An die Studenten unter euch

Sherman123 schrieb:
:lol: Das ist ja wie in der Schule bei euch....
Persönlichkeitsentfaltung, die Freiheit zu lernen/zu lehren und der universitäre Charakter gehen bei so einer Ausbildung wohl unter.
Nun ja, mit diesen Schlagworten haben zu meiner Zeit eher Komilitonen argumentiert, die bis morgens um halb drei am Thresen saßen und dann nicht vor 12:00 Uhr aus dem Bett kamen. Selbstredend kamen die auch nie über Zwischenprüfungen hinaus (wenn sie überhaupt soweit kamen).... :cool_alt:
 
Es ist natürlich immer für jede Hochschule und Studiengang einzeln zu betrachten wie vorher der Diplomstudiengang gestaltet war und was nach dem Bolognaprozess draus geworden ist. Zwangsanmeldungen (von Nachholversuchen) gab es manchmal vorher auch schon.

So muss ich zum Teil sagen, dass zumindest so manche Straffung durch den Bolognaprozess, was zuminest Prüfungen betrifgft, so verkehrt nicht war. Ingesamt hat man an vielen Stellen aber schon übertrieben.

Ich bin zumindest mit dem Hintergrundgeräuschen im Hörsaal immer ganz gut klargekommen. Irgendwie hat es mein Hirn geschafft, den Hintergrund immer relativ gut zu filtern. Allerdings bin ich zu einigen Vorlesungen auch nicht hingegangen, wenn es mir nichts gebracht hat. Wenn der Prof. nur sein Script anschreibt (was nun auch den Geräuschpegel ansich erst verursacht) kann ich mir das auch zuhause mit Kaffee und tube8.com-Pause zwischendurch durchlesen^^. Dafür muss man nicht extra in die Uni gondeln.
 
e-Laurin schrieb:
Starker Tobak, den du mir vorwirfst.

Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass zur Vorlesung kommen mir sehr hilft. Wenn ich in der Lage wäre, ausschließlich aus Büchern zu lernen, hätte ich mich für einen Fernstudium o. ä. entschieden. Habe ich aber nicht. Ich brauche für meinen Lernerfolg jemanden, der mir den Stoff ins Hirn stampfen kann. Und dafür sind Lehrer oder Professoren am besten geeignet.
Skripte sind nicht immer verfügbar und oft löchrig.

Btw, die Profs bei mir wissen recht genau, wer regelmäßig erscheint und wer nicht. Die Mehrheit kennen sie auch mit Namen, abgesehen von den jüngeren Semestern.

Stress gibt es teilweise recht viel, zB in solchen Momenten, in denen man mal wieder mit Projekten zugeworfen wird. Und wenn dann manchmal einige Kommilitonen im Team nicht aus dem Knick kommen, dann geht man auch schon mal die Wände hoch. Für einen Frustanfall sind die Profs auch immer recht gut geeignet. Aber das Leben ist ja kein Ponyhof.

Aus deinen vorherigen Posts schließe ich, dass du mit deinem Studium (oder waren es zwei?) fertig bist. Hast du noch im alten System (Ingenieur, Diplom) oder neuen System (Bachelor, Master) studiert? Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Früher war es vielleicht einfacher (wenn man teilweise noch so von 10+ Semestern hört, weil man sich den Stundenplan gestreckt hat), heute ist es aber strikter. Für jede Prüfung ist man automatisch angemeldet und einfach so ohne Grund kann man sich da nicht wieder abmelden. D. h. man ist gezwungen Prüfungen zu schreiben, ob man bereit ist oder nicht. Und dann wären da noch andere Dinge, aber die will ich jetzt nicht erwähnen.
Dann sag das doch gleich, dass du an einer FH bist. Dann kann ich mir den Teil mit den 500+ Leuten im Hörsaal sparen, und automatisch auch das Desinteresse der Professoren.

Und noch so einiges Anderes. FHs sind nun mal wesentlich eher an der Praxis orientiert, da läuft so einiges anders. Wenn ich zum Beispiel sehe, dass du Projekte hast, weiss ich woher der Stress kommt. In einem meiner Profilierungsmodule wurde 25% der Endnote über eine Gruppenarbeit kalkuliert. Ich habe auf der Stelle den Raum verlassen weil wenn ich eines über die Jahre gelernt habe ist es das man Leuten in Gruppenarbeiten nicht trauen kann und am Ende machst du eh alles selbst. Irgendjemanden hast du immer der in Verzug gerät.

