Android-App-Entwicklung mit ChatGPT

WoisthierdasKlo

Lt. Junior Grade
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Guten Tag,

was sind Eure Erfahrungen mit der Entwicklung von Android Apps mit Hilfe von ChatGPT? Ich arbeite gerade an einer App, wo man grob gesagt verschiedene Dinge dokumentieren kann, die dann übersichtlich dargestellt werden. Auf die Sache kommt es nicht an, mir geht es eher allgemein darum, wie man es hinkriegt, dass die App von der GUI und UI-Interaktion her besonders schön, intuitiv und nützlich zugleich ist.

Mein erster Ansatz war, einfach ganz stumpf drauf los zu prompten mit ersten Ideen und dann von v1 zu v2 bishin zu v110 zu gehen. Die Prompts umfassten alles mögliche, von neuen kreativen Einfällen und Bugfixes bishin zu Icon-Generierungen.

Jedoch denke ich ,dass es besser ist (sofern die Funktionalität an sich relativ klar umgrenzbar ist und nicht zu kompliziert) mit einer klaren Vorstellung des Endprodukts zu starten. Diesen Weg versuche ich jetzt zu gehen: Ich lasse mir ein Concept Design der App als Bild generieren, inklusive auch der UI-Interaktionen (wie reagieren die Buttons auf Berührung etc.).

Habt ihr das schon einmal so herum probiert? Und wie seid ihr dann weiter vorgegangen? Habt ihr die Icons von ChatGPT selbst einpflegen lassen oder habt ihr sie separat generiert und manuell eingepflegt? Ich habe beides mal ein Stück weit probiert, bin aber noch am Anfang und es ist spannend, dass der Bildgenerator von ChatGPT kaum in der Lage ist, ordentliche Icons mit Alpha-Kanal zu erzeugen, jedoch wenn ich ChatGPT sage, dass er mir kein python Skript fürs build der apk rausgeben soll, sondern die apk inklusive Icons selbst erstellen soll, dann sind die Icons alle mit Alpha-Kanal intern gespeichert....

Was habt ihr so für Erfahrungen gemacht? Würde mich mal interessieren...
Und denkt ihr, man könnte in der Zukunft (in der wir gerade leben ;) ) App-Entwickler sein, indem man einfach gute Prompts schreibt und die KI die Apps programmieren lässt? Ließe sich so eine App im Store vermarkten?
 
Zuletzt bearbeitet:
Bedenke als erstes eine rein per KI geschriebene App ist nicht dein geistiges Eigentum.

Ansonsten ist es immer besser ein Brainstorming zu machen was man braucht und wie man das umsetzen kann.

Ansonsten ist man am Ende bei version drölfzig.

Urheberrecht an KI Bilder gibt es nicht ohne das du selbst aktiv etwas geleistet hast... Das musst du im Fall sogar nachweisen können.

Auch sind KI Bilder nicht bei jeder Plattform free use..

Und für Icons gibt es sicherlich free use CC0 Sachen im Internet.
 
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Ja, muss man natürlich nachweisen können, bei Bildern wird es sicher schwieriger zu leugnen, dass die von ChatGPT kommen, denen sieht man es halt einfach an.... aber stimmt, an den Part hatte ich noch gar nicht gedacht. Gibt es dazu denn schon eine Rechtssprechung?
Wenn man einmal vom Legalen absieht ist es aber ja schon so, dass das alles meine Ideen sind und ChatGPT nur die technische Umsetzung besorgt. Mit Ausnahme eben die künstlerische Umsetzung.
 
Bilder per Stable Diffusion und eine Nachbearbeitung per gimp und es ist deins.

Es gibt den EU-AI Akt.

Aber das hätte beim Brainstorming mit der KI schon rauskommen können.

Auch wie man was nachweisen kann.
 
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WoisthierdasKlo schrieb:
Wenn man einmal vom Legalen absieht [...]
Selbst 100% KI generierte Apps kannst du für Geld anbieten. Sie sind laut EU AI-Act nur nicht dein geistiges Eigentum. Du hast also kein Urherberrecht und sie gelten als gemeinfrei.
Es versteht sich von selbst, dass das Urheberrecht anderer nicht verletzt werden darf und du dafür verantwortlich bist, wenn die KI geschützte/n Code oder Kunstwerke verwendet.
 
