Nun die Strompreis-Entwicklung in Deutschland seit 2015 bewegt sich meistens deutlich unterhalb der Inflationsrate oder dicht dran. Ausnahme ist 2022, als der Preis für Erdgas nach Überfall auf die Ukraine durch die Decke ging und die Regelung, dass der teuerste Stromerzeuger im gesamten Portfolio den Strompreis bestimmt, einen Preissprung von ca. +40% verursachte.
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Daran haben die AKWs genau
nichts geändert. Sondern im Gegenteil bescherten sie den Betreibern exorbitante Gewinne. Nach dem Abschalten der letzten AKW 2023 hat sich der Strompreis in 2024 um ca. -14%
gegenüber 2023 verringert.
Mittlerweile sind wir wieder runter auf ca. +20% im Vergleich zu 2021. Tendenz leicht fallend oder stabil.
Während die Stromsteuer von 2015 bis 2025 um ca. -15% sank, erhöhten sich die Netzentgelte im gleichen Zeitraum um ca. +73%.
Die Preiszusammensetzung ist bei der Betrachtung der Preise also ebenso wichtig, wie die Kosten der im Strommix enthaltenen Energiequellen. Wobei die Kosten nach Quelle in der Regel nicht weiter aufgeschlüsselt werden.
Die AKW haben also bis zu ihrer Abschaltung rein gar nichts zu niedrigeren Stromkosten beigetragen und würden es auch heute nicht, weil aktueller Treiber die internationalen Preise für Erdgas sind. Ein Grund mehr, sich weiter von fossilen Energieträgern und ausländischen Lieferanten zu lösen.
Und wenn ich das richtig erinnere, fielen 2022 sogar mehrere AKW in Frankreich aus, so dass wir auch noch mehr Strom exportiert haben, was den Preis zusätzlich trieb.
Jetzt könnte man vielleicht argumentieren, "dann ersetzen wir doch mehr Gaskraftwerke durch AKW". Nur ist das hinsichtlich Bauzeit, Gesamtkosten und zunehmender Wasserknappheit (siehe Frankreich) irgendwie absurd, wenn man bedenkt, was in gleicher Zeit an erneuerbarer Energie, inkl. Speicher- und Transformations-Möglichkeiten hinzugebaut werden könnte.
Hinsichtlich des CO2-Ausstoßes könnte man tatsächlich sagen, dass der weitere Betrieb der AKW sinnvoll gewesen wäre. Aber auch nur in diesem Kontext.
Am Ende erscheint es also mehr als vernünftig und auch logisch hinsichtlich Baukosten, Baugeschwindigkeit, Nachhaltigkeit und CO2-Neutralität voll auf EE zu setzen.
Richtig nett finde ich das hier:
https://www.zdfheute.de/politik/aus...rbare-energien-windkraft-wasserkraft-100.html
Klar, der Vergleich hinkt, weil kein großer Industriestaat. Aber zumindest zeigt es, was bei konsequentem Handeln möglich ist. Und wenn es nur lokal begrenzt ist.