News AMD: Intels Nehalem ist nichts Neues

davidgimbel: Ich bin auch eher der AMD-Fan aber ich denk AMD wäre besser beraten diese Architektur des Phenoms zu vergessen weil der kann so optimiert werden aber er wird immer Fehler in sich tragen die man nur mit einer neuen Architektur ausmerzen kann.
Ich hoffe sie schließen bald mit dem Thema Phenom ab
 
Trinitron schrieb:
AMD hatte immer die neuen SSE Befehle vor Intel herausgebracht.
Das ist eigentlich genau andersrum:
SSE - Intel Pentium 3 (1999) / Athlon XP (2001)
SSE2 - Intel Pentium 4 (2000) / Athlon64 (2003)
SSE3 - Intel Pentium 4 Prescott (2004) / Athlon64 Venice (2005)

Falls man allerdings allgemein von FP SIMD spricht, da hat zumindest AMD mit 3dnow den Grundstein gelegt (1998).

Trinitron schrieb:
Und AMD hat auch zurzeit mit Absatzproblemen zu kämpfen.
Das ist nicht richtig und widerlegen die Quartalsberichte eindeutig. Womit AMD zu kämpfen hat, ist die Verfügbarkeit. Aber weniger begründet durch Lieferprobleme, sondern vielmehr durch das Warten auf B3. Aber das scheint ja bald beendet zu sein. Intel muss da mit der Verfügbarkeit von 45nm wohl noch weit mehr kämpfen.

Đęađliŋe schrieb:
aber ich denk AMD wäre besser beraten diese Architektur des Phenoms zu vergessen weil der kann so optimiert werden aber er wird immer Fehler in sich tragen die man nur mit einer neuen Architektur ausmerzen kann.
Nope. Eine Architektur, die den Weg auf den Markt findet, wird mit Sicherheit nicht fehlerhaft sein. Und das ist der K10 auch nicht. Fehler haben maximal CPUs. Aber wenn es danach gehen würde, hätte Intel den Core2 auch schon lange einstampfen müssen. Der K10 wird uns noch mindestens 2 Jahre erhalten bleiben, natürlich mit stetigen Weiterentwicklungen. Danach kommt mit Bulldozer etwas vollkommen neues.
 
Dann fahren sie mit der Architektur so rum wie Intel mit dem Pentium 4
AMD müsste doch sehen das diese Archtiktur keine Chance gegen den Core2 hat oder Quad
Was will man da besonderst optimieren? 45nm, weniger TPD, mehr Ghz aber ich denk das wird leider nicht bringen
 
Es sollen auch noch Verbesserungen an der Architektur vorgenommen werden, die zusammen mit dem Die-Shrink in den Phenom Einzug halten sollen.

Eine Neuentwicklung dauert nunmal seine Zeit. Der Phenom kam ja auch recht spät und war trotzdem nicht fertig :lol:
AMD stand nunmal unter Druck, mal gucken ob die nächste Architektur, der "Bulldozer", dann besser wird. Bis dahin wird es hoffentlich auch der 45nm Phenom tun.
 
Đęađliŋe schrieb:
Dann fahren sie mit der Architektur so rum wie Intel mit dem Pentium 4
Nope. Netburst war ein vollkommen anderes Konzept und ist mit aktuellen Architekturen nicht zu vergleichen. Die Architektur des K10 ist auch nicht das Problem. Die hat die Taktleistung des Core2. Was Intel hier teilweise immer wieder rettet, ist auch nicht die Architektur, sondern einfach der Cache. Schau dir einfach mal die kleinen Pentiums oder Celerons an. Die haben kaum mehr Taktleistung als ein K8. Was bei AMD momentan noch fehlt, nicht um konkurrenzfähig, sondern konkurrenzfähiger zu sein, sind Taktraten. Die liegen aber weniger bei der Architektur, sondern hauptsächlich bei der Fertigung. Im Serverbereich müsste man sogar sagen, Intel hat mit ihren aktuellen Quads auf Dauer keine Chance gegen den K10. Vermutlich schiebt man auch deshalb vor Nehalem den Dunnington noch nach.
 
gruffi: Also ist der K10 eig. ein gutes Produkt, das man nur noch optimieren muss um den Core2 zu schlagen?
Im Serverbereich wie ich weiß ist ja AMD der Favorit und wird fast überall eingesetzt, stimmt das?
 
