AKWs reaktivieren sinnvoll?

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Uzer1510 schrieb:
Für die spielt Ideologie keine Rolle die nutzen alles gleichwertig
Zumindest steht Ideologie in der Regel nicht an erster Stelle. Hier zählt eher der Kostenfaktor und die Zuverlässigkeit. Beides Punkte die eher gegen die Nutzung der Kernkraft sprechen.
Natürlich ist der Grünen-Politiker naturgemäß eher Gegner dieser Technik aber er fasst doch nur belegbare Zahlen zusammen. Was ist daran ideologisch? Ideologisch ist es doch eher belegbare Zahlen und Fakten zu ignorieren und anzuzweifeln. Also du.
Uzer1510 schrieb:
dass ein langsameres Wachstum nicht heisst das ist tot.
Ok, aber es wächst ja gar nicht..... das darfst Du mich aber gerne mit deinen Quellen eines anderen belehren.....
 
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Uzer1510 schrieb:
Ich habne gesagte weil "was" mit mit nur 10% steigt und was anderes mit z.B. 30 ist das mit 10% Steigerung nicht tot das wächst nur langsamer.
KK wächst halt nur gar nicht. Nicht im Anteil am Strommix, noch nominell mit der Zahl der Reaktoren. Ob die Produktion bei KK um 10% gestiegen ist weil weniger geprüft werden musste, weniger Ausfälle oder what ever, macht bei den aktuellen Investitionsverteilungen und der Kraftwerke im Bau auch nichts mehr. Das letzte Aufbäumen vor dem Sterben.
 
Samurai76 schrieb:
Deine Blackout Angst? Gern, hier:
Der SAIDI Index Wert is im EnBW Netz von 18,67 (2006 mit AKW) auf 10,4 im Jahre 2023 (ohne AKW) gesunken. Im Niederspannungsnetz von 2,86 auf 2,4.
Ja, man klar erkennen, mit AKW ist das Netz wesentlich stabiler Sarkasm off.
Es geht doch nicht um die langen Ausfälle sondern auch vor allem um die die nicht statistisch erfassst wurden die prinzipbedingt auftreten

https://www.researchgate.net/public..._fluctuations_of_wind_and_solar_power_systems

und ein prinzpielles Problem sind.

Bitte wieder mit Quellen belegen dass das gefixt ist.
Ergänzung ()

Samurai76 schrieb:
KK wächst halt nur gar nicht. Nicht im Anteil am Strommix, noch nominell mit der Zahl der Reaktoren. Ob die Produktion bei KK um 10% gestiegen ist weil weniger geprüft werden musste, weniger Ausfälle oder what ever, macht bei den aktuellen Investitionsverteilungen und der Kraftwerke im Bau auch nichts mehr. Das letzte Aufbäumen vor dem Sterben.

Es wächst nach Ansicht von IEA und Co aber in Zukunft im Hinlivk auf die Pläne vieler Länder weil sich die Wlert geändert hat und sich jeden Tag ändert.


Gerede wie das bisher war ist halt nichts wert. weil bisher hat mit Wachstum nichts mehr zu tun das findet morgen statt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Uzer1510 schrieb:
Es geht doch nicht um die langen Ausfälle sondern auch vor allem um die die nicht statistisch erfassst wurden die prinzipbedingt auftreten
Welche Ausfälle werden nicht statistisch erfasst? Hast du die Veröffentlichung gelesen und kannst du bitte die (für dich) wesentlichen Punkte im Kontext zusammenfassen? Außerdem, was hat sich seit der Verföffentlichung (2016) verändert und wie unterscheiden sich aktuelle Prognosen?
 
Uzer1510 schrieb:
Gerede wie das bisher war ist halt nichts wert. weil bisher hat mit Wachstum nichts mehr zu tun das findet morgen statt.
Entschuldige, aber wann soll denn dieses "Morgen" sein? Aktuell lässt sich nämlich anhand belegbarer Zahlen feststellen das sowohl die Anzahl als auch Ausgangsleistung der Kernenergie in den nächsten Jahren eher stark fallen wird. Bisher gibt es ja nur "wertloses Gerede" wie du sagst und auch dir ist ja klar wie lange der Bau oder die Entwicklung neuer Reaktoren dauern wird.
Also ist nach wie vor die berechtigte Frage, inwiefern neue Reaktoren in 20-25 Jahren überhaupt einen sinnvollen Beitrag zur Stromversorgung bieten.
 
