Diese Generalisierung will ich jetzt mal so nicht stehenlassen, sonst denkt jeder, der das hier liest, dass das der Normalzustand ist. Ist es aber nicht. Was stimmt ist, dass es bei Zen3 hin und wieder CPUs gibt, die mit UEFI Default-Einstellungen einfach nicht stabil laufen (wie auch hier). Das betrifft auch den 5950X etwas häufiger, einfach weil hier beim ersten CCD der höchste Takt von allen Zen3 CPUs angelegt wird und das Binning in der Vergangenheit nicht immer optimal war.eszett.nb schrieb:Was für eine Raketenwissenschaft einen Ryzen 9 5950X zum Laufen zu bewegen. Also einfach so ... funktioniert diese CPU scheinbar nicht.
Und dann gibt es halt zusätzlich noch die Probleme mit C- und IDLE-States. Das betrifft praktisch das komplette Zen3-Chiplet-Produktfolio (teilweise auch Zen2), wo manche UEFI-Settings Abhilfe schaffen können, aber nicht müssen. Diese CPUs sind im grunde nicht per se komplett defekt (im Sinne die rechnen falsch, wie bei Intels Raptor-Lakes), sondern sind entweder falsch gebinnt oder teildefekt (z.B. was die C-State Funktionalität angeht).
Bei einem Neukauf spielen diese Details für einen Enduser aber keine Rolle: Läuft die CPU mit aktuellem BIOS und Default-BIOS-Einstellungen* nicht stabil, ist sie defekt. Die C-States z.B. sind ein fundamentaler Produktbestandteil der CPU und wenn diese Funktionalität nicht gegeben ist, ist die CPU als defekt anzusehen und zu reklamieren**.
* ohne Mainboardhersteller o. treibseitig (RyzenMaster...) aktivierte OC-/Tuning-Funktionen oder PBO
** natürlich schwierig bei Gebrauchtware
Edit: @eszett.nb Im grunde hast du aber alles richtig gemacht. Du hast jetzt eine gebrauchte CPU, die zwar nicht mit aktivierten Stromsparfunktionen läuft, aber zumindest läuft sie ohne stabil. Wenn einem die erhöhten Stromkosten nicht stören, ist das eine vollkommen valide Weiternutzung einer teildefekten CPU.
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