News Amazon Go: 3.000 kassenlose Supermärkte bis 2021 geplant

Tiu schrieb:
Dabei ist gerade der Beruf des Verkäufers ohnehin schon eher im Niedriglohnsektor!
Und da will man noch mehr einsparen? Wow

Deswegen feire ich diese News so sehr. Ich bin dankbar für jeden Arbeitsplatz der vernichtet wird! Je schneller und härter diese Veränderung uns trifft - desto höher ist meiner Meinung nach die Chancen, das die Gesellschaft etwas ändern muss.

Lohnarbeit darf nicht mehr länger das Monopol darauf haben, sinnstiftend zu sein.
 
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Wird sich hier nicht durchsetzen, bis auf ein paar Läden in Ballungszentren vollkommen uninteressant.
Man braucht sich nur die Akzeptanz der Selbstzahlkassen ansehen, wobei ich auch zu denen gehöre die nicht einsehen sich selbst abzukassieren.
Obwohl es eine Menge Handyjunkies gibt, das reicht nicht für ein Geschäftsmodell.
 
CS74ES schrieb:
Die Firma (ist eher ein gemeinnütziger Verein) in der ich zuletzt gearbeitet habe betreibt u.A. tegut Supermärkte. Weil sie nun mal gemeinnützig sind, haben sie einen Lieferservice für alte und behinderte Menschen eingerichtet. Das läuft sogar richtig gut und hat wieder Arbeitsplätze geschaffen. Warum also nicht?

Ich bin ja nicht dagegen. Ganz im Gegenteil.
Nur weil Maschinen Jobs von Menschen ersetzen, ist es nicht automatisch schlecht.

Klar ist es bei der Umstrukturierung schlecht für den Einzelnen, aber was man durch Maschinen ersetzen kann, sollte man meiner Meinung nach auch ersetzen.
Dazu gehören neben Verkäufern an der Kasse vor allem die Fahrer von LKW, Taxi, Bussen, Tram, Bahn, etc.

Objektiv betrachtet werden viele körperlich schädigende Arbeiten durch Maschinen ersetzt, was gut ist. Besonders wenn bei diesen Arbeiten menschliche Fehler den Tod von Unschuldigen bedeuten (LKW Unfall, etc.)

Es muss trotzdem jemanden geben, der die Ware in den LKW belädt, im Einkaufsladen entlädt und einsortiert.
Wenn ich von heute auf morgen ein großes Lebensmittelgeschäft kassiererlos machen würde, würde ich diese Kassierer umschulen und zu Lebensmittellieferanten oder Laden/Lagerpersonal machen, welche den Kunden beim Suchen hilft, berät, Ware einsortiert, den Laden sauber hält, bei technischen Defekten die Kasse reparieren oder Module austauschen kann, etc.
Ich sehe also keine Arbeitslosigkeit der Kassierer, wenn diese nicht gewollt ist.

Und wenn man einen Blick auf den gesamten Planeten wirft, erkennt man, dass wir trotz technologischer Entwicklung auf unseren überbevölkerten Planeten trotzdem täglich mehr und mehr Menschen in die Welt setzt. Auch das lässt sich vom Staat vermeiden, wenn man wirklich möchte. (ohne Gewalt!)
 
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Überbevölkert ist unsere Erde noch lange nicht.
Wir produzieren doppelt so viele Lebensmittel wie wir eigentlich brauchen.
Das Problem ist nur, dass diese nicht gerecht aufgeteilt werden.
Und Platz im Sinne von Landmasse ist noch reichlich vorhanden.
14 Milliarden habe ich einige Male gelesen; weiß aber nicht mehr wo.
Wir sind "gerade" mal bei 7,6 Milliarden.
 
Satan666 schrieb:
Du kaufst also nur in Kleinsbetrieben ein? Deinen ganzen Haushalt, Möbel, Hardware, Waschmaschinen, etc etc?

Ach komm, langsam wird’s lächerlich. Da kommst du nicht mehr raus.
Mit Äpfel und Birnen hat das nichts zu tun, die Realität besteht eben nicht aus schwarz und weiß. Deal with it.

also meine glotze habe ich beim TV spezi gekauft, mein hi-fi gedöns beim hi-fi händler... und meine PC hardware(cpu, graka, speicher, mobo, netzteil, maus, lüfter) sind auch von kleinen händlern... das einzige am PC das von einem big player kommt ist das case(digitec ums beim namen zu nennen, abe rnur weils bei den kleinen nicht auf zutreiben war :( ). geht also alles, achja, mein brot kaufe ich beim bio bäcker(auch nen kleiner laden mit 2 filialen), gemüse baue ich grossteils selber an und fleisch kaufe ich beim metzger meines vertrauens. :) ja, ist alles teurer als bei den ganz grossen(ok, die PC teile waren sogar billiger als bei den grossen).
 
MaexxDesign schrieb:
Überbevölkert ist unsere Erde noch lange nicht.
Wir produzieren doppelt so viele Lebensmittel wie wir eigentlich brauchen.
Das Problem ist nur, dass diese nicht gerecht aufgeteilt werden.
Und Platz im Sinne von Landmasse ist noch reichlich vorhanden.
14 Milliarden habe ich einige Male gelesen; weiß aber nicht mehr wo.
Wir sind "gerade" mal bei 7,6 Milliarden.