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Uzer1510 schrieb:
Es geht doch nicht um die langen Ausfälle sondern auch vor allem um die die nicht statistisch erfassst wurden die prinzipbedingt auftreten

https://www.researchgate.net/public..._fluctuations_of_wind_and_solar_power_systems

und ein prinzpielles Problem sind.

Bitte wieder mit Quellen belegen dass das gefixt ist.
Hier ein Beispiel aus Kalifornien:
https://www.ess-news.com/2025/05/28/californian-batteries-set-new-output-record/
Das gleiche wird auch in Deutschland passieren:
https://www.pv-magazine-australia.com/2024/11/23/bess-are-becoming-more-attractive/

Ansonsten wirf einfach mal einen Blick auf die deutschlandweiten Transitenten, die Betrachtung einzelner Erzeuger führt in die Irre.
 
Uzer1510 schrieb:
Es geht doch nicht um die langen Ausfälle sondern auch vor allem um die die nicht statistisch erfassst wurden die prinzipbedingt auftreten
Ach so, AKW als Backup für EE Fluktuationen. Weil sie sich dafür so hervorragend eignen, schnell Lastwechsel durchzuführen und Wochenlang aufs Hochfahren zu warten.

Und jetzt bitte Belege für deinen Link von der Blackout Gefahr durch EE und die Taktik, wie diese dabei helfen sollen.

Oder meinst du diese ewig oft auftretenden Sekunden'blackouts'? Die, die vor 30 Jahren an der Tagesordnung waren und die ich die letzten 10 Jahre nicht vermisst habe?

Oder spielst du auf das superstabile Netz der USA mit ihren AKWs an?

Oder auch eine Lösung, jede neu gebaute Immobilie muss 10% seiner Tagesenergie und 10% seiner Spitzenlast über eine Batterie abfedern. Hilft dann auch dramatisch dem Netz und macht Baukosten nicht wirklich teuerer. Meine Bank hätte mir zum Erbfall auch gern noch die 1000€ oder 2000€ obendrauf gelegt. Und das wären dann schon weit mehr als meine o.a. 10%.

Aber gegen alle Fakten kann man natürlich trotzdem der Meinung sein, KK zu brauchen. Nicht weil billig. Nicht weil super verfügbar. Sondern wegen Kernwaffen.
 
Buttkiss schrieb:
Dafür sind Kernkraftwerke bekanntermaßen absolut ungeeignet.
Das ist ein Argument, dass sich gerade in Deutschland in bestimmten Kreisen bis heute hält. Speziell die Kernanlagen der Konvoi Baureihe wurden für den Lastfolgebetrieb ausgelegt, der Reaktordruckbehälter, alles wurde speziell dafür konstruiert.

Die hätte man problemlos noch ein ganzes Jahrhundert weiterfahren können und sie günstigen Strom bereitstellen können.
 
Hutzear schrieb:
ein ganzes Jahrhundert weiterfahren können und sie günstigen Strom bereitstellen können.
Nein. Grund:
"Um einschätzen zu können, ob der Weiterbetrieb von KKW mit dem geplanten Ausbau der Stromerzeugung aus EE vereinbar ist, wurde eine modellgestützte Analyse des zukünftigen Erzeugungssystems durchgeführt. In einem Szenario mit »bedingt flexiblem Betrieb« der KKW (entspricht in etwa einer Betriebsstrategie, mit der in einigen deutschen KKW bereits Erfahrungen gesammelt worden sind) wird ein erhebliches Konfliktpotenzial zwischen hoher EE-Durchdringung und einem Weiterbetrieb von KKW deutlich. Dies hat nicht nur eine technisch-betriebliche Komponente, sondern auch erhebliche ökonomische Implikationen. Das gegenwärtige Marktdesign erzwingt bei hoher EE-Durchdringung einen Betrieb der KKW in Stunden mit negativen Preisen, da für die KKW kurzfristige Lastabsenkungen nicht möglich sind, was zu drastischen Gewinneinbußen der KKW-Betreiber führt."