@Đęađliŋe
Naja, so pauschal kann man das nicht sagen. Auf dem Servermarkt kommt es noch stärker auf den jeweiligen Anwendungszweck an, der AMD Opteron (jetzt: Barcelona) skaliert sehr gut bei großen Strukturen, hat Hypertransport, ist bei FP-Berechnungen relativ schnell und besitzt einen hohen RAM-Durchsatz. Und entsprechend wird er eingesetzt oder eben nicht.

Der K10 wurde - nach allem was bekannt ist - vor allem für den Servermarkt entwickelt und dort wird er ja auch zuerst eingeführt. Bei z. B. Notebooks wird er dagegen nur in Form eines K8/K10-Hybrid-Designs umgesetzt.
 
Đęađliŋe schrieb:
gruffi: Also ist der K10 eig. ein gutes Produkt, das man nur noch optimieren muss um den Core2 zu schlagen?
Der K10 ist definitiv ein gutes Produkt. Nur sollte man sich davon keinen Heilsbringer erhoffen oder ein Gefüge wie zu P4 Zeiten. Es geht auch nicht darum, den Core2 zu schlagen. Bis AMD auf 45nm geht, wird das auch nicht möglich sein. Es geht darum, eine konkurrenzfähige Plattform am Markt zu haben, ohne ständig über den Preis zu regulieren. Plattform ist auch das richtige Stichwort, diese Philosophie sieht man zB beim Griffin recht deutlich. Gespannt darf man sicherlich auch auf den Kuma sein (K10 X2), der erstmal als sehr sparsame Version gegen die E4xxx und kleinen E6xxx antreten soll.

Đęađliŋe schrieb:
Im Serverbereich wie ich weiß ist ja AMD der Favorit und wird fast überall eingesetzt, stimmt das?
Nein, das stimmt nicht. Der Serverbereich ist ein sehr vielseitiger Markt. x86, bzw AMD und Intel, ist da bei weitem nicht alles. AMD hat mit dem Opteron viele Lorbeeren und Kunden gewonnen. Und auch mit dem Barcelona haben sie gezeigt, dass man aufgrund von kaum vorhandenen softwareseitigen Altlasten und der gegenüber Intel überlegenen Infrastruktur nicht nur mithalten kann, auch mit niedrigeren Taktraten. Trotzdem hält Intel hier deutlich mehr Marktanteile, was einfach an der Kundengebundenheit und den Kapazitäten von Intel liegt.
 
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Allerdings schaffen nur die wenigsten Phenoms die 3Ghz Marke. Und das ist nunmal auch momentan wohl das Hauptproblem dieser CPUs, sie lassen sich ganz beschissen Takten und sind auch nur bis 2,3Ghz (bald 2,5 Ghz) aufm Markt.
 
Ich hoffe wirklich, dass AMD ordentlich aufholt und zwar schnell. Es ist klar, dass sie mit nem nativen Quad Core bald auf Octacore aufrüsten können, genauso wie intel zwei dualcore raufgepappt hat für quadcore wird AMD dann zwei Quadcores zusammenpappen. Ob intel dann noch mit 4 gepappten Dualcores arbeiten wird, wird man sehen, ich glaube aber dass es da technisch immer komplizierter wird und Intel an nem neuen nativen Quad oder gar Octacore basteln wird.

