An alle Hundehalter

Auch beim Diskutieren macht der Ton bekanntlich die Musik, ich kann den TE schon verstehen, einige Beiträge waren in der Formulierung schon dezent aggressiv.
Empfindet aber auch jeder unterschiedlich, wo ich jetzt mal auf Schulz von Thun und das Vier-Seiten-Modell verweise ;)
Ich möchte keinen persönlich angreifen, aber es gibt immer verschiedene Blickwinkel, die einem nicht unbedingt immer bewusst sind, ich kann alle Argumente hier gut nachvollziehen.

Mal zum Thema: Ein Cousin von mir ist eher ein Einzelgänger und hat seit seiner Studienzeit einen Schäferhund, der sein treuer Begleiter ist und die beiden sind ein Herz und eine Seele.
Eine Person und Hund geht schon, wenn der Wille da ist. Man muss sich halt immer sehr bewusst sein, das mit einem Tier eine große Verantwortung kommt von der man nicht einfach so zurücktreten kann.
Das muss man sich jeden Tag erneut vor Augen halten, denn ein Tier braucht täglich Aufmerksamkeit - das eine mehr, das andere weniger.
 
Onkelhitman schrieb:
Wie bitte? Du fragst nach unserer Meinung und bist dann pampig, wenn diese dir nicht passt?

Du schreibst, dass du gerne ausgerechnet haben würdest, was ein Hund kostet. Kosten wurden dir ja genannt, aber eben auch, dass er viel Zeit bedeutet und Zuwendung. Wenn du studieren gehst, wirst du aller Wahrscheinlichkeit nach in der Zeit nicht zu hause sein. Wenn du dann nebenbei noch arbeiten gehst, bist du wiederum weniger Zeit zu hause.

In der Zeit gibst du die Verantwortung des Hundes an andere Leute weiter. Vielleicht möchten diese das nicht?

Mit faul schrieb ich, dass der Hund als Vorwand fürs draußen laufen genutzt wird.


Eben.


Und wo wiederspricht das unseren Aussagen? Du schreibst doch nun genau dasselbe wie wir... Leute gibts.


Wo gehobelt wird....

Mir gehts einfach nur auf den Sack, dass User wie du schon beim ersten Satz damit anfangen Leute als egoistisch anzuprangern und dabei in der Signatur natürlich oben drauf irgendeine Aroganz wiederspiegeln.
Also wenn es darum geht das irgendwas ungehobelt ist...
Wenn Meinungen akzeptiert werden, dann tu es auch mit dieser. Das ist einfach jetzt meine erste Empfindung bei deinem Verhalten.
Es muss immer alles gerechtfertigt sein, man wo leben wir hier?

So.. Luft draußen, tut mir Leid.

Kann Shar, sowie auch dir schon folgen, diese Ausdrucksweise ist einfach nur für mich vollkommen penetrant.

Istvan schrieb:
Geh ins nächste Tierheim, die suchen oft tierliebe Menschen zum Gassi gehen. Mach das ein paar Monate regelmäßig und frag dich dann nochmal ob du wirklich einen Hund willst. Ein Hund verändert dein Leben!

Hab ich mir auch schon überlegt, werd ich wahrscheinlich auch tun. Klar, regelmässige Fellpflege, Gassi gehen, dauerhaft Sozialisieren, das Tier immer auf Trap halten, auf die Ernährung achten, was bei vielen ja auch ein wichtiger Aspekt ist so wie ichs gehört hab.
Es ist natürlich eine Lebensaufgabe!

oemmes schrieb:
Zu den Kosten kannst du dir das hier ansehen.

Für ein GANZES Hundeleben war jetzt zwar nicht gefragt, aber vielen Dank!
Lebenslange Hundesteuer und die Beerdigung hatte ich mir teurer vorgestellt.

Wenn mans jetzt auf 12 Jahre für die monatliche Ausgabe runterrechnet wärens sogar nur 100€.. hmm, denk mal das Übel ist eher das je nach Krankheitsfall locker auch 1000€ im Monat anfallen können, was?