Und das du AUTOMATISCH zu Prüfungen angemeldet ist war mir auch nicht bewusst. Das ist in meinen Augen ein Unding, aber gut vielleicht so üblich an FHs. Dann kann ich deinen Stress durchaus verstehen. Ich war mir nur nicht bewusst, dass das die elementaren Unterschiede sind. Dachte immer man entscheidet selbst wann man was schreibt, wie an jeder Uni.

Und nein ich habe noch kein Studium abgeschlossen. Ich hab an der FU BWL angefangen, das war mir aber irgendwie zu öde, also habe ich das Studium abgebrochen und IBA begonnen. Deswegen 2 Universitäten.

@wiesel Wen sprichst du hier gerade an?
 
Zuletzt bearbeitet:
Leute,
hört auf euch zu beefen!
Was bringt es euch zu fetzen? Nix.

@nynyny
Weshalb war dir BWL zu öde?

LG
 
Zu öde war vielleicht die falsche Wortwahl.

Ich studiere jetzt halt IBA, International Business Administration, also im Endeffekt BWL auf Englisch. Sagen wir ich empfand es nicht genauso ansprechend wie einen komplett englischsprachigen Studiengang, macht für mich persönlich einen riesen Unterschied weil ich somit zwei Fliegen mit einer Klappe schlage. Dadurch studiere ich etwas woran Interesse habe und verbessere zur selben Zeit mein Englisch da ich ja automatisch konstanten Kontakt mit den englischen Begriffen habe.
 
Ich bin der Meinung, wenn Skripte und Bücher die Vorlesung ersetzen können, dann macht der Prof. was falsch. Denn ein guter Prof arbeitet nicht einfach das Skript durch, sondern gibt auch weitere Hintergrundinformationen, Beispiele, Erläuterungen, Bezug zur Wirtschaft usw.

Prinzipiell finde ich die Umstellung auf Bacherlor/Master auch unnötig. Aber beispielsweise hat sich an meinem E-Technik Studiengang quasi nichts geändert. Man studiert immernoch 10 Semester und die Inhalte sind so ziemlich die gleichen. Es wurde lediglich die Grundlagen etwas zusammengestrichen, damit in den ersten 6 Semestern was zusammenkommt, dafür gibts im Master halt mehr Vertiefungen. Bachelorarbeit entspricht der Studienarbeit, die macht man dann jetzt halt etwas früher.
In anderen Studiengängen mag das natürlich anders aussehen.
 
Stimme dem vollkommen zu. Wenn der Professor seine Vorlesung ordentlich gestaltet dann lohnt sich auch die Anwesenheit. Das ist nur bei vielen nicht der Fall.

Insbesondere Mitarbeiter die den Lehrstuhl bereits seit einer ganzen Weile innehaben neigen dazu immer wieder das Selbe zu lehren, so ist es zumindest bei mir. Die jungen Professoren binden häufig die Zuhörer mit ein, die Älteren eher selten bis nie.
 
Das hängt allerdings auch sehr stark vom Fach ab. Einer meiner ehemaligen Grundlagenprofessoren betete in den Vorlesungen das Skriptum 1:1 runter. Wenn ein Hörer um eine Erklärung des letzten Satzes bat, dann wiederholte der besagte Professor den Satz mit leicht unterschiedlicher Wortordnung einfach nochmal.:freak:
Ja, Mitte Oktober sah mich der Prof. zum vorletzten Mal.:D
 
Ich hatte auch eine Vorlesung, da hat der Prof 1 zu 1 die Sätze aus dem Buch vorgetragen wo ich auch nur dachte... okay... sogar die Übungsleiterin meinte zu uns ihr braucht da nicht hingehen, wenn ihr es im buch nachlest, er erzählt kein deut mehr... Hab ich dann schlussendlich gemacht, immer schön zur übung hin und sehr erfolgreich bestanden :D
 
Bei uns gabs das Problem auch in den ersten 1-3 Semestern.
Lag aber an den gemischten Vorlesungen.
Ich selber studiere E-Technik und wir hatten mit den Wirtchafts"ingenieuren" zusammen Vorlesung.
Verteilung sah IMMER wie folgt im Hörsaal aus:
E-Techniker in den ersten Reihen.
Dann viele Reihen viel Platz.
In den letzten Reihen die Wirtchafts"ingenieuren".