Klingt für mich nicht nach perfekt geeignet. Könnte grad mal ein bedingt geeignet rauskommen, wenn man die Preiswirkung dieses Betriebes einfach ignoroiert. Wie lange braucht der Kaltstart nach der Sommerpause? Gas kann das in 5 Minuten. Nach dem Abschalten zu Sommerpause, können dann alle MA sofort aus dem KKW in die Sommerferien? Oder bracuhen diese KW noch etwas Aufsicht und Pflege? Kann man so ein AKW dann in der Sommerpause für ein halbes Jahr abschließen und ignorieren oder muss das evtl beaufsichtig werden wegen dem ganzen Kernkram?
 
Hutzear schrieb:
Speziell die Kernanlagen der Konvoi Baureihe wurden für den Lastfolgebetrieb ausgelegt, der Reaktordruckbehälter, alles wurde speziell dafür konstruiert.

Uzer1510 würde jetzt nach einer Quelle fragen.

Hier die Antwort, ist auch naheliegend wenn man >3GWtherm rauf und runter fährt das das entsprechenden Stress der Komponenten zur Folge hat.

Bei unter etwa 5.300 Stunden verlieren KKW sogar
ihren Kostenvorteil im Vergleich mit Gaskraftwerken.
[ ..... ]
Reaktorkern: Während des regelmäßigen Lastfolgebetriebs treten an ver-
schiedenen Stellen im Reaktor thermische, mechanische und korrosive Be-
lastungen auf. Zu nennen sind hier u. a.: Verschleiß- und Ermüdungser-
scheinungen der Steuerstabsmechaniken, Aufquellen der Steuerstabenden
durch erhöhte Neutronendichten, thermische Spannungen aufgrund von
Temperaturgradienten mit der möglichen Folge von Hüllrohrschäden
Thermohydraulische Komponenten (Pumpen, Ventile, Rohre etc.): Der
Lastfolgebetrieb führt zu einer höheren Beanspruchung, was sich in Material-
ermüdungs-, Erosions-, Korrosions- und Verschleißerscheinungen äußert
und die Funktionstüchtigkeit und Integrität der Komponenten beeinträchti-
gen kann. Die Ansatzstutzen der Heiß- und Kaltstränge am Reaktordruckge-
fäß bzw. an den Dampferzeugern sind von thermischen Spannungsermü-
dungsvorgängen besonders betroffen. Temperaturgradienten führen zu
Schwankungen der Wasserchemie, welche wiederum eine erhöhte Erosion
und Korrosion bei Komponenten nach sich zieht.
Komponentenüberwachung und -austausch: Es ist gewährleistet, dass die
alters- und beanspruchungsbedingte Degradation der Komponenten durch
die implementierten Überwachungs- und Nachweissysteme rechtzeitig er-
kannt wird. Einer komponentenspezifischen Messung sind aber naturgemäß
in der räumlichen und zeitlichen Auflösung Grenzen gesetzt. Mit Ausnahme
des Reaktordruckbehälters kann in einem KKW jede Komponente aus-
getauscht werden. Verkürzte Austauschintervalle führen zu häufigeren Still-
standszeiten der Anlage. Die Verschleiß- und Ermüdungserscheinungen für
den Druckbehälter sind aufgrund der technischen Auslegung zu vernachläs-
sigen.

https://www.itas.kit.edu/pub/v/2017/grca17a.pdf

In Frankreich gibt es wohl wieder die ersten oben genannten Probleme:

Als mögliche Ursache für die Korrosionsprobleme wird ein erhöhter Sauerstoffanteil in den Kühlwasserleitungen gesehen. Dieser entsteht möglicherweise dadurch, dass die Leistung der Kraftwerke in Frankreich bei laufendem Betrieb verändert wird, etwa um auf die Einspeisung erneuerbarer Energien oder Nachfragespitzen zu reagieren.

https://www.handelsblatt.com/politi...en-franzoesische-akw-lahmlegen/100134499.html

Hutzear schrieb:
Die hätte man problemlos noch ein ganzes Jahrhundert weiterfahren können und sie günstigen Strom bereitstellen können.