Denk mal wie in vielen Fällen gilt: Zweifel ist das eindeutigste Ergebnis - Denk mal mit dem Link wurde mir gut ausgeholfen
Ergänzung ()

mykoma schrieb:
Mal zum Thema: Ein Cousin von mir ist eher ein Einzelgänger und hat seit seiner Studienzeit einen Schäferhund, der sein treuer Begleiter ist und die beiden sind ein Herz und eine Seele.
Eine Person und Hund geht schon, wenn der Wille da ist. Man muss sich halt immer sehr bewusst sein, das mit einem Tier eine große Verantwortung kommt von der man nicht einfach so zurücktreten kann.
Das muss man sich jeden Tag erneut vor Augen halten, denn ein Tier braucht täglich Aufmerksamkeit - das eine mehr, das andere weniger.

Schöne Geschichte. Hab mir sowas auch öfters mal vorgestellt.
Natürlich kann man nicht direkt von einem random User der die Frage hier stellt ausgehen dass er diesen Willen hat... nur am Rande noch.
Da fragt man sich halt ob einem es auf Dauer eher zur Last wird, halt Unimässig und mit paar Hobbies usw. (Hät ich jetzt lieber nicht schreiben dürfen, aber in meinem Kopf ist eigentlich alles zynisch und realistisch)

Hab letztens noch komischerweise bei nem Onlineprojekt festgestellt, irgendwie belebt mich so eine Beschäftigung, die mir mega gefällt, total wieder.
Die Konzentration in der Uni stieg an, was nach 8 Stunden sonst garnicht ging. So würde es mir bestimmt auch gehen.
Aber wie gesagt. Zweifel und so. Erstmal ein Schritt zurück.... oder eine Katze nehmen :D
 
RhinoDino schrieb:
Wenn mans jetzt auf 12 Jahre für die monatliche Ausgabe runterrechnet wärens sogar nur 100€.. hmm, denk mal das Übel ist eher das je nach Krankheitsfall locker auch 1000€ im Monat anfallen können, was?

Wenn Operationen notwendig sind, kann es auch mehrere tausend Euro auf einen Schlag kosten.
Das sollte man immer bedenken.
Deswegen lohnt es sich eine Krankenversicherung abzuschließen, die kostet nicht die Welt, um die 20€ im Monat.

Wichtig ist das man sich das ganze genau überlegt.
Vorallem wenn nicht klar ist was in 2 oder 3 Jahren ist, sollte man eher davon absehen.
Das Studium ist ja auch irgendwann vorbei. Möglicherweise findet man paar Monate keinen Job und lebt von H4. Da wird es schwer mit dem Futter.
Oder die neue Arbeitsstelle ist weiter weg, dann hat man keinen der mit dem Hund rausgeht.
In den wenigsten Firmen kann man Tiere mitbringen.

Man muss auch damit rechnen das teure Möbel zerstört werden können. Oder der Fußboden.
Auch die Wohnungssuche wird schwieriger.
 
Ajo, Krankenversicherung ist ein guter Punkt!

Ja, die größte Sorge wär mit nem Job irgendwann. Da ist bisher alles offen.
Extrakosten beim Urlaub, zerstörte Möbel und erschwerte Wohnugnssuche nehm ich gern auf mich.

Danke für die Infos!
 
Mir gehts einfach nur auf den Sack, dass User wie du schon beim ersten Satz damit anfangen Leute als egoistisch anzuprangern und dabei in der Signatur natürlich oben drauf irgendeine Aroganz wiederspiegeln.
Hast du das, was du selbst schreibst, schon einmal gelesen? Es fängt damit an, dass du in einem Computerforum nach einer Berechnung für einen Hund suchst. Das kann aber niemand pauschal machen. Du selbst gibst nun 100€ im Monat als realistisch an. 20€ die Krankenversicherung. Das sind 120€. Ferner schreibst du, dass du, wenn du denn mal Zeit hast. Und das ist einfach egoistisch. Was ist denn, wenn du mal KEINE Zeit hast? Ich hätte dasselbe bei nem Hamster, bei nem Meerschweinchen oder bei einem Kind geschrieben. Das sind Lebewesen, die haben Bedürfnisse. Das kann man nicht alles voraus berechnen. Was ist bei ner Krankheit, bei der du beim Tier sein musst? Nimmt den dann einer? Sind die Personen damit einverstanden? Was ist, wenn das Tier krank wird? Kann es versorgt werden? Teureres Futter als normal. Wenn du mal ein/zwei Tage nen Vorstellungsgespräch in ner anderen Stadt hast. Und und und. Vielleicht mag es für dich jetzt noch schwer vorzustellen sein, aber WENN du das Tier dann hast, dann hast du eine Verantwortung zu tragen. So wie bei Allem im Leben. Und es wäre durchaus in Ordnung, wenn du für dich entscheidest, aber dann musst du auch im Interesse des Tieres entscheiden. Ist es also für dich vorstellbar, dass das Tier sich bei dir wohl fühlt?