Da dies scheinbar meist Leute waren, deren Schnitt zu schlecht für BWL war, hatten sie sich wohl gedacht, die machen dieses Fach, das ist dann zu 50% Wirtschaft und beim Rest...da würgen sie sich irgendwie durch. Nur jedes Fach was wir zusammen hatten, z.B. Grundlagen E-Technik, Informatik, etc. haben sie IMMER gestört. Man wollte aufpassen und trotzdem konnte man sich nicht richtig konzentrieren. Einfach nervig. In der Schule noch lustig, aber ab dem Studium sollte man vll. so "erwachsen" sein und diszipliniert sowas zu unterlassen...
 
Kein Wunder wenn man sich mal das Durschnittsalter der Studenten heutzutage ansieht. Wir hatten ja letztens den doppelten Abiturjahrgang die dann als Erstsemester zu uns an die Uni gekommen sind. Der reinste Kindergarten....Ich bin erst nach meiner Ausbildung, da war ich 22, an die Uni. Finde das ist ein solides Alter um an der Uni einzusteigen. Ich mach hier und da auch noch quatsch, keine Frage, aber ich muss nicht dauerquasseln.

Wenn mein Prof vorne an der Tafel über Thermodynamik doziert und hinter mir die Mädels drüber quasseln welchen Jungen sie denn gerade süß finden oder mit welcher Bitch sie gerade beef haben wirds mir auch ein bisschen zu doof. Zum Glück sind wir ein relativ kleiner Studiengang mit ca. 80 personen (mittlerweile sind wir in den Seminaren nur noch so 10-30). Da sind Störenfriede sowieso schnell ausgemacht und halten sowieso lieber die fresse da sie zu schnell auffallen. Aber im ersten Semester wo man mit 300+ (BWL'er, INGs, Kulturwissenschaftler, etc.) im Hörsaal saß, war es teilweise echt kein Vergnügen.
 
nynyny schrieb:
Und das du AUTOMATISCH zu Prüfungen angemeldet ist war mir auch nicht bewusst. Das ist in meinen Augen ein Unding, aber gut vielleicht so üblich an FHs. Dann kann ich deinen Stress durchaus verstehen. Ich war mir nur nicht bewusst, dass das die elementaren Unterschiede sind. Dachte immer man entscheidet selbst wann man was schreibt, wie an jeder Uni.

Du entscheidest auch selbst wann du schreibst. Das System meldet dich aber i.d.R. für die Module deines jeweiligen Semesters an. Falls du die nicht schreiben willst musst du dich nur rechtzeitig abmelden. Also kein Unding. Eher noch sinnvoll, da es säumige Studenten gibt, die die Anmeldezeit verschlafen.

Natürlich kommt es an der Uni und FH aufs gleiche Raus, wenn man schiebt, irgendwann musst du schreiben weil du die maximale Semesteranzahl erreicht hast und sonst exmatrikuliert wirst.
 
NuminousDestiny schrieb:
Eher noch sinnvoll, da es säumige Studenten gibt, die die Anmeldezeit verschlafen.

Als Student muss man sich nun wirklich trotz aller anderen möglichen Verpflichtungen nicht so viele Termine merken, dass man die Zeit der Prüfungsanmeldung (ist ja meist mehr als ein Tag) vergisst. Da liegt der Fehler ganz klar beim Studenten.
 
Sherman123 schrieb:
Einer meiner ehemaligen Grundlagenprofessoren betete in den Vorlesungen das Skriptum 1:1 runter. Wenn ein Hörer um eine Erklärung des letzten Satzes bat, dann wiederholte der besagte Professor den Satz mit leicht unterschiedlicher Wortordnung einfach nochmal.:freak:

Erinnert mich an meine Mathe 1 Vorlesung als der Prof. alle Formeln und Theoreme des Mathe-Skripts 1 zu 1 an die Tafel geschrieben hat, dass er auch nicht erklärt hat, was er macht, sondern nur was er hinschreibt muss ich denke nicht erwähnen :D
 
NuminousDestiny schrieb:
Du entscheidest auch selbst wann du schreibst. Das System meldet dich aber i.d.R. für die Module deines jeweiligen Semesters an. Falls du die nicht schreiben willst musst du dich nur rechtzeitig abmelden. Also kein Unding. Eher noch sinnvoll, da es säumige Studenten gibt, die die Anmeldezeit verschlafen.