Das ist ein "Argument", dass sich gerade in Deutschland in bestimmten Kreisen bis heute hält.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hutzear schrieb:
Die hätte man problemlos noch ein ganzes Jahrhundert weiterfahren können und sie günstigen Strom bereitstellen können.
Das ist ein Argument, dass sich gerade in Deutschland in bestimmten Kreisen bis heute hält. Das Atomstrom irgendwie günstig wäre....
Und nein: „Gemäß den Spezifikationen darf ein Atomkraftwerk der Konvoi-Baureihe seine Leistung in 40 Jahren Laufzeit zwei Mal im Monat auf 20 Prozent sacken lassen, und alle 36 bis 37 Tage auch auf Null gehen. ...Das Problem ist: Der Ausbau der Wind- und Sonnenenergie geht so schnell vonstatten, dass Atomkraftwerke bis 2020 mehr als zweimal pro Monat ihre Leistung auf 20 Prozent oder gar auf Null regulieren müssten – wenn die Regierung an der Laufzeitverlängerung und dem Ausbau der Erneuerbaren festhält. Das legen zum Beispiel die Berechnungen des Sachverständigenrates für Umweltfragen nahe.“
Samurai war schneller. Die deutschen Kraftwerke eignen sich nicht im Zusammenspiel mit EE.
 
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Noch kurz zu dem Thema über Kalifornien ein anderer Artikel:
"An einem besonders heißen Dienstagabend zwischen 19 und 21 Uhr - der typischen Spitzenlastzeit - speisten über 100.000 Haushalte Strom aus ihren Batteriespeichern ins kalifornische Netz ein. Das Ergebnis: 535 Megawatt zusätzliche Leistung, vergleichbar mit einem großen Wasserkraftwerk oder einem halben Atomreaktor - jedoch zu einem Bruchteil der Kosten. "Vor vier Jahren gab es diese Kapazität noch gar nicht"".

Fazit: <4 Jahre Bauzeit, Bruchteil der Kosten und trotzdem vergleichbare Leistung zu einem kleinen KKW.
 
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Buttkiss schrieb:
Das ist ein Argument, dass sich gerade in Deutschland in bestimmten Kreisen bis heute hält. Das Atomstrom irgendwie günstig wäre....
Natürlich ist er günstig, Uran gibt es wie Sand am Meer und so ein PU-238, sollte man so langsam auch mal wieder herstellen, neigen sich die Vorräte dem Ende und so ein paar Radionuklidbatterien, um den Weltraum zu explorieren könnte man ja auch gebrauchen.
 
Kann man dieses endlose Einbringen immer neuer, völlig quellenloser Scheinargumente nicht endlich beenden?

Die Ausgangsfrage ist mindestens seit 300 Beiträgen ausführlichst beantwortet und mit Quellen belegt mit NEIN.
 
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wuselsurfer schrieb:
Kann man dieses endlose Einbringen immer neuer, völlig quellenloser Scheinargumente nicht endlich beenden?
Das ist ja mal eine völlig absurde und verstrahlte Idee. Im Prinzip ist das wie mit dem Atomabfall. Man wird ihn einfach nicht mehr los... 😅☢️♨️
 
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Fassen wir die wichtigsten Faktoren doch mal zusammen als relationale Einordnung, bzw. Rangfolge:

Gestehungskosten (LCOE), günstig -> teuer:
Photovoltaik (Freifläche) -> Windkraft Onshore -> Windkraft Offshore -> Gas -> Kohle -> Kernkraft (EPR).

Lebenszyklus CO2-Emissionen, wenig -> hoch:
Wind Onshore -> Photovoltaik -> Windkraft Offshore -> Kernkraft -> Gas -> Kohle

Abhängigkeit (Lieferanten, Lieferkette, Marktvolatilität), 0% -> 100%:
Wind/Sonne -> Kohle -> Erdgas -> Uran

Arbeitsplätze (Herstellung, Errichtung, Wartung, Betrieb), mehr -> wenige:
Kernkraft* -> Windkraft -> Gas -> Photovoltaik -> Kohle

*Für Deutschland nicht (mehr) relevant.

In einer Bewertungsmatrix platzieren sich so die EE mit oberster Priorität hinsichtlich Kosten, CO2-Emissionen, Abhängigkeit, Arbeitsplätze.

Eine weitere Diskussion würde man dann nur noch über die bestmögliche Beschleunigung des Ausbaus von EE führen, mit dem Ziel, größtmöglicher Unabhängigkeit, Versorgungs- und Preisstabilität und CO2-Reduzierung.

Kleine Anekdote, gerade aus dem News-Ticker gefallen: https://www.spiegel.de/ausland/fran...s-lahm-a-6ec274cf-9c59-4649-b569-d352cc4ba562
 
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