Es ist schade, dass Intel einen derart hohen Vorsprung hat, wenn das so weitergeht wird AMD wirklich Probleme bekommen und sie sollten wirklich langsam mal wieder auf die Beine kommen, damit der Wettbewerb weiter belebt wird. Derzeit kann Intel (fast) machen was sie wollen - Und ja, ich spreche von den Preisen, sicher jetzt sinken sie noch, aber wenn AMD nicht bald Fuß fassen kann und Intel davonzieht, werden sie mit den Preisen das anstellen, was wir vor nem Jahrzehnt schon hatten, Standard CPUs für 500+ Euro und highend CPUs die weit über die 1000 Euro marke(wie derzeit) gehen...
 
Vendetta schrieb:
Ich hoffe wirklich, dass AMD ordentlich aufholt und zwar schnell.
AMD muss nicht aufholen. Ganz im Gegenteil, das einzige Gebiet, wo sie im Rückstand sind, ist die Fertigungstechnologie. Und das war auch noch nie anders. Durch Intels Fehlgriff Netburst ist das wohl nur nie so wirklich aufgefallen. Aber selbst hier bröckelt Intels Vorteil mehr und mehr.

Vendetta schrieb:
Es ist klar, dass sie mit nem nativen Quad Core bald auf Octacore aufrüsten können, genauso wie intel zwei dualcore raufgepappt hat für quadcore wird AMD dann zwei Quadcores zusammenpappen.
Nach bisherigen Informationen wird der Octacore von AMD ebenfalls nativ. Das ist zwar überraschend, aber nicht verwunderlich. Schliesslich ist der K10 kein reines Quadcore Design. Die Kerne sind nicht so verwoben wie zB beim C2D.
 
Wenn AMD Architekturvorteile hat, warum sind die CPUs dann soviel langsamer? An höherer Taktrate liegts ja auch nichtmal, zumindest derzeit nicht... Dass es der Fertigungsprozess alleine ist glaub ich fast nicht...
 
Vendetta schrieb:
Wenn AMD Architekturvorteile hat, warum sind die CPUs dann soviel langsamer?
Du hast von Aufholen gesprochen, was einen Nachteil impliziert. Ich habe davon gesprochen, dass AMD nicht grundsätzlich aufholen muss, was keinen Vorteil impliziert.
Und wo soll AMD denn so viel langsamer sein? Von dem, was man bisher sehen konnte, geben sich beide praktisch nichts was Taktleistung betrifft, wenn man mal das Intel optimierte Zeugs wie Cinebench oder Crysis oder veraltete Software wie SuperPi mit dem nötigen Abstand betrachtet. Und selbst ein Unterschied von 5% oder ähnlichem fällt unter Messungenauigkeiten. Das kann auf anderen Systemen schon wieder ganz anders aussehen. Hinzu kommt, dass Software mittlerweile so sensibel auf Hardware reagiert, dass Tests ausgelegt werden können, wie man will. Schau dir Cinebench an. Die 32 Bit Version liefert mit einem Intel bessere Ergebnisse. Die 64 Bit Version hingegen zeigt keine Unterschiede, was die Taktleistung betrifft. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass Cinebench Intel optimiert ist und mit dem ICC erstellt wurde? Da stellt man sich doch automatisch die Frage, was möglich wäre, wenn Software genauso umfangreich für AMD optimiert wäre. ;) Hier liegen noch wichtige Aufgaben vor AMD. Hardwareseitig sind daher einzig und allein die fehlenden Taktraten noch zu verbessern. Hier wird allerdings erst Shanghai eine grundlegend bessere Basis liefern. Aber selbst bis dahin bedeutet das nicht, dass man nicht konkurrenzfähig ist. Nur die Angebote im High-End beschränken sich dadurch auf ein Minimum. Der Markt ist aber viel viel grösser. Noch besser wird es imo, wenn AMD endlich die K10 Dualcores auf den Markt wirft. Die haben etwas mehr Cache pro Kern und haben damit eine etwas bessere Taktleistung als die X3 und X4. Auch wenn das vermutlich maximal messbar ist. Bei Intel hingegen haben die kleinen Modelle deutlich weniger Cache als die grossen und haben damit selbst gegen den K8 nur geringe Taktvorteile. Die E8xxx Reihe wird der Kuma zwar auch nicht angreifen können, dafür ist er aber auch nicht vorgesehen, da vorerst sparsame Modelle mit recht niedrigen Taktraten erscheinen sollen. Vermutlich irgendwas zwischen 1,8 und 2,4 GHz.
 