Natürlich kommt es an der Uni und FH aufs gleiche Raus, wenn man schiebt, irgendwann musst du schreiben weil du die maximale Semesteranzahl erreicht hast und sonst exmatrikuliert wirst.

Die Person auf die ich mich bezog sagte aber, dass er automatisch zu Prüfungen angemeldet ist und sie sich ohne Grund nicht einfach so wieder abmelden können.

Gehe mal stark davon aus das als Grund nur gesundheitliche Defizite gelten.
 
Ich stimme seiner Aussage: "ich weiß nicht was ich machen soll also wirds bwl"

Genauso kann man diese Pauschalaussage auch ummünzen auf andere Studiengänge. Nur warum sollte man das überhaupt?

Bei mir zum Beispiel laden 80% der Leute alles hoch. Scripte, Übungen, Vorlesungen aufgezeichnet. Da kann man alles im Eigenstudium machen, sich in die Vorlesung zu setzen ist absolute unnötig.
Gibt genug Leute von denen man das kopieren kann

Warum sich selbst die Mühe machen und andere "kopieren" sich das nur?
 
Das ist im Prinzip ein Geben und Nehmen. Habe selber mit ein paar Kommilitonen eine Plattform erstellt, auf der nach zwei Jahren jetzt 1200 Studenten (knapp die Hälfte des Fachbereichs) registriert sind. Anfangs hat man ncoh selber viel selber gepostet und viel hochgeladen. Natürlich erwartet man dementsprechend auch, dass auch etwas zurückkommmt. Inzwischen ist es btw ein Selbstläufer.

Dann viele Reihen viel Platz.
In den letzten Reihen die Wirtchafts"ingenieuren".

Da dies scheinbar meist Leute waren, deren Schnitt zu schlecht für BWL war, hatten sie sich wohl gedacht, die machen dieses Fach, das ist dann zu 50% Wirtschaft und beim Rest...da würgen sie sich irgendwie durch.


Naja das halte ich allgemein betrachtet doch eher für ein Gerücht. Davon abgesehen liegt der NC für Wing an größeren Hochschulen inzwischen oft höher als für reine BWL. (NC 1,7 oder höher)
 
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nynyny schrieb:
...Gehe mal stark davon aus das als Grund nur gesundheitliche Defizite gelten.

Nein Gesundheitliche Defizite kommen nur zu Tragen, wenn der Student sich nicht rechtzeitig abmeltet, was 1 kompletter Arbeitstag vor der anstehenden Klausur ist.
Im Allgemeinen muss man keinen Grund für die Abmeldung angeben. Und mag sein, dass es auch FHs gibt, die hier einen Grund verlangen, das wird aber wohl eher die Ausnahme sein.

Robin. schrieb:
Genauso kann man diese Pauschalaussage auch ummünzen auf andere Studiengänge. Nur warum sollte man das überhaupt?

Nein genauso kannst du das nicht machen. Es gibt wesentlich weniger, die nicht wissen was sie machen sollen und sich dann für irgendeinen anderen Studiengang als bei BWL entscheiden.
Deswegen wohl auch die Aussage von GregoryH, dass es durch solche Leute zu vermehrter Ruhestörung kommt bezogen auf das mangelnde Interesse. (Chaoten gibts aber immer. Unabhängig von geplant oder auf gut Glück)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie gesagt, er hat die Aussage getroffen das sie einen Grund brauchen um sich von Prüfungen abzumelden und das ist in meinen Augen ein Unding. Ob das nun an allen FHs so ist spielt da keine Rolle.
 
Es gibt wesentlich weniger, die nicht wissen was sie machen sollen und sich dann für irgendeinen anderen Studiengang als bei BWL entscheiden.

Gerade bei zulassungsfreien Studiengängen ist die Quote an Leuten, die nicht wissen was sie machen wollen sehr hoch bzw. ist es in der Alterklasse eher üblich. Oder erwartest du, dass alle 18 bis Anfang 20 jähriger wirklich wissen was sie wollen?
 
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