Beim Punkt Lebensmittel stimme ich dir zu.
Aber beim Punkt endliche Ressourcen, haben wie die Grenze teilweise schon längst überschritten.

Es werden mehr Wälder gerodet, als gesetzt werden.
Es wird deutlich mehr Abfall produziert, als wieder verwertet werden kann.
Phosphor soll vor 2050 erschöpft sein... Und Phosphor ist für die Lebensmittelproduktion sehr wichtig! 90% davon wird nur dafür verwendet.
Auf lange Sicht wird es auch große Probleme mit Öl geben können. Vielleicht sogar so große Probleme, dass es einen dritten Weltkrieg um Asien und Russland geben wird, weil dort noch viele ungenutzte Quellen sind. Russland und Asien gelten als sehr Rohstoffreiche Länder, welche im nächsten Jahrhundert zu einem gigantischen Wirtschaftswachstum oder eben Krieg führen sollen.
Je mehr Menschen leben, desto schneller werden endliche Ressourcen natürlich verschwendet.

Diese ca. 14 Milliarden die du gelesen hast, waren wahrscheinlich da, wo ich es auch mal gelesen habe.
Das hängt aber davon ab, ob in Afrika die Wirtschaft blühen wird und diese wie Industrienationen nur noch 2 Kinder zeugen, statt 5 oder so. Das gilt als sehr wahrscheinlich. Während Europa seit Jahren über Investitionen in Afrika diskutiert (ist ja deren Lieblingsbeschäftigung), investieren die Chinesen und ich glaube auch Japaner Milliarden in Afrika.

Der einzige Vorteil den wir aktuell lebende Menschen haben ist, dass wir das Ende nicht mehr erleben und weiterhin die Ressourcen wortwörtlich verbrennen und verschwenden können, ohne uns um unsere eigene Zukunft zu sorgen.
 
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Precide schrieb:
Ach sowas wäre ein Traum... In der Mittagspause kurz rein und nach ein paar Sekunden ist man auch schon wieder draußen....
Wir haben hier nen nagelneuen Aldi bekommen.... Nicht ein einziger Self-checkout, ständige Minimalbesetzung der Kassen, 5 Minuten Wartezeit mindestens.....
So ist es doch überall. Umbauen können se alle. Lidl, Netto, Aldi. Aber am wichtigsten wird gespart: Am Kassierer. Mir ist es egal, wie es da aussieht, ich möchte dort nicht wohnen, sondern Sachen kaufen und so schnell wie möglich wieder raus. Verstehe das echt nicht.
 
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Amazon legt Wert auf Kunden die Preise nicht vergleichen. Aktuell zahlt man da locker mal das dreifache für Shampoo. Nagut, wer schnell schnell will, zahlt auch schnell mehr. Da muss man wissen was einem lieber ist.

Ich für meinen Teil warte gerne mal in der Schlange. Der Alltag ist schnell genug, das entschleunigt. Wenn man ein Thema damit hat 5 Minuten an der Kasse zu stehen, dann hat man vermutlich ganz andere Probleme.

Diese haben wollen, schnell schnell, am besten schon gestern. Einfach pervers.

Welche Kettenreaktion mit solch einem Verhalten ausgelöst wird, ist den allermeisten gar nicht bewusst.

Ich bin mal gespannt in welchen Ländern/Städten bzw. Vierteln der Rollout tatsächlich erfolgt.
Wie lange es wohl braucht bis in Paris der erste Store geraidet wird?
 
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Tiu schrieb:
Was verdiene ich denn an so ein paar Aktien die sich der geneigte Durchschnittsverdiener am eher unteren Rand wird leisten können?
Na das kannst du dir ja selbst ausrechnen. Wenn es selbst dafür nicht reicht, dann bleib lieber beim Sparbuch, da hast du wenigstens nen netten Verlust (inflationsbereinigt) ;-)
 
PrinceCharming schrieb:
Ich auch. Meiner Meinung nach ist es aber nicht Aufgabe von Unternehmen, für soziale Gerechtigkeit zu sorgen, sondern die der Gesellschaft. Eine Lösung könnte sein, ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen.


Na ja, wenn es die Aufgabe der Gesellschaft ist, dann ist es auch Aufgabe der Unternehmen. Unternehmen sind ein Teil der Gesellschaft und nicht andersherum, da Unternehmen aus einzelnen Teilen der Gesellschaft (nämlich den Menschen aus denen diese besteht) gebildet werden.

Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen bin ich absolut bei Dir, das würde sehr viel vereinfachen und ermöglichen. Da kommen wir wieder zu der Frage aus meinem Post, wer das und wie es finanziert wird. Und da sind wir dann z.B. bei einer anderen Besteuerung von Menschen oder eben auch Unternehmen usw. Wenn man in Geld rechnen muss/will.

Ganz am Ende wird es wie bei Star Trek auf eine geldlose Gesellschaft hinauslaufen (müssen). Ich fänd das sehr schön und frei.
 
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Chris007 schrieb:
bau dir eine Zeitmaschine und Reise ein paar Jahrhunderte zurück und schließ dich dann dem Weberaufstand an.

Die Erfindung von Webstühlen und Mähdreschern hat offensichtlich dazu geführt, dass alle arbeitslos sind und der Wohlstand gesunken ist.

Es ist nicht lange her, da haben 80-90% der Bevölkerung in der Landwirtschaft gearbeitet.
Genau das. Nur das Ergbnis wird am Ende heute anders sein. Neue Jobs durch neue Arbeitsfelder, eher unwahrscheinlich. Der Computer kann mehr „Denkprozesse“ übernehmen und der Faktor Mensch wird immer unwichtiger im Bereich Produktion.

Aber an sich auch kein Problem. Muss man 8h am Tag arbeiten? Muss man 8h was Produzieren? Ich weiß nicht, wie es Anderen ergeht, aber von 8h Arbeit, bin ich 3h hoch konzentriert, der Rest ;nunja.

Es gibt so viele Zukunftskonzepte für den Jobmarkt. Arbeitszeitreduzierung bei Lohnausgleich oder viel mehr Menschen in Dienstleistungen. Dann hören vielleicht Burnout und Vereinsamung im Alter auf.

Die Zeit wird für manche sehr schwer werden, Genau deshalb fangen die Skandinavier an, ihr Sozialsystem anzupassen.

Und wenn ich höre, das wird der Tod von Einzelhändlern. Dem Empfehle ich einen Gang durch die Oberhausender Innenstadt. Das ist schon alles tot, ohne Amazon. Dieser Wandel ist normal, aber das generell alle Innenstädte vernichtet werden, der sollte mal in Touristenstädte fahren, da könnten die Shoppingmalls an den Stadtrand bauen, würde keinen Interessieren.
 
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Nur so als info. Ein amazon go supermarkt benötigt mehr mitarbeiter als ein normaler supermarkt. Das heißt in diesem fall werden arbeitsplätze trotz automatisierung geschaffen.
 
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Das ist ja dann von dem Aspekt gar nicht so schlecht, allerdings muss ich dann über die "kassieren sind niedere arbeiten"-Argumente schmunzeln. Brötchen belegen ist natürlich besser..
 
Heinrich Harrer schrieb:
Selber tanken vernichtet Arbeitsplätze!
Man muss nur mal nachrechnen, wie viele Arbeitsplätze geschaffen werden, wenn man Selbsttanken verbietet und an jeder Zapfsäule rund um die Uhr eine Tankwartin arbeitet!

Da würde ich auch öfter tanken fahren, wenn die Tankwartin gut aussieht!
Ergänzung ()

Precide schrieb:
Ach sowas wäre ein Traum... In der Mittagspause kurz rein und nach ein paar Sekunden ist man auch schon wieder draußen....
Wir haben hier nen nagelneuen Aldi bekommen.... Nicht ein einziger Self-checkout, ständige Minimalbesetzung der Kassen, 5 Minuten Wartezeit mindestens.....

Ich glaube nicht, das Du das in 5 Minuten schaffst! Der Andrang ist riesieg!
Hier ein Bild bei der Eröffnung des Amazon Shops.

1537522389178.png
 
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Hauptsache irgend ein bild ohne zusammenhang verlinken ... so wird es bestimmt IMMER und zur JEDER ZEIT aussehen ... :freak::affe:
 
areiland schrieb:
@scootiewolff22
Die Digitalisierung soll teure Jobs wegrationalisieren, damit sollen möglich Kosten eingespart werden, damit den Aktionären möglichst hohe Dividenden ausgezahlt werden können. Unliebsam sind diese Jobs nur für die, die sich gerne die Lohnkosten sparen möchten. Wie würdest Du denn einen Müllwerker, Gärtner, Dachdecker oder sonstige Handwerksberufe wegdigitalisieren wollen?

Du verstehst die Digitalisierung nicht. Handwerksberufe und Empathieberufe werden und können nicht weg digitalisiert werden. Somit ist dein Argument absolut
 
Hovac schrieb:
Wird sich hier nicht durchsetzen, bis auf ein paar Läden in Ballungszentren vollkommen uninteressant.
Man braucht sich nur die Akzeptanz der Selbstzahlkassen ansehen, wobei ich auch zu denen gehöre die nicht einsehen sich selbst abzukassieren.
Warum ist da die Akzeptanz so schlecht? Man macht an den Selbstzahlkassen die Arbeit des Kassierers, alles selbst scannen und wenn ein fraglicher Artikel dabei ist, hakt es (z.B.: Alkohol-> Mitarbeiter muß kommen und freigeben wegen Jugendschutz). Wenn ich da ein meinen Wocheneinkauf denke, geht es an der normalen Kasse schneller (die Kassierer(innen) sind halt geübter).
Bei Amazon würde die lästige Scannerei wegfallen, da wäre die Akzeptanz wesentlich besser. Rein, einladen, raus ... die Arbeit des Kassierers fällt komplett weg -> Zeitersparnis.
 
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