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Naja, und AMD hat eben noch das problem, dass sie (noch) immer eine Fertigungstechnik hinter Intel hinterher hängen. Der NexGen 5x86 (später, nach Aufkauf durch AMD, K6 - erster "RISC86") war seinerzeit in der Pro-Takt-Leistung dem Pentium extrem überlegen, wegen im Vergleich zu Intel schlechter Fertigungstechnik konnte er aber die Pro-Watt-Leistung kaum überbieten und das unternehmen wurde deswegen auch insolvent. (zu hohe Entwicklungskosten, die nur einen enormen theoretischen, aber keinen praktischen Vorteil brachten) Ähnliche Probleme hatte der K6-3 von AMD, der mit seiner besseren Cache-Architektur damals eigentlich das bessere Workstation-Design war, als die Intelkonkurrenz, aber wegen schlechterer Fertigungstechniken mit soviel weniger MHz laufen musste, dass der Pro-Takt-Vorteil verpuffte.

Im Moment ist Barcelona meiner Meinung beim Workstation/Server-Einsatz auch nur besser als die Xeons, wenn NUMA zum Einsatz kommt, weil er durch die schlechtere Fertigungstechnik bei den MHz ausgebremst wird. Aber bei Workstations, die keinen schnellen Speicherzugriff benötigen fährt man sowieso mit Sun SPARC besser, so dass der Barcelona da besser als die Xeons ist, wo der Wettbewerb zwischen den X86-Prozessoren stattfinden sollte. (wenn man die Codekompatibilität mal kurz ausblendet, wegen der SPARC oder Power nicht überall zum Einsatz kommen, wo sie besser wären)

Mit dem Compiler ist das so ne Sache. Ich glaube AMD unterstützt die Entwicklung von GCC. Der Ansatz ist mir ideologisch lieber, als ein proprietärer Compiler, auch wenn der Intelcompiler "besser" (für Intelprozessoren) optimiert ist.
 
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Was ich bei euren ganzen Gespräch hier vermisse ist so bisschen der Preis. MAn sieht ja in den ganzen TEsts, dass die Phenoms recht gut abschneiden, Zwar des öfteren hinter Intel (ich lasse mal optimierte Software außen vor) aber bedenkt man, das sie geringer getaktet sind und weniger kosten, das gleicht sich das wieder aus.

Wenn ich Reseller bin und ich müsste nen System zusammenstellen, dann schau ich doch, welche CPU am meisten für sein Geld leistet.
 
MountWalker schrieb:
Mit dem Compiler ist das so ne Sache. Ich glaube AMD unterstützt die Entwicklung von GCC. Der Ansatz ist mir ideologisch lieber, als ein proprietärer Compiler, auch wenn der Intelcompiler "besser" (für Intelprozessoren) optimiert ist.
Grundsätzlich richtig, allerdings dürfte die Beteiligung von Intel am GCC intensiver sein als die von AMD. Dürfte sich dann durchaus auch auf den Quellcode auswirken - die neueste Version des Compilers hat z. B. Optimierungen für den Core2, aber (noch) nicht für den K10.

Da sollte man gleich zu quelloffenen Benchmarks greifen. Bei SPEC ist der Barcelona (laut der CB-News vor kurzem) einem vergleichbarem Xeon überlegen. Bei Open-Source-Software wie LAME, die (bei diesem Beispiel) nicht mit mehreren Kernen skaliert, verliert AMD trotzdem. Bei Desktop-Software sieht es halt einfach schlechter aus, da diese relativ stupide programmiert ist.
 
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