any1 schrieb:
Also die Androhung von Sanktionen ist hierbei der einzige Punkt den ich Intel ankreiden würde.
Ansonsten sind Zahlungen, Rabatte und Sonderaktionen an Großabnehmer doch irgenwie legitim,
Jain ... es geht um Monopol und Kartellrecht. Da gönnen sich die US-Amerikaner hin und wieder auch mal eine grosse Firma zu spalten (Beispiel Bell). Der Grund ist einfach. Bei einem Monopol leidet der eigene Markt, da alle Merktgestze ausser Kraft gesetzt sind. Die US-Amerikaner sind so erzkapitalistisch, dass sie sogar diese Negative Art vomn Markt vermeiden wollen.
und AMD hätte doch dieselben Möglichkeiten.
Der Werbeetat von Intel ist in etwa so gross wie alle Einnahmen von AMDs CPU Sparte. Daraus werden auch die Djingle-Töne finanziert, die Dell, HP, IBM immer wieder in ihrer eigenen Produktwerbung zeigen.
Falls nicht , dann sind sie auch nicht konkurrenzfähig.
Schon mal Benches von AMD CPUs und Intel CPUs gesehen? AMD müsste dann deiner Argumentation nach bei knapp 20% aller Benches vorne liegen, bei 80% aller Benches hinten ...Solch eine Benchmarkführung habe ich allenfalls mal bei T*G gesehen. In der Mehrzahl aller Benches steht AMD deutlich leistungsfähiger da ...
Es muss demnach noch was anderes geben als technologische Grunde, die den Markt behindern.
Außerdem würde sich doch auch kein Systemhersteller auf Intel einlassen , wenn sie nicht wüßten daß sie das Zeugs nicht abgesetzt bekommen und somit Unterliegen die Systemhersteller doch auch der Nachfrage ihrer Kunden.
Die Marketingkampagne zur Marke Intel gehört zu den gelungensten Beispielen der Neuzeit. Ergänzt wird dies mit Sonderzahlungen an IBM, Dell, HP ... , wenn Kataloge, TV-Spots, Radiosendungen immer wieder auch die Logos & Djingel-Töne von Intel bringen. Bei einem Werbeetat Intels, in der Grösse von AMDs Gesamteinnahmen der CPU-Sparte, kann Intel sich solch eine breite Kampagne auch erlauben. Bei einem Marktanteil von 80% kann sich Intel sich dies auch erlauben.
Da ist schon AMD gefragt , sich produkt- und marketingpolitisch etwas einfallen zu lassen , um Marktanteile zu bekommen.
Was denn noch, komplett alle Benches gewinnen, und zugleich die Prozessoren für einen warmen Händedruck verkaufen? das klappt nicht. Die Fertigungstechnik ist nicht gratis zu bekommen. Enteilen kann kein IT-Unternehmen dem technischen Fortschritt, da alle letzenendes auf immer wieder die gleichen Lieferranten zugreifen.
Zumal AMD doch meiner Meinung nach auch schon ziemlich lange mit "Dumping"-Preisen auf dem Markt unterwegs ist.
Das war mal zu Zeiten des K6. der Sempron hat es sogar geschafft, dass in der untersten Preisklasse die Preise stabil geblieben sind. Neues Ratingsystem und bums konnte AMD alten Wein in neuen Schläuchen sogar teilweise wieder teurer als ihre Athlon XPs verkaufen ...
Vielleicht hat man sich damit auch das Image eines Billig-Herstellers aufgehalst (sind sie das vielleicht sogar???).
Das war die alte Strategie unter Jerry Sanders, unter Hector Ruiz war die Devise Qualität und Pro Stück-Erlös, erst dann die Stückzahl. Mit dem Dual-Core liegt AMD sogar preismässig ganz oben, und dennoch wurden diese AMD aus den Händen gerissen ... unter einem Billiganbieter verstehe ich da was anderes ...
Wie gesagt , der erste Punkt ist für mich kritisch . Hier sollte man genauer untersuchen (weiß nicht was in der Anklageschrift dazu genau steht). Alles andere ist legitim.
aber nicht unbedingt auch legal ... es gibt ja noch
Monopol/Kartellgesetze,
eben weil man den Kräften des freien Marktes doch nicht alles überlassen kann ...
MFG Bobo(2005)