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Ich würde Claude Code empfehlen.
Ich habe gute Erfahrungen bei der GUI Entwicklung gemacht, der KI einfach zu "zeigen" was ich will. Also einen grafischen Entwurf hochladen macht definitv sinn. Notfalls einfach per Hand skizzieren.

Ich fordere die KI auch immer auf zu überlegen wie man die Anforderung am besten umsetzen kann und ggf. nochmal Rückfrage zu halten statt einfach drauflos zu coden. Und sie soll immer ihr Ergebnis selber verifizieren. Ich will keinen kaputten Code zurück bekommen. Es kann auch nicht schaden Design Grundsätze festzulegen. z.b. SOLID, DRY, KISS
 
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@Tornhoof natürlich nicht pauschal..

Auch da darf man nichts nachmachen. Also nicht bekannte Personen darstellen.

https://www.anwalt.de/rechtstipps/k...ve-und-unternehmen-wissen-sollten-268515.html

Wichtig ist eine nachweisbaren schöpferische Tätigkeit.

Wenn ich mehrere Bilder in layern nutze per Gimp und etwas conpose ist es nachweislich von einem Individuum erschaffen. Dann wäre es Schützbar.

Nachweisen bei einem Streitfall muss ich es dann auch können also die Originale Daten vorhalten.
 
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WoisthierdasKlo schrieb:
Und denkt ihr, man könnte in der Zukunft (in der wir gerade leben ;) ) App-Entwickler sein, indem man einfach gute Prompts schreibt und die KI die Apps programmieren lässt?
Klar kann man inzwischen rein mittels KI Apps entwickeln und sich dann auch "App-Entwickler" nennen. Will auch nicht ausschließen, dass solche Apps mit viel Glück Geld abwerfen.

Im professionellen Kontext würde ich dann aber nicht von einem Anwendungsentwickler für Mobile Apps sprechen. Hier sind auch andere Kompetenzen notwendig. :D
 
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Ja, klar, man müsste sich natürlich erst einmal ordentlich professionalisieren. Ich denke aber auch, dass das mit KI möglich ist, wenn man grundsätzlich die richtigen menschlichen Eigenschaften besitzt und einen Verstand und einen Willen und Zeit, sich in die Dinge hineinzuarbeiten. Ich denke, dann ist es auch möglich, ohne dass man Informatik studiert hat oder jemals eine Zeilen Code selber geschrieben hat, dort einigermaßen gut Fuß fassen zu können.
 
WoisthierdasKlo schrieb:
Ich denke, dann ist es auch möglich, ohne dass man Informatik studiert hat oder jemals eine Zeilen Code selber geschrieben hat, dort einigermaßen gut Fuß fassen zu können.
Um sich beruflich weiter zu entwickeln braucht es aber auch keine KI. Da reicht meist Interesse, eigene Motivation und ein gewisser Grad an Disziplin. Ich denke eher das KI häufig dazu führt, dass man eben nicht lernt Probleme zu lösen, sondern primär direkt Ergebnisse generiert.

Eigene Hobby Projekte mit KI zu schreiben kann aber ein Einstieg sein.

Weiß jetzt auch nicht, was du unter "Fuß fassen" verstehst. Ich kann nur berichten, dass aktuell KI weiterhin als Werkzeug in Firmen angesehen wird. Ist möglich dass es irgendwann auch Menschen komplett ersetzt in bestimmten Bereichen. Aber ich bin sicher es wird auch dann noch Menschen brauchen die Ergebnisse der KI technisch beurteilen und absegnen. Und wenn du noch nie eine Zeile Code geschrieben hast und du keinerlei Verständnis von Softwarearchitektur besitzt, bist du im Arbeitsmarkt nutzlos. Hier gehts auch nicht darum, dass man Informatik studiert haben muss. Meiner Erfahrung nach arbeiten die wenigsten Menschen die ein (reines) Informatik absolviert haben typischerweise als App-Entwickler. :D
 
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Ich glaube, um gute Ergebnisse aus der KI zu erhalten, ist Wissen über Software Architektur und überhaupt Theorie wichtiger als Code Fähigkeiten.
 
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