Weedlord schrieb:
Ich finde das hier der Gesetzgeber eingreifen muss und den Konsumenten den absoluten Schutz gewähren muss.
Das tut er schon, indem das, was diese Unternehmen tun, rechtlich untersagt ist.
Um einen krassen Vergleich heranzuziehen: Mord ist auch gesetzlich untersagt und dennoch geschieht es. Die Frage ist: wie genau soll der Gesetzgeber vor gewissen Dingen proaktiv schützen?
Weedlord schrieb:
Händler die solche Produkte verkaufen, müssen hier vollständig in Haftung genommen werden für sämtliche Schäden die entstehen und auch für zukünftige schäden die nachträglich dadurch entstanden sind.
Auch das ist gefährlich und meiner Meinung nach nur dann möglich, wenn der Verkäufer im Vorfeld einen entsprechenden Vertrag mit dem Lieferanten / Hersteller der verkauften Ware eingeht, in dem z.B. solch ein Sachverhalt klar ausformuliert ist.
Andernfalls machst du mit einer solchen Regelung den Einzelhandel komplett kaputt und es wird nur noch ganz wenige, riesige Onlineversandhäuser geben, die solche Risiken finanziell problemlos wegstecken können.
Weedlord schrieb:
Das gilt auch für Platformen wie Amazon, die solchen "unseriösen" Händler die Platform zur Verfügung stellen.
Hier gilt dasselbe Thema wie im vorherigen Punkt. Nimm ComputerBase als greifbares Beispiel: was hat CB (sowie nahezu jede andere große Online-Forenpräsenz) getan, um der gesetzlichen Zwickmühle mit dem Handel von Gebrauchtwaren durch die Forenbenutzer zu entgehen? Richtig, sie haben die Plattform komplett geschlossen.
Auch das wäre also wieder ein Punkt, in dem die großen Versandriesen den kleinen Marketplace-Händlern enge Daumenschrauben anlegen, was so oder so zu finanziellen Einbußen Letztgenannter führen wird und erneut: nur die Größten übrigbleiben.
Verstehe mich bitte nicht falsch: ich verstehe voll und ganz deine Intention hinter den von dir genannten Punkten, aber auf diesem Wege lässt sich das Problem eben nicht lösen.
Wie es sich jedoch ganz einfach lösen lässt, sage ich dir - und allen anderen hier - sehr gerne:
WIE MAN DAS PROBLEM LÖST - The Fricking Easy Way
1. Man kauft ausschließlich ein Produkt eines Herstellers, das man zumindest irgendwie schon einmal gehört hat und man es nicht zwingend mit fragwürdigen Praktiken verbindet (da wirds ja schon eng).
2. Man kauft besagtes Produkt bei einem Händler mit Gewährleistung, um auf Nummer Sicher zu gehen. Bei Gebrauchtkauf von Privat ist jedwede Gewährleistung sowieso ausgeschlossen.
3. - und DAS ist der wichtige Punkt für ALLE hier:
Sobald mit dem gekauften Produkt ein solcher Fall aufgedeckt wird, MEIDET MAN DEN HERSTELLER AUF TEUFEL KOMM RAUS! Wenn wir ALLE mal so konsequent wären, dann würde ein solches Vorgehen dem Hersteller nämlich direkt am Folgetag wehtun, da keinerlei Produkte mehr verkauft würden.
Aber: leider spielt hier der Faktor "Mensch" die größte Rolle und der ist bekanntlich - mit Verlaub - richtig dämlich.
Ich weiß, dass man nicht an allen Fronten gleichzeitig kämpfen kann, aber was bitte ist so schwer am Verzicht? Seit dem Diesel-Regierungs-Skandal kaufe ich (gut, auch vorher schon) keine Fahrzeuge aus dem VAG-Konzern - gleiches gilt für meine gesamte Familie (Frau, Eltern, Großeltern, Schwiegereltern, etc.). Seit schon vielen Jahren konsumieren wir ebenfalls keinerlei Nestlé-Produkte mehr, just cause. Und seit dem jüngstem Milka-Eklat (einer von vielen), der ja bekanntlich das Fass zum Überlaufen gebracht hat (allerdings mit minderwertiger Fett-gestreckter Schokolade, statt mit gutem Kakao) kaufen wir auch keinerlei Produkte mehr vom Mondelez-Konzern.
Macht's doch einfach ALLE so und wir hätten a) die geilsten Produkte am Markt und b) den Hersteller IMMER in der Hand.
Aber euch allen scheint's andersrum ja lieber zu sein. Da muss ich mir wohl oder übel irgendwann endlich mal meinen kleinen Inselstaat aufbauen. Aber hey: ihr dürft dann gerne mal zu Besuch kommen - zu horrenden Einreisegebühren und mit selbstverständlich äußerst kurzer Aufenthaltsgenehmigung