Es ist für mich verständlich, dass du mit der Art meiner Schreibweise nicht umgehen kannst, sie ist ja auch bewusst so geschrieben, dass du dir Gedanken darüber machst, was du dir, aber auch dem Tier gegenüber, naja, antust ist quatsch. Aber nimmst du ein Tier aus dem Tierheim und das hat ein kleines Defizit, braucht es evtl. auch mehr Zuneigung. Und das alles frisst Zeit. Zeit, die dir von anderen Dingen abgezwackt werden, dich vielleicht auch einnehmen werden, weil du dir Gedanken machst. Wenn das Tier krank ist, wirst du dich möglicherweise auch nicht gut fühlen. Und bei ner wichtigen Prüfung nicht versagen. Vielleicht. Vielleicht macht dich das aber auch stärker. Es kann niemand wissen. Die Erfahrung im Bereich von Tieren sagt mir, dass es wahrscheinlicher ist, dass das nicht passiert. Das Schlimmste was passieren kann ist, dass das Tier dann wieder im Heim landet. Ich bin weissgott kein Wanderprediger, aber wenn es um Leben geht und die dazugehörige Verantwortung ist meine Haltung felsenfest.

Wie WhiteShark schreibt, eigentlich wären Rücklagen für eine mögliche Operation herzustellen. Aber du brauchst für dein eigenes Leben ja ebenfalls Rücklagen.

Da fragt man sich halt ob einem es auf Dauer eher zur Last wird, halt Unimässig und mit paar Hobbies usw. (Hät ich jetzt lieber nicht schreiben dürfen, aber in meinem Kopf ist eigentlich alles zynisch und realistisch)
Es ist gut, dass du es realistisch siehst. Das beinhaltet klarerweise den Optimismus wie den Pessimismus. Irgendwas dazwischen. Klar ist auch: Besser bei dir, als in nem Tierheim. Fraglich ist, ob der Hund dann eben nicht zu viel Zeit frisst und du ggf. ein paar Hobbys beschneiden musst. Vielleicht möchtest du das nicht. Die Priorität für dein Leben kannst nur du bestimmen.

Erstmal ein Schritt zurück.... oder eine Katze nehmen
Wie ich schrieb: Wer im Glashaus sitzt. Eine Katze ist eigentlich, solange sie kein Freigänger ist, in der Wohnungshaltung Tierquälerei. Denn während du wegbist hat sie nichts zu tun. Das sind "Familienmenschen". So wie also du provozierst, tu ich es auch. Mit dem Unterschied, dass ich mich hier primär um die Bedürfnisse des Tieres kümmer als um deines. ;)
 
Die ganzen Fragen im ersten Abschnitt wurden schon beantwortet.
Auch wenn die 20€ nachträglich kommentiert wurden, was deinen Einwand halt unnötig macht, würd ich hinzufügen: WEIL ein Hund sowieso viele Kosten und Rücklagen anfordert, nenn ich die extra 20€ mal überhaupt gar kein Problem.

Es ist von Vorteil und lobenswert, dass du deine Nachrichten so ausrichtest, dass sie zum nachdenken anreden. Jeder brauchts ja mal.
Aber was wichtig für dich und diesen Thread ist und bleibt, dass ich nicht in jedem Wort das ich nutze nicht 100%ig "Computer-Ernst" bin. Ironie und so? Eigentlich bemerkt man sowas.
(Ich werd auch kein Benchmark bei jedem Tier durchziehen bevor ich mich entscheide.... verstanden?)

