestimmt kannst du das näher erläutern.
Vor allem die Einlagerung ist sicherlich nicht lächerlich nur weil hier gewisse geologische Formen vorkommen. Das Problem ist unlängst komplexer.
 
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Nun das kommt immer auf die Qualität der Quellen an ich denke echte Geologen die einen echten Uniabschluss haben werden sicher alle stabile geologische Schichten kennen.

Aber es tut sich ja viel mehr in dem Bereich.

Hier z.B ganz aktuell Universität München zusammen mit TÜV Nord zur Endlagerung.

https://dpadocs.dpaq.de/20484_SPRIND_Studie_Beschleunigergetriebene_Neutronenquelle.pdf

Deutschland eben ein Land der Dichter und immer weniger eines der Naturwissenschaftler. Wie es tatsächlich um Kernrkaft und die Technologie drum herum steht dazu muss man in die Länder schauen die einen besseren ~ "breiteren" Naturwissenschaftlichen Hintergrund haben. China, Indien (topp inzwischen im Bereich Mathe + Physik!) , Japan, auch USA, Kanada.


Ich denke nicht dass Duetshcland so eine Anlage bauen wird , weinfach auch weil es so ein Projekt gar nicht umsetzen kann (siehe Liste der Grossprojekte) - aber denke andere Länder schon die muss Dustchland halt dann für die Dienstleistung bezahlen. Das halte ich für ein eher realistisches Szenario.
 
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