Amazon-Verkäuferrecht

alphan

Lieutenant
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Dez. 2008
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623
Hallo,

ich habe bei amazon etwas verkauft. Doch der Kunde möchte, dass ich die Bestellung storniere, weil er das falsche Modell bestellt hat.
Muss ich die Bestellung stornieren oder ist das sein Pech?

Gruß
 
Soweit ich weiß kann man Bestellungen sogar selbst stornieren.
 
wenn du es nicht stornieren würdest wärst du ja blöd. Denn im Zweifel schickt er es dir direkt nach Erhalt wieder zurück und du darfst die Versandkosten zahlen.
 
andere frage. bist du echt so dreist und willst ihn jetzt drauf festnageln? überlege mal wie du das finden würdest, wenn du versehendlich etwas falsches bestellt hast und der verkäufer sagt "dein pech"
 
Was hat das mit dreist zu tun?
Wenn der Kunde etwas falsches bestellt ist das sein Pech!
Bei nem richtigen Händler kann ich es ja verstehen, dass man nen Umtausch-/Rücktrittsrecht hat, aber wenn er von privat kauft und sich vorher nicht ordentlich informiert, ist er selber Schuld.
 
Wenn mir keine Kosten entstehen würden, würde ich kulant sein und stornieren.
Andernfalls auf die Zahlung bestehen; Und auch keine Rücknahme.
 
nen bisschen hard, ich würde die unkosten verlangen zb gebühren aber mehr nicht. auch wenn sich der käufer besser informieren hätte können, es kann jeden mal passieren.

irren ist mensichlich ;)
 
Ich würde auch nur die Unkosten verlangen und dann Stonieren, sowas kann jedem mal passieren, auch DIR und dann wärst du auch froh.
 
devil99 schrieb:
Was hat das mit dreist zu tun?
Wenn der Kunde etwas falsches bestellt ist das sein Pech!
Bei nem richtigen Händler kann ich es ja verstehen, dass man nen Umtausch-/Rücktrittsrecht hat, aber wenn er von privat kauft und sich vorher nicht ordentlich informiert, ist er selber Schuld.

aha.... das wort kulanz sagt dir nichts? es ist schon erschreckend wieviele leute so egoistisch denken
bis dir selber mal soetwas passiert.....
 
Der Kunde hätte sowieso ein Wiederrufsrecht gehabt. Wenn der Artikel über 40 € kostet dann hättest du das Hin- und Rückporto tragen müssen. Also wie gesagt, "Hättest du es nicht storniert, dann wäre es für dich teurer als wenn du die Stornierung einfach akzeptierst."

Ebenfalls musst du auf deine Bewertungen achten, wenn du noch mehr verkaufen möchtest, dann solltest du eine mögliche schlechte Bewertung nicht in Kauf nehmen. :)
 
Wir hatten das Thema hier schon mal.

Meiner Erinnerung nach müssen Privatverkäufer auf dem marketplace auch von amazon aus kein Widerrufsrecht gewähren.

Damit gilt der Grundsatz, dass Verträge einzuhalten sind, der Käufer kann sich nicht einfach so vom Vertrag lösen.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass bereits ein wirksamer Kaufvertrag vorliegt und der Käufer sich nicht auf einen relevanten Irrtum berufen kann.
 
...wer aber obwohl es kein Umtauschrecht gibt auf dem Kauf besteht, ist meine Meinung nach charakterlich ein A********! Im Zweifelsfall, wenn schon Kosten entstanden sind, sollte man sich diese natürlich erstatten lassen.
Es ist wirklich arm wie viele egoistische Menschen es heutzutage gibt und das bei solchen Sachen wo es kein großer Aufwand wäre einfach mal nett zu sein, so wie man selbst auch behandelt werden möchte.
 
Guten Tag,

das Problem ist, dass der käufer die Bestellung nicht selber storniert,s ondern will,d ass ich es storniere. Und nach mehreren Stornierungen kann mein Konto auch suspendiert werden.
Ich bin nicht egoistisch, jedoch glaube ich dem Kunden nicht wirklich, dass das falsche Modell gekauft wurde, sondern der Preis wahrscheinlich doch zu hoch war. Ich werde mal Amazon kontaktieren, was die dazu sagen.

Gruß
 
Aha,

jemand, der auf seinem (guten) Recht besteht, ist charakterlich also ein Arschloch?

Eine interessante Ansicht...
 
Rechtlich isses ja eher so, dass wenn du privat verkaufst es keine Rückgabe etc gibt.

Aber du hast bei Amazon verkauft, Stichwort AZ-Garantie. Wenn Amazon dem Kunden die gewährt, was er beantragen kann, überweißt Amazon ihm das Geld zurück und stellt es dir in Rechnung, dann bist du erstmal Kohle+Ware los. Natürlich kannste dir die Ware dann wiederholen.

Inwiefern das Vorgehen da bei Amazon legal ist weiß ich nicht, aber so wie oben ist es mit der AZ-Garantie, kannste auch auf amazon.de selber nachlesen.

Recht hin oder her, wenn es dumm läuft hast du ne Menge Ärger und Zeit kostet es auch. Und wenn sich eine Partei auf biegen und brechen quer stellt, kommst eh nur noch mit Anwalt weiter.

Das ganze ist zwar ärgerlich, doch ich würde aus eigenem Interesse den Kauf halt stornieren.

Wenn es dir ums Prinzip geht, steck halt Geld und Zeit rein, wenns dir das wert ist, mir isses das nicht

das Problem ist, dass der käufer die Bestellung nicht selber storniert,s ondern will,d ass ich es storniere. Und nach mehreren Stornierungen kann mein Konto auch suspendiert werden.
Ich bin nicht egoistisch, jedoch glaube ich dem Kunden nicht wirklich, dass das falsche Modell gekauft wurde, sondern der Preis wahrscheinlich doch zu hoch war. Ich werde mal Amazon kontaktieren, was die dazu sagen.

Wieso kann er nicht selbst stornieren? Zuviel Zeit vergangen schon?
Du willst also Amazon, einem Unternehmen was auf maximale Kundenzufriedenheit ausgelegt ist kontaktieren und erwartes was?

Hab ich selber schon durch, wirst warscheinlich eh nur Textbausteine bekommen, blabla "einigen sie sich mit dem Käufer" mit anderen Worten nix handfestes.

Habe Amazon auch schonmal gefragt ob man als privater Sachen zurücknehmen muss oder nicht innerhalb 2 Wochen per Widerruf wenn die Ware aber in Ordnung ist. Die sagen dir weder ja noch nein, sondern bekommst Text, doch am Ende stehste mit deiner Frage immer noch da und bist net schlauer.

...wer aber obwohl es kein Umtauschrecht gibt auf dem Kauf besteht, ist meine Meinung nach charakterlich ein A********!

Das ist lustig, so eine Ansicht. Dann brauchen wir auch überhaupt keinerlei Verbindlichkeiten mehr. Dann kaufste wo was günstig, doch nach einer Woche findet dein Verkäufer dann doch noch einen Abnehmer der ihm 20euro mehr gibt und verkauft es ihm und bei dir wird storniert.

Ob ich etwas brauch und den Preis bereit bin zu zahlen entscheide ich VOR dem Kauf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zusammengefasst ist es rechtlich so:
Da bei Amazon nicht auf den ersten Blick (meist auch nicht auf den zweiten!) erkannt werden kann, ob du privater VK oder gewerbl. VK bist, musst du eine Rückgabe akzeptieren.

Leider ist das Amazon Verkäufersystem noch nicht wirklich ausgereift, Abmahnfallen gibts es dort ohne Ende (auch für die großen Händler!).

Du trittst also als normaler "Händler" auf und musst dementsprechend auch so handeln, alles andere könnte sehr teuer werden.

Grüße
 
@Doc Foster ja, ist er solange er das Gekaufte noch nicht verschickt hat sehe ich das so.
Und das der Verkäufer nicht selber stornieren will ist natürlich eine andere Sache (und wurde im Startpost nicht erwähnt) zudem war meine Aussage nicht speziell gegen den Threadstarter sondern allgemein formuliert.
Es gibt tausend Sachen die rechtlich ok sind, die man aber rein menschlich gesehen nicht machen sollte!
 
Hallo rotzdiekuh,

nicht einfach Beiträge hinrotzen, die mangels Fachwissen schlicht falsch sind.

Es kommt nicht darauf an, wer was erkennen konnte oder nicht, für ein Widerrufsrecht des Käufers muss es entweder eine gesetzliche oder vertragliche Grundlage geben.
Hier fehlt wohl beides, also liegt auch kein Widerrufsrecht vor.
 
@Doc Foster natürlich kommt es auch darauf an was man wie und wo leicht erkennen kann. Bestes Beispiel sind diese Downloadseiten für kostenlose Software wo man dann irgendwo in winzig lesen kann das man ein Abo über ein Jahr für 99€ abgeschlossen hat. Das muss z.B. auch keiner bezahlen weil es nicht korrekt erkennbar war das es ein Abo ist.
Wenn bei Amazon daher nicht oder nur sehr schwer erkennbar ist ob es sich um Privatverkauf oder um einen Händler handelt kann man hier gegeben falls ähnliches annehmen was das Rückgaberecht betrifft.
Wie das allerdings bei Amazon aussieht kann ich nicht beurteilen, aber prinzipiell hast du Unrecht!
 
Besteh auf die Abwicklung des Kaufvertrages! Das wird dem Käufer eine Lehre sein sich das nächste mal besser zu informieren über:

- Produkteigenschaften
- und den Preis

Es ist eine Frechheit von dem Käufer das er dich wegen seiner Faulheit und seinem Unvermögen sich vorab richtig zu informieren dich jetzt damit beheligt. Das kostet dich doch nur Zeit, Geld und Aufwand wenn du stornierst.

Bleib konsequent und drohe notfalls auf rechtlichem Wege die Abwicklung des Kaufvertrages zu forcieren.

:D
 
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