Letzter Abschnitt wurde auch schon geklärt. Wobei die Tierquälerei einfach nicht stimmt. Ich glaub du brauchst ein Bild einer Katze, damit du weißt wovon wir sprechen.

Für dich: http://geliebte-katze.de/sites/geliebte-katze.de/files/GK_Mit_Katze_verreisen.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Katzen sind Einzeljäger aber keine Einzelgänger.
Gerade bei reinen Wohnungskatzen sollten es mindestens zwei Katzen sein, niemals eine.
Eine Katze alleine in Wohnungshaltung grenzt schon sehr stark an Tierquälerei, das ist durchaus korrekt.
 
Da hat WhiteShark recht, wobei Kater auch gerne mal Einzelgänger sind, Katzen sind eher im Rudel und jagen auch gelegentlich im Rudel, aber generell eher alleine.
Dem Problem Katze allein zuhaus gehen die Tierheime aber auch nach, junge Katzen werden meist nie allein vermittelt und bei mir war es so, das das Tierheim nach einigen Monaten auch nochmal jemanden zur Kontrolle vorbeigeschickt hat, ob es den Tieren auch gut geht.
Gut, man kann jetzt sagen: "Die muss ich ja nicht rein lassen", aber was ich sagen will ist, das gerade Tierheime meist sehr auf das Wohl der Tiere aus sind, zumindest in Münster, wo meine Pelzknäule herkommen.
 
ICH soll keine Ironie verstehen können? Das ist ja schon wieder Ironie...

Wow, ein Bild einer Katze. Zu blöde, dass ich vorher schon schrieb drei zu haben. Ansonsten das, was WhiteShark schreibt.

@mykoma
Das war der Grund, warum wir uns GEGEN Tierheimkatzen entschieden haben. Ich lass mir doch von diesem Gurkenverein nicht in die Wohnung, geschweige denn einen Knebelvertrag unterjubeln. Ich behaupte einfach mal, dass es wohl in über 99% aller Wohnungen mehr Platz ist, als sie im Tierheim bekämen. Dann besser zu hause als im Tierheim. Das ist den Tierheimen aber egal. Daher können die von mir aus an Tieren ersticken. Nicht dass ich das will, aber letztlich läuft es darauf hinaus, so traurig es auch ist.
 
warum willst du einen Hund?

Meine Eltern hatten einen Hund und der musste morgens vor der Arbeits raus, mittags und Abends.

Das beeinflusst deinen ganzen Tagesplan.

Außerdem die ganzen Kosten...
 
@lulatscho

Ich hoffe, die Frage ist explizit an den TE gerichtet, damit er in insich geht und für sich selbst eine Antwort findet.

Ist die Frage allerdings allgemein gehalten, weil du nicht verstehen kannst, warum Menschen einen Hund haben wollen, dann weiß ich auch nicht :rolleyes:

Es gibt tausend Gründe für einen Hund und auch ein paar dagegen.
 
Natürlich ist ein Hund nur eine Last, wenn jemand den Sinn daran nicht erkennt.
Für diejenigen die den Willen dafür bereitlegen, genau wissen was dies bedeutet, ist das keine Frage.
 
Wie hier schon vorgeschlagen, vielleicht einfach mal im Tierheim erst mal zum Gassi gehen melden. Noch besser ist mMn allerdings eine Sache, die ein verstorberner Freund von mir, der Hundezüchter war, den Interessenten vorgeschlagen hat. Einfach mal paar Monate ohne Hund erst mal jeden Morgen um 5 raus und 30-45 Minuten spazieren gehen. Ebenso mittags und abends dann auch noch mal 1-2 Stunden. Zeit hängt natürlich auch vom gewünschten Hund selber ab und was er so an Auslauf benötigt. Und das bei jedem Wetter. Denn einem Hund ist es egal, ob es draussen schneit, regnet oder 35° im Schatten hat. Einen Hund haben wollen und sich dann auch um ihn zu kümmern, sind eben 2 paar Stiefel.
 
Die Idee mit dem Spazieren gehen ist genial